PR: GEMEINSAME ERKLÄRUNG: Versorgungssicherheit durch Implementierung der neuen Leitlinien

19.10.2016
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Die venöse Thromboembolie ist eine häufige Erkrankung mit schweren Neben- und Folgeerscheinungen. Mehr öffentliche Aufmerksamkeit und ein Problembewusstsein bei allen Ärzten sind notwendig, um die Patientenversorgung künftig effizienter zu gestalten. Sowohl Ärzte als auch Patienten müssen besser über fundierte Maßnahmen zur Vorbeugung, Diagnostik und Therapie Venöser Thromboembolien informiert werden. Denn für Thrombose ist man nie zu jung und nie zu alt!

Trauma, Entzündung, Thrombose, Embolie – In diese Ereigniskette sind die Hausärzte häufig zu irgendeinem Zeitpunkt eingebunden. Da noch immer viele Patienten an den Folgen eines thromboembolischen Ereignisses sterben – aktuelle Schätzungen gehen von jährlich bis zu 100.000 Todesfällen in Deutschland aus – ist es immens wichtig, dass gerade die Hausarztpraxis rechtzeitig und adäquat reagiert. Dabei sollen die neuen 2015 publizierten Leitlinien helfen. Sie geben klare Empfehlungen für eine wirksame und sichere Risikoeinschätzung, Vorbeugung, zeitnahe Diagnostik sowie zuverlässige und sichere Therapiemöglichkeiten. Die Implementierung der S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie“ sowie der S3-Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie“ kann zu einer verbesserten Patientenversorgung im Praxis- und Klinikalltag beitragen. Wichtige Ziele sind, neben einer wirksamen Vorbeugung, die frühzeitige Diagnostik und Vermeidung schwerer akuter und chronischer Komplikationen durch eine effektive Therapie sowie die optimale Zusammenarbeit von Hausärzten und Spezialisten.

Die Unterzeichner weisen außerdem darauf hin, dass es sich bei der Thrombose keinesfalls nur um eine Alterserkrankung handele: junge Menschen und Sportler können genauso betroffen sein wie Senioren und Schwerstkranke. Je jünger und gesünder der Thrombose-Patient, desto häufiger werden thromboembolische Ereignisse fehldiagnostiziert – unter Umständen mit fatalen Folgen. Deshalb ist dieses Krankheitsbild mit Frühsymptomatik und Komplikationen in der Aus- und Weiterbildung von Ärzten aller Fachdisziplinen ausreichend zu berücksichtigen und in der Fortbildung entsprechend zu behandeln. Auch die medizinischen Fachangestellten sollten geschult werden, die frühen Symptome einer drohenden Thrombose zu kennen, da sie häufig vor dem Arzt die Beschwerden der Patienten erfahren, am Telefon, in der Anmeldung oder beim Hausbesuch. Bei der Information von Patienten ist besonders darauf zu achten, dass Ängste abgebaut und eine vertrauensvolle Beziehung zu den behandelnden Ärzten aufgebaut wird.

Verbesserungspotenzial sehen die Experten in der mangelnden Kommunikation zwischen den Beteiligten der Versorgung, der Information von Patienten über Risiken und Folgen sowie in der Implementierung von Basismaßnahmen zur Vorbeugung thromboembolischer Ereignisse. Gleichzeitig gilt es, überflüssige Maßnahmen zu vermeiden. Ärzte und Patienten müssen über fundierte Maßnahmen zur Vorbeugung, Diagnostik und Therapie venöser Thromboembolien (VTE) besser informiert und Barrieren gegen die Umsetzung dergestalt fundierter Empfehlungen bei Entscheidungsträgern / in der Öffentlichkeit adressiert werden.

Wie kann die Versorgungssicherheit verbessert werden?

Das Aktionsbündnis Thrombose plant gezielte Fortbildungen für Hausärzte und medizinisches Fachpersonal. Durch Informationsveranstaltungen, Patiententage und vielseitige Materialien für Ärzte und Patienten soll das Bewusstsein für die Volkskrankheit Thrombose gestärkt werden. Das Aktionsbündnis veröffentlicht außerdem regelmäßig Beiträge in Fachzeitschriften und Publikumsmedien zum Thema Thrombose und Lungenembolie. Darüber hinaus gilt es, unermüdlich mögliche Widerstände bei der Umsetzung der Leitlinien abzubauen.

Autorenschaft:

Bildquelle: Foto: Florian Gaertner/photothek.de

Artikel letztmalig aktualisiert am 24.10.2016.

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