Der neue PsychCast „PC029 Berufsbilder Psychiater und Psychosomatiker im Krankenhaus“ ist erschienen

16.10.2016
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In der neuen Ausgabe des PsychCasts sprechen wir aufgrund mehrerer HörerInnenwünsche locker und unvorbereitet über die Arbeit in den benachbarten Fachgebieten „Psychiatrie und Psychotherapie“ und „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“, die in Deutschland zwei getrennte Facharztweiterbildungen voraussetzen.

Viele Leute stellen sich vor, dass der Psychiater einen gut durchgetakteten Arbeitstag hat, der vor allem aus 50-Minuten-Sitzungen mit den Patienten besteht. Dieses Bild, das wohl eher aus der Richtlinienpsychotherapie kommt, hat mit der Arbeit des Psychiaters aber wenig zu tun. Tatsächlich ist es so, dass vor allem auch viele ungeplante Szenarien zu meiner Arbeit gehören. Etwa ein Drittel der Patienten kommt mit dem Rettungswagen, manchmal auch in Begleitung von einem Notarzt und/oder der Polizei.

Der Fall, dass sich ein Patient mit gepackter Tasche am Empfang einfindet, um einen geplanten Klinikaufenthalt anzutreten, ist also keinesfalls der Standard.

Zu der Arbeit des psychiatrischen Arztes gehört auch viel mehr Diagnostik, als sich manch einer so vorstellen mag. Viele Patienten sind körperlich erkrankt, bringen aber gleichzeitig auch eine psychiatrische Störung mit. Interesse an der Somatik ist also in jedem Fall sehr wichtig. Das Schöne an meiner Arbeit: Die Arbeit als Psychiater ist sehr, sehr abwechslungsreich, Routinen schleichen sich hier kaum ein.

Diagnostik spielt natürlich auch im Bereich der internistischen Psychosomatik eine große Rolle. Wer sich für den Bereich der psychosomatischen Medizin entscheidet, sollte also Spaß an internistischer Differenzialdiagnostik haben. Viele Kollegen aus diesem Bereich haben auch einen zusätzlichen Facharzt für Innere Medizin gemacht.

Und auch in die psychosomatische Klinik kommen mehr Leute mit Blaulicht als man denkt.

Ingesamt wird in unserem Podcast deutlich, dass eine Abgrenzung der Fächer gar nicht so leicht fällt und auch Spannungen zwischen den Fachgruppen bestehen – wir aber trotzdem Spaß an unserer Unterhaltung haben!

Vielleicht ist es nötig, Euch in einer zusätzlichen Folge zum Thema „Berufsbilder“ mit weiteren Infos zu den folgenden Punkten zu versorgen:

Also, there’s more to come!

Wenn Ihr mehr dazu hören wollt, was die Vorzüge der Psychiatrie sind und welche Vorstellungen im Fachgebiet enttäuscht werden könnten und euch außerdem interessiert, welche Erfahrungen man im Bereich der Akutpsychosomatik machen könnte, dann klickt hier:

Zur aktuellen Folge des PsychCasts.

 

Bildquelle: Alan Levine, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 14.12.2016.

95 Wertungen (1.86 ø)
3527 Aufrufe
Medizin, Psychiatrie
@#12: Lieber Gast #12, mir gefällt der Inhalt Ihres Kommentars sehr gut. Auch mir gefallen diese persönlichen, wenig sachorientierten Fehden überhaupt nicht. Ich finde es nur sehr schade, dass auch Sie als "anonymer Gast" auftreten. Zum einen erschweren die vielen "Gäste" die Zuordnung der Kommentare. Zum anderen ist die Möglichkeit, heutzutage (fast) alles verdeckt zu posten, die Basis für rückgratloses "Bashing" und ein Freifahrtschein für Intriganz. Wer nicht zu seiner Meinung steht, soll sie für sich behalten. Ihr Artikel, lieber Gast#12, gewänne für mich noch an Überzeugungskraft, wenn Sie sich namentlich dazu bekennen würden. Freundliche Grüße - Stefan Graf
#4 am 25.10.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
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Gast
Der Artikel weckt bei BerufsanfÄngern durchaus Interesse und könnte daher einbisschen ausführlicher sein, die Arbeit im psychatrischen und auch im psychologischen Bereich ist sicherlich sehr interessant und leider haben viele Med.Studenten nur wenig Einblick in diese Bereiche. Dies ist ein geeigneter Rahmen , um Einblick in verschiedene medizinische und der Medizin angegliederten Bereiche zu bekommen. Warum über öffentlich einsehbare Kommentare persönliche Fehden ausgekämpft werden, ist mir unklar und zeugt eigentlich nur von fehlender Grösse und Reife erwachsener Menschen, noch erstaunlicher und trauriger, wenn es um studierte Erwachsene geht, die andere Menschen leiten sollten.
#3 am 22.10.2016 von Gast
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Gast
und das soll alles gewesen sein ?
#2 am 21.10.2016 von Gast
  12
Was wieder mal fehlt, ist die psychisch - funktionelle Ergotherapie. Kaum ein Arzt kennt sie, noch weniger verschreiben sie. Obwohl stationär fest in die Therapie ein gebaut ist. Ambulant kann sie alleine oder adjuventiv, als ganzheitliches alltagstaugliches Heilmittel, mit grossem Erfolg bei vielen Erkrankungen eingesetzt werden. Interessant ist auch das nicht eine psychiatrische Erkrankung als so schwerwiegend angesehen wird, das sie als Praxisbesonderheit, nicht in das Budget fällt. Anhand der langen Wartezeiten und der häufig ausschließlichen medikamentösen Therapie sollte sich hier etwas ändern.
#1 am 16.10.2016 von Bärbel Knabe (Ergotherapeutin)
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