Fakt ist: Ärzten geht es schlecht

13.10.2016
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Dr. Ilka Enger, die dritte Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), hat am 1. Oktober im Alleingang das sogenannte Neubauer-Gutachten veröffentlicht, das zuvor von der KVB über ein Jahr unter Verschluss gehalten worden war. Verdächtig, nicht wahr? Was ist so geheimnisvoll an diesem Dokument? Dazu zwei Erläuterungen.

Erstens: Professor Dr. Günter Neubauer war von 1987 bis 1990 Mitglied der Enquête-Kommission „Strukturreform der gesetzlichen Krankenversicherung“ des Deutschen Bundestages, bevor er von 1991 bis 1998 dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen angehörte. Bis er im Jahr 2006 seinen Ruhestand antrat, lehrte er Volkswirtschaft mit den Schwerpunkten Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Universität der Bundeswehr in München.

Aktuell ist der Pensionär Direktor des „Instituts für Gesundheitsökonomik München (IfG)“. Just jene Einrichtung wurde von der KVB beauftragt, zu untersuchen, wie sich eine Praxis mit den Einnahmen aus den Beiträgen der Kassenpatientenwirtschaftlich betreiben lässt.

Kein Zweifel: Ärzten geht es schlecht

Zweitens: Was steht drin in diesem Gutachten? Es umfasst mehrere hundert Seiten Text und hat die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der Praxen aus der Versorgung durch „Kasse“ für die Jahre 2010 und 2013 untersucht, ist also nicht mehr ganz aktuell. Das Hauptresultat: Den nicht-operativ tätigen Ärzten auf dem Land geht es besonders schlecht. Allen voran in den Disziplinen Frauenheilkunde, Orthopädie, Urologie, Hautkrankheiten, Augenheilkunde und HNO. Je nach Fachgruppe erstatteten die gesetzlichen Krankenkassen 2013 zwischen 58 und 191 Prozent zu wenig pro Patient – die Zahlen für 2010 waren noch verheerender.

Erstmals wurde von einem neutralen Gutachter schwarz auf weiß bestätigt, was eigentlich jeder betroffene Mediziner weiß: die Kassenarztpraxis ist ein Draufzahlgeschäft – auch wenn es die meisten Patienten nicht glauben wollen und Politiker sowie Krankenkassen vehement abstreiten, dass Ärzte zu wenig verdienen. Die jungen Mediziner haben es hingegen längst kapiert. Warum sonst finden sich für so viele Praxen keine Nachfolger? (Achtung, liebe Jungkollegen, die ihr euch doch zur Niederlassung überreden lassen habt: Das böse Erwachen kommt erst nach sieben Jahren! Dann sind die Abschreibungen gelaufen und der Fiskus schlägt mit ungeahnter Härte zu).

Nachdem das geklärt ist, verrate ich Ihnen nun, worüber ich mir aufgrund des Gutachtens monatelang das Hirn zermartert habe: Was dabei rauskommt, war jedem niedergelassenem Arzt klar. Dass diese Ergebnisse – von einem renommierten Mann wie Dr. Günter Neubauer erarbeitet – in ständigen Debatten mit Krankenkassen und Politikern argumentativ einem scharfen Schwert gleichen, erscheint ebenfalls logisch. Die Gretchenfrage: Warum, um alles in der Welt, hat der Vorstand der KVB diese brisanten Daten über ein Jahr lang unter Verschluss gehalten? Wer profitierte davon?

Wieso die Geheimniskrämerei?

Ich glaube, heute hatte ich ein Aha-Erlebnis. In meinem Kopf hörte ich förmlich den Groschen fallen. Der Vorstand der KVB besteht aus drei Personen:


Natürlich mussten die genannten Vorstände den brisanten Gutachten-Text eine gewisse Zeit lang zurückhalten, um ihren Berufsverbänden ausreichend Zeit zu geben und um für die Ärzte, die Mitglieder eben dieser Berufsverbände sind, fertige Lösungen zu erarbeiten, die Wege aus der Misere aufzeigen. Mit schlichten „Das lassen wir uns nicht länger gefallen“-Parolen oder symbolischen Praxisschließungen für einen Tag (selbstverständlich mit bestens organisierter Praxisvertretung) hätte die werte Vorstandschaft ihren Mitgliedern ob der knallharten Fakten nicht mehr zu kommen brauchen.

Jetzt, nach über einem Jahr Vorbereitungszeit, können die Mitglieder der Verbände sicher Substanzielles erwarten, das den Niedergelassenen eine Existenz außerhalb des KV-Systems ermöglicht, denn dass ein Bestehen im KV-System unmöglich ist, hat das Neubauer-Gutachten ja nun bewiesen.

 

Bildquelle: Yuya Tamai, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 13.10.2016.

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Gast
Ich.Verdiene.1€.62cent.Die.Stunde..ich.Arbeite.Sehr.Viel.Ich.putze.Ich.Finde.Es.Nicht.Richtig.Das.Die.Reinigungskraft.Nicht.Richtig.Bezahlt.Werden.Ich.Kann.Von.259€.nicht.Leben.Die.440€.Erwerbsminderungsrente.Reichen.Auch.Nicht..Ilka.Greupner.
#64 am 08.06.2017 von Gast
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Gast
Das weitere Vorantreiben der Privatisierungen im Gesundheitssektor wird immer mehr Geld kosten und immer weniger für den Patienten bringen, es sei denn, er kann sich teure Privatversicherungen leisten. Man kann aber nicht hinnehmen, dass es so vielen Ärzten wirklich schlecht geht. Sie werden gegängelt, dauernd kontrolliert und müssen haufenweise Strafen zahlen. Wie soll man da noch ordentlich Arzt sein können? Geht doch gar nicht! Deshalb muss endlich ein Umdenken stattfinden und die gesundheitliche Versorgung ganz und gar den Kommunen übertragen werden. Ärzte werden fest angestellt. Auf diese Weise könnten wir Resourcen, wie Geräteparks, weit effizienter nutzen und alle medizinischen Abläufe wären weit besser koordinierbar, kontrollierbar und weit kostengünstiger, weil viel Bürokratie einfach entfallen könnte usw. Wir könnten uns auf das Wesentliche, den Patienten, konzentrieren und Krankenhäuser müssten keine Gewinne erwirtschaften.
#63 am 17.01.2017 von Gast
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Gast
Mich erschüttert diese Veröffentlichung rein gar nicht. Ich komme aus einer Familie mit eigener Praxis. Mein Vater fand dann auch mit 76 Jahren einen Nachfolger. Ich habe eine Osteopathie Physiotherapie Praxis und genau diese Dinge gehen in unserem Beruf, der Physiotherapie weiter. Unterbezahlt, Nichthonorrierung der Therapie bei falsch ausgefüllten Verordnungen. Usw usw usw
#62 am 11.11.2016 von Gast
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Gast
Man beachte bitte auch, dass es in der Problematik weitaus nicht um Millionäre geht, die um die ein oder andere Millionen mehr geht. Das Verhältnis zw. enorm langer Ausbildungszeit sowie den mirerablen Ausbildungs- & Arbeitsbedingungen und dem Outcome ist schon erschreckend. So erschreckend, dass viele in meinem Bekanntenkreis es kaum glauben können. Trotzdem sieht man, wie viele unwissende junge Leute immernoch dem Beruf hinterherjagen (siehe NC-Werte; www.ncmedizin.com). Ich kann nur jedem raten einen anderen Weg zu wählen. Es wird sich wohl so bald nichts ändern - leider.
#61 am 06.11.2016 von Gast
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Gast
Man beachte bitte auch, dass es in der Problematik weitaus nicht um Millionäre geht, die um die ein oder andere Millionen mehr geht. Das Verhältnis zw. enorm langer Ausbildungszeit sowie den mirerablen Ausbildungs- & Arbeitsbedingungen und dem Outcome ist schon erschreckend. So erschreckend, dass viele in meinem Bekanntenkreis es kaum glauben können. Trotzdem sieht man, wie viele unwissende junge Leute immernoch dem Beruf hinterherjagen (siehe NC-Werte; www.nc-medizin.com). Ich kann nur jedem raten einen anderen Weg zu wählen. Es wird sich wohl so bald nichts ändern - leider.
#60 am 06.11.2016 von Gast
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Kann man nicht die ganzen "Gäste" mit ihren despektierlichen Kommentaren voller Neid sperren oder für Kommentare nicht zu lassen? Ich denke mal, dass keiner von denen 6 Jahre studiert und 5 Jahre Facharztausbildung gemacht hat. Und wenn wir für diese lange Zeit und unseren enormes Engagement für unsere Patienten angemessen honoriert werden möchten, dann ist es nur verständlich !
#59 am 02.11.2016 von Dr. med. Gabriele Schmidt-Dorn (Ärztin)
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DC8SE
Ich habe viele der Kommentare unten gelesen. Ich kann dazu als Elektroing. nur sagen. Jeder niedergelassene Arzt muss viel Idealismus mitbringen. Und jeder Stationsarzt auch. In welcher Firma wird denn schon 20H und mehr am Stück gearbeitet. Da würde die Gewerkschaft und Berufsgenossenschaft schon längst demonstrieren!! Und mit dem Abrechnungswesen. Würde ich nicht mitmachen. Und jedem der 60std/woche arbeitet gönne ich sein tolles Auto.
#58 am 25.10.2016 von DC8SE (Gast)
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Robine Hood
Der Fiskus schlägt bei allen Existenzgründern zu, nicht nur bei den Ärzten. Sie haben aber den Vorteil das sie ein gesichertes, regelmäßiges Einkommen durch die GKV Patienten haben, die schon in aller Frühe Schlange stehen und stundenlang warten. Auch wenn Sie unfreundlich sind, die Patienten haben wenig Wahl, da es Ärztemangel gibt. Manche Praxen machen regelmäßig Urlaub, wenn sich das Quartal dem Ende neigt. Die Ärzte die ich kenne, haben Eigentum, ein tolles Auto und studierende Kinder. Da gibt es viel grössere Ungerechtigkeiten, vor allem in Gesundheitssystem, zwischen Vergütung und Leistung. Der unten aufgeführte Stundenlohn ist rein netto und wäre nur real wenn tatsächlich jeden Werk und Feiertag gearbeitet würde und nur der Sonntag frei wäre. Ich habe das fünf Jahre durchgezogen und bin als Therapeutin, die auch eine hohe Verantwortung trägt und den ganzen Büro und Verwaltungskram machen muß, auf einen Stundenlohn von 8 Euro gekommen.
#57 am 21.10.2016 von Robine Hood (Gast)
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Gast
Bin keine Ärztin, aber: verteilt nicht die Kassenärztliche Vereinigung den Kuchen nach Punkten? Klar sind die Krankenkassen der Feind, auch für uns Apotheken, aber versagt hier nicht auch in größerem Umfang die Selbstverwaltung der Kassenärzte? Man denke nur an die drei ehemaligen Berliner KV-Vorstände, die sich kräftig aus dem Gemeinschaftstopf bedient und unangebrachte Übergangsgelder kassiert haben, alles abgestimmt mit den entsprechenden Gremien der KV, das spricht doch für sich...würde nicht ein anderes Verteilsystem, mehr nach Aufwand als nach Patientenzahl, hier einiges an der Wirtschaftslage der Haus - und Kinderärzte verbessern? Und dann noch:Wieso werden in den Kommentaren ständig (neidisch) fiktive Stundenlöhne ausgerechnet, als könnte der Arzt alles behalten und sich davon Autos und Häuser kaufen (anscheinend das Haupt-Wohlstandskriterium einiger Kommentatoren), als müsste er mit dem Geld nicht noch nebenbei Angestellte und Apparate und Räumlichkeiten etc. bezahlen...
#56 am 17.10.2016 von Gast
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Lanzelot
27,16,- pro Stunde ..jopp, da verdient so mancher Handwerker mehr. Und es ist wahr, die Vergütung in Gesundheitsberufen ist durchweh schlecht, gilt auch für Pflegekräfte. Enorme Arbeitszeiten, Verantwortung, das muss man wollen. Ich selbst kann nicht klagen, mir geht es wirklich gut. Kenne aber so manchen Niedergelassenen, der schon das ein oder andere mal vor der Insolvenz stand. Das es in bestimmten Regionen immer weniger Praxen gibt, dass Patienten Schlange stehen bis auf die Strasse, für alles mögliche in die Notaufnahme rennen müssen, denkt keiner drüber nach. Es wäre einigen zu empfehlen im Monster namens ÉBM zu blättern. Was für lächerliche Beträge da gezahlt werden, teilweise im einstelligen Euro und Cent- Bereich Ich denke, die meisten habe eine völlig falsche Vorstellung und beteiligen sich einfach nur am Bashing. Ziemlich billig, widerlich und traurig-
#55 am 17.10.2016 von Lanzelot (Gast)
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Gast
^^...es brodelt!
#54 am 17.10.2016 von Gast
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Gast
@ Dipl. med Frank Hartung # RechenKünstler Der durchschnittliche Gewinn vor Steuern (= Umsatz minus Kosten) beträgt bei Hausärzten 146.000,- pro Jahr geteilt durch 12 Monate= 12166,- Damit ist man im Spitzensteuersatz von 42%= 5109,- gehen an Vater Staat. Und es war die Rede von 60h pro Woche, also 60x 4,33 Wochen= 259,8 Arbeitsstunden pro Monat. 12166-5109= 7057,- : 259,8std/m = 27,16,- pro Stunde !!!! Das schöne daran: Wenn die meisten hausärztlichen Kollegen solch betriebswirtschaftliche Rechenkünstler sind, merken Sie garnicht, was da so mit Ihnen passiert! Viel Spass noch bei der Selbst-Ausbeutung!
#53 am 17.10.2016 von Gast
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Gast
Vom Grundsatz her ist die Klage ja nachvollziehbar, dass Aufwand und Vergütung bei den niedergelassenen Ärzten - wie übrigens auch bei den anderen Gesundheitsberufen - oft in keinem Verhältnis zueinander stehen. Eines der grundlegenden Probleme ist, dass Arbeit am Menschen, und vor allem die interaktionsintensive, in der Gesellschaft nicht angemessen honoriert werden. Aber rechtfertigt das eine dermaßen beleidigende und aggressive Diskussion von Menschen, die doch eine bekanntermaßen ausgesprochen lange und intensive Ausbildung genossen haben? Wie wäre es, das mal konstruktiv zu wenden und zu überlegen, was man tun könnte anstatt hier gegen andere Meinungen rumzupöbeln?
#52 am 17.10.2016 von Gast
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Fakt ist, daß Kassenmedizin nur dann kostendeckend zu betreiben ist wenn man viele junge gesunde Patienten hat die einmal pro Quartal ein Rezept holen. Sind viele chronisch Kranke darunter macht man Miese. Wir bestrafen systembedingt also die Behandlung kranker Menschen. Wofür war unser Gesundheitssystem nochmal da? Wenn das nicht schon genug Grund zum Zweifeln gibt unabhängig davon daß der selbstständige Beruf als Arzt mit vollem Risiko völlig unterbezahlt ist.
#51 am 16.10.2016 von Mawe Budweg (Arzt)
  1
Gast
#46:Aber Beleidigungen sind okay? Wie katholisch. Wasser predigen und Wein trinken.
#50 am 16.10.2016 von Gast
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Lanzelot
Wenn ein derartiges polarisierendes Thema zur Diskussion gestellt wird, dann sind solch Beiträge eben zu erwarten. Die Mischung aus Ahnungslosigkeit gepaart mit Bosheit, kommt ziemlich oft derart daher. Über Ärzte, ihre Arbeit, ihr Vergütung äußert sich nun mal jeder gern. Bis zu dem Punkt wo welche gebraucht werden, dann spielen Zeit, Druck, Verantwortung und auch Gelder kein Rolle mehr. Ich diskutiere mit niemanden mehr über Vergütung. Habe mich nicht zu rechtfertigen und erwarte auch nicht von anderen, dass sie dies mir gegenüber tun. Ist mir völlig Conchita. Sich unter den heutigen Bedingungen niederzulassen ist grob fahrlässig. Von der Kasse durchs Quartal prügeln zu lassen und am Ende Abrechnungswillkür. Permanenter Regressdruck. Kam für mich nie Frage, schon vor 25 Jahren nicht und da lief es noch etwas anders. Wobei es mit Patienten die wenigsten Probleme gibt. Aber alles drumherum, darf sich niederschwellig äußern. Und das liest sich dann nun mal so.
#49 am 15.10.2016 von Lanzelot (Gast)
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Gast X
@Gast Nr.40: Ich kann Ihnen sagen was mit den 700€ Kassenbeitrag passiert, die Sie (und ich) pro Monat bezahlen... Das behält die Kasse! Wenn sie in die Notaufnahme gehen und sich dort ambulant behandeln lassen wird die Klinik mit ca. 30€ abgespeist auch wenn dort die Diagnostik bereits mehrere Hundert kostet (und das ohne kostspielige Extras wie CT, MRT, Facharztkonsil usw.). Es ist ein Draufzahlgeschäft! Kliniken können das nur kompensieren indem sie für die Behandlung Ihrer stationären Patienten mehr einnehmen als sie ausgeben... aber da hat man nicht viel Spielraum und tricksen kann man schlecht, das würde schnell auffliegen... Allgemeinmediziner hingegen können keine kostspieligen OPs oder Komplexbehandlungen abrechnen um ambulante Kleinbehandlungen querzufinanzieren, also zahlen sie drauf... Was bleibt dann noch?? IGEL und Privat soviel es geht und sparen sparen sparen > darunter leidet dann die Qualität, es ist zum kotzen! Keiner arbeitet gerne so und die Patienten leiden auch.
#48 am 15.10.2016 von Gast X (Gast)
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Gast X
@45: Nur weil durch ein Unternehmen viel Geld umgesetzt wird, bedeutet das noch lange nicht dass viel Gewinn übrig bleibt und der Betreiber auch große Summen an sich selbst ausbezahlen kann. Es war auch nie die Rede davon, dass Ärzte als Berufsgruppe am Hungertuch nagen, das hat niemand behauptet, wir wissen dass wir im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen verhältnismäßig gut verdienen. Es geht aber nicht darum was Ärzte im Allgemeinen verdienen... Ich als Assistenzarzt bekomme seit 5 Jahren ca. 2800€ netto (das brutto wird zwar jährlich mehr aber das netto ändert sich nie), das ist viel soweit und ich kann mich nicht beklagen, ich verdiene immerhin ca. 300€ mehr als die leitende Stationsschwester bekommt... Sie diskutieren am Thema vorbei: Es geht darum ob es sich rechnet sich niederzulassen und eine Allgemeinpraxis zu betreiben > und das lohnt sich nunmal NICHT! Wieso sollte ich eine Praxis betreiben mit so viel mehr Aufwand wenn ich dann nicht mehr verdiene als in der Klinik?
#47 am 15.10.2016 von Gast X (Gast)
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Bitte Vollpfosten, die vor Neid und Dummheit strotzen kein Bühne geben. Anonyme "Gäste" und ihre schwachsinnigen Ergüsse in den Papierkorb
#46 am 15.10.2016 von Dr. med.dent Stefan Troendle (Zahnarzt)
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@45... mehr Dummheit und Klischee geht wohl nicht. Was hat denn die Bezahlung von Krankenschwestern oder Altenpflegern mit der Bezahlung von Ärzten zu tun. Was für ein Vollhorst bringt denn so einen Vergleich? Natürlich sind diese Berufsgruppen unterbezahlt. Es zeigt genau das, woran eine Gesellschaft von solchen Leuten wie #45 krankt. Minderbegabte Menschen voller Vermutung und frei von jedem Wissen. Die Arbeit am Menschen ist der Gesellschaft nichts wert. Und gleichzeitig erwartet diese Gesellschaft vollumfängliche Betreuung bei Null Eigenverantwortung. Tipp an #45: das Denken anderen überlassen und auf gar keinen Fall Gene weitergeben!!!
#45 am 15.10.2016 von Jörg Manuel Schröder (Arzt)
  9
Gast
Und, nur nebenbei, was erwarten Sie den, die Damen und Herren Ärzte? Wieviel zehntausend im Monat dürfen es denn sein? Vielleicht sollte man zuerst bei denen anfangen, die am Ende des Monates sowenig über haben, dass es kaum mehr für etwas zu essen reicht, nämlich MTAs, PTAs, Krankenpfleger und -schwestern, Altenpfleger usw. Die Basis braucht mehr Geld, nicht die studierte Elite! Und nur ganz nebenbei: Aus zwanzig Jahren Apothekenerfahrung: Ich kenne tatsächlich nur eine Handvoll Ärzte, die sich KEIN großes Auto und keine mindestens 6-Zimmer Wohnung leisten können und nicht wissen, wie sie am Monatsende über die Runden kommen sollen!
#44 am 15.10.2016 von Gast
  41
Gast
Meine Güte, ich sehe die Herren Doktoren mit ihrem Stethoskop schon in der Fußgängerzone, wo sie mit Tauben um die letzten Brotkrumen ringen, völlig entkräftet und verarmt...armes Deutschland!
#43 am 15.10.2016 von Gast
  39
Gast
verelendete Ärzte an der Armutsgrenze ,ich lach mich kaputt
#42 am 15.10.2016 von Gast
  43
Gast
Derzeit gibt es in Deutschland mehr als 82.000 Medizinstudenten (Tendenz steigend), die bereit sind, trotz großer Belastung in Studium und Beruf das Gelübde der Armut abzulegen. Einfach bewundernswert!
#41 am 15.10.2016 von Gast
  11
Gast
liebe niedergelassenen Ärzte bleibt auf den Teppich ,guckt mal in in B-Besoldungsgruppen da könnt ihr euch vergleichen mit Generälen, Ministerpräsidenten der neuen Bundesländer oder konkreter mit einem Generalarzt
#40 am 15.10.2016 von Gast
  60
Gast
Ja, wenn ich mir von der TK sagen lasse, was welcher Arzt für seine Leistung erhalten hat, denke ich sehr oft: ja das ist zu wenig. Da bekommt der Tierarzt mehr. Aber: wie kommt es, dass ich rund 700 Euro pro Monat Krankenkassenbeitrag zahle und dann beim Arzt nur interesant bin, wenn ich reichlich IGEL-Leistungen buche ? Möchte ich eine Abrechnung über die Kasse, erhalte ich für akute Probleme erst einen Termin in drei Monaten ? Meiner Erfahrung nach ist ausserdem der überwiegende Anteil der Hausärzte desinteressiert und ahnungslos. Sie hören nicht hin, schauen auch nicht richtig hin und machen logische Fehler. Hauptsache der Patient ist mit einem Rezept schnell wieder draussen und reiht sich in die Dauertabletten-Fresser-Liga ein - obwohl dies garnicht nötig ist. Man kann sich ein 24-Stunden-Blutdruckmessung genau ansehen. Das dauert max 3 Minuten. Oder man schaut nur auf den Mittelwert, dann dauert das 30 Sekunden.
#39 am 15.10.2016 von Gast
  43
Gast
Aus persönlicher Erfahrung als Ärztin, Patientin und pflegende Angehörige würde ich vielmehr eine finanzielle Umverteilung von den Krankenkassen hin zur medizinischen Versorgung (Facharzt, Allgemeinmediziner und Klinik) befürworten. Ein Herzkatheter oder ein Herzecho sind sehr anspruchsvolle Maßnahmen, dafür darf man ruhig anständig bezahlt werden. Lieber sehe ich einen Ober- oder Chefarzt nach einer mühevollen 70-Stundenwoche entspannt Golf spielen als einen Kassenvorsitzenden der ohnehin nur die ganze Woche über für gemächliche Selbstverwaltung, Patienten- und Ärzteschikane bezahlt wird. Das Geld gehört den Kassen nicht, es gehört den Beitragszahlern! Seid nicht so dumm liebe Ärzte und Patienten, lasst euch nicht von denen gegeneinander ausspielen die euer beider Geld einstecken.
#38 am 15.10.2016 von Gast
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Aus persönlicher Erfahrung heraus würde ich als Patientin eine finanzielle Umverteilung von den Fachärzten hin zu den Hausärzten befürworten. Erstere werden nach meiner Einschätzung für das Geleistete und von ihnen Erwartete zu gering entlohnt. Dagegen "riecht" man in mancher FA-Praxis schon die Geldmaschine (Kardiologen, Hautärzte, um nur aus der letzten Zeit Beispiele zu nennen). Insgesamt stört mich jedoch hier das Aufrechnen der langen Ausbildung und Verantwortung (Arbeitszeiten sind bei Selbstständigkeit immer höher, auch beim Handwerker). Jeder Akademiker hat eine lange Ausbildung und mindestens 17 Jahre Schule/Studium hinter sich. Jedes Staatsexamen zieht noch einmal zwei Jahre Referendariat hinter sich (Lehrer, Juristen). Die Facharztausbildung wird bereits voll entlohnt, mehr verdient auch ein junger Ingenieur nicht. Was die Verantwortung angeht- ja, die ist hoch. Aber jeder Automechaniker trägt Verantwortung, pfuscht er, sterben evt. Menschen. Dito bei Ingenieuren.
#37 am 14.10.2016 von Annette Creson (Bibliothekarin)
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Gast
Der Artikel ist gut geschrieben bis auf den Schluß nach "Wieso diese Geheimniskrämerei", es sei den dieser Schluß sei ironisch gemeint. Die edlen Recken Krombholz und Schmelz hätten gerne noch länger gewartet, solange, bis jeder Verhandler der Gegenseite gesagt hätte: "Die Daten sind veraltet." Darüber zu spekulieren weshalb die KV-Vorstände mit schöner Regelmäßigkeit als Tiger starten und als Bettvorleger landen ist müßig. Anscheinend sind sie der Meinung sie bezögen ihr Salär vom Gesundheitsminister und nicht aus den Beiträgen der KV-Mitglieder. Jedenfalls arbeiten sie immer gegen ihre Klientel, anstatt für sie zu kämpfen.
#36 am 14.10.2016 von Gast
  0
Gast
Es ist alles eine Frage der Sichtweise. Vergleiche ich mich mit einem Lehrer, Sozialarbeiter oder einem kleinen Bankangestellten, verdiene ich als niedergelassener Arzt ziemlich gut. Auch mit mittelgroßer Einzelpraxis (Pädiatrie) praktisch ohne Igel und mit wenig Privaten. Vergleiche ich mich mit einem Geschäftsführer eines 100-Leute-Ladens, eines Steuerberaters mit gutgehender Praxis, eines Werbefuzzis in gehobener Position oder eines Inhabers eines einigermaßen laufenden Orthopädiemechanikerladens, verdiene ich grottenschlecht. Zu den Autos: wie die allermeisten Ärzte, die ich kenne, fahre auch ich ein Auto der unterern Mittelklasse. In unserem Ärztehaus fährt nur der Orthopädietechniker einen Porsche und die Apothekeninhaberin einen E-Klasse-Mercedes. (die angestellte Apothekerin natürlich auch nicht)
#35 am 14.10.2016 von Gast
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Im übrigen sind es genau diese oligophrenen Dummschwätzer nach Art von dem Herren K. v. Haase(dieser Name ist an und für sich schon ein schlechter Tresenwitz), die dem Problem Vorschub leisten und mit ihrem vereinfachten Blick auf die Dinge ganz sicher und besonders gut zu den Trollen einer AfD passen würde. Dieser Typ hat seine eigenen psychosozialen Traumata noch nicht gut im Griff. Das erklärt sich aus seinen Ausführungen. Sein Job ist tagtägliche Selbstfindung und das Abarbeiten eines tief sitzenden Gefühls der Minderwertigkeit. Vielleicht sollten sie, Herr v. Haase, einfach mal ihren Eltern die knausrige und lieblose Kindheit verzeihen!
#34 am 14.10.2016 von Jörg Manuel Schröder (Arzt)
  9
Gast
Man muss das mal (jeweils brutto) ins Verhältnis setzen: Was bekommt der Hausarzt für die Betreuung eines Patienten in 3 Monaten? Und was kostet die Stunde in der Autowerkstatt? Mal abgesehen vom Abitur: Wie lange studiert ein Mediziner und was hat er für eine Verantwortung? Und wie lange dauert die Ausbildung zum KFZ Mechaniker? Na! Und was kommt bei der Vergleich heraus: Die Verhältnisse von Ausbildung und Verantwortung stimmen nicht mehr! Umverteilung! Das ist die neue Devise! Hat aber schon mehrfach nicht funktioniert. Siehe Ostblock.
#33 am 14.10.2016 von Gast
  4
Der angestellte Offizin Apotheker verdient gut, wenn er auf 35€/h kommt. Auch nach 5 Jahren Studium. Und hat auch ein bisschen Verantwortung, denn eine falsche Abgabe oder falsche Beratung kann schon ganz schön in die Probleme führen...
#32 am 14.10.2016 von Kornelia Tippmann-Berscheid (Apothekerin)
  4
ich sitze übrigens immer noch in der Praxis und mache die verdammte dokumentation, welche 30 % meines arbeitsalltages ausmacht ... mein frau weiss fast schon nicht mehr wie ich aussehe und morgen habe ich dann mal frei ... sonntag darf ich weiter in der praxis arztbriefe schreiben, tageslisten kontrollieren, qm machen, bestellungen, reparaturen, hygienerichtlinien aufstellen und kontrollieren, steuerberater fütten usw. - mann was für ein tolles leben selbständiger facharzt zu sein - - - und das woche für woche - will jemand tauschen ?
#31 am 14.10.2016 von Martin Jablonka (Zahnarzt)
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Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig wir uns wert sind und wie selbstzerstörerisch wir uns haben demontieren lassen. Mit billigen und plakativen Behauptungen. Und wir haben das zugelassen. In arroganter und selbstgefälliger Naivität. Anstatt zu streiken. Ja, streiken. Ich arbeite mir den Arsch ab, operiere mir die Finger wund, muss mich von bescheuerten Patienten beschimpfen und verklagen lassen. Am Ende trage ich die komplette Verantwortung und bekomme nicht einmal das Geld, was ich erarbeitet habe. Aber wir sind selber Schuld. Keine Solidarität, kein Weitblick, kein politisches Gespür. Und dann sind wir auch noch zu Dienstleister geworden. Kein "Danke", sondern "ich will" und "das steht mir zu". Drauf gesch... !
#30 am 14.10.2016 von Jörg Manuel Schröder (Arzt)
  3
Gast
Die Debatte ist schon erstaunlich. Ein wissenschaftliches Institut schreibt ein unabhängiges Gutachten, das zu dem Resultat kommt, dass Kassenmedizin offenbar ein Minusgeschäft ist. Die Ärzte werden immer älter, bei uns in der Stadt (40.000 EW) haben 2 Allgemeinarztpraxen zugemacht, ohne einen Nachfolger zu finden. Die Wartezeiten bei Fachärzten werden länger und länger. Geführt wird aber eine Neiddebatte. Sorgen darüber, dass vielleicht der eine oder andere Praxisinhaber wegen des Gutachtens auf die Idee kommen könnte und keine Kassenpatienten mehr nimmt, weil er ja eh bloß draufzahlt, macht sich offenkundig keiner, vor allem Herr v. Haase nicht. Vielleicht heißt das Thema ja gar nicht: Wie geht es den Ärzten? , sondern: Was wird aus den Patienten, wenn sich die Praxen für Kassenpatienten nicht lohnen?
#29 am 14.10.2016 von Gast
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In keinem der Länder, in denen viele deutsche Kollegen als gut integrierte Wirtschaftsflüchtlingen leben, herrschen paradiesische Zustände. Wie überall gibt es Ecken und Kanten im jeweiligen System. In Deutschland scheint genug Geld im selbigen zu sein aber es versackt in zahllosen Strukturen, die mit der Leistungserbringung nichts zu tun haben. Z.B. Norwegen: EINE steuerfinanzierte Krankenkasse d.h. staatlich, EINE Ärztevereinigung mit Tarifrecht und die handeln dann jedes Jahr die Vergütungen für Klinik- und Hausärzte aus (in Kronen und nicht in Punkten). Auch der Leistungskatalog (entspr. EBM) enthält nur einen Geldwert, so dass man am Ende des Tages seinen Verdienst auf "Heller und Pfennig" kennt. Die Abrechnung erfolg monatlich (seit vielen Jahern elektronisch) und nach der auch hier erfolgten Prüfung auf sachliche und rechnerische Richtigkeitist ist das Geld nach wenigen Tagen (3-5) auf dem Konto! Leider sind die Kommentare auf 1000 Zeichen begrenzt :-(
#28 am 14.10.2016 von dipl. med. Rainer Hansen (Arzt)
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es ist lächerlich, die ärztliche Bezahlung nach Autos zu bestimmen. Wenn der Kassenarzt so arbeiten könnte, wie er eigentlich müsste, kann er eine Kassenpraxis nicht mit Gewinn führen. Das geht nur, wenn die Kollegen schludern wie sie schludern. Ich glaube das ist der Masse der Kollegen nicht einmal bewußt. Sie haben ja nie etwas Anderes kennengelernt als Massenbetrieb und Selbstausbeutung. Die vielen Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung haben ihren Grund nicht etwa in der kriminellen Energie der Kollegen. Sie sind der Aufschrei, dass das System kein ausreichendes Auskommen zur Verfügung stellt.Jeder Handwerksmeister erhält auch eine Ausbildung in BWL, der Arzt nicht. Er ist hilflos einer Bande von Steuerberatern ausgesetzt, die die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt. Egal, was die Gesundheitspolitiker uns weiß machen wollen, auf die Dauer wird dieses System nicht durchzuhalten sein
#27 am 14.10.2016 von Dr. med. Arnold Dietz (Arzt)
  6
2009 hab ich meine 2200-Scheinepraxis geschmissen und führe endlich mit einem Überschuss nur noch eine Selbstzahlerpraxis.
#26 am 14.10.2016 von Dr. med. Wolfgang Lützenrath (Arzt)
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Zur Fiskus-Debatte darf ich hier meinen Onkel zitieren, der einmal (weise) sagte: "ich möchte gerne eine Million Steuern zahlen MÜSSEN"...
#25 am 14.10.2016 von Hans Baumeister (Nichtmedizinische Berufe)
  19
ad Wolfgang Neher: Ja, der Neid hat Hoch"konjunktur", vor allem bei solchen, die in der Schule bei mir abschreiben durften.
#24 am 14.10.2016 von Dr. med. Bodo Mees (Zahnarzt)
  4
Unschön, wie in den Kommentaren das Geldgehacke, Autovergleiche losgeht. Das ist übrigens einer der größten Unterschiede zu Schweden, wo ich länger als Arzt tätig. Da ist sicher nicht alles Gold was glänzt. Aber diese Geldfixiertheit, wie ich sie hier erlebe, kannte ich bis zu meiner Rückkehr nicht. Aber wir wollen ja unbedingt ein "freies" System, wo jeder seine Gier ausleben kann, und "Staatsmedizin" (in Deutschland scheinbar ein Totschlagargument) mit Angestelltenverhältnissen, das muss doch einfach schlecht sein. Sind wir denn so frei, wenn wir so intensiv auf´s Geld schauen müssen/wollen?
#23 am 14.10.2016 von Philipp Kubens (Arzt)
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Kai von Haase
.. und dass ausgerechnet ein Zahnarzt versucht, das Thema jetzt Richtung Neiddebatte zu drängen, ist geradezu symptomatisch. Na, geht Ihnen *auch besonders schlecht? :-) #22: Jetzt wirds wirklich spannend - in welcher Region wohnen Sie? Ich kenne nun auch Ärzte, die nicht sonderlich opulent leben, die sind aber in ziemlich strukturschwacher Gegend. Vielleicht kommen wir hier etwas weg vom pauschalen "den Ärzten gehts besonders schlecht", hin zu einer etwas differenzierten Betrachtungsweise?
#22 am 14.10.2016 von Kai von Haase (Gast)
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@#4: Seltsam, die Ärzte, die ich kenne (mehrere Niedergelassene, einige selbständige Honorarkräfte) fahren keine all zu teuren Wagen: 3er BMW, Audi A4 Cabrio, Peugeot 306 Cabrio, Fiat 500, Mini, Golf VI, VW Tiguan und irgendeinen kleinen japanischer Karren mit Hybridmotor. Ich habe in den letzten 10 Jahren nur drei Ärzte kennen gelernt, die einen Porsche fahren: Ein Chefarzt des benachbarten KKH, ein Kollege, der eine gut gehende Facharztpraxis hat und mit einer Ärztin verheiratet ist, die ebenfalls eine gut gehende Praxis hat und einen Kollegen mit Porsche Cayman S. Ich selber fahre einen fast 20 Jahre alten 520er. Wenn ich jetzt einmal in meinem bürgerlichen Wohngebiet die Autos der Nachbarn anschaue, die keine Ärzte sind, sehe ich da im Durchschnitt teurere Autos: Audi A6 Limo und Kombi, Mercedes SLK, Mercedes E300, Porsche 911 (etwas älteres Modell) etc. Ich sehe also bei meinen nicht-ärztlichen Nachbarn im Schnitt teurere Autos als bei den mir bekannten Ärzten. So viel dazu.
#21 am 14.10.2016 von Michael Riediger (Arzt)
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@kai von haase ... schön was neid für blüten trägt. auch ein psychotherapeut kann (wenn er / sie gut ist) viel geld verdienen, - wenn er / sie sich mal richtig reinhängt. schafft übrigens jeder der lust hat zu arbeiten ! traurig ist, dass allgmein erfolg hier in deutschland nur neider zu tage bringt ... keiner achtet den jenigen, der erfolg hat ! und bmw und mercedes kann man übrigens leasen ... fährt schon jeder pommesbudenbesitzer. aber ich glaube herr kai von haase versucht uns hier einfach nur zu testen ... oder er hat in seinen gesprächstherapien eine deutliche colateralstörung mitbekommen. gruss an die, die ausser neiden und motzen nix können
#20 am 14.10.2016 von Martin Jablonka (Zahnarzt)
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die 50Euro/h sind natürlich nach Kosten,bei ca 50% praxiskosten kommt man also auf 100Euro Umsatz/h
#19 am 14.10.2016 von dipl.med Frank Hartung (Arzt)
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Mag ja sein von der Einnahmen Seite! Aber: Braucht keine Werbung - Kosten Patienten kommen so ohne Kunjungturvelauf Offnungszeiten fast egal, möglichst gering
#18 am 14.10.2016 von Wolfgang Neher (Weitere medizinische Berufe)
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kopfrechnen schwach ,12T Brutto monatl. entspricht bei 60 h Woche 3000:60=50Euro/h,nicht schlecht
#17 am 14.10.2016 von dipl.med Frank Hartung (Arzt)
  2
Diese Untersuchung mal auf die Apotheker ausweiten, dann relativiert sich das bei den Aerzten. Wenn man von unten kommt - was wir als Apotheker in D tun - ist das immer noch goldig....
#16 am 14.10.2016 von Björn Kersting (Student)
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Wenn sich die Kollegen mit Beamten, Lehrern, Versicherungsmaklern und Dachdeckern vergleichen lassen möchten, die alle gute Autos fahren (...) bittesehr. Die ärztliche Tätigkeit ist hochkomplex, verantwortungsvoll und anstrengend und wird hierfür zu schlecht bezahlt, das zeigt doch eben auch der erwähnte bericht. wacht doch mal auf und guckt, was in freier wirtschaft und verwaltung bezahlt wird!
#15 am 14.10.2016 von Dr. med. Anatol Rocke (Arzt)
  5
" So müssen sich viele von uns für ihr Einkommen nicht entschuldigen!" Das verlangt auch niemand. Ich finde es nur deutlich daneben, diesen Zustand mit "es geht mir besonders schlecht" zu bejaulen.
#14 am 14.10.2016 von kai vonHaase (Psychotherapeut)
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Schau dir die Häuser an, die Autos... und Du weisst, wofür 12.000 Euro die Woche gut sind. Auf jeden Fall dürften sie nicht "es geht mir besonders schlecht" sein ;-) 30 Euro netto ist dann auch tatsächlich ein Vielfaches des Durchschnitts-Nettoeinkommens der restlichen Bevölkerung. Da sind andere Akademiker mitgerechnet. Auch nicht gerade "besonders schlecht", oder? Ich bleibe dabei: Jammern auf hohem Niveau. "Besonders" schlecht gehts den Ärzten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht :)
#13 am 14.10.2016 von kai vonHaase (Psychotherapeut)
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So einfach, wie dieses Thema hier versuchsweise diskutiert wird, ist es nicht! Es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass vor allem der "politische Wille" in der Gesellschaft in eine Richtung weist, die die Medizin zu einem Industriezweig gemacht hat. Der Mensch steht schon lange nicht mehr im Mittelpunkt, sondern, wie überall im System, das betriebswirtschaftliche Ergebnis, also der Gewinn. Sicherlich sind wir Ärzte nicht arm und können von unserem Verdienst gut leben. Aber wir arbeiten auch dafür und tragen eine hohes Maß an Verantwortung. So müssen sich viele von uns für ihr Einkommen nicht entschuldigen! Aber es ist auch eine Tatsache, dass es in diesem Gesundheitssystem an vielen Stellen zugeht, wie in einem Selbstbedienungsladen. Und es sind nicht die hart arbeitenden Klinikärzte in den Notaufnahmen und Operationssälen oder die Notärzte auf der Straße, auch nicht die Ärzte in den Praxen, die bis in die Abendstunden für ihre Patienten da sind, welche sich die Taschen vollstopfen.
#12 am 14.10.2016 von Dipl.-Med. Wolfgang Meyer (Arzt)
  0
Gast
Was ist den an 12.000,- Brutto für 60h die Woche gut?! Damit ist man im Spitzensteuersatz und verdient keine 30,- die Stunde! Und das für 20 Jahre Schule, Studium, Assistenz- und Weiterbildungszeit? Ich glaube es hackt!
#11 am 14.10.2016 von Gast
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Bei den Hausärzten lag laut Ärzteblatt der durchschnittliche Überschuss (!), also NACH Betriebskosten, bei 146.000 Euro. Den nicht-operativ tätigen Ärzten auf dem Land geht es besonders schlecht? Öhm... nein. (Quelle: http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxismanagement/praxisfuehrung/article/908739/24-fachgruppen-vergleich-verdienten-niedergelassene-aerzte.html)
#10 am 14.10.2016 von kai vonHaase (Psychotherapeut)
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@Herrn von Haase: die meisten ärzte arbeiten sich auch den a... ab und querfinanzieren ihre lächerlichen kv-einnahmen mit privat-/selbstzahlerleistungen - haben sie den artikel nicht kapiert??
#9 am 14.10.2016 von Dr. med. Anatol Rocke (Arzt)
  10
Jaja das ist der eigentliche Grund warum Ärzte von Heilpraktikerin und Co. angepisst sind. Die Kohle soll doch nicht wegfließen.... ;-)
#8 am 14.10.2016 von Stefan Kaa (Nichtmedizinische Berufe)
  20
Wie Einstein schon sagte: es ist viel leichter ein Atom zu spalten als ein Vorurteil. Politik wird für "sozial Schwache" bzw. insgesamt alles "soziale" gemacht, ist also per se "populistisch", weil hier die Wähler vermutet werden. Ärzte als Randgruppe ohne realen Einfluss muss man nicht beachten, so das Kalkül. Nun wird alles mit der Brille des "Otto Normalverbraucher" betrachtet - also des kleinen Arbeitnehmers, der neidisch auf alle "Gutverdiener" schielt. Wer Ärzten etwas wegnimmt kann sich des Beifalls der Medien (Journalisten sind, so die Wissenschaft, durchweg politisch links verortet) sowie der proletarischen Masse gewiss sein. Damit geschieht genau das, was Rom in den Untergang trieb: "Brot und Spiele" ersticken den Leistungswillen. Insofern wäre es ein Wunder wenn sich das Gesundheitswesen anders entwickeln würde als so wie aktuell beschrieben: die "Leistungserbringer" werden imm weiter ausgebeutet - und der naive Bürger versteht kaum, das da tatsächlich abgeht...
#7 am 14.10.2016 von Dr. Gerhard Hetz (Zahnarzt)
  5
Gast
Vorweg ich bin kein Arzt! ABER: 1. eine Arztpraxis ist ein Wirtschaftsbetrieb genau, wie heute die meisten Krankenhäuser. 2. 11-12.000 brutto/Monat Umsatz, sagt nichts über den Gewinn aus. Es entstehen auch hohe Betriebskosten (Personal etc.) im Raum. Warum sollte ein Arzt studieren, hohe Investitionskosten auf sich nehmen und dann für einen Stundenlohn von 39,90 Euro arbeiten? Dann kann er auch gleich Handwerker werden und spart sich den Aufwand! 3. Es geht doch nur noch um IGeL und Privatleistungen, die meisten Ärzte gehen in Gemeinschaftspraxen um den Betriebsaufwand zu minimieren. Wirtschaftlich gesehen auch ratsam. Meiner Meinung nach muss sich am System etwas verändern. Vor 20 Jahren wurde das Geld zum Fenster raus geworfen und heute sollen die Ärzte dafür bluten. Außerdem wird es Zeit für die eGA, damit endlich durch Transparenz auch Einsparungen statt finden können. Die ewigen Wiederholungsuntersuchungen innerhalb von wenigen Wochen müssen aufhören! Das spart Geld!
#6 am 14.10.2016 von Gast
  5
Es bleibt zu hoffen, dass sich der letzte Satz des Artikels bewahrheitet. Sicherlich ist die Problematik vielschichtig, doch habe ich in den letzten zehn Jahren nicht einen kassenärztlich tätigen Kollegen kennengelernt, der auch nur ein einziges gutes Haar an der KV und ihrer Arbeit gelassen hätte. Genau dort, nämlich in dem Selbsbedienungssystem der KV-Verwaltungen werden Gelder in großem Umfang "versenkt", die dort, wo sie eigentlich benötigt würden nicht ankommen. Für mich ist dabei nicht nachvollziehbar, weshalb gerade diejenigen, die unter diesem System der öffentlich-protegierten "ärztlichen Selbstverwaltung" und Mißwirtschaft am meisten Leiden, nur jammern, aber so lange nichts geändert haben.
#5 am 14.10.2016 von Claus Michael Römer (Mitarbeiter Industrie)
  8
Die meisten Ärzte, die ich kenne, fahren recht neue BMW / Mercedes / Jaguar ... Sooo schlecht kanns ihnen nicht gehen. Die Krankenschwester mit 45 Stunden und Schichtdienst kommt im gebrauchten Renault-Kleinwagen. Ich halte es für Jammern auf echt hohem Niveau
#4 am 14.10.2016 von kai vonHaase (Psychotherapeut)
  103
Gast
Kleine Beobachtung: die Vergütung von € 75 / Std bezahlt vom DRK in der Hausaerztlichen Grundversorgung der Erstaufnahme Einrichtungen ist für viele Kollegen ein sehr willkommenes Zubrot zur Kassenarztpraxis !!
#3 am 14.10.2016 von Gast
  1
Gast
Wenn der Fiskus nach 7 Jahren mit voller Härte zuschlägt, kann das Einkommen ja nicht so schlecht sein ;-)
#2 am 14.10.2016 von Gast
  30
Gast
stimmt nicht ganz,gerade auf dem Land kann man sehr gut verdienen,ich denke ,dass eher die viele Arbeit ,ca.60h Woche, abschreckt.11-12 T.Brutto monatlich sind ja wohl nicht schlecht.
#1 am 14.10.2016 von Gast
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„Ein Volk von Schwerkranken“ titelt die Journalistin Cornelia Schmergal im SPIEGEL vom 15.10.2016 auf Seite 78 mehr...

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