Warum Kinder beim Arzt weinen. Und warum nicht.

06.10.2016
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Manche Kinder werden bei der Untersuchung mit Beruhigungs-Mantras überschüttet: Es sei doch alles nicht so schlimm, gleich vorbei und außerdem wird erklärt, das Kind sei ja schüchtern und habe „immer Angst vor Männern“ – aber ist das wirklich so?

 

Warum Kinder beim Arzt weinen ...


und warum nicht ...


to be continued ...

Zuerst hier.
 

Bildquelle: Flickr/Stefan Kellner

Artikel letztmalig aktualisiert am 07.10.2016.

78 Wertungen (3.49 ø)
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Medizin, Pädiatrie
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Gast
Kleine Anregung zu Lesen: CMAJ. 2010 Dec 14; 182(18): E843–E855. doi: 10.1503/cmaj.101720 Reducing the pain of childhood vaccination: an evidence-based clinical practice guideline https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3001531/
#28 am 06.12.2016 von Gast
  0
#19-Nadeln bei der Blutentnahme spürt man durchaus, auch als Erwachsener. Ich stimme zu, dass ein ruhiger, sachlicher Umgang Kindern hilft, den Schmerz auszuhalten. Ich hab immer gesagt, dass es kurz pieken wird, aber schnell vorbei ist. Und sie IMMER mitgenommen, wenn bei mir selber Blutentnahmen anstanden. Keiner hat je groß Theater gemacht. Aber Emla-Pflaster, die es heute gibt, sollte man den Eltern ruhig empfehlen. Bei uns gab es die noch nicht und ich hab sie erst spät bei meiner eigenen Chemotherapie schätzen gelernt.
#27 am 08.11.2016 von Annette Creson (Bibliothekarin)
  0
Gast
#20: Das Kind versteht das Wort "nicht" sehr wohl, lernt aber sehr schnell, daß "tut nicht weh" genau das Gegenteil bedeutet. 1. Besuch beim Arzt: "Tut nicht weh" - PIEKS - AUA! 2. Besuch beim Arzt: "Tut gar nicht weh" - "WÄÄÄÄHÄÄÄÄHÄÄÄ!!!" Kurz: Solche Sätze konditionieren das Kind geradezu zum Schreien, Weinen, Zappeln usw.
#26 am 17.10.2016 von Gast
  0
Gast
An #24 Was für 1 unnützer Kommentar!
#25 am 17.10.2016 von Gast
  1
Gast
Was für ein unnützer Artikel!
#24 am 17.10.2016 von Gast
  7
Zu #19 d) wäre anzumerken, daß das auch nach hinten losgehen kann, weil die Erwartung einer "Belohnung" o.ä. die Anspannung des Kindes erhöht, was zu einer intensivierten Schmerzwahrnehmung führt, weshalb ich sowas gar nicht erst groß hervorhebe.
#23 am 13.10.2016 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  0
Weil die Unsicherheit der Eltern auf das Kind als Angst übertragen wird.
#22 am 12.10.2016 von Dr. med. vet. Wolfgang Bartsch (Tierarzt)
  0
Gast
@Herr Micka, dies ist ein Blogbeitrag mit einer eigenen Meinung und mit Humor betrachtet, kann dieser Beitrag schon zum Schmunzeln anregen ;) Nur als Tipp.
#21 am 12.10.2016 von Gast
  0
Abschließend meine Zustimmung zu den Wortmeldungen #6, #7, #8, #15 Kinder kann man nicht aufklären! Kinder verstehen "nicht" nicht. ("Tut NICHT weh" wird als "TUT WEH!" aufgenommen.)
#20 am 12.10.2016 von Maximilian Micka (Arzt)
  3
Stichwort Injektionen / Impfungen Das Einstechen macht den Kindern GAR NICHTS aus, weil a) Nadeln bei der Impfung sehr dünn sind und b) mit der richtigen Technik bestenfalls ein kleines Klopfen verspürt wird. Lidocaingel ist bei Impfungen überflüssig und lenkt nur die Aufmerksamkeit auf die zu punktierende Stelle. Bei Venenpunktion zum Braunülenlegen (also eigentlich "Blau-nüle" oder "Gelb-nüle") lasse ich mit mir darüber reden. Problematisch wird die Impfung dann, wenn Kind bereits a) von ängstlichen, teilweise hysterischen und selbst hyperventilierenden Eltern (sorry, wenn ich mich so hart ausdrücke) verunsichert wird, b) wenn es einfach nicht mag (den Arzt, die Situation, festgehalten werden...), c) wenn es das Drücken des Impfstoffes bei der Injektion spürt - und das hält ja dann an, d) wenn nach dem Eingriff keine Ablenkung erfolgt oder kein sofortiges positives Feedback gegeben wird (Stichwort Gummibärchen).
#19 am 12.10.2016 von Maximilian Micka (Arzt)
  3
2. Kinder weinen meiner Erfahrung nach, weil sie sich damit ausdrücken. Sie weisen auf einen Notstand hin und der kann multifaktoriell sein, objektiv und subjektiv verursacht.
#18 am 12.10.2016 von Maximilian Micka (Arzt)
  1
1. Ich hätte gerne einen Artikel gelesen und keine Aufzählung von Spekulationen. Was soll denn DAS bitteschön? Das ist doch nicht hilfreich. Das ist auch kein Journalismus sondern Zeitverschwendung. Peinlich, wenn in den Kommentaren mehr Inhalt steht als im Artikel selbst.
#17 am 12.10.2016 von Maximilian Micka (Arzt)
  6
Ad # 10. Schmerzlos injizieren: Wenn man mit den Fingern der einen Hand neben die Injektionsstelle oder auf eine andere Körperstelle in der Nähe klopft und dann Sekundenbruchteile später mit der anderen Hand die Spritze bzw. Kanüle einsticht, spürt der Patient nichts vom Einstich! Das Nervensystem kann so kurz hintereinander nicht zwei Reize verarbeiten, sondern nur einen, also nur das Klopfen und nicht den Stich! Das Nervensystem wird also "überlistet". So habe ich das Injizieren gelernt und kann nur sagen, dass es funktioniert! Man braucht ein wenig Übung um Klopfen und Stechen zu koordinieren, aber die Patienten danken es.
#16 am 11.10.2016 von Helga Schmidt (Heilpraktikerin)
  2
Als Pädiater weiß ich noch ein paar Gründe: weil die Eltern selber Angst haben. Weil sich Eltern selber wie Kinder verhalten. Weil Eltern glauben, alles "erklären" zu müssen und nicht wissen, dass ihr Kind TROST braucht an Stelle kluger Sprüche. Weil Arzt, Ärztin oder Personal Stress und Getriebensein vermitteln anstelle von Souverenität und Ruhe.
#15 am 11.10.2016 von Dr. med. Andreas Rutz (Arzt)
  1
Gast
Ich muss als Erachsener auch weinen, wenn ich so einen Quatsch lese!
#14 am 11.10.2016 von Gast
  7
Kindgerecht aufgeklärte intelligente Kinder weinen in der Regel nur, wenn sie damit die Erwartungshaltung der anderen Beteiligten erfüllen.
#13 am 11.10.2016 von Dr. med. Bodo Mees (Zahnarzt)
  4
Da Gehirn kann nicht "nicht" denken. Wenn also Mantras wie " ... tut nicht weh..." etc. formuliert werden, darf man sich nicht wundern wenn die Erwartungshaltung bei einem dies verstehenden Kind entsprechend ist. Lidocain gel - wunderbar. Da nur die Epidermis und die Fasc. superficialis mit sens. Fasern versorgt ist heißt´s : schnell durch die Haut, nicht ZU tief in die Fasc. prof. , dann schmerzt der Pieks nicht, sonder nur der Druck durch die iatrogene Zyste. Diese schnell verreiben- und gut. Es könnte aber auch die Intuition sein, dass das, was da kommt (Impfung) nicht wirklich gut für mich ist. Ansonstemn gebe ich #8 (Fr. Diederich) recht.
#12 am 11.10.2016 von Hp Jan Paffrath (Heilpraktiker)
  4
#Dr.med.Schneider: Lidocaingel. Das sollte einem Humanmediziner bekannt sein. Hilft gut, ist natürlich etwas aufwändiger.
#11 am 10.10.2016 von Irina Wegner (Tierärztin)
  9
Liebe Frau Schmidt, bitte beschreiben Sie doch mal, wie Spritzen schmerzlos gehen soll. Und wollen Sie wirklich der vereinigten Kinderärzteschaft Sadismus unterstellen?
#10 am 10.10.2016 von Dr. med. Holger Schneider (Arzt)
  3
Ein gut recherchierter Artikel zu dem Thema täte mal Not. Ich gebe an dieser Stelle der Heilpraktikerin Fr. Schmidt Recht: Vermeidbare Schmerzen sollten vermieden werden (siehe auch aktuelle STIKO-Empfehlungen). Ich bin - aufgrund der mir bekannten Datenlage - nicht der Überzeugung, dass eine Ankündigung von Schmerzen diese lindert. Das Gegenteil scheint den verfügbaren Studien zu Folge der Fall zu sein. Man stelle sich einen Arztbesuch vor, bei dem Arzt 1 vor der Impfung sagt: "So, das tut jetzt mal ganz stark weh und brennt dann fürchterlich.". Alternative wäre Arzt 2 mit "So - dann impfe ich Sie jetzt, damit Sie vor den Krankheiten XYZ so gut wie möglich geschützt sind." Der VAS-Score wäre sicher geringer bei Variante 2. Funktioniert meiner Erfahrung nach übrigens auch wunderbar beim Legen von iv-Zugängen bei Erwachsenen. Und auch bei unserem Zwerg hilft das. Liegt aber vermutlich auch an den Eltern - die übernehmen leider häufig den Part von Arzt Nr. 1 ;)
#9 am 10.10.2016 von Sebastian Niedermayer (Arzt)
  3
Am besten ist man offen und ehrlich mit den Kindern: "Ja, das tut weh und das ist voll doof und Du darfst Dich darüber beschweren, schimpfen, schreien etc., so viel Du möchtest, denn Du hast ja recht. Trotzdem muß das sein, darum werden wir das jetzt gemeinsam durchstehen." Entsprechend der im Blog geschilderten Rechtfertigungslogik hätte mein Großer nach mehreren unangenehmen Krankenhauserlebnissen und diversen Impungen eigentlich auch ständig weinen müssen beim Arzt; hat er aber nur bei den ersten Impfungen/Blutabnahmen, als er noch ein Baby war. Mit gut einem Jahr bei der G 4-Impfung hat er den ersten Pieks in den Oberarm aber nur mit einem leicht entrüsten "Öh!" kommentiert und den zweiten bloß noch mit einem kritischen Blick gewürdigt. Geweint hat er gar nicht mehr beim Arzt. 2 cool 4 U :)
#8 am 10.10.2016 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  0
Mama
Ja mei... Oder weil es eben ein Kind ist, das beim Arzt weint! Mein Kind 1 hat noch nie beim Arzt geweint, macht gut mit und ist ein "Vorzeigekind". "Kind 2" weint grundsätzlich immer, trotzt und schreit... und das NICHT aus den o.g. Gründen. Und jetzt???
#7 am 10.10.2016 von Mama (Gast)
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Gast
Liegt doch auf der Hand: damit an dieser Stelle mal ein selten dummer Artikel erscheinen kann
#6 am 10.10.2016 von Gast
  14
auch bei mir purer sadismus.
#5 am 10.10.2016 von Lucas Mario (Arzt)
  3
Ad #3: Sadismus natürlich. Wir stehen total darauf, wenn so ein kleiner Mensch mal richtig schreit, weint oder sich wehrt. Immer diese Impfungen bei Erwachsenen, total langweilig....(Ironie off)
#4 am 10.10.2016 von Thorsten Burdorf (Arzt)
  4
Warum werden Spritzen (z.B. Impfungen) immer noch nicht schmerzlos gegeben? Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man eine Spritze völlig schmerzlos geben kann!!!!Warum fügt man Kindern und sogar Babys unnötige Schmerzen zu? Ist es Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder gar Sadismus????
#3 am 10.10.2016 von Helga Schmidt (Heilpraktikerin)
  31
Meine Kinder durften mit, wenn ich geimpft wurde oder der Hund. Wirkt schon gut, wenn sie sehen, dass andere tapfer sein können. Spätestens so ab Grundschulalter wollen sie das dann auch sein.
#2 am 10.10.2016 von Dipl.-Chem. Nina Berger (Chemikerin)
  0
Gast
Und weil die rutsche im Wartezimmer viel mehr Spaß macht, als die Untersuchung
#1 am 08.10.2016 von Gast
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