Arztbesuch? Überflüssig!

15.09.2016
Teilen

Nach Ansicht des KKH-Vorsitzenden Ingo Kailuweit ist jeder zweite Arztbesuch in Deutschland überflüssig. Ein kurzer Kommentar aus Sicht eines niedergelassenen Facharztes.

Glaubt man dem Vorsitzenden der Kaufmännischen Krankenkasse KKH, Ingo Kailuweit, so müsste ich ein ganz schlechtes Gewissen haben. Nach seiner Auffassung sind nämlich die Hälfte aller Arztbesuche in Deutschland überflüssig. Als Vertragsarzt hätte mir das auffallen müssen.


Damit verbindet sich ja der unausgesprochene Vorwurf, wir Ärzte würden überflüssige Besuche unserer Patienten dulden, ja gutheißen, weil wir dadurch mehr verdienen würden.


Kenner des deutschen Kassensystems liegen spätestens jetzt mit Lachkrämpfen am Boden.

Honorar pro Quartal, nicht pro Besuch

Vertragsärzte der Krankenkassen bekommen nämlich für jeden Patienten ein Honorar pro Quartal. Egal, wie oft dieser Patient die Praxis aufsucht. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen wäre dem deutschen Kassenarzt derjenige Patient der liebste, der so etwa zwei bis maximal drei Mal im Quartal in die Sprechstunde kommt. Jeder weitere Termin wird nicht bezahlt, den macht der Arzt aus Menschenfreundlichkeit, beruflichem Ethos oder weil ihm nichts anderes übrig bleibt. Schließlich sind seine Patienten krank.

Der Vorwurf, viele sinnlose Termine würden den Arzt bereichern oder den Krankenkassen Kosten verursachen, ist also schon aus Gründen der Abrechnungsrealität barer Unsinn.

Sind die Vorwürfe denn inhaltlich gerechtfertigt?

Wie so oft kann ich nur aus meiner ganz persönlichen Erfahrung berichten. Ich bin jetzt seit etwas mehr als zwanzig Jahren als Facharzt niedergelassen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich demnach zehn Jahre überflüssige Termine angeboten haben soll, die von Menschen wahrgenommen wurden, denen in Wirklichkeit nichts fehlte, so komme ich doch etwas ins Grübeln.
 Wenn ich so zurückschaue, würde ich „überflüssige“ Termine etwa im niedrigen Promillebereich ansiedeln. Mal kommt einer und will eine Krankschreibung, obwohl er gesund ist, mal ein Attest, das ich nicht nachvollziehen kann. Klar, gibt es so etwas. Aber sehr, sehr, sehr selten.

Wie kommt ein Vorsitzender einer Krankenkasse also dazu, so etwas zu behaupten?
Wahrscheinlich ist es der selbe Virus, der auch unseren Innenminister de Maizière befallen hat, als er davon sprach, dass 70 % aller männlichen Flüchtlinge aufgrund fragwürdiger Atteste für nicht abschiebwürdig erklärt würden. Eine Angabe, die sich bei genauer Überprüfung als nicht haltbar erwies.

Von Hypochondern und verrückten Ärzten

Auch Ingo Kailuweit hat wohl diesen Virus abbekommen und mal eben so geschätzt.
Dass er damit Tausenden von Patienten und auch Ärzten unterstellt, sie wären einerseits Hypochonder (die Patienten) und andererseits nicht ganz dicht (die Ärzte), scheint ihn nicht sonderlich zu beunruhigen. Wie auch? Schließlich hat er keinerlei Konsequenzen zu fürchten. Und der feuchte Traum jedes Kassenfunktionärs ist eine Welt ohne Kranke und ohne Ärzte. Dann fließt jeder Cent der Beitragszahler in die Verwaltung der Kassen.

Horst Seehofer hat sich mit seinem Zitat vom „Ärztepack“ unsterblich gemacht. Vom „Patientenpack“ spricht derzeit noch niemand, aber vielleicht murmelt der eine oder andere Kassenfunktionär diesen Begriff schon im Schlaf.

Peter Teuschel


(G.F. Watts: Mammon. 1885)

 

Bildquelle (Außenseite): el-toro, flickr

Bildquelle: pathdoc - Fotolia.com

Artikel letztmalig aktualisiert am 16.09.2016.

65 Wertungen (4.4 ø)
5339 Aufrufe
Die maximale Zeichenanzahl für einen Kommentar beträgt 1000 Zeichen.
Die maximale Zeichenanzahl für ein Pseudonym beträgt 30 Zeichen.
Bitte füllen Sie das Kommentarfeld aus.
Bitte einen gültigen Kommentar eingeben!
Das ist so wie mit vielen Laborwerten: Die meisten sind retrospektiv betrachtet überflüssig aber wehe es wird nicht gemacht und etwas übersehen. Aber das kennen wir ja : Inkompetenz schreit am lautesten.
#29 am 23.09.2016 von Dr. med. Jens Bernhardt (Arzt)
  0
Arzt
Ein exzellentes Beispiel um die Entscheidungsfreiheit des Pat. zu verdeutlichen ist die Entfernung der symptomatischen Steingallenblase. Viele Steinträger sind lebenslang beschwerdefrei, bei manchen jedoch kommt es zu Koliken oder Entzündungen. Da eine GB die einmal Beschwerden verursachte mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder auffällig wird wird dann eine elektive Entfernung im beschwerdefreien Intervall empfohlen. Viele entscheiden sich jedoch gegen eine OP, weil sie hoffen zu denjenigen zu gehören die beschwerdefrei bleiben. Oft kommen dann im ungünstigsten Moment die Beschwerden wieder und können sogar eine schwere Entzündung bis hin zum gefährlichen Durchbruch verursachen. Manche kommen sogar öfters, immer mit Koliken und gehen dann wieder ohne OP-termin nach Hause. Der Patient entscheidet selbst und wird immer wieder untersucht, doch an der Konsequenz ändert das nichts. Wenn er Pech hat ist irgendwann eine NOT-OP erforderlich (statistisch riskanter als ein Elektiveingriff).
#28 am 22.09.2016 von Arzt (Gast)
  0
Arzt
Aber nicht nur den Ärzten auch den Patienten wird hier häufig Unrecht getan. Häufig ist es so so dass unsere Patienten eben nicht überflüssigerweise zum Arzt gehen, sondern einfach wichtige Verlaufskontrollen eben häufig unauffällig ausfallen. Zum Beispiel wenn ein junger Patient mit einer harmlosen Bronchitis einige Zeit später noch einmal in der Praxis erscheint weil sich die Abheilung verzögert: in den meisten Fällen ist das harmlos (und hinterher könnte man dann behaupten der Besuch war überflüssig) aber in manchen Fällen stellt man leider fest dass sich auf dem Boden eines ursprünglich harmlosen viralen Infektes eine gefährliche bakterielle Pneumonie entwickelt hat und dann ist rasches Handeln gefragt...
#27 am 21.09.2016 von Arzt (Gast)
  0
Arzt
...Manche Untersuchungen sind wichtiger als andere, aber wie wichtig sie im Einzelfall wirklich sind weiss auch der Arzt oft erst hinterher wenn sie gemacht sind. Sie werden es nicht glauben aber es gibt sehr viele Patienten die überflüssige Untersuchungen geradezu einfordern. Für manche ist die Medizin ein Selbstbedienungsladen! Arzthopping ist tägliches Brot, Vorbefunde werden oft weder erwähnt noch mitgebracht, dann fängt man von vorne an. Manchmal werden Beschwerden (mithilfe von Google) dramatisiert um Gewünschtes zu erzwingen. Zweitmeinungen werden immer häufiger eingeholt! Manchmal wird dem Arzt nicht einmal mitgeteilt dass es sich um eine Zweitkonsultation handelt... der Patient trägt das Risiko der wiederholten Untersuchungen, aber der Beitragszahler die Kosten und der Arzt die Verantwortung. Glauben sie mir viele von uns wünschen sich den mündigen, aufgeklärten, selbstbestimmten Patienten, aber es reicht nicht wenn der Arzt ehrlich ist, der Patient muss es auch sein.
#26 am 21.09.2016 von Arzt (Gast)
  0
Arzt
@Gast222: Ganz im Gegenteil! Ich finde es ist kein Armutszeugnis einen Patienten in die Entscheidung miteinzubeziehen! Das gehört schließlich zu einer ordentlichen Aufklärung dazu, dem Patienten die Indikation für eine Untersuchung zu nennen. Der Patient ist immer Teil der Entscheidung (und das soll auch so sein). Alleine die Tatsache dass der Patient überhaupt den Arzt aus freien Stücken aufsucht und ein Anliegen vorbringt ist doch schon der Beginn seiner Teilnahme am Entscheidungsprozess für das weitere Vorgehen (und alleine das ist schon etwas wofür Herr Kailuweit alleine den Ärzten die Schuld gibt): was sollen wir den machen? die Patienten einfach wegschicken? mit welcher Grundlage? selbst die Patienten denen augenscheinlich nichts fehlt wollen eine Vergewisserung dass alles in ordnung ist! wie kann ich ihnen die geben ohne Untersuchungen zu machen?
#25 am 21.09.2016 von Arzt (Gast)
  0
Gast222
@Arzt(Gast): "Es steht jedem Pat. frei Untersuchungen die man für überflüssig hält abzulehnen." Diese Aussage ist ein Armutszeugnis. Als Patient empfinde ich diesen Kommentar sogar als zynisch. Sie unterstellen hier eine symmetrische Beziehung zwischen Arzt und Patient und schieben letzterem sogar indirekt die Verantwortung für überflüssige Behandlungen zu. "Da müssen wir aber erst mal eine gründliche XY-Untersuchung machen. Und ohne eine Z kommen wir da auch nicht weiter." Welcher Patient ist denn dazu in der Lage, das abzulehnen?? "... im Idealfall wird niemand gezwungen". Was ist denn das für eine ärztliche Ethik? Und rein inhaltlich ist diese Aussage auch eher peinlich entlarvend, als ein Dementi.
#24 am 21.09.2016 von Gast222 (Gast)
  1
Arzt
Man hört häufig dass Privatpat. mehr Untersuchungen und Anwendungen angeboten werden als Kassenpat., allerdings ist die Unterstellung das Untersuchungsprogramm hänge einzig vom Kassenstatus ab meiner Erfahrung nach oft falsch. Mindestens genausoviele beschweren sich über "zu wenig" ("Wird da jetzt heute noch was gemacht oder liege ich heute nur rum?" 2x Visite, 3x Vitalparameter, Anpassung der Medikation und Labor ist offenbar nichts...) Als sowohl Klinikarzt, auch als Kassenpat., wie auch als Angehöriger von Kassen- und Privatpatienten, konnte ich in den meisten Fällen die Erfahrung machen dass das Krankheitsbild die Anzahl der Anordnungen bestimmt und nicht die Kasse, so wie es sein sollte. Es steht jedem Pat. frei Untersuchungen die man für überflüssig hält abzulehnen, aber einfach die Aufklärung ungelesen zu unterschreiben und dann erst nach dem Eingriff zu erwähnen dass man erst letztes Jahr eine ÖGD hatte ist offenbar für manche leichter... im Idealfall wird niemand gezwungen.
#23 am 19.09.2016 von Arzt (Gast)
  3
Gast222
Als Patient kann ich die Aussage von Herrn Kailuweit nur bestätigen, wahrscheinlich ist die Zahl noch höher. Dass Herr Teuschel offensichtlich zu den "Guten" gehört ist ja löblich. Ansonsten hatte ich als Privatpatient oft den Eindruck, dass der Umsatz mit Abstand die höchste Priorität hat. Zudem wurde vergessen zu erwähnen, dass sich Herr Kailuweit besonders für eine bessere Qualitätskontrolle eingesetzt hat. Ich sehe nicht ein, warum sich so gut wie alle Berufsgruppen allen möglichen Evaluierungen und Tests unterziehen sollen, nur Ärzte sollen da ausgenommen werden? Ich habe schon viele stümperhafte Arzt- und Zahnarzt-Behandlungen erlebt und das treibt logischerweise die Zahl der Arztbesuche und die Kosten in die Höhe. Dass in diesem Forum ein vielstimmiges Gejammer angestimmt wird, hatte ich schon vermutet - ist aber kein Zeichen einer selbstkritischen und konstruktiven Einstellung. Schade.
#22 am 19.09.2016 von Gast222 (Gast)
  6
Arzt
Also nachts in der Notaufnahme ist tatsächlich oft vieles überflüssig, der "Männerschnupfen" ist keine Fabel die sich böse Ärzte ausgedacht haben um arme Patienten durch den Kakao zu ziehen. Es gibt tatsächlich reichlich Patienten die wegen Erkältungsbeschwerden und ähnlichen Lappalien nachts und am Wochenende die Notaufnahme oder auch die Praxen der KV-Dienste aufsuchen. Oft geht es dabei nicht einmal um die obligatorische vieldiskutierte Krankschreibung. Ein teurer Spass wenn man bedenkt dass die meisten dieser Probleme sich durch eine schlichte Hausapotheke mit Minimalausstattung lösen lassen würden. Was ist zum Kuckuck nochmal dabei etwas Schmerzmittel, Nasenspray, Hustensaft, ein mildes Abführmittel, ein paar Pflaster, eine Pinzette, eine Zeckenzange und ein Fieberthermometer zu Hause vorrätig zu halten. Natürlich kann jeder Vorrat mal im ungünstigsten Moment aufgebraucht sein, aber das sollten Ausnahmen bleiben. Dann kommt als Argument immer: ich bezahle ja schließlich Beiträge..
#21 am 18.09.2016 von Arzt (Gast)
  0
Gast
Jeder zweite Arztbesuch ist überflüssig, aber welcher von den beiden ist es? Jede zweite Krankenkasse ist überflüssig?!
#20 am 18.09.2016 von Gast
  1
Gast
Bestimmt gibt es Patienten die zum Arzt gehen ,ohne dass dazu eine medizinische Notwendigkeit vorliegt.Aber das sind Ausnahmen und auch nicht "systemrelevant" wie wir gelesen haben. Aber ein Aspekt scheint mir in den Aussagen von Herrn Kailuweit sehr bemerkenswert. Er zeigt wie gering er seine Kassenmitglieder schätzt. Jene Menschen die erst dafür sorgen, dass Leute wie er an solchen Stellen sitzen und große Reden halten dürfen, ohne dafür Verantwortung zu übernehmen.
#19 am 18.09.2016 von Gast
  2
Herr Kailuweit könnte ja bei seinem Gehalt eine Telefonsprechstunde einrichten und seine Mitglieder beraten, ob sie denn mit dieser Beschwerde zum Arzt gehen oder besser zu Hause bleiben und das auch nachts an Wochenenden und Feiertagen. Wäre interessant zu erfahren, was seine Meinung nach 4 Wochen Telefonsprechstunde ist und wie viel an ärztlicher Arbeitszeit eingespart wurde.
#18 am 17.09.2016 von Dr. med. Walter Müller (Arzt)
  1
Gast
Liebe Leser, ich hoffe keiner hat vergessen, dass es doch ausgerechnet die KKH mit seinem Vorsitzenden Herrn Ingo Kailuweit war, die vor einiger Zeit massiv versucht hat "chronisch Kranke" aus der Krankenkasse zu drängen. Ich kämpfe in dieser Kasse ständig um meine Rechte durchzusetzen und kann nur hoffen, dass sich an der Spitze endlich mal was tut. Bekanntlich beginnt der Fisch immer am Kopf zu stinken!
#17 am 17.09.2016 von Gast
  1
Gast
Ja, ich gehe meistens zum Arzt, wenn ich mich so schlecht fühle, dass ich nicht arbeiten kann. D. h. Fieber, Husten, oder Brechen mit Durchfall. Damit sitze ich dann von Krämpfen geschüttelt oder mit Schüttelfrost im Wartezimmer und alle, die sonst noch dort weilen, wünschen sich einen großen unsichtbaren Schutzwall. Warum sitzt man im Schnitt ca. 2 Stunden im Wartezimmer?? Oder, ich bin arbeitsfähig, brauche aber eine Blutabnahme. Da werde ich um 7 Uhr in der Früh bestellt, was auch Sinn macht, denn um 8 muss ich zur Arbeit. Ziehe dann aber eine Nummer und habe 10 Ommas un Oppas vor mir, die nicht zur Arbeit müssen, aber weil sich eh nicht mehr schlafen konnten schon seit 6 Uhr vor der Türe stehen. Organisation wurde von vielen Ärzten wahrlich nicht erfunden.
#16 am 17.09.2016 von Gast
  1
Das ist doch wieder die übliche und üble Stimmungsmache gegen uns Ärzte. Ursache sind Neid und Missgunst. Aber merke: Neid ist die aufrichtigste Art der Anerkennung!
#15 am 17.09.2016 von Jürgen Schulze (Arzt)
  3
Warum man grippekranke Menschen zwingt, sich in Scharen im Wartezimmer zusammen zu rotten, nur damit sie eine dringend benötigte Krankschreibung erhalten, erschließt sich mir sowieso nicht. Die Viren verteilen sich, es ist weder dem Arzt noch dem Patienten noch dem Gesunden geholfen (der nur etwas abholen wollte und 2 Wochen später ebenfalls mit Grippe ausfällt). Aber der gute alte Hausbesuch ist eben aus der Mode gekommen.
#14 am 17.09.2016 von Claudia Kern (Medizinische Dokumentarin)
  0
Nach Ansicht vieler sind die meisten der gesetzlichen Krankenkassen überflüssig und damit und erst recht deren aufgeblähte Organisation mit Leuten wie Herr Kailuweit an der Spitze.
#13 am 17.09.2016 von Dr. med. Bodo Mees (Zahnarzt)
  4
Sehr guter Kommentar. Ärzte, die ihre Patienten ernst nehmen und mit Ihnen sprechen auch und gerade wenn sie glauben, dass er "unnötig" kommt, werden diese Quote klein halten. Und was heißt schon überflüssig? Ein Patient, der kommt hat irgendein Problem. Vielleicht sagt der KKH-Vorsitzende auch über seine Kinder, dass jedes zweite mal, wenn sie weinen, das sei "überflüssig"?!
#12 am 17.09.2016 von Dr. med. Ernst Girth (Arzt)
  2
"Wenn das Niveau.." Haus noch nicht begriffen... Anderes Beispiel: Ich war in Bangkok im Krankenhaus zu einer Behandlung. Mir wurde ein Medikament gleich mitgegeben, bei 6ns muss man zu Apotheke. DA LIEGT VIEL POTENTIAL DRIN!
#11 am 17.09.2016 von Wolfgang Neher (Weitere medizinische Berufe)
  9
"Ich hatte in Thailand mal eine Blase am Fuss..." Wenn das das Niveau der Diskussion ist, dann stört mich auch die analphabetische Rechtschreibung der Beiträge nicht mehr. Schade, daß dieses wirklich wichtige Thema mal wieder an der täglichen erlebten Dummheit der Menschen scheitert.
#10 am 16.09.2016 von Samuel Schleich (Biologe)
  5
Ein unnötiges Prozedere: Nachsorge nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung 1 x jährlich zum Niedergelassen. Der schaut ob alles in Ordnung ist (sinnvoll). Danach 1x jährlich ins KH, welches die Therapie durchgeführt hat. Sie fragen da nur ob ich beim Niedergelassenen war, ob er meint dass alles in Ordnung ist. Noch ein bisschen Smalltalk und ein Kreuzchen für die Statistik. Das ginge auch telefonisch und ich müsste nicht einen Tag meines neu gewonnenen Lebens mit Fahren und Warte zubringen. Der Niedergelassene weißt die Möglichkeit einer schriftlichen Mitteilung ans KH weit von sich. "Das machen wir nie!" Bin ich jetzt undankbar?
#9 am 16.09.2016 von Marion Schneider (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
  0
Wo steht geschrieben, dass der Arztbesuch kostenlos sein soll ? Gesundheit kostet Geld !
#8 am 16.09.2016 von Joachim Bedynek (Chemiker)
  3
Können Ärzte Organisieren? 2x in einer Klinik habe erlebt, dass die 7ndividuelle Essenorganistion Topf ist und die die Klinik Organisation 6m Lichtjahre hintereinander Liegt es an der Unfelnbarkeitsglauben?
#7 am 16.09.2016 von Wolfgang Neher (Weitere medizinische Berufe)
  25
Stimmt das in D evtl doch. Haben wir ein krankes Anlocksystemy? In Thailand ist es üblich meist zu erst in die Pharmazie zu gehen. Hier werden weitere mehr Beratungen geführt als in Deutschland. KLEINIGKEITEN ERLEDIGT OFT DER Apotheker. Ich hatte mal ein Blase am Fuss. Der Apotheke hat sich das angeschaut und mir ein Spezialpflaster angebracht. BEZAHLT HABE ICH NUR DAS PFLASTER, Nehmen wir an diese zusätzliche Beratungen gegenüber D fallen weg, dann haben wir zuviel Ärzte oder Eine bessere Behandlung mit weniger Folgdnbehandlungen
#6 am 16.09.2016 von Wolfgang Neher (Weitere medizinische Berufe)
  20
Lanzelot
Eine schlicht dumme Aussage. Typisch Kranke Kasse Es wurde schon erwähnt, dass nicht nach der Anzahl der Besuche vergütet wird. Was soll Arzt machen, Patient einfach wieder nach Haus schicken. Wenn der Patient sich nicht gut fühlt ist der Besuch immer gerechtfertigt. Was maßt sich ein Kassen-Kasper an. Darüber hat er nicht zu befinden, nicht kompetent. Allerdings....wozu genau ist der denn kompetent? Dem Verständnis einer Körperschaft, die im Besitz der Allgemeinheit ist, sind die Funzionäre schon lange entrückt. Allmacht-Phantasien.
#5 am 16.09.2016 von Lanzelot (Gast)
  3
Gerade diese banalen Krankheiten bieten sich doch für die Automatisierung an. Einen Sensor anhusten oder eine Stuhlprobe in die Probenahmeöffnung schieben, persönliche Daten eingeben und dann einen gelben Schein ausgedruckt bekommen/zugeschickt bekommen. Zeitstempel wäre technisch leicht realisierbar. Ansteckungsmöglichkeit im Wartezimmer entfällt, der Automat ist leicht selbsttätig desinfizierbar ähnlich einem öffentlichen WC. Ich selbst hatte das Glück, dass mein Arbeitgeber erst ab dem 3. Tag einen gelben Schein verlangte. Da konnte man sich dann wirklich 1-2 Tage kurieren und in der Zeit die Infektion nicht weitertragen. Ich halte das für eine praxistaugliche Regelung.
#4 am 16.09.2016 von Dipl.-Chem. Nina Berger (Chemikerin)
  5
Mag schon sein, dass die Hälfte überflüssig ist, wenn vermutlich auch nur im Nachhinein ("a posteriori"; hinterher ist man immer klüger!) Aber was ist mit der anderen Hälfte? Wird die wenigstens adäquat honoriert? In einem SZ-Bericht vom 22.07.2002 wird Seehofer mit den Worten zitiert: „Ich glaub’, dass ich in mancher Diskussion den Ärzten und Pflegekräften Unrecht getan habe. Ich hab sie immer unter das ökonomische Diktat gestellt, ich hab gesagt, ihr könnt noch mehr leisten. Ich glaube jetzt, wir müssen nicht die Ärzte und Pflegekräfte reformieren, sondern die Bedingungen, unter denen sie arbeiten.“ Wohl wahr, Herr Seehofer! Das sagte er damals, unter dem Eindruck der Genesung von einer tödlichen Krankheit mit Hilfe der Ärzte und des Klinikpersonals und – vielleicht noch wichtiger – ohne Regierungsverantwortung.
#3 am 16.09.2016 von Klaus-Peter Karmann (Student der Humanmedizin)
  0
Gast
Ich denke, es ging bei den überflüssigen Arztbesuchen um Patienten, die mit Durchfall und Erkältungen zum Hausarzt gehen müssen, damit sie eine Krankschreibung bekommen. Das sind im Vergleich zum Ausland in Deutschland sehr viele Patienten, da es keine Regelung gibt,die es dem Kranken erlaubt,sich ohne den gelben Schein daheim auf dem Sofa zu kurieren. Und der typische Kontrolltermin,der bei beschwerdefreiem Patienten ad libidum vereinbart wird. Aus eigener Erfahrung alle drei Monate Sonographie bei zufällig gesehener Doppelniere. Geht seit drei Jahren so. Fragt man nach dem Sinn, so heißt es, man würde frühzeitig Infektionen erkennen wollen. Blutdruck kann man daheim messen, dafür muss man nicht in der Uni warten. Es gibt sicher viele Dinge, die zu optimieren wären. Nicht immer unterstellt an mit solchen Aussagen den Ärzten Scharlatanerie.
#2 am 16.09.2016 von Gast
  2
Funktionärspack gibt es sicher auch. Selbst hätte ich eher öfter und früher einen Kollegen konsultieren sollen. Nun ist das Knie kaputt wegen einer nicht zeitnah versorgten vorderen Xbandruptur.
#1 am 16.09.2016 von Privatdoz. Dr. med. Joachim Bordt (Arzt)
  0
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
In meinem Fall habe ich über eine neue Selbsthilfegruppe berichtet, die sich mit dem Thema „Ahnen-Faktor“ mehr...
„Bibliotherapie“ – wenn das mal keine klangvolle Sache ist. Wir erfahren im Artikel, dass der Berliner mehr...
Eine aktuelle Studie, die im Journal Cancer Research veröffentlicht wurde, hat die Zusammenhänge von Übergewicht mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: