Würdeloses Heilpraktikergesetz?

31.08.2016
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Die Problematik der drei Todesfälle bei einem Heilpraktiker in einer alternativen Krebsklinik nahe der niederländischen Grenze unter Anwendung des Präparates „3-Bromopyruvat“ als experimentelle allopathische Chemotherapie von Krebskranken ist nicht – wie irrtümlich von medizin- und bildungsfremden Kreisen in Gesundheitswesen und Jurisprudenz angenommen – die Homöopathie.

Die Homöopathie als Behandlungsmethode bezieht sich in der Regel auf Krankheiten, Gesundheits- und Befindlichkeitsstörungen, die mit oder ohne Therapie auch spontan von selbst ausheilen können. Unter diesem „Schutzschirm“ ist und bleibt diese „besondere Therapierichtung“ (SGB V) in der Bevölkerung beliebt und wird meist unproblematisch und unkritisch betrachtet.

Völlige Überschätzung der eigenen Fähigkeiten

Das Hauptproblem bei dem onkologischen Sterbedrama in NRW sind übermotivierte, in „illusionärer Verkennung“ ihrer Fähigkeiten und Begrenzungen ebenso invasiv und interventionell wie notfallmedizinisch inkompetent arbeitende Heilpraktiker gewesen. Dabei sollte eigentlich gelten: Alle – inklusiver der Ärzteschaft – sollten ihre professionellen Grenzen kennen!

Geschützt werden hier Heilpraktiker-Scharlatane, die es im Übrigen unter Ärzten ebenfalls geben kann, durch eine weltweit einmalige juristische Fiktivkonstruktion: Akademisch grundlagen-orientiert, pathophysiologisch, klinisch und in der Praxis ausgebildete Ärzte werden mit „Erfahrungsheilern“ ohne wissenschaftlich fundierte Ausbildung nahezu gleichgestellt.

Entwertung der ärztlichen Ausbildung

Darum ist das Heilpraktikergesetz als „HeilprG“ einfach nur würdelos! Es entwertet Abitur und Vollstudium Humanmedizin, PJ und klinische Fachausbildung. Es zieht die Befähigung zur Ausübung der Heilkunde als sogenannte „Heilkunde-Erlaubnis“ und „Heilkunde-Privileg“ ins Lächerliche.

Das kann man auch billiger haben: Einfach den „Heilpraktiker“ ohne zusätzliche Berufsausbildung machen! Dann kann man sich nach Herzenslust an Patienten als freiwilligen Versuchskaninchen austoben; wird damit jedoch genauso entwertet.

Hilfe aus dem Ministerium

Und wer hilft einem dabei, ohne störende Ausbildungshürden, ohne lästiges Arztregister, Bundes- und Landesärztekammern, Weiterbildungs- und Fortbildungspflichten, Berufsordnungen bzw. weitere staatliche Kontroll- und Aufsichtsbehörden? Ein völlig unbedarftes „Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz“ mit einem geradezu „bahnbrechenden“ Heilpraktikergesetz von 1939, das auch noch auch noch weitschweifig und kommentarlos im Internet präsentiert wird:

 

„Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung
(Heilpraktikergesetz), HeilprG, Ausfertigungsdatum: 17.02.1939

„Heilpraktikergesetz in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 2122-2, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 15 des Gesetzes vom 23. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2702) geändert worden ist“.

[...]

Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

§ 1 (1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu der Erlaubnis.

(2) Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.

(3) Wer die Heilkunde bisher berufsmäßig ausgeübt hat und weiterhin ausüben will, erhält die Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen; er führt die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“.

§ 2 (1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, bisher berufsmäßig nicht ausgeübt hat, kann eine Erlaubnis nach § 1 in Zukunft ... erhalten.

(2) Wer durch besondere Leistungen seine Fähigkeit zur Ausübung der Heilkunde glaubhaft macht, wird auf Antrag des Reichsministers des Innern durch den Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung unter erleichterten Bedingungen zum Studium der Medizin zugelassen, sofern er seine Eignung für die Durchführung des Medizinstudiums nachweist.

§ 3 Die Erlaubnis nach § 1 berechtigt nicht zur Ausübung der Heilkunde im Umherziehen.

§ 4 und § 5 Wer, ohne zur Ausübung des ärztlichen Berufs berechtigt zu sein und ohne eine Erlaubnis nach § 1 zu besitzen, die Heilkunde ausübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 5a (1) Ordnungswidrig handelt, wer als Inhaber einer Erlaubnis nach § 1 die Heilkunde im Umherziehen ausübt.

(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu zweitausendfünfhundert Euro geahndet werden.

§ 6 (1) Die Ausübung der Zahnheilkunde fällt nicht unter die Bestimmungen dieses Gesetzes.

(2)Eingangsformel

§ 7 Der Reichsminister des Innern erläßt ... die zur Durchführung ... dieses Gesetzes erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

§ 8 (1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.

(2) Gleichzeitig treten § 56a Abs. 1 Nr. 1 und § 148 Abs. 1 Nr. 7a der Reichsgewerbeordnung, soweit sie sich auf die Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes beziehen, außer Kraft.“

 

Juristische Nazi-Propaganda im 21. Jahrhundert?

Das ist nicht nur übelste juristische Nazi-Propaganda einer demokratisch gewählten Deutschen Bundesregierung des 21. Jahrhunderts. Das ist auch ein Schlag ins Gesicht aller staatsexaminierten Ärzte, die auf hohem professionellen Standard ihre ärztliche Profession ausüben. Es entwertet ihre universitäre, theoretisch und praktisch orientierte, klinische und ambulante, wissenschaftliche und versorgungsmedizinische Ausbildung und beschädigt die rechtliche Bedeutung der Erteilung einer Heilkunde-Erlaubnis mit sogenannter „Bestallung“.

Und dies vor dem Hintergrund, dass ein HeilprG auch noch unter „Sieg Heil“-Rufen von Nazi-Schergen, die damit die Ausrottung und Vertreibung von jüdischen Ärzten und jüdischen Patienten bejubelten, verabschiedet wurde.

Der Deutschen Reichsregierung fehlten Ärzte an allen Ecken und Enden, die wenigen weiblichen wurden meistens gar nicht für voll genommen: An den Kriegsfronten, in den Lazaretten, in den Akutkliniken, in den Praxen in Stadt und Land.

Das ist die eigentliche Enstehungsgeschichte dieses würdelosen und schändlichen Heilpraktiker-Gesetzes!

Bildquelle: Woody Hibbard, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 07.09.2016.

183 Wertungen (3.42 ø)
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Gast
Zitat aus Ihrem Blog, bezogen auf Ärzte. "Wir brauchen keine Denunziation, Diskriminierung, ideologische Verblendung, naiven Empirismus und naturalistisch übersteigerte Ideenbildung, sondern Synergien, Symposien, Curricula, Komplexität, Kommunikation und bio-psycho-sozial am Patienten orientierten medizinischen Fortschritt.
 Genau das Gegenteil von einer „Hexenjagd“.
 AHA....Herr Schätzler.... Könnte es sein dass Sie Ihre Wut als Arzt , gelinde gesagt , auf andere abwälzen? Die Nazis haben auch den Maifeiertag, die Raketen , den olympischen Fackellauf, Hubschrauber und sogar die Fanta erfunden. Also Bitteschön, sie können auf einem breiten Feld nachliefern . Verbieten Sie doch mal einem Deutschen seine "Fanta" Ihr Artikel ist leider sehr , sehr denunzierend und weder mit Fach-noch mit Sachverstand geschrieben, so dass es unmöglich ist ernsthaft darauf einzugehen.
#72 am 07.09.2016 von Gast
  44
Gast
Hallo Herr Riediger, da möchte ich mal versuchen, Ihre Frage zu beantworten: Das EKG nach GOÄ 650 und 651 hat in der GebüH die Ziffer 14.7 und kann innerhalb der Spanne von 20,50 bis 31,00 Euro abgerechnet werden. Die Ziffer 14.6 mit bis zu 51,- Euro beinhaltet: EKG mit Phonokardiogramm und Ergometrie, vollständiges Programm. Im Übrigen komme ich gern zu Ihnen, wenn Sie mir diese Leistung für 26,55 Euro anbieten. Bezahle für jeden Arztbesuch leicht mal 150,- Euro oder mehr, ohne dass teure Geräte benutzt werden. Es werden immer mehrere Ziffern für einen Besuch angerechnet und nicht unter 2,3-fach ... Dass GebüH und GOÄ nicht immer korrelieren, darin sind wir uns einig. Es gibt aber auch die Variante: Akupunktur beim Heilpraktiker: 26,- Euro, Akupunktur beim Arzt: 41,- Euro. Der Arzt sticht dabei gegen Rückenschmerzen einfach ein paar Nadeln irgndwo neben der Wirbelsäule und der HP macht es nach TCM mit Fern- und Lokalpunkten an echten Akupunkturpunkten, so wie es sein soll.
#71 am 07.09.2016 von Gast
  29
In Lancet Oncol 2016; 17: 1203-1216 erschien eine Studie aus England mit dem Titel: 30-day mortality after systemic anticancer treatment, sprich Chemotherapie. Danach verstarben ca. 4 % der Krebspatienten innerhalb von 30 Tagen nach Beginn einer Chemotherapie. Könnte in dem ein oder anderen Fall etwas damit zu tun gehabt haben. 4% sind nicht viel, aber bei der Masse an Patienten waren das immerhin 1974 Patienten. Man stelle sich mal vor, was hier los wäre, wenn Heilpraktiker in 30 Tagen soviele Patienten umbringen würden. Da würden aber die Staatsanwaltschaft und sonstige „Marktschreier“ heiß laufen. Solange das töten aber leitlinienkonform abläuft, ist in Ordnung.
#70 am 07.09.2016 von Dr Thomas Wolf (Heilpraktiker)
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Vampirella
@Gast: "macht eh keiner, weil das argument 'das ist ja easey und man kommt schnell zu viel' so eben doch nicht stimmt" Ah, eine mehrere Jahre alte "neue" Rechtsprechung, schon klar. Tja, das nennt man "kognitive Dissonanz", wenn man um jeden Preis an widerlegten und dummen "Argumenten" festhält.
#69 am 07.09.2016 von Vampirella (Gast)
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Gast
Schauen Sie sich einmal Beiträge in ärztlichen Zeitschriften der 50er und 60er Jahre an, hier finden Sie Diskussionen um kausale Zusammenhänge in der Krankheitsentstehung und dementsprechend auch Therapieansätze. In der pharmagesteuerten Medizin lesen Sie davon nichts mehr. Eigenständiges Denken unerwünscht, leitliniengerecht therapiert, der Rest ist Schicksal..... denn nur der leitliniengerechte Tod ist rechtlich abgesichert.
#68 am 07.09.2016 von Gast
  34
Gast
Solange Sie dazu nicht in der Lage sind, chronische Krankheiten wie etwa Rheuma zu lindern oder gar zu heilen, sollten Sie mit ihrer Meinung über die naturheilkundliche und damit auch kausale Therapie einmal überdenken. Ein Großteil der leitliniengesteuerten Medizin ist nur auf die symptomatische Therapie von Krankheiten abgestellt und der mündige Bürger weiß dies mittlerweile - nicht zuletzt dank dem Internet.
#67 am 07.09.2016 von Gast
  41
Gast
Jeder Mensch hat das Recht darauf mit seinem Körper zu machen was er für richtig hält. Dieses Recht der Selbstbestimmung kann man keinem mündigen Bürger nehmen. Die Heilpraktiker boomen in Deutschland seit der Zunahme der chronisch degenerativen Erkrankungen, in deren Behandlung die Schulmedizin kläglich versagt hat. Wenn Sie die Heilpraktiker einschränken oder gar abschaffen wollen, gäbe es dafür ein einfaches Mittel - seien Sie in Ihrer Therapie besser als die naturheilkundliche Konkurrenz.
#66 am 07.09.2016 von Gast
  36
Gast
Würdelos, lachhaft, Nazi-Propaganda... Auf welchen Niveau argumentieren Sie in Ihrem Beitrag ? Worin liegt die Sachlichkeit ihrer Aussagen ? Fakt ist, im Bereich der Therapie fortgeschrittener Karzinome sieht die Lebenserwartung der Patienten sehr schlecht aus. Ein Beispiel hierfür wäre eine Studie veröffentlicht im Ärzteblatt Okt. 2005 mit dem Titel "Metastasierten Mammakarzinom - keine Lebensverlängerung seit 20 Jahren". Wo sind also die angeblichen Erfolge in der leitliniengerechten Therapie ? Wenn ich als Journalist und Autor von Pharmafirmen vorgefertigte Artikel zur Veröffentlichung bekomme mit dem Titel " Durchbruch in der Therapie des metastasierten malignen Melanoms", wo ich dann im Kleingedruckten lesen kann, die durchschnittliche Lebensdauer würde sich durch die neue Therapie um 3 Monate verlängern, dann ist das gelinde ausgedrückt ein Witz.
#65 am 07.09.2016 von Gast
  39
Gast
In wie vielen Kliniken könnten wir gehen und tragische Fälle dokumentieren, in denen Patienten an den Folgen einer Chemotherapie/Radatio verstorben sind, - niemand stört sich daran und niemand wagt es offiziell diese Therapien anzugreifen. Wer überwacht und hinterfragt die sog. unabhängigen Gutachter in solchen Fällen, wer prüft denn wie gut tatsächlich die Lei(d)linien sind?
#64 am 07.09.2016 von Gast
  32
Vielleicht war ein Hinweis auf das bidirektional getätigte "Augen aushacken" doch nicht so klug, wenn es so verstanden wurde, dass jeweils alles auf jeder Seite ohne Rücksicht auf Verluste gerechtfertigt werden kann, nur weil es um Einkünfte und Lobbyismus geht. Das alles spielt auch eine Rolle, jedoch möchte ich beiden Seiten als Optimist unterstellen wollen, dass dennoch eine innere Leidenschaft in das eine oder andere Lager führte. Leidenschaft kann aber eben latent blind machen und damit auch blindwütig gegen alles andere werden und dies auch nur menschlich wäre. Für mich persönlich ist es daher eben besonders wichtig, dass ich dann doch auf eine durch viele Pioniere arbeitsreich geschaffene, fundierte und geregelte Schulmedizin zurückgreifen darf und diese sich einfach klar in meiner Realität adaptieren lässt. Meine durch so einige andere unkomfortable Situationen entstandene persönliche Resilienz gibt mir dann unabhängig von jeglicher Medizin das nötige Genesungspotential...
#63 am 07.09.2016 von Robert Dettmann (Nichtmedizinische Berufe)
  11
Gast
Es wird hier garnicht gefragt, in welchem Zustand die Patienten waren, die bei dem erwähnten HP zur Behandlung gingen. Vorstellbar ist durchaus, daß es sich um mit Chemo und Radiatio "behandelte" Patienten drehte, die mit Brief und Siegel von ihrem Onkologen das übliche am Ende der Fahnenstange per Handschlag mitgeteilt bekamen: Wir können hier nichts mehr für Sie tun. Brompyruvat ist da eine Möglichkeit, evt doch noch was zu erreichen, wie ich auch von Ärzten höre, die damit behandeln.
#62 am 07.09.2016 von Gast
  37
Gast
mag eine neue rechtssprechung sein, früher gab es ärzte, die auch HP waren. das Urteil gilt aber nur unter sehr eingeschränkten bedingungen, wenn der arzt eine eigenen HP Praxis aufmacht kann er das doch sehr wohl nur in der kombination einer Arzt/HP praxis in einer Person gilt dies wohl. aber ist auch wurscht, macht eh keiner, weil das argument 'das ist ja easey und man kommt schnell zu viel' so eben doch nicht stimmt
#61 am 07.09.2016 von Gast
  20
Gast
Vampirella : Soisses !!!
#60 am 07.09.2016 von Gast
  12
Vampirella
@Gast: "... es steht doch jedem ausgebildetem arzt frei, den so leichten HP-schein zu machen und sich dann an die so hohen gebühren zu halten. so, und warum machen das nicht alle, wens so toll ist?" Weil ein Arzt nicht Heilpraktiker sein *darf*: http://www.aerzteblatt.de/archiv/78804 Aber Hauptsache, mal dumm dahergeredet ...
#59 am 07.09.2016 von Vampirella (Gast)
  34
Gast
Letztendlich GEHT es doch NUR UMS GELD. Wenn sich ein Patient der Alternativmedizin zuwendet verdient der Schulmediziner NICHT, die Pharmaindustrie der Schulmediziner macht in diesem Fall KEINEN Umsatz und Gewinn. Jeder im Gesundheitssystem beruflich tätige Mensch will möglichst viel vom zu verteilenden Kuchen abhaben. Somit werden die Schulmediziner weiterhin versuchen die Alternativmedizin zu diskreditieren.
#58 am 07.09.2016 von Gast
  44
Und selbst wenn bei mir mal perioperativ epigastrial intraperitoneal ein Operationstupfer versenkt oder mehrfach mit Folgen einer Myelonkompression eine Diskonnektion des proxymalen Anteils eines ventrikulo-peritonealen Zerebralshunts übersehen wurde, würde mich auch dies immer noch nicht zur alternativen Medizin treiben und es auch unter finalsten Bedingungen bei mir so bleiben wird. Der Grund ist ganz einfach: Die Welt ist erklärlich, wenn auch nicht vollständig und noch! nicht heute, weil eben alles viel zu komplex ist und so bleiben wird… Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich Schulmedizin und Alternativen gegenseitig diskreditieren und das über die Köpfe der Patienten hinweg, mit beidseits beteuertem proaktiven Handlungsbegehren für jene "Kunden". Dabei werden die auch immer wieder bei jeder Diskussion unterwegs für unfähig, unverständig und dumm gehalten. Unerhört, so ein denkender und in eigener Angelegenheit sachverständiger Patient - und zahlender Kunde...
#57 am 07.09.2016 von Robert Dettmann (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Die Welt ist ja so einfach - und andere oberflächlich zu beschimpfen und zu hetzen, ist nach der Wahl in MeckPomm en vogue - Gratulation - die Reihen werden geschlossen.
#56 am 07.09.2016 von Gast
  30
Gast
#55 am 07.09.2016 von Gast
  1
Gast
... es steht doch jedem ausgebildetem arzt frei, den so leichten HP-schein zu machen und sich dann an die so hohen gebühren zu halten. so, und warum machen das nicht alle, wens so toll ist? Ah, jetzt kommt die denkerstirn ....
#54 am 07.09.2016 von Gast
  45
Gast
@ Michael Riediger: Zitat: In einer unter den in der Bundesrepublik Deutschland niedergelassenen Heilpraktikern durchgeführten Umfrage wurde die Höhe des durchschnittlich festgestellten Honorarrahmens ermittelt. Die Auswertung der ermittelten Honorare fand ihren Niederschlag im Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH). Das GebüH ist also keine Gebührentaxe, sondern ein Verzeichnis der durchschnittlich üblichen Vergütungen, welches als Berechnungshilfe bei der Rechnungserstellung dient. Sofern die Höhe des Honorares vor der Behandlung nicht ausdrücklich vereinbart wurde, kann der Patient davon ausgehen, daß sie sich im Rahmen der im GebüH enthaltenen Beträge bewegt. Wie wollen Sie diese GebüH mit der Abrechnung der gesetzlichen Krankenkassen vergleichen?
#53 am 07.09.2016 von Gast
  10
Gast
@#49 Michael Riediger (Arzt): Wenn Sie überhaupt Antworten von MdB bekommen. Hatte mal wegen einer Angelegenheit an den Landtag geschrieben. Bekam 2 mickrige Antworten, die noch nicht mal richtig auf mein Anliegen eingingen von gewählten Volksverrtretern. Des Weiteren habe ich die Erfahrung gemacht, daß wenn Mensch nicht Mitglied bei ... ist, er auch von diesem Verband o. ä. auch keine Antwort bekommt. Viel Glück bei Ihren Versuchen.
#52 am 07.09.2016 von Gast
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Die unterschiedliche Bezahlung ist nur das i-Tüpfelchen des Hohns. Dafür gibt es keine plausible Erklärung.
#51 am 07.09.2016 von Mawe Budweg (Arzt)
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Heilpraktiker sind emotional und sozial emphatische Menschen, die den Patienten mit "Zuhören" und Mitgefühl psychologisch unterstützen. Da haben sie Ihren Stellenwert. Fakt ist aber, daß das Ausüben dieses Berufs keinerlei echtes Wissen erfordert. Die Prüfung ist nicht schwerer als der Führerschein. Ich will hier nicht bestreiten, dass viele Heilpraktiker verantwortungsvoll arbeiten, aber der Patient kann dies nicht erkennen und Patientenschutz gibt es nicht. Der Heilpraktikerberuf hat eine juristische Legitimation, die, verglichen mit der eines Arztes jeglicher Grundlage entbehrt, ja das ärztlich geforderte Studium regelrecht verspottet. Übersetzt heißt das: Für einen Behandlungsfehler (z.B. falsche Infusion) geht der Arzt ins Gefängnis und verliert seine Zulassung während der Heilpraktiker der genau die gleiche "falsche Infusion" OHNE QUALIFIKATION verabreicht juristisch nicht belangt werden kann. (s. akt. Fall). Das ist ungerecht, unfair und sorgt zurecht für Spannungen
#50 am 07.09.2016 von Mawe Budweg (Arzt)
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(Teil 2) Also hier noch einmal die Frage: Was ist die Begründung dafür, dass ausgerechnet die Berufsgruppe, die naturgemäß mit EKGs sowohl im Rahmen ihrer "Ausbildung" als auch in der beruflichen Praxis deutlich weniger zu tun hat und dementsprechend geringere Erfahrung mit der Interpretation hat, doppelt soviel Geld dafür abrechnen darf? Logisch ist das nicht. Oder mag das jemand bestreiten? Und dies betrifft nicht nur das Ruhe-EKG, auch für etliche weitere Dinge darf ein Heilpratiker deutlich mehr abrechnen, als ein Arzt. Ich werde wohl in den kommenden Wochen einmal wegen dieser Ungereimheiten das Bundesgesundheitsministerium, die Bundesärztekammer, den Marburger Bund sowie einige der Heilpraktikerverbände anschreiben und um Erklärung bitten. Bin mal gespannt, was da an Antworten kommt.
#49 am 07.09.2016 von Michael Riediger (Arzt)
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@Sabine Böker (#43): Dazu dann noch Landesheilpraktikerkammern zur Überwachung und Qualitätssicherung, eine Verpflichtung zur Weiterbildung, eine Gebührenordnung, die streng reguliert ist wie die GOÄ. Dazu evidenzbasierte Leitlinien und selbstverständlich eine empirische Überprüfung der Wirksamkeit der praktizierten Therapieformen. Dann würden möglicherweise auch mehr Ärzte die Heilpraktiker ernst nehmen. BTW: Ich hatte in #36 gefragt, warum es Heilpraktikern erlaubt ist, für ein Ruhe-EKG mit mind. 9 Ableitungen knapp das Doppelte abzurechnen, was Ärzte abrechnen dürfen. Da hier ja so viele Heilpraktiker anwesend zu sein scheinen wundert es mich, dass noch keiner meine ernst gemeinte Frage mit einer Antwort gewürdigt hat. Zwei "Daumen runter" gab es allerdings, scheinbar wurde die Frage als unangenehm empfunden. (Fortsetzung folgt)
#48 am 07.09.2016 von Michael Riediger (Arzt)
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#35, ich zitiere: "Die Quantenphysik sagt, dass nur die Seele krank macht..." Interessant, denn bisher ist die Quantenphysik doch noch gar nicht verstanden worden. Und ohne Körpermaterie keine zerebrale Geschwulst, die uns in diese Misere zum Geist treibt. Hm, dann muss ich wohl beim Auswickeln meines Neuralrohres einen verdammt schlechten Tag gehabt haben. Weiter komisch auch, dass dann Malfomationen partiell nur durch anerkannte Methoden der Schulmedizin behandelt werden können. Mir fehlt nun die Vorstellung davon, wie nun Materie anders handbar wäre als mit der bekannten Physik...
#47 am 07.09.2016 von Robert Dettmann (Nichtmedizinische Berufe)
  2
Gast
Jeder ERWACHSENE MENSCH KANN SELBST ENTSCHEIDEN, ob er einem Schulmediziner oder Heilpraktiker sein Vertrauen schenken will. Viele im Gesundheitssystem und anderen Bereichen denken NUR SCHWARZ WEIß. Schulmediziner „arbeiten“ gegen Heilpraktiker oder andere Richtungen, die ALTERNATIV arbeiten. Eine KOOPERATION von Schulmedizinern und Heilpraktikern würde den Patienten GUT tun und dem Gesundheitssystem KOSTEN sparen. Ich denke, daß wenn man AUS ALLEN HEILKÜNSTEN DER WELT (SCHULMEDIZIN; HOMÖOPATHIE; TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN; AYURVEDA; HEILKÜNSTE UND –WISSEN DER SCHAMANEN IN AMERIKA; ASIEN; AUSTRALIEN; AFRIKA) DIE GEEIGNETSTE für den Patienten auswählen würde, hätte man die BESTE GESUNDHEITLICHE VERSORGUNG. Mein Leben und Schicksal haben mich gelehrt, daß es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die niemals meßbar sein werden und doch existieren. Warum muß immer alles wissenschaftlich bewiesen sein? WER UND WAS HEILT HAT RECHT !!!!!
#46 am 07.09.2016 von Gast
  68
Gast
Sicher kann man zusammenarbeiten. Machen auch sehr viele Ärzte, und zwar mit jeder Menge Berufsgruppen, die fundierte und nachweisbar wirksame Arbeit leisten und in der Lage sind, einen verlässlichen Qualitätsstandard aufrechtzuhalten, z.B. durch eine einheitliche und verbindliche Ausbildung etc. (Krankenpfleger, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, etc. pp.) Heilpraktiker erfüllen nunmal keines der genannten Kriterien.
#45 am 06.09.2016 von Gast
  45
Warum wird ein Kollege gleich an den Pranger gestellt. Es ist Doch noch garnichts bewiesen. Es ist super leicht vorschnell zu urteilen. Wir waren den Ärzten schon immer ein Dorn im Auge und werden es auch immer sein. Schade eigentlich:-( Man könnte so toll zusammen arbeiten.
#44 am 06.09.2016 von Marina Köbert (Heilpraktikerin)
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Ich würde mir wünschen, dass die HP Ausbildungsstandards einheitlich geregelt werden. Voraussetzung, Umfang der Ausbildung und die Prüfungsordnung sowie das HP Gesetz, müssen ein klar umrissenes Berufsbild ergeben. Meiner Meinung nach, wäre es dann endlich möglich, den Beruf des Heilpraktikers ohne faden Beigeschmack neben dem Beruf des Arztes koexistieren zu lassen und zum Wohle des Patienten Kompetenzen zu bündeln und Professionsübergreifend zu arbeiten.
#43 am 06.09.2016 von Sabine Böker (Heilpraktikerin)
  30
Gast
Vielleicht sollten wir uns eher fragen, warum die Menschen / Patienten alternative Heilverfahren in extremen Situationen aufsuchen und sich in der Schulmedizin weder gut aufgehoben noch gut beraten fühlen?! Auch mit Aufhebung des Heilpraktikerberufes würde das Bedürfnis nach alternativen Angeboten nicht nachlassen- im Gegenteil! Also bleibt doch nur die Möglichkeit vor der eigenen Haustüre zu fegen.
#42 am 06.09.2016 von Gast
  26
Gast
@gast #40: Es sind handeln genau so viele Ärzte unverantwortlich, wie Heilpraktiker unverantwortlich handeln. Es gibt keinerlei logische Gründe, warum eine der beiden Gruppen mehr Armleuchter beinhalten sollte. ;)
#41 am 06.09.2016 von Gast
  38
Gast
Es gibt viele Heilpraktiker, die hervorragende Arbeit leisten. Bisher habe ich noch keinen Fall via Medien mitbekommen, wo einem Schulmediziner die Approbation entzogen wurde, weil er einen "Kunstfehler" begangen hat, sei es ein OP Tuch im Bauch des Patienten oder ein Patient anderweitig zu Schaden kam. Wieviel Ärzte begehen Abrechnungsbetrug, schaden somit dem Gesundheitssystem? Verlieren diese schwarzen Schafe der Schulmedizin ihre Approbation? Nein, sie dürfen Menschen weiter behandeln! Wird durch solche schwarzen Schafe unter den Schulmedizinern gleich der ganze Berufsstand in Frage gestellt? Nein. Wieviele Chirurgen OPERIEREN ALKOHOLISIERT ODER VOLLTRUNKEN (0,8 Promille oder mehr) Patienten auf dem OP Tisch? Wieviele der OP Teamkollegen schweigen über diesen Tatbestand, wenn Sie dies feststellen? Der geschädigte Patient ist der Leidtragende und durch so einen UNVERANTWORTLICH handelnden Chirurgen sowie SCHWEIGENDE UND WEGSEHENDE KOLLEGEN werden evtl. weitere Patienten geschädigt. Dieser Chirurg behält seine Approbation weil Kollegen SCHWEIGEN UND WEGSEHEN !!!!!
#40 am 06.09.2016 von Gast
  44
Gast
Durch meine Kommilitonin bin ich zu meinem Heilpraktiker gekommen. Dieser erzählte mir, daß er SICH SELBST von seinem Rheuma mittels Homöopathie GEHEILT hat. Von seinem Rheuma behandelnden Schulmediziner bekam er die Prognose: "Herr B., noch ein halbes Jahr, dann sitzen Sie im Rollstuhl." Sein Rheuma war so stark, daß er im Wechsel von 6 Monaten für 1/2 Jahr das Bett hüten mußte. Die Schmerzen waren so enorm, daß er noch nicht einmal ein Bonbon vom Nachttisch aufnehmen und in den Mund stecken konnte. Zuerst habe ich ihm das nicht geglaubt, aber es kam der Tag, an dem ich ihm diese Tatsache geglaubt habe. Des Weiteren hat er mir erzählt, daß er von den Schulmedizinern der Uniklinik gerufen wurde um Patienten homöopathisch zu behandeln. Dieser Artikel ist die reinste Hetze gegen Heilpraktiker, aufgehängt an dem Fall, wo leider drei Menschen durch ein schwarzes Schaf dieses Berufsstandes zu Tode kamen. Aufgrund dieses schwarzen Schafes wird nun der ganze Berufsstand in Frage gestellt.
#39 am 06.09.2016 von Gast
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Ich möchte mich den Kollegen Thierkopf, Siegried de Vries Reichelt u. a. anschließen. Danke für die qualifizierten Beiträge. Auch ich bin eine der 30.000 praktizierenden HPinnen in Deutschland seit 17 Jahren, weiterhin habe ich 2 Jahre eine HP-Schule geleitet und war als Dozentin tätig. Ich habe Praktika in Krankenhäusern gemacht und damals gut mir Ärzten zusammen arbeiten können. Sicher hat das HP Gesetz Schwächen und ist überaltert genau wie die GebüH oder auch die GOÄ. Aber für die Ungerechtigkeiten im "Gesundheitsunwesen" können weder Ärzte noch wir Heilpraktiker/innen etwas. Eine vernünftige nicht polemisierende Diskussion und Zusammenarbeit wäre doch ein Segen für die Patienten und auch für uns oder?
#38 am 06.09.2016 von Ines Brückner (Heilpraktikerin)
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Kratzt sich am Kopf
Au Backe, das ist ein gewagtes und polarisieren des Thema, bei dem die Like-Funktion erst recht keinen Sinn macht. Grundsätzlich finde ich solche Zuspruch oder Ablehnungen in allen Communities sehr wenig zielführend. Geschriebene gehaltvolle Stellungnahmen bringen mehr als unklare Handzeichen und weiter unten die Diskutanten hier als dumm zu betiteln geht wohl dann doch zu weit, selbst wenn zwei potentiell empfindsame Fraktionen aufeinandertreffen und über die wirklich Betroffenen, eben Patienten einfach hinweg gehen. Ja ja, ich gebe mir jetzt selbst den ersten Dislike-Point.
#37 am 06.09.2016 von Kratzt sich am Kopf (Gast)
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Was mich einmal interessieren würde: Warum dürfen Heilpraktiker für ein EKG mit mind. 9 Ableitungen gemäß Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) bis zu 51,50 Euro abrechnen, Ärzte aber gemäß der Gebührenordnung für Ärzte nur bis 26,55 Euro (sofern der 1,8-fache Satz zulässig ist)? Warum kann die Profession, die naturgemäß weitaus weniger Erfahrung im Bewerten von EKGs hat, dafür fast das Doppelte abrechnen? Würde mir eine der anwesenden Koryphäen das bitte mal erklären. Danke im voraus.
#36 am 06.09.2016 von Michael Riediger (Arzt)
  5
Gast
Hallo Herr Luderer, wenn Sie sich persönlich (nach 8 Semestern Medizinstudium) dazu nicht in Lage fühlen, Menschen zu behandeln dann ist das Ihre persönliche Meinung und Ansicht über sich selbst. Das stellt jedoch in keinster Weise die HP-Prüfung in irgendeine Frage. Und vor allem die Ausbildung. Es gibt so viele wunderbare HP-Schulen, die Ihre Studenten in der besten Art und Weise ausbilden und befähigen, diesen tollen Beruf auszuüben. Zu uns kommen die Menschen, um sich mitzuteilen, um sich als GANZES wahrgenommen zu fühlen und ihre Ganzheit behandlen zu lassen. Die meisten Schulmediziner haben doch nicht mehr als 5 min. Zeit für jeden; wie wird man dann denn der "Einheit" gerecht? Körper, Geist und Seele. mittlerweile unumstritten in der Behandlung und Gesundung der Menschen. Und die Quantenphysik geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt... nur die Seele macht uns krank.. Stichwort: Dis-Stress. Alles sehr einseitig betrachtet, wobei ich persönlich wunderbare Schulmediziner kenne, die sich dem öffnen und anschließen können...:-)
#35 am 06.09.2016 von Gast
  25
Korrektur; Wenn heute schon über 139 Arzneimittelbestandteiel im Fluss Rhein nachweisbar sind, dann kann man bei einer gewissen Weitsicht erkennen, daß dort bald auch die Trinkwasserbrunnen vergiftet und belastet sein werden. Eine wahnsinnige Geschicht , die die Pharmaindustrie zu verantworten hat. SO KANN DAS NICHT MEHR WEITER gehen.
#34 am 06.09.2016 von Naturwissenschaftler jörg zink (Medizinischer Fachhändler)
  38
Gast
Die Dummen werden nicht weniger und hier haben sie sich offenbar alle versammelt um zu kommentieren.
#33 am 06.09.2016 von Gast
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Bei meiner langen Suche wäre ich nicht einmal auf diesen abstrusen Gedanken gekommen, mich irgendwelchen "Handauflegern" anzuvertrauen. Und es war gut so, selbst wenn ich wie sehr viele andere auch, zu lange mit meinen verschiedenen, vor allem kongenital eingebrachten Dingen, neumodisch psychisch schnellentsorgt, d.h. vorsätzlich fehlbehandelt wurde. Dann fand ich doch noch jeweils mühsam anerkannte medizinisch-handwerkliche Hilfe, sowohl in den mehrfältigen ZNS-Angelegenheiten, als auch lange vorher endlich nach 23 Jahren des langen Leidens selbst bei dann nur belächelten, großen unversorgten Inguinalhernien, die mir sichtbare Darmverkrampfungen, ständige Übelkeit und starkes Untergewicht brachten. Das wäre mal was für ein Quiz, da ich so lange Zeit bei so vielen Ärzten damit war. Und was ich deswegen nicht alles hatte, vor allem am Kopf. Na ja, es wurde dann ja doch noch alles gut mit unserer Schulmedizin bei mir und ein HP würde da wohl heute noch seine Patschehändchen drauflegen...
#32 am 06.09.2016 von Robert Dettmann (Nichtmedizinische Berufe)
  17
Man kann Krankheiten ausheilen. Aber mit Hilfe von synthetischen Heildrogen ( Arzneimittel ) gelingt das kaum . Damit werden sehr schwere Nebenwirkungen erzeugt. Wir schätzen , daß es über 140 Tausend / Jahr Medikamententote in Deutschland gibt. Viele Medikamente werden aus der Urformel einer Pflanze synthetisch hergestllt . Somit wird das Medikament patentierbar und bringt dem Pharma Hersteller unvorstellbar hohe Gewinne. Das darf so nicht sein. Dabei würde es genügen die Heilpflanze direkt zu verabreichen. Oft ist dazu aber eine Kompination von mehren Pflanzen nötig. Aber es ist tatsächlich eine Kunst , die für den Patienten richtigen Heildrogen zu ermitteln. Wenn heute schon über 139 Arzneimittel im Fluss Rhein nachweisbar sind, dann kann man bei einer gewissen Weitsicht erkenn, daß dort bald auch die Trinkwasserbrunnen vergiftet / belastet werden. Aber so weit denkt hier kaum einer. Also drint dann Rheinwasser und ihr habt eine Mega Coktail an Arznei intus.
#31 am 06.09.2016 von Naturwissenschaftler jörg zink (Medizinischer Fachhändler)
  42
Gast
#26 Das war nur mal ein kleiner Test interessenhalber, da ja immer wieder behauptet wird, die Heilpraktikerprüfung wäre auf Arztniveau. Ich fürchte aber, das ich durchs Staatsexamen nicht spontan in einer halben Stunde durchkomme. Soviel dazu.
#30 am 06.09.2016 von Gast
  29
Gast
Noch einem Hinweis an DocCheck: Solche Blogs sollten hier nicht veröffentlicht werden. So etwas hat noch nicht einmal Unterhaltungswert
#29 am 06.09.2016 von Gast
  38
Gast
Ich hatte gerade vor ein paar Stunden einen Kommentar zu diesem Dümmlichen und vollkommen inkompetenten Artikel verfasst. Da stürzte mein PC ab, und jetzt sehe ich, dass alle meine Inhalte in den letzten Stunden schon geschrieben wurden. Danke! Der Hinweis auf den Dunning-Kruger-Effekt scheint mir der passenste zu sein. Danke auch an die Ärzte, die sich nicht verleiten lassen, einem solchen Aufruf zur Hexenjagd zu folgen.
#28 am 06.09.2016 von Gast
  29
Genau, 8 (!) Semester Medizin. Das finde ich eben nicht ausreichend, um eigenverantwortlich Heilkunde auszuüben.
#27 am 06.09.2016 von Dipl.-Psych. Sebastian Luderer (Psychotherapeut)
  8
Gast
Also wenn jemand wirklich"8 Semester" Medizin studiert hat und in dieser zeit nicht nur gekellnert hat oder das liebe leichte Studentenleben genossen hat, dann, ja dann, denke ich könnte doch ein ganz klein wenig Fachwissen hängengeblieben sein, das ausreicht um damit doch auch tatsächlich eine Heilpraktikerprüfung bestehen zu können :-) In Worten: " acht Semester"!
#26 am 06.09.2016 von Gast
  12
https://www.linkedin.com/in/felixgrams?authType=name&authToken=-OGt Irgendwie muss man ja mal MdL oder MdB oder mehr werden und die FDP gehört zu den kleinen Parteien, in denen man die Chance hat einen Posten zu ergattern. Auf dem genannten Linked-in Profil gibt Herr Harms trotz zahlreicher "Top Kenntnisse" Medizin nicht an. Daher gehe ich davon aus, dass seine Interessenslage am Heilpraktikergesetz anderer Natur ist. Wir halten also fest, dass jemand der jung ist und über keinerlei medizinische Kenntnisse zu verfügen scheint, ein Thema gefunden hat, um bekannter zu werden. Für uns Ärzte ist es nicht hilfreich, auf dieses Ross mit aufzuspringen. Schulmediziner können im Dialog mit Heilpraktikern eine Menge lernen. Ich kenne einige aus meiner elf Jahre andauernden Zeit mit Reiki. Es gibt Dinge, die man an einer Universität nicht lernen kann.
#25 am 06.09.2016 von Robert Enderle (Arzt)
  35
Gast
"Niemand besteht die HP-Prüfung ohne Ausbildung". Habe eben mal nur als Test für mich selbst die Prüfung aus dem März 2016 durchgekreuzt. Ich selbst bin Medizinstudent im 8. Semester, d.h. nicht ganz ohne Ausbildung - würde mich aber aktuell keinesfalls alleine auf einen loslassen, sondern bin sehr froh, dass auf mich noch zwei Semester + PJ + mehrjährige Facharztausbildung mit entsprechenden Prüfungen wartet. Die Heilpraktiker"prüfung" habe ich mal eben mit 75% durchgekreuzt, ohne Lernen sondern nebenbei bei einem Kaffee. Zu behaupten, die Prüfung wäre auf ärztlichem Niveau, ist einfach lachhaft. Warum wir es erlauben, dass derart mangelhaft qualifizierte Leute Injektionen, Infusionen u.a. potentiell gefährliche Dinge praktizieren, ist mir schleierhaft - insbesondere während gut ausgebildete Kräfte wie Krankenpfleger, Rettungsassistenten etc. derartiges nie selbstständig dürfen, selbst im Notfall nicht...
#24 am 06.09.2016 von Gast
  35
So etwas nennt man Demagogie! Der Autor entlarvt - und deklassiert sich als würde- und verantwortungsloser Demagoge! Solchen Mist liest und hört man auch von sog. Experten, die der AfD angehören. So ein haltloses Gelabere hier zu veröffentlichen, ist schon ein ziemlich heftiges Stück - und eine Zumutung! Die Verunglimpfung eines ganzen Berufsstandes darf es so nicht geben und darf auf gar keinen Fall unterstützt oder auch nur gut geheissen werden!
#23 am 06.09.2016 von Dr. Rolf F. Schell (Arzt)
  45
Fakt ist: niemand besteht die HP-Prüfung ohne Ausbildung. Das funktioniert einfach nicht! Allein diese Tatsache fehlt total in der gesamten Berichterstattung dieses Falls. Ja, es ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber ohne Prüfung vor dem Gesundheitsamt kein HP. Und die Durchfallquote ist hoch! Das der Autor dieses Berichtes jetzt gegen "ein würdeloses Gesetz" wettert, das versuchen die Bundes- und Landesverbände der Heilpraktiker schon seit Jahrzehnten. Nämlich eine Anpassung des Gesetzes an die heutigen Verhältnisse und ... das gehört dazu... auch eine Anpassung der Gebührenverordnung für Heilpraktiker. Wenn man sich die entsprechenden Beträge für Einzelleistungen anschaut, dann ist man auch wieder im Jahr 1939.. Pauschales Verurteilen war schon immer Gift. Nicht nur für die Hp´s sondern grundsätzlich.
#22 am 06.09.2016 von Christiane Franke (Heilpraktikerin)
  44
Zum Fall Brüggen-Bracht kann man den Spruch "in dubio pro reo" nennen. Der Herr Ross ist nach wie vor nicht in Untersuchungshaft. Es muss zuerst untersucht werden, ob er überhaupt fahrlässig gehandelt hat. Wenn man die Berichte studiert, stellt man fest, dass vor Ort unter dem Pressehype ein gruppendynamischer politischer Prozess eingesetzt hat, in dem sich v.a. die FDP dafür interessiert ob der Landrat zurücktreten muss. Dieser war vor seiner Ernennung am 21.10.2015 von 2003 bis 2009 6 Jahre im Landratsamt Viersen für das Ressort Gesundheit und Verbraucherschutz zuständig. Die FDP stellt ca 20 % der Abgeordneten des Landtags NRW, davon ist einer aus Viersen. Felix Grams, FDP, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Seniorenarbeit des Kreistags im Kreis Viersen stellte einen Dringlichkeitsantrag an den o.g. Landrat Coenen (2016-08-19-Antrag-Heilpraktiker.pdf) Er ist ca. 24 Jahre alt. Vorsitz 3/16 den OV der FDP Kempen (ca. 35 000 Einw, FDP Landratswahl 2015 21% !)
#21 am 06.09.2016 von Robert Enderle (Arzt)
  34
Gast
Obwohl die Krankenkassen i.d.R.die Kosten einer Heilpraktikerbehandlung nicht ersetzen, die Privaten erstatten auch nur Teile der Rechnung, gibt es genügend Zulauf zu alternativ arbeitenden "Scharlatanen", genannt Heilpraktiker, und es gibt da auch erstaunlich viele zufriedene Patienten. Sind diese Patienten alle leichtgläubig oder dumm?Warum gehen die denn nicht zu einem richtigen Mediziner, da müssten sie auch nichts aus eigener Tasche bezahlen?Ich habe über 20 Jahre auf höchstem, universitären Niveau als examinierte Krankenschwester auf Intensivstationen gearbeitet.Nun erfülle ich mir einen langgehegten Wunsch und werde mein Wissen in der richtigen Medizin, gepaart mit der Leidenschaft für alternative, naturheilkundliche Methoden bei einem neuen Durchstarten als niedergelassene Heilpraktikerin verwirklichen. Ob ich damit wirtschaftlich überleben kann, wird sich zeigen, denn wenn ich nicht heilen kann, dann kommt auch niemand wieder.....das Gesetz der freien Marktwirtschaft. Trotzdem bin ich optimistisch gestimmt, meine langjährigen Erfahrungen mit der Qualität der Arbeit von Ärzten hat mir gezeigt, da wird auch nur mit Wasser gekocht...um es einmal vorsichtig auszudrücken. Übrigens, ich habe sogar Abitur und bin mit einem richtigen Arzt verheiratet, der meine Art, Krankheiten zu heilen sehr gut findet und mich sogar bestärkt hat, meine "Begabung"endlich auch beruflich als Heilpraktiker zu nutzen. Ich würde niemals die Arbeit von niedergelassenen Ärzten in irgendeiner Form negativ beurteilen, wenn Patienten enttäuscht zu mir wechseln. Jeder macht seine Arbeit so gut, er es kann, davon geht man ja grundsätzlich aus. Die Sache in Brüggen wird benutzt um einen ganzen Berufstand zu diffamieren. Warum gibt es keinen ähnlichen Aufschrei von Seiten der Ärzteschaft, wenn wieder einmal eine ganze Gruppe von Fachärzten über längere Zeit Abrechnungsbetrug verübt hat. Ein Bauchchirurg , Chefarzt an einer Klinik, während der Operation die geöffneten Bäuche mit frischem Zitronensaft gespült haben soll, u.ä.Geschichten. Also, haltet da mal den Ball ganz flach, liebe "Fachkollegen".
#20 am 06.09.2016 von Gast
  45
Ich bin Gesundheits-und Krankenpflegerin und Heilpraktikerin, habe über 10 Jahre auf der Onkologie und anschließend auf der Palliativstation gearbeitet. Ich denke ich kann als HP einschätzen wie ich meinem Patienten mit einer Krebserkrankung begleitend zur medizinischen Behandlung bei z.B. Mucositis und Übelkeit helfen kann. Selbst auf der Palliativstation im Klinikum haben wir pflanzliche Alternativen angewendet, die Patienten waren immer dankbar. Leider gibt es zu viele schwarze Schafe als HP, die den Guten das Leben schwer machen. Ich denke eine Überarbeitung des Heilpraktikergestzes ist überfällig.
#19 am 06.09.2016 von Heilpraktikerin Anke Heider (Heilpraktikerin)
  39
Der Hinweis auf das Erstellungsjahr des sog. Heilpraktikergesetz vom 1939 was soll der Aussagen? Wenn man die Geschichte wie es zu dem Gesetz kam, nicht kennt, sollte man hier auch nichts hineininterpretieren. Der VW wurde auch von den Nazis gebaut, ich kann nicht erkennen, dass irgendjemand ein Problem damit hat. Die Autobahnen wurden ebenfalls von den Nazis gebaut, wenn ich mir die Staumeldungen anhöre, kann ich auch nicht erkennen dass hier irgendjemand einProblem damit hat. Es gibt ca. 20-30000 zugelassen Heilpraktiker in Deutschland, und nur dieser eine Kollege (Ross) hat hier wohl einen noch nicht von der Staatsanwaltschaft nachgewiesenen Fehler gemacht. Nicht ich und nicht meine ca. 20-30000 zugelassene Kollegen und Kolleginnen. NUR DIESER EINE!! Im Jahr 2015 sind ca. 25000 ärztliche Bahndlungsfehler gemeldet. Hör ich da irgendeine Kritik oder Diffamierung bzw. Diskreditierung der gesamten Ärzteschaft? Nein!!! Zum Schluss noch 2 Fragen: 1. Gibt es irgendein Gesetz, das die Menschen zwingt einen Heilpraktiker aufzusuchen????????? 2. Gibt es irgendein Gesetz, das die Menschen zwingt sich mit homöopathischen Arzneimitteln behandeln zu lassen ??????????? Also, lasst es sein, ständig den Heilpraktiker zu diskreditieren und zu diffamieren. Weiterhin gute Gesundheit.
#18 am 06.09.2016 von Heilpraktiker Klaus-Dieter Doerfert (Heilpraktiker)
  55
Zu diesem und verwandten Themen immer wieder gut passend: https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt
#17 am 06.09.2016 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  4
Gast
Nein, das ist nicht richtig. Das Heilpraktikergesetz wurde 1939 nicht erschaffen, um fehlende Ärzte zu ersetzen. Es wurde als Aussterbegesetz für die nicht-akademische Heilkunde beschlossen. Der § 1 besagte damals noch "Wer die Heilkunde bisher berufsmäßig ausgeübt hat und weiterhin ausüben will, erhält die Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen; er führt die Berufsbezeichnung Heilpraktiker". Neuniederlassungen waren damit nicht mehr zulässig. Sie fassen die §§ 4 und 5 zusammen, was fehlerhaft ist. Der Paragraph 4 ist nach dem Dritten Reich gestrichen worden, weil er mit dem Grundgesetz kollidierte. Er lautete im Originalgesetzestext der Nazis: "§4 Es ist verboten, Ausbildungsstätten für Personen, die sich der Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes widmen wollen, einzurichten oder zu unterhalten." Es war ursprünglich eben ein Gesetz, das den Heilpraktiker-Beruf beenden sollte Desweiteren sollte man den Amtsärzten vertrauen, die durch ihre Überprüfung am Gesundheitsamt feststellen müssen, dass eben keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung von dem Heilpraktiker-Anwärter ausgeht, wenn dieser, wie rechtlich vorgesehen, ausschließlich verschreibungsfreie Medizin betreibt.
#16 am 06.09.2016 von Gast
  41
Nachdem ich unten einen Auszug aus der Seite https://www.psiram.com/ge/index.php/Klaus_Ross zitiert habe, möchte ich nun meinen eigentlichen Kommentar abgeben. Ich weiß nicht recht, warum die Todesfälle in Brüggen-Bracht hier benutzt werden, um die Konkurrenz von Heilpraktikern und Ärzten anzustacheln. Mir ist bisher noch kein Fall eines Kassenarztes bekannt geworden, der arbeitslos wurde, weil ein erfolgreicher Heilpraktiker in seiner Nähe alle seine Patienten wie ein Magnet angezogen hatte, so dass diesem fiktiven Kollegen nur noch der Weg zum Arbeitsamt geblieben ist. Ich sehe die Aufgabe eines Projekts, wie es doccheck ist, darin, den Dialog zwischen Heilberufen zu fördern. Dieser Artikel trägt wenig dazu bei. Wir vergessen manchmal, dass die Bürger dieses Landes soweit erwachsen, mehrheitlich in der Lage sind, zu denken und zu vergleichen. Sie sind selbst verantwortlich dafür, welche Therapieform sie für ihr Leiden auswählen. Sie sind nicht so unmündig wie wir sie gerne hätten?
#15 am 06.09.2016 von Robert Enderle (Arzt)
  49
Gast
Ich bin der Ansicht, dass es im Bereich d praktizierenden Heilpraktiker weniger Scharlatane gibt als es momentan d Medienrummel suggerieren möchte. Auch müssen Heilpraktiker vor dem Amtsarzt durchaus eine Prüfung bestehen. Diese wird von d jeweils zuständigen Gesundheitsämtern durchgeführt. Und im Gegensatz zu manch einem Fall aus d Approbierten-Bereich kenne ich keinen Heilpraktiker, der mit gefälschten Zulassungen praktiziert hätte. Den Artikel finde ich sehr schlecht recherchiert und einseitig. Schade.
#14 am 06.09.2016 von Gast
  48
Der berufliche Werdegang von Klaus Ross finden wir z.B. unter https://www.psiram.com/ge/index.php/Klaus_Ross : FH Gießen Medizintechnik ... Seit 2010 ist Ross als "Naturarzt" tätig, seit 2014 als Mitglied des Teams eines Gezondheid Cirkel (GCVB) Venlo-Bracht mit Adresse in Deutschland[13]. Im August 2015 übernahm Ross den GCVB, der aber inzwischen nicht mehr existiert. Eine Zeit lang arbeitete Ross mit dem Niederländer André Hartel (Pseudonym André Lamberts) zusammen. Beide Laien experimentierten mit dem Mittel 3-Bromopyruvat und es kam dabei zu Streitigkeiten, die letztlich zur Trennung führten. In der niederländischen Presse wird Ross als umstrittener "natuurgenezer" (dt. Naturheiler) bezeichnet.[14] Eine Ausbildung auf medizinischem Gebiet, insbesondere der Onkologie, gibt Ross nicht an
#13 am 06.09.2016 von Robert Enderle (Arzt)
  32
ich bin seit über 30 Jahren in eigener Praxis tätig, habe auch viele Krebspatienten behandelt, immer komplementär in Zusammenarbeit mit den Ärzten, was immer zum Wohle des Patienten funktioniert hat. Ich habe auch viele Heilpraktiker ausgebildet und das Niveu der Ausbildung ist heute sehr hoch. Die meisten haben Abitur, viele kommen aus artverwandten Berufen wie Physiotherpeuten etc, die Regel ist eine Schule mit mindestens 3 Jahre Unterricht ganztägig und entsprechend Praktikum von fast einem Jahr. Der verantwortungsvolle Heilpraktiker kennt seine Grenzen. Nur zum Vergleich, die Berufshaftpflicht für HP kostet in der Regel knapp 200,00 €, was auch beweist, wie wenig "Schaden"durch unseren Berufsstand angerichtet wird.
#12 am 06.09.2016 von Heilpraktiker Michael Thierkopf (Heilpraktiker)
  48
Es ist in der Tat etwas absurd, wenn ein Zahnarzt nach mindestens zehn Semestern Hochschul-Studium eine Zusatzausbildung zum Heilpraktiker machen muss, um etwa Hyaluronsäure als Injektion in die Lippe applizieren zu dürfen. Ich bin nun nicht der Meinung, dass man das unbedingt machen müsste, es zeigt aber exemplarisch, dass in einigen Punkten die HP Ausbildung Eingriffe erlaubt, die Zahnmedizinern verwehrt bleiben, während die etwa (chirurgisch wesentlich komplexere) Implantationen, Sinusbodenelevationen, Knochenaugmentationen etc. rechtlich ohne Probleme durchführen dürfen. Eine Überarbeitung des Heilpraktikergesetzes scheint mir daher durchaus sinnvoll zu sein.
#11 am 06.09.2016 von Dr. Stefan Mauß (Zahnarzt)
  12
Gast
Wer den durchschnittlichen Jahresbeitrag in Höhe von 170,- € in Sachen Haftpflichtversicherung für invasiv arbeitende Heilpraktiker kennt, weiß, daß nicht viel Unverantwortliches in diesem Berufsstand passieren kann, da sich der Versicherungsbeitrag aus der Höhe des Risikos zusammensetzt, welches hinter der Sache steht.
#10 am 06.09.2016 (editiert) von Gast
  28
Ich kenne Ärzte, die trotz ihrer stattlichen Examina etc. recht unethisch handeln und Berge untereinander unverträglicher Medikamente an ältere Herrschaften verordnen. UND solche die sehr gut sind in Diagnostik und Zuwendung an die Patienten und ebenso kenne ich solche Heilpraktiker. Ich habe selbst die HP Prüfung gemacht (und natürlich mein Zahnmedizin Staatsexamen) Weder in der Vorbereitung noch in der Prüfung war das eine Bagatelle. Ich kann den Vorredner nur bestätigen: einheitliche Ausbildung , bundesweit. Einheitliche Prüfstandards. Ganz klares Berufsbild für den HP Bachelor. Fehler machen alle zuweilen und viele leiden an maßloser Selbstüberschätzung, egal ob da "Arzt" steht oder "HP". Krebstherapien durch Ärzte, die eher Körperverletzung waren gabs doch auch schon! Soll ich Namen nennen??
#9 am 06.09.2016 von Carmen Katharina Emmerich (Zahnärztin)
  21
Es ist sicher so, dass eine Überarbeitung des Heilpraktikergesetzes von Vorteil wäre. Die Möglichkeit eine Prüfung ohne Vorbildung abzulegen hilft jenen mit einem fotografischen Gedächtnis oder Erfahrungen mit Multiple Choice Prüfungen. Ich glaube, dass diese Fähigkeiten nicht nur bei HP-Prüfungen von Vorteil sind. Leider gibt es in allen Bereichen schwarze Schafe. Ich bin ein Freund des Wissensaustausch und der konstanten Fortbildung. Wenn man sich die Mühe macht kurz bei Pubmed nach zu sehen findet man doch einige Studien zum Thema 3-BP, z. B. diesen aktuellen Review http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4946416/ . Es scheint so, als ob 3-BP im Tierversuch einige Erfolge verzeichnen kann. In der Basis scheint es also kein zu dummer Gedanke, Versuche am Menschen folgen zu lassen. Leider wurden einige Zwischenschritte vor der Marktreife ausgelassen und der betroffene Heilpraktiker hat dadurch evtl. seine Kompetenzen überschritten.
#8 am 06.09.2016 von M.Sc. Paul Neumann (Chiropraktiker)
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Um etlichen Kommentaren aus der ärztlichen Ecke ein bißchen den Wind aus den Segeln zu nehmen, möchte ich an die aus dem Ruder gelaufene sogenannte Arzneimittelprüfung mit diversen Rauschmitteln erinnern, bei der HP's und Ärzte in truater Gemeinschaft der Veranstaltung beiwohnten. Was die Ausbildung von Heilpraktikern angeht, so plädiere ich, selbst HP, für eine bundeseinheitliche Ausbildungsverordnung, welche inhaltlich das wiederspiegelt, was in den HP-Praxen geleistet wird, einschließlich Injektionen und Infusionen mit einem Abschluß, der mind. dem Bachelor entspricht, bis zum möglichen Abschluß des Master of Science. Ich befinde mich in dieser Hinsicht sicher auf der Gegenspur, was die Ansicht der meisten HP-Verbände angeht, die immer in Angst sind, daß dem HP dann zuviel verloren geht. Ich meine, die Heilkunde heute verlangt mehr als eine abgeschlossene Volksschulausbildung, d. h., die Zugangsvoraussetzungen entsprechen in keinster Weise den heitigen Anforderungen.
#7 am 06.09.2016 von Robert Wagner (Heilpraktiker)
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Von beiden das Beste. Ich konsultiere stets beide. Ich schätze Ärzte, ich schätze meine HP. Das Zauberwort heißt "Kooperation". Der Artikel ist wenig zielführend, quasi ein "auskotzen" über die Ohnmacht, dass Pfuscher praktizieren dürfen. Noch ergänzt es gibt immer solche und solche, auf beiden Seiten. Aber eines macht mich stutzig, dass herumreiten auf Hitler. Das ist keine seriöse und sachliche Berichterstattung. Das ist so unprofessionell wie der besagte Krebsarzt.
#6 am 06.09.2016 von Stefan Kaa (Nichtmedizinische Berufe)
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Dr. T. Kreutzig-Langenfeld
Wie auch immer HP argumentieren mögen. Eine Approbation und ein Staatsexamen muss sein!! Bei (richtigen) Ärzten behält sich der Staat die Kontrolle der Ausbildung vor (daher ja Staatsexamen). Eine HP-Prüfung gibt es nicht, geschweige eine Ausbildung. Die "Prüfung" ist die amtsärztliche Erweiterung des Nachweises dessen, was ein HP definitiv nicht darf und er daher in der Lage sein muss, genau dies zu erkennen. Verschiedene Gesundheitsämter (die zuständig sind) legen das nun ,mit unterschiedlicher Strenge aus (was dann HP-Prüfung genannt wird). Danach herrscht völlige Narrenfreiheit in der Therapie von HP. Auch invasive Therapieverfahren bis hin zu Operationen dürfen durchgeführt werden. Eine Haftung ist hingegen ausgeschlossen, selbst wenn es zu Todesfällen kommt (s. Sammlung von Prokop und Wimmer). Das beste: die Gerichte begründen den Haftungsuasschluß mit der ja staatlich nicht vorgegebenen und kontrollierten Ausbildung.... "denn Sie wissen ja nicht was Sie tun". Also gibt es nur eine Lösung: dieser Berufsstand ist zu verbieten!! Nur approbierte Ärzte dürfen Heilkunde ausüben. Allen HP ist im Gegenzug die Option zu gewähren das Medizinstudium erfolgreich zu absolvieren und dann als approbierttzer Arzt auch die Verantwortung für das zu übernehmen, was getan wird.
#5 am 06.09.2016 von Dr. T. Kreutzig-Langenfeld (Gast)
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Ich stimme mit den folgende Aussagen des Verfassers #2 völlig über ein: "Es gibt genügend HPs ... , die ihren Rahmen sehr genau kennen und in Absprache mit den Ärzten komplementär behandeln. Nur zusammen können wir etwas erreichen. Mit Hetze gegeneinander ist niemandem geholfen." Ergänzend möchte ich sagen, dass sehr viele HPs lange studiert haben und einen akademischen Titel tragen dürfen. Die Beliebtheit der HPs nimmt zu, weil die Patienten sich oft bei einem HP besser fühlen als bei einem (oft) überarbeiteten Arzt. Außerdem bieten HPs nicht selten (Selbst)Heilungsmethoden an, die Ärzte nicht vermitteln und der Zusammenhang von Körper und Geist ist doch inzwischen wohl unumstritten.
#4 am 03.09.2016 von Diplom Siegrid de Vries-Reichel (Heilpraktikerin)
  54
Gast
Darüber hinaus prüfen IHRE amtärztlichen Kollegen die Anwärter auf Herz und Nieren, zumindest hier in Husum auf arztähnlichem Niveau. Glauben Sie mir, meine Prüfung war definitiv auf Arztniveau, wobei ich nicht die schriftliche meine. Die mündliche hat es wirklich in sich, dagegen war das pharmazeutische Staatsexamen ein Sonntagsspaziergang.
#3 am 02.09.2016 von Gast
  51
Gast
Hallo Herr Dr. Schätzler, ich lese Ihre Beiträge sehr gerne und möchte in diesem Zusammenhang als Heilpraktiker noch einmal in aller Deutlichkeit darauf hinweisen, dass es auch unter HPs esoterische Spinner gibt, die aber auf keinen Fall die breite Masse verkörpern! Es gibt genügend HPs wie mich, die ihren Rahmen sehr genau kennen und in Absprache mit den Ärzten komplementär behandeln. Nur zusammen können wir etwas erreichen. Mit Hetze gegeneinander ist niemandem geholfen.
#2 am 02.09.2016 von Gast
  53
Gast
Es gibt zu dem Thema Krebs-Scharlantarie eine erschreckende Reportage: correctiv.org/recherchen/stories/2015/12/18/alternativmedizin-krebs-leben-der-patienten-gefaehrdet/
#1 am 02.09.2016 von Gast
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...ist unter angemessener Therapie und Risikoaufklärung nicht verwehrt, weiterhin sexuell aktiv zu sein. Denn die mehr...
Seit Mitte der 1980er-Jahre wurde dazu die gesamte erwachsene Bevölkerung des Landkreises Trøndelag mehr...
Es reiche als positive bio-psycho-sexuelle Identitätsbildung also nicht hin, lediglich die Kategorien mehr...

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