Gesunde krankschreiben: Was für ein Schmarrn!

18.08.2016
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In diesem Mai ist auf der Seite der Onlinezeitung Huffington Post ein Artikel erschienen, der kolportiert, Ärzte würden ihre Patienten unnötigerweise krankschreiben, um sie aus wirtschaftlichen Gründen warmzuhalten. Völlig absurd: Wir schreiben keinen krank, der gesund ist.

Im Mai dieses Jahres ist auf der Huffington Post ein Artikel erschienen:
 „Das Geschäft mit dem Krankenschein: Warum viele Ärzte aus wirtschaftlicher Not gesunde Patienten krankschreiben“

Zitiert wird eine Untersuchung aus Norwegen, die nahelegt, dass der Konkurrenzdruck unter niedergelassenen Ärzten diese dazu verleitet, Patienten auf deren Wunsch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) auszustellen, obwohl sie arbeitsfähig wären. Dadurch würden sich diese Ärzte mehr Zulauf erhoffen.

Der Artikel auf den Huffington Post führt weiter aus:


Was ist ein Krankenschein?

Dass der Verfasser des Artikels, Tom Sundermann, nicht viel von der Materie versteht, zeigt sich schon an der Verwendung des Begriffes „Krankenschein“ in diesem Zusammenhang. Ein Krankenschein wird nämlich immer angelegt, wenn ein Patient zum Arzt kommt. Dort werden dann alle Verordnungen, Rezepte, abgerechnete Leistungen und AUs dokumentiert. Früher wurde das alles handschriftlich vorgenommen, heute ist der „Krankenschein“ eine Maske in der Praxis-EDV. Was der Verfasser des Artikels meint, ist die schon erwähnte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Aber ich will gar nicht lange bei den journalistischen Schwächen stehen bleiben, sondern auf den Inhalt eingehen.

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Die Untersuchung wurde durchgeführt von dem Wirtschaftsinstitut IZA, einer nach eigenen Angaben unabhängigen Einrichtung, die unterstützt wird von der Deutschen Post, diversen Regierungen und „internationalen Unternehmen“, die nicht im näheren genannt werden. Beide Autoren der Untersuchung sind Ökonomen.

Danach würden etwa 7 % aller Krankschreibungen nicht aus medizinischen Gründen erfolgen, sondern weil die Ärzte damit Patienten an sich binden wollten. Die Huffington Post rechnet vor, dass dadurch ein Schaden von 7,2 Milliarden Euro im Jahr entstehen würde, denn Krankheitstage insgesamt verursachten einen Schaden von 103 Milliarden Euro für unsere Volkswirtschaft.

Drei Aspekte bei dieser Geschichte sind mir besonders wichtig:

Die AU hängt von vielen Fakoren ab

1.
Wer etwas mehr Einblick in den Alltag einer Arztpraxis hat, wird wohl nur mit dem Kopf schütteln können. Dass ein Patient in die Sprechstunde kommt, angibt, gesund zu sein und eine Krankschreibung fordert, ist völliger Unsinn. Dass „gesunde Patienten“ vom Arzt „krankgeschrieben“ werden, wie die Huffington Post es formuliert, ist – zumindest in allen Praxen, in die ich Einblick habe – undenkbar. Mit der ärztlichen Realität hat das nichts zu tun.

Unterschiede gibt es dagegen sicher bei dem Ausmaß an Krankheit, das ein Patient aufweisen muss, um die AU zu erhalten. Denn die Schwelle zur Krankschreibung hängt auch von Faktoren ab, die im Umfeld des Patienten zu finden sind. Wie ist der Arbeitsplatz beschaffen? Ist im häuslichen Umfeld Erholung möglich oder gibt es da vielleicht noch mehr Stress als auf der Arbeit? Und dann gilt es, vorausschauend zu entscheiden: Kann durch eine oder mehrere kürzere AUs vielleicht eine längerdauernde verhindert werden? Oder braucht es die Auszeit, damit eine drohende Frühberentung abgewendet werden kann?


Man sieht: In Wirklichkeit sind es völlig andere Fragen, die sich der Arzt zusammen mit dem Patient bei der Entscheidung „AU oder nicht“ stellt.

Wirtschaft über Gesundheit

2.
 Im Prinzip geht es hier wieder um eines meiner „Lieblingsthemen“, nämlich die unselige Dominanz wirtschaftlicher Aspekte gegenüber medizinischen und menschlichen Faktoren. Alleine die Formulierung, Krankschreibungen würden einen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen, finde ich schon sehr bedenklich. Wer so argumentiert, sollte den Schaden gegenüber stellen, der entstehen würde, wenn die Krankschreibungen nicht erfolgen würden.

Damit meine ich natürlich auch den finanziellen Schaden, der dann noch viel erheblicher wird, wenn diese Arbeitnehmer einige Wochen oder Monate später für lange oder für ganz ausfallen.

Aber wichtiger noch ist die Frage nach der gesundheitlichen und menschlichen Bedeutung. Krankheit hat nämlich in erster Linie keine finanzielle Dimension, sondern eine zutiefst persönliche. Da geht es um Schmerzen, Angst, körperlich und seelisch bedrohliche Entwicklungen. Hier einseitig von wirtschaftlichem Schaden zu reden, wenn man diese Menschen nicht krankschreibt, ist zynisch und unmenschlich.

Wie bekommt man „das Ärztepack“ in den Griff?

3.
 Eine Passage ist mir noch besonders aufgefallen: „The authors propose that if all the GPs in Norway received fixed salary contracts instead of letting them run their own businesses, the level of illness-induced absence from work would decrease by roughly 3-4 %“. 

Das ist nun eine politische Dimension, die nicht nur in Norwegen, sondern auch bei uns in Deutschland eine große Rolle spielt. Wie bekommt man „das Ärztepack“ (Zitat Horst Seehofer) in den Griff? Man verstaatlicht einfach die niedergelassenen Ärzte, schafft den freien Beruf ab und zahlt den Ärzten ein Gehalt.

Klingt gar nicht so schlecht, werden einige sagen (ja, vielleicht auch einige Ärzte). Was aber dahinter steckt, ist eine Einflussnahme nach der alten Regel „Wer zahlt, schafft an“. Bei so einem Szenario wären spätestens nach einem Vierteljahr die ersten Quoten auf dem Schreibtisch, die regulieren würden, wie viele Krankschreibungen pro Quartal erlaubt sind. Ich übertreibe da, meinen Sie? – Kann sein, vielleicht dauert es auch zwei Quartale. Einen maximalen Einfluss auf die Ärzte zu bekommen, um endlich auch diese zu vorwiegend volkswirtschaftlich orientiertem Handeln veranlassen zu können, ist sicher der feuchte Traum so manches Politikers.

Ich fasse also noch mal zusammen:

Ich hasse es, wenn jemand versucht, zwischen meine Patienten und mich einen Keil zu treiben – seien es nun oberflächlich arbeitende Journalisten oder Volksökonomen mit Scheuklappen.

Peter Teuschel

 

Bildquelle: Little Black Cat, Fotolia

Artikel letztmalig aktualisiert am 29.08.2016.

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Gast
Hier etwas mal ohne dieses zu bewerten. Ich bin nicht nur HP sondern arbeite auch in der Radiologie: Handchirurg ruft an braucht dringen für einen Patienten ein MRT Hand. Am gleichen Tag haben wir ihn nicht dazwischen nehmen können. Fragte : ist der Patient krank geschrieben das wir ihn kurzfristig einbestellen können und ist er in der Lage selber Auto zu fahren? Beides mal mit ja beantwortet. Übernächsten Tag kann er morgens kommen, habe ihn selbst auf dem Handy angerufen, da sagt er: Er wäre auf dem Flughafen und würde eine Woche in den Urlaub fliegen, aber dann könnte er!!!
#19 am 18.09.2016 von Gast
  0
Ich bin seit 54 Jahren Arzt, die meiste Zeit sogar praktizierender Allgemeinarzt, habe aber noch nie einen Patienten krankgeschrieben. Vielen aber ihre Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Eine Krankschreibung ist ein Unding. Unlogischer Sprachgebrauch macht mich krank, aber nicht ein ärztliches Attest! Ihr H.P.
#18 am 04.09.2016 von Prof. Dr. helmut pillau (Arzt)
  7
Gast
Wenn hier so eifrig Arbeitgeber-Positionen vertreten werden, sei doch vielleicht auch einmal die Dunkelziffer derjenigen, die zwar krank sind, sich aber nicht krank schreiben lassen, somit teilw. auch schwerere und langfristige Erkrankungen in Kauf nehmen, zumindest angedeutet..
#17 am 31.08.2016 von Gast
  3
Sehr schöner Artikel... viele AUs basieren sicher auch auf der Tatsache das man dem Patienten seine Beschwerden erstmal glauben muß auch wenn sie nicht immer objektiv zu belegen sind. Die Frage ist nur: Muß man bei jeder Erkältung die Leute immer gleich 2 Wochen krank schreiben. Sowas ist nicht gut und wird sicher auch gern mal ausgenutzt. 3 Tage reichen fast immer erstmal vollkommen aus, dann kurze Reevaluation und Verlängerung wenn notwendig. Wer simuliert hat sicher keine Lust alle 3 Tage Rechenschaft abzulegen. Reduziert den Krankenstand schonmal dramatisch ohne das Vertrauen zu untergraben
#16 am 30.08.2016 von Mawe Budweg (Arzt)
  1
". Und selbst dann habe ich den Patienten maximal 2 Tage aus dem Verkehr gezogen und zum Orthopäden oder Neurochirurgen überwiesen." Frau Dr. Putlitz, wie haben Sie es geschafft, dass der Patient wirklich innerhalb von so kurzer Zeit zu einem Neurologen oder Orthopäden konnte? Mein Hausarzt kann zwar aus den üblichen drei Wochen, wenn er selbst telefoniert, eine Woche machen, aber zwei Tage schafft er nicht. Höchstens im absoluten Notfall. Dann könnte der Patient aber auch gleich ins Krankenhaus.
#15 am 30.08.2016 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
  1
Dänemark: "DÄNEMARK: In Dänemark gibt es grundsätzlich überhaupt keine Verpflichtung zu ärztlichen Krankschreibungen. Wenn ein Arbeitgeber diese trotzdem haben will, muss er dafür eine Gebühr von 1500 Kronen (etwa 175 Euro) zahlen. Nach der Übernahme der Lohnfortzahlung durch die staatliche Krankenkasse nach sechs Wochen kann diese eine vertrauensärztliche Untersuchung anordnen." Quelle http://www.focus.de/tagesthema/arbeit-welche-regeln-gelten-fuer-die-krankmeldung-in-anderen-laendern_aid_860992.html Unser kleiner Nachbar macht vor, was WIRKLICH wirtschaftlich wäre, nämlich Arztkapazitäten freizusetzen und Wartezimmer zu entlasten, die voller Patienten ist,, die normalerweise ihren grippalen Infekt oder Magen/Darm-Infekt mit Hausmitteln zuhause auskurieren würden, das aber nicht dürfen, weil sie eine Krankschreibung brauchen. ( Nebenbei stecken sie dann auch noch andere an)
#14 am 30.08.2016 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Das Problem ist, dass man viele Beschwerden nicht unbedingt objektivieren kann, wie z.B. funktionelle Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Angstzuständen, Schwindel, Übelkeit und vieles andere. So einen Patienten, der durchaus auch mal ein Simulant sein kann, einfach zur Arbeit zu schicken, geht einfach nicht. Beschwerden müssen ernstgenommen und erstmal soweit als möglich abgeklärt werden. Bewußt Krankschreiben um einen Patienten nicht zu verlieren, da kenne ich Niemanden. Ganz im Gegenteil, solche Patienten wären die Meisten gerne los.
#13 am 29.08.2016 von Elisabeth Grunwald (Ärztin)
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Gast
Ich finde es richtig sich nicht ins Handwerk pfuschen zu lassen! Krankheit ist kein wirtschaftliches Problem des Patienten sonder ein Wirtschaftliches Problem des Arbeitgebers dessen Anforderungen, immer höher geschraubt, langsam an die Grenzen des körperlichen und seelisch machbaren getrieben wurde! Ein gesundes Miteinander und Ärzte mit geradem Rücken, wie dem Autor hier, kann man sich nur wünschen....
#12 am 29.08.2016 von Gast
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Ich war selbst bei einem Arzt, welcher dafür „berüchtigt“ ist. Bei einer scheinbar leichten Erkrankung (hier Diarrhoe) kam gleich die Frage nach einer AU. Das hat mich dazu veranlasst, den Arzt zu fragen ob er mich nicht ernst nimmt. Alsgleich bekam ich die richtigen Diagnostikfragen gestellt. Später traf ich diesen Arzt in einem anderem Zusammenhang und kam unter anderem darauf zu sprechen. Er sagte, dass er ab und an AUs ausgibt obwohl diese nicht notwendig sind, ihn dies aber auch selbst nervt. Er wolle die „Nichtkranken“ einfach schnell aus der Praxis haben um sich um die wirklich Kranken zu kümmern, wer von den „Nichtkranken“ wirklich krank ist kommt spätestens eine Woche später wieder oder rebelliert so wie ich. Dann sagte er mir noch, ich solle doch mal nach „Lieber krank feiern als gesund schuften“ googeln. Mein Fazit ist also, dass es Ärzte gibt die ungerechtfertigt AUs auszuschreiben, aber man sich als Patient fragen sollte ob man diesen Arzt im Ernstfall konsultieren will.
#11 am 29.08.2016 von Dipl.-Heilpäd. Michel Fahnert (Diätassistent)
  6
Gast
Auch wenn zu viel krankgeschrieben wird, wird man das m.E. in Kauf nehmen müssen. Wie sollte man es in unserem jetzigen ambulaten System auch verhindern? Gerade z.B. ein Hausarzt muss die Patienten schnell abarbeiten - das fordert die Kasse, und falls es mal nicht klappt auch die Patienten selbst im Wartezimmer. Wenn dann ein Patient mit z.B. leichter Übelkeit etc. kommt, also Beschwerden die man nicht wiederlegen kann aber sich vielleicht auch denkt, dass man damit durchaus arbeiten könnte, hat man also die Wahl den Patienten kurz zu untersuchen und krankzuschreiben, nach wenigen Minuten fertig. Oder man fängt an zu diskutieren, braucht damit viel viel länger und verliert u.U. auch noch den Fall. Sicher kann man das vermeiden, wenn man Ärzte anstellt und ein Festgehalt zahlt. Blöd nur, dass die dann plötzlich nicht mehr 70h/Woche arbeiten wollen, Arbeitsrecht auch für sich geltend machen und vermutlich auch nicht mehr so viele Patienten behandeln können, weil sie sich weniger hetzen..
#10 am 29.08.2016 von Gast
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In meiner fast 40-jährigen Tätigkeit als Zahnarzt habe ich gleich mehrere krasse Fälle von "Krankschreibung" erlebt, .... und fast immer waren die gleichen "Kollegen" beteiligt. Der Bericht aus Norwegen ist keinesfalls weit hergeholt. Ein besonders krasser Fall: Zahnmed.Helferin verlangt plötzlich 3 Tage vor Monatsende die sofortige Auflösung des Arbeitsvertrages, da sie sofort zum Freund nach Hannover ziehen möchte. Helferin hat den Jahresurlaub (August) schon verbraucht. Tag nach der Ablehnung tel. Krankmeldung wg. "Rückenbeschwerden". Gelber Schein aus Hannover zugeschickt (zunächst 2 Wochen, dann 2x 2 Wochen verlängert). Gleichzeitig postet die kranke Dame Fotos auf Facebook strahlend auf Mountainbiketour mit Freund in Berlin. Auf Rückfrage bei der "Kollegin" in Hannover bin ich äusserst unangenehm zurechtgewiesen worden und mir wurden berufsrechtliche Schritte angedroht. Ich habe allerdings Gehaltszahlungen sofort eingestellt - ohne Konsequenzen ! Kein wirtschaftlicher Schaden !!!
#9 am 29.08.2016 von Dr. Rudolf Kirschner (Zahnarzt)
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Gast
Ha, ha, ha, dass ich nicht lache. Gefälligkeits AU´s gibt es nicht !!! Und ob es sie gibt. Seit -zig Jahren in Behandlung, heute wegen Dialyse, da ist es nicht mehr erforderlich. Aber aus meiner langjährigen Erfahrung, wird nur ein leichter Hinweis benötigt und die AU liegt bereit. Manchmal regelrecht aufgedrängt mit sofort einem neuen Termin !!! Sind das alles nur "Einzelne schwarze Schafe" ??? Und dann kommen noch die Diagnosen dazu, die sich als "völlig falsch und unbegründet" herausstellten. Nur um teure Zusatzleistungen abzurechnen, die nie erbracht wurden. Das habe ich alles schon erlebt und mir nicht aus den Fingern gesogen. Meine Erfahrung : Die Ärzte, die nicht krankschreiben, wenn es nicht erforderlich ist, sind die Ausnahme und nicht umgekehrt. Um Repressalien zu entgehen, Kommentar anonym.
#8 am 29.08.2016 von Gast
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Gast
selbst erlebt: In Praxis mit 2 Kollegen, Kollege scheidet aus, Helferin erhielt von ihm jahrelang einen "Bonus" (cash), verlangt das gleiche vom anderen Kollegen (mir), der das aus Gründen der Gleichbehandlung mit den anderen Helferinnen ablehnt. Es kommt zum Wortwechsel, der darin gipfelt, dass die Helferin mit den Worten: "dann lasse ich mich eben krank schreiben" die Praxis verlässt. Am nächsten Tag liegt die AU vor, 3 Wochen! Anruf beim krankschreibenden Kollegen, dass die Helferinn gestern putzmunter die AU angekündigt hatte. Antwort des Kollegen: Sie können ja ein amtsärztliches Zeugnis verlangen. Darauf verzichtete ich. Nach 3 Wochen: neue AU, wieder 3 Wochen. Danach kündigte die Helferin. Huffington Post hat da schon ein Problem beschrieben. Ich selbst habe AU für 3 Tage, maximal 1 Woche geschrieben. Danach musste sich der Patient erneut von mir untersuchen lassen. Dies scheint bei manchen Kollegen anders, nämlich AU (und Patienten-)freundlicher gehandhabt zu werden.
#7 am 29.08.2016 von Gast
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Peter Scollar (Arzt)
Getroffene Hunde bellen. Was die Norweger festgestellt haben, stimmt leider.
#6 am 29.08.2016 von Peter Scollar (Arzt) (Gast)
  0
Gast
tja, ein Fall aus dem richtigen Leben: Haushaltshilfe Teilzeitbeschäftigung angemeldet (kein Minijob!). Türkische Muslime. Ramadan. 40 °C Außentemperatur. Unsere Bitte etwas während der Arbeit zu trinken wurde abgelehnt. Kreislaufprobleme. Nächster Tag Krankmeldung für 2 Wochen, dann noch mal eine Woche bis Ramadan beendet ist. Definitv eine völlig unnötige Krankschreibung, die leichtfertig vom Kollegen unterschrieben wurde. Wir sind selber Ärzte.
#5 am 29.08.2016 von Gast
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Die Praxen sind allgemein bekannt, in denen ein Pat. leicht eine AU bekommt. Zuletzt erlebt: eine Mitarbeiterin hat schon eine neue Stelle und möchte mit sofortiger Wirkung kündigen. Dem kann ich nicht entsprechen, weil die Stelle sonst unbesetzt wäre und akzeptiere die fristgerechte Kündigung. Am nächsten Morgen liegt eine AU im Briefkasten für 3 !!! Wochen bis zum regulären Ende des Arbeitsverhältnisses. Die Dame, am Vortag noch völlig gesund, habe ich nie wieder gesehen. Ich bin übrigens selber Arzt.
#4 am 29.08.2016 von Reinhold Sarges von Zimmermann (Arzt)
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Sorry, hab mich im ersten Satz vertan.Da sollte natürlich stehen, an der Unterstellung........ wäre was dran......
#3 am 29.08.2016 von Dr. Marianne Putlitz (Ärztin)
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Ich verstehe nicht, warum hierzu eine seitenlange Rechtfertigung notwendig ist. Das legt den Verdacht nahe, an der Unterstellung, gesunde Patienten würden aus Gefälligkeit oder was auch immer au- geschrieben. Ich bin seit einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Dienst, habe 25 Jahre eine internistische Hausarztpraxis mit einem Kollegen als Praxisgemeinschaft geleitet und kann guten Gewissens sagen, dass solche Gefälligkeiten nicht vorgekommen sind, es sei denn der Patient konnte eine schlecht auf die Schnelle nachweisbare Krankheit ( z.B.Rücken) glaubhaft Vorspielen. Und selbst dann habe ich den Patienten maximal 2 Tage aus dem Verkehr gezogen und zum Orthopäden oder Neurochirurgen überwiesen.
#2 am 29.08.2016 von Dr. Marianne Putlitz (Ärztin)
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Gast
Absolut richtig!
#1 am 29.08.2016 von Gast
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