Autsch!

06.11.2009
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Seit vorgestern Vormittag fühlt sich mein linker Oberarm an, als hätte Vitali Klitschko mal ordentlich zugelangt.

Zu sehen ist da eigentlich nichts, aber wenn man mit der rechten Hand drüberstreicht fühlt es sich ein bisschen warm und hart an und beim Jacke - oder Kittelanziehen merkt man schon, dass irgendwas anders ist..

Somit gehöre ich zu denjenigen Impflingen, die eine sehr häufige (mehr als 1 von 10) und eine häufige (1 bis 10 von 100) Nebenwirkung nach Applikation von Pandemrix entwickelt haben.

Ja! Ich habe mich gegen „Schweinegrippe“ impfen lassen.

Nicht weil ich im Falle einer Infektion um Leib und Leben fürchte, sondern weil ich niemanden infizieren möchte, der diese Erkrankung vielleicht nicht so gut wegsteckt.

Dieses Virus ist zwar hochansteckend doch in den allermeisten Fällen verläuft die Erkrankung momentan noch eher harmlos.

Aber jeder schwere oder gar tödliche Verlauf ist in meinen Augen einer zuviel!

Darum ist es mir völlig unverständlich, warum viele Beschäftigte in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege so tun, als bekäme man mit der Impfung eine Mischung aus Blausäure und Zyankali verabreicht. Gerade Angestellte in Arztpraxen, Pflegeheimen und Pflegediensten haben tagtäglich Kontakt mit Patienten, die vor der neuen Grippe geschützt werden sollten.

Eine Impfung schützt nicht nur sie selbst, sondern auch diejenigen, die sie betreuen.

Wenn große Teile des medizinischen und pflegerischen Personals erkranken und zu hause bleiben müssen, wer versorgt dann die Patienten?

Die Bevölkerung ist durch die widersprüchlichen Aussagen in der Presse zutiefst verunsichert und gerade diejenigen, die als potentielle Risikopatienten dringend geimpft werden müssten haben daher die größten Ängste.

Der Ehemann einer MS-Patientin berichtete mir, er habe 6 Ärzte um Rat gefragt und fünf hätten dringend abgeraten ( „.. bloß nicht!“ ), lediglich der behandelnde Neurologe empfahl die Impfung.

Jetzt ist er so verunsichert, dass er sogar Angst hat sich und sein schulpflichtiges Kind impfen zu lassen, um seiner Frau nicht zu schaden.

Eine junge Mutter hat ihr Frühchen jetzt nach vier Wochen Brutkasten mit nach hause nehmen können. Die ältere Tochter besucht die erste Klasse. Ihr Hausarzt hat auf Nachfrage gesagt er lasse sich und seine Familie auf keinen Fall impfen.

Die arme Frau traut sich kaum aus dem Haus...

In meiner Apotheke sind mittlerweile fast alle geimpft (... ja, wir leben noch) und auf Patientenanfrage gibt es eine klare Aussage:

„Impfen lassen! Wir haben es schon getan!“

 

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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