Amok: In der Ruhe liegt die Kraft

09.08.2016
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München im Ausnahmezustand. Ein Terroranschlag steht im Raum. Ein junger Mann ruft die 112. Der Disponent verweist auf die Lage und ergänzt, dass der Anrufer die aufgefundene bewusstlose Person selbst ins Krankenhaus bringen soll. Eine Zeitung berichtet: „Münchner von Rettungskräften im Stich gelassen“.

Der Artikel eines großen deutschen Wochenblattes dazu hat mich etwas fassungslos zurück gelassen.

Die Redewendung „im Stich lassen“ verweist auf die Zeit der Ritterturniere und meint, dass jemand seinen Kampfgefährten „im Stich des Gegners lässt“, wenn er dessen Rücken nicht deckt oder sich zurückzieht. Dieses Verhalten würde man heute als illoyal bezeichnen und Illoyalität ist etwas, das ein Mitstreiter im Kampfe keinesfalls an den Tag legen sollte.


Beziehen wir die Situation auf einen Patienten und nicht auf einen Kampfgefährten, scheint das Ganze noch prekärer. Immerhin ist dieser in einer schutzbedürftigen Situation. Auch hat er nach deutschem Recht einen Anspruch auf Hilfe. Dies ergibt sich aus einer Mischung des Grundgesetzes, der Hilfeleistungspflicht und der Garantenstellung aller Teilnehmer der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Taktik vs. Helfermoral

In dieser Situation ist es allerdings so, dass taktische Belange gegen eine Entsendung von Hilfskräften sprachen. Moralisch schwierig, aber eine Situation an der wir offenbar von der Öffentlichkeit gemessen werden.
 Das übrigens vollkommen zurecht: Wenn unser Handeln keiner ethischen Prüfung mehr standhält, ist es nicht länger statthaft.

Schauen wir hierzu exemplarisch in die Deklaration von Lissabon des Weltärztebundes. Sie handelt von „den Rechten des Patienten“ und wird als einer von vielen Meilensteinen im medizinethischen Diskurs betrachtet.

(Zur Info: Im Folgenden werden gesetzliche Vorgaben mit Beschlüssen des Weltärztebundes vermengt. Dies ist juristisch natürlich sehr ungenau und soll lediglich einer kurzen Darstellung aus ethischer Perspektive dienen.)

Einige Aspekte der Deklaration sollen an dieser Stelle zur Diskussion herangezogen werden:


Hieraus folgt, dass jedem Menschen bei Bedarf eine ärztliche Behandlung zusteht. Diese muss zudem qualitativ hochstehend, also an modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet sein, und nach neusten Standards erfolgen.



Ein Anrecht auf Rettung

Da ein Bewusstloser nicht mehr in der Lage ist, selbst einen Arzt aufzusuchen, muss er von daher aktiv einem Arzt vorgestellt werden. Hierbei ist die Frage, ob dies durch eine speziell beauftragte juristische Person (Rettungsdienst) oder im Rahmen der Hilfeleistungspflicht eines „zivilen“ Bürgers gewährleistet werden muss. Ein Blick in das Bayrische Rettungsdienstgesetz (BayRDG) zeigt auf, dass die Öffentlichkeit im Freistaat ein „Anrecht auf Rettung“ durch den Rettungsdienst hat.

Die Deklaration von Lissabon gibt allerdings auch eine mögliche Ausnahme für das Anrecht auf bestimmte medizinische Behandlungen an. Diese Ausnahme bezieht sich auf das Missverhältnis zwischen Bedarf und Angebot medizinischer Behandlungsmöglichkeiten. Es wird dabei also auf einen Verteilungskonflikt hingewiesen. Dieser ist recht klassisch für medizinische Leistungen. So etwa bei verfügbaren Intensivbetten in Krankenhäusern oder bei der Vergabe von Spenderorganen an Patienten.

Verteilungskonflikt in München?

An dieser Stelle, des Überblicks halber, eine kurze Zusammenfassung: 
Ein bewusstloser Mann wird, während in der Stadt eine Ausnahmesituation herrscht, bewusstlos aufgefunden. Er hat nach dem BayRDG und nach der Deklaration von Lissabon das Anrecht auf die Behandlung durch einen Arzt. Allerdings könnte ein Verteilungskonflikt von Gesundheitsleistungen im Raum stehen, welcher einer bestimmten Behandlung entgegenstehen könnte.

Dass ein solcher Konflikt vorlag, ist bei genauerer Betrachtung aber nicht so recht ersichtlich. Es haben in München vermutlich ausreichend Rettungsmittel zur Verfügung gestanden. Diese wären vielleicht nicht in einer angemessenen Frist vor Ort gewesen, hätten aber in Bewegung versetzt werden und somit trotzdem in absehbarer Zeit vor Ort sein können. Daher lag hier kein Verteilungskonflikt medizinischer Versorgungsangebote vor, sondern vielmehr ein Defizit in der Verfügbarkeit von Polizeikräften zur Absicherung der Rettungskräfte.

Dies ist, wenn man die Lage betrachtet, nur allzu verständlich. Keiner von uns möchte sich dem Risiko aussetzen, Opfer eines „Second Hit“ – also eines gezielten Angriffs auf Rettungskräfte nach einem Terroranschlag – zu werden. Zu Anfang habe ich die Maßnahmen der Polizei daher noch voll umfänglich nachvollziehen können.
Inzwischen, mit etwas emotionalem Abstand, bin ich allerdings deutlich skeptischer geworden. Das Lahmlegen einer kompletten Stadt wegen eines einzelnen Amokläufers scheint irrational.

Fragliches Verhalten der Medien

Einen großen Anteil am Einsatzkonzept der Polizei – sei es nun gerechtfertigt gewesen oder nicht – hatte in jedem Fall auch die Berichterstattung der Medien. Eingangs erwähnte Wochenzeitung war dabei eine der ersten Quellen, die einen Terroranschlag vermutete, obwohl dies zu keiner Zeit vom Pressesprecher der Polizei als definitiver Tathintergrund angegeben wurde.

Besonders wichtig ist mir bei der Berichterstattung die akkurate Wortwahl. So sind „Terror“ und „Amok“ zum Beispiel unterschiedliche Phänomene und werden trotzdem häufig vermischt: mit der Folge, dass sich auch unsere Realitätswahrnehmung verzerrt.

Selbst wenn Terror als Tatmotiv genannt worden wäre, wäre es die erste Pflicht der Medien, alle Sachverhalte im Sinne der Wahrheitsfindung zu prüfen und zu hinterfragen. Dies hat weniger etwas mit Misstrauen gegenüber der Polizei, sondern vielmehr etwas mit einer angemessenen Rollenverteilung innerhalb eines demokratischen Systems zu tun.

Auf einen solchen Zug der Panikmache springen politische Agitatoren nur allzu gerne auf. Dies führt zur allgemeinen Verunsicherung und möglicherweise zu (überzogenen?) Reaktionen von Polizei und anderen Einsatzkräften.

Schließlich – nach dieser Peinlichkeit für das journalistische Handwerk – haben die Berichterstatter auch noch die Hybris zu berichten, dass jemand „im Stich gelassen“ worden sei. Ohne auch nur einmal ihre eigene Rolle im „Räderwerk Angst“ zu beleuchten.

Das Ganze geschieht dann, wie im vorliegenden Fall, auf Kosten der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Das ist etwas, das keinesfalls geschehen darf.

Und was nun?

Da wir damit rechnen müssen, dass das nicht die letzte Situation dieser Art in Deutschland gewesen sein wird, benötigen wir tragfähige Konzepte, um in beängstigenden Situationen handlungsfähig bleiben zu können. Am Ende steht also die Frage:
 Wie hätte dem Patienten ohne eine Gefährdung der Einsatzkräfte am besten geholfen werden können? Und wie kann sowas zukünftig gelingen?

Die Lösung kann immer nur eine kritische Reflektion und eine entsprechende Reaktion sein, um eine Entspiralisierung der Situation herbeizuführen. Idealerweise, indem nicht jeden Tag der Untergang der Zivilisation hinauf beschworen wird.
 Das Feld darf nicht den keifenden Wichtigmachern überlassen werden. Die Mauern von Jericho werden nicht fallen, wenn wir Ruhe, Klugheit und Sachlichkeit walten lassen. Der beste Schutz für Einsatzkräfte und Patienten ist die kritische Reflektion der Geschehnisse und nicht die Angst, in die man uns versetzen möchte.

 

Bildquelle: dogulove, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 17.08.2016.

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Geli Mener
Es heißt doch lt. Fr. Merkel "Wir schaffen das" - ? Sie selber wird es ja wohl nie treffen. :( Im Gegenteil, für ihre Politik wird sie noch bejubelt und belohnt.
#18 am 21.08.2016 von Geli Mener (Gast)
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Geli Mener
Es heißt doch lt. Fr. Merkel "Wir schaffen das" - ? Sie selber wird es ja wohl nie treffen. :( Im Gegenteil, für ihre Poltik wird sie noch bejubelt und belohnt.
#17 am 21.08.2016 von Geli Mener (Gast)
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Gast
#16 am 20.08.2016 von Gast
  0
Ohne das hier geklärt wird wie eine einzelne Person einen bewusstlosen (Körpergewicht;Größe ?) ohne Muskeltonus, in was für ein Auto (vielleicht Smart ?) zerren soll ohne ihm weiteren Schaden zuzufügen, würde die Ausführungen des Autors bedeuten, keine Rettung bei Gefahrenlage für die Retter. Sollen dann Feuerwehrleute auch nicht retten wenn es brennt, weil zwar nicht Terroristen aber herabstürzende Gebäudeteile die eigene Gesundheit bedrohen ? Und was ist mit dem Ersthelfer der sich ja auch und zwar freiwillig in diese Situation begeben hat, der hat ja offensichtlich auch nicht erst an sich gedacht. Kurz ein nicht aussenden von Rettungskräften erscheint mir in keiner Lage gerechtfertigt. Bei Banküberfällen stehen die schließlich auch dabei fals jemand verletzt wird und da ist meist klar das die Täter bewaffnet und unberechenbar sind.
#15 am 19.08.2016 von Klaus Samer (Gesundheits- und Krankenpfleger)
  0
Es ist doch wie so oft : Plötzliche Ereignisse mit vielen Verletzten und/ oder (leider) auch Toten ereignen sich meist "wo anders", bis unser direktes Umfeld unmittelbar betroffen ist - der Regionalzug, die Bushaltestelle, das Volksfest, das Kino, die Schule, das Stammlokal ........... Plötzlich schrumpft die Welt auf unseren "persönlichen Mikrokosmos" zusammen mit einem Horrorszenario wie im Actionfilm, mit realer Angst, Panik, schreienden Menschen, einer ungeordnet scheinenden Geräuschkulisse, kurzum: Armaggedon is here. Zugegeben - ein wenig überspitzt. ... Aber wer sagt uns denn, das der nächste Anschlag, der nächste Amoklauf, der nächste Unfall das uns bisher bekannte nicht noch in den Schatten stellt? Allen Konzepten zum Trotz bleibt am Schluss wohl nur die individuell getroffene - und hoffentlich richtige - Einzelentscheidung.
#14 am 18.08.2016 von Uwe Kohlbrock (Rettungsassistent)
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München war Krieg, ist Krieg wird Krieg sein. Unglaublich ! Wie viele wären Ertrunken, hätte der Retter erstmal über die Lage und das persönliche Risiko reflektiert. Wie viele Retter würden noch leben, hätten sie vor dem "Lebensrettungsversuch" reflektiert. Wenn Schreibtischtäter "Verantwortung" übernehmen stirbt die "Humanität"!
#13 am 17.08.2016 von Horst Rieth (Biologe)
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Herr Bausch, damit Sie in Zukunft wissen, von was Sie reden bzw schreiben ! :"Der Massenanfall von Verletzten und Erkrankten (MANV)" Vielen Dank auch!
#12 am 17.08.2016 von Horst Rieth (Biologe)
  1
Gute Analyse und die richtigen Schlüsse gezogen. Im Nachhinein erscheint das Ganze wie ein Gespensterstück. Wenn sich diese Entwicklung des gegenseitigen Hochschaukelns von Medien, Verantwortlichen und Bevölkerung fortsetzt, sehen wir schlechten Zeiten entgegnen. Wie der Autor sagt: In der Ruhe liegt die Kraft.
#11 am 17.08.2016 von Frida Stern (Nichtmedizinische Berufe)
  1
Gast
Ich finde es sehr erfreulich, dass so viele Menschen hier das Ereignis in München richtig reflektieren. Es ist noch nicht das Kind in den Brunnen gefallen.
#10 am 17.08.2016 von Gast
  0
Mir drängt sich bei solchen Ereignissen immer der Eindruck auf, das auf jedes Einsatz- und Rettungsfahrzeug mindestens zwei kommen müssen, die einfach nur aus optischen Gründen dort stehen sollen, um Medien, Öffentlichkeit und Passanten zu beruhigen. Oftmals müssen aber auch erst die "Gaffer" abgedrängt werden, damit alle Rettungsmittel die Schwerstverletzten erreichen können. Es ist m. E. ein klares Versagen des Disponenten, der zumindest auf nachrückende Ersatzkräfte hätte hinweisen müssen. So war es z. B. in Dortmund beim Absturz eines Hubschraubers mit 17 Toten. Die Telefonzentralen der beiden Münchener Unikliniken, welche das bayrische Trauma-Netzwerk der Unfallchirurgen mit begründet haben und 10 OP-Teams mit 150 Mitarbeiter/-innen aus dem Boden stampften, haben doch auch nicht ihre Apparate abgeschaltet.Und die gesamte Patienten-Versorgung war ebenfalls nicht gefährdet. MfG
#9 am 17.08.2016 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  2
Gast
Wenn es möglich war, Polizeikräfte aus dem Raum Tegernsee nach München zu beordern (habe ich an dem Nachmittag selbst erlebt), hätte wohl auch ein Rettungswagen aus dem Großraum München für den Bewußtlosen organisiert werden können und müssen(!). Ich hoffe, dass der Bewußtlose rechtzeitig Hilfe bekommen hat und dieser Fall zum Anlass genommen wird, Rettungskonzepte zu überprüfen.
#8 am 17.08.2016 von Gast
  4
Ich bin der Meinung, dass dieses Ereignis von München, wenn es sich denn so ereignet hat, alle Länder der Bundesrepublick Deutschland zum Anlaß nehmen sollten, dass die Regelversorgung der Bevölkerung bei MANV, Großschadensereignissen, Terro und auch Amoklauf immer noch gewährleistet sein muß und dieses in allen Regionen nochmals kritisch nachgefragt werden muß und im Bedarfsfalle so anzupassen, dass eine Gewährleistung in solchen Notfällen für die Bevölkerung sichergestellt wird!! Der Fall in München tut mir leid ,ist ein Armutszeugnis für den Rettungsdienst !!
#7 am 17.08.2016 von Herr Wilfried Falk (Rettungssanitäter)
  9
@Marco Bausch Gebe ihnen da teilweise recht. Zunächst muss man wissen, dass Bayern nicht das bundesweit übliche Konzept der MTF (MedicalTaskForce) hat sondern mit verschiedenen Einsatzkontingenten, welche sich hauptsächlich auf die jeweiligen Regierungsbezirke beziehen, arbeitet. Da aber in München eben kein MANV-Fall bestand hat man diese Kontingente nicht alarmiert sondern nur die SEG in und um München (FFB, Dachau, Erding usw.) alarmiert um kurzfristig die Vorhaltung für den Fall weiterer verletzter zu erhöhen. Die Pat. vom OEZ waren ja durch den Regelrettungsdienst versorgt bevor die SEG überhaupt zum Einsatz kam. Von daher glaube ich, dass die Vorhaltung nicht das primäre Problem war, sondern das ganze einfach dem Umstand der Terrorangst und der Angst eines zweitschlages geschuldet war.
#6 am 17.08.2016 von Valentin Clemente (Rettungssanitäter)
  0
Flüchtiger Leser
Angst vor dem "Second Hit?". Muß die nicht auch ein zufällig Anwesender haben? Darf er dann andere Passanten bitten, ihm zu helfen?
#5 am 17.08.2016 von Flüchtiger Leser (Gast)
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Ich denke es muss möglich sein auch in solchen Lagen die Bevölkerung rettungsdienstlich zu versorgen. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit von Polizei u. Rettungsdienst notwendig. Andere Länder machen uns dies vor, man muss nur mal über den Tellerrand schauen. Und vor allem davon abgehen dem Rettungsdienstpersonal immer noch zu suggerieren nur in "sicheren Bereichen" zum Einsatz zu kommen. In solchen Lagen definiert der/die Täter den sicheren Bereich. Zieht man sich in solchen Lagen aus der notfallmedizinischen Versorgung aus dem betroffenen Bereich gänzlich zurück, hat das aus meiner Sicht schon etwas mit "im Stich lassen" zu tun.
#4 am 17.08.2016 von Jürgen Gollwitzer (Rettungsassistent)
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@Gaat: Ich denke das mit dem Auto ist irrelevant. Hab ich eins, Nehm ich das. Hab ich keins, Nehm ich ein Taxi. Entweder übernimmt die KV die Kosten der Fahrt und wenn nicht ist der Taxifahrer eh genauso wie ich zur Hilfestellung verpflichtet. Kann er sich dann also als Karma Punkte gut schreiben lassen.
#3 am 17.08.2016 von Dominik Boeddinghaus (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Gaat
Mir stellt sich die Frage, wie man als Privatperson (unerheblich ob Arzt, medizinisches Personal oder medizinischer Laie) eine bewußtlose Person zu einem Arzt in die Praxis oder ins Krankenhaus bekommt, wenn man kein Auto oder entsprechend Geld für ein Taxi dabei hat. Welche Maßnahmen muss und kann ich treffen, um später nicht wegen unterlassener Hilfeleistung dran zu sein? Betrifft sowohl Situationen im Stadtgebiet als auch im ländlichen Raum.
#2 am 17.08.2016 von Gaat (Gast)
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Marco Bausch
Vielen Dank für diese Reflektion! Beim darüber "brüten" fiel mir auf, dass die Leitstelle agierte wie bei einem MANV. Eine Großstadt bzw. ein Landkreis muss laut MANV-Konzept in der Lage sein, 50 Verletzte zu versorgen. Diese hat man im Wirkungsbereich des Amokläufers vermutet und daher die Rettungskräfte hier konzentriert - jedoch, wie ich aus den Berichten eben jener Presse vermuten muss, ohne die überörtlichen Hilfszüge / medical task forces nachrücken zu lassen. Dadurch entstand ein Vakuum, in das sich der Bewusstlose verfangen hat. Ich glaube genau wie Sie: Man hätte durchaus einen RTW aus dem Bereitstellungsraum abziehen können bzw. müssen. Die Regelversorgung darf nicht zusammenbrechen!
#1 am 15.08.2016 von Marco Bausch (Gast)
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