Parkinsons Gesetze: Keine Macht der Bürokratie

26.07.2016
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Das Parkinson'sche Gesetz lässt sich nutzen, um die eigene Produktivität als Führungskraft im Krankenhaus effektiv zu steigern.

Ich erledige viele Dinge oft erst kurz vor knapp, Sie auch?

Lange dachte ich, das hätte was mit schlechter Organisation zu tun, mit Faulheit oder damit, nicht wirklich motiviert zu sein.

Und so weiter.

Es ist nicht immer gut, Dinge spät anzugehen. Bei Vorträgen ist es zum Beispiel nicht gut. Die brauchen eine lange Vorbereitung, Recherche und üben, üben, üben. Wenn man die Vorbereitung einer Präsentation erst kurz vorher beginnt, dann kommt nichts Überzeugendes dabei heraus.

Bei vielen Routineaufgaben kann es dagegen sinnvoll sein, denn dann nutzt man das Parkinson’sche Gesetz zum eigenen Vorteil. Wenn man das Gesetz aber durchschaut, kann man es noch viel besser für die eigene Produktivität nutzen, auch ohne alles auf den letzten Drücker zu machen.

Cyril Northcote Parkinson, ein britischer Historiker und Soziologe beschrieb das Phänomen 1955 und benannte es augenzwinkernd auch gleich nach sich selbst. Unter anderem hatte er nachgewiesen, dass das Personal in Verwaltungen ständig zunahm, obwohl die zu erledigende Arbeit eher abnahm.

Was besagt das Parkinson’sche Gesetz?

Zusammengefasst bedeutet es, dass sich jede Arbeit genau in dem Maß ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.

Haben Sie 45 Minuten Zeit, Ihren E-Mail-Eingang bis „Inbox-Zero“ zu bearbeiten, dann dauert es auch genau 45 Minuten. Haben Sie dagegen nur 20 Minuten, dann geht es auch in dieser Zeit.

Nach meiner eigenen Erfahrung halten sich vor allem unangenehme Aufgaben mit beängstigender Zuverlässigkeit an dieses Gesetz. Je mehr Zeit man Ihnen widmet, desto länger braucht man dafür.

Wie kann man das Parkinon’sche Gesetz produktiv nutzen?

Wie können Sie diese Erkenntnis nutzen, um Arbeiten rascher zu erledigen und mehr Zeit für wichtige und interessante Dinge zu haben?

Den eigenen Kalender bewusst nutzen
Planen Sie in Ihrem Terminkalender lästige Routineaufgaben bewusst kurz vor andere „feste“ Termine. So zwingen Sie sich selbst, die Aufgabe bis dahin auch wirklich zu schaffen.


Timer stellen
Stellen Sie sich einen Timer und üben Sie sich in der Disziplin, es in der Zeit wirklich zu schaffen. Wenn Sie die Herausforderung suchen, können Sie sogar versuchen, diese Routinen in immer kürzerer Zeit zu schaffen. Nehmen Sie sich beispielsweise vor, die E-Mails jeden Tag in maximal 30 Minuten zu schaffen. Geht nicht? Das bestimmen Sie!

Immer ein Zeitlimit setzen
Gewöhnen Sie es sich an, für jede Aufgebe eine Frist zu setzen. Bis dahin muss die Aufgabe erledigt sein. Überlegen Sie sich also auch, wie viel Zeit sie ihr einräumen.

Das gilt auch für alle Aufgaben, die Sie delegieren!


Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, das Parkinson’sche Gesetz produktiv zu nutzen. Welche verwenden Sie?

Weitere Beiträge lesen im Blog auf StrebensWert.de.

Bildquelle (Außenseite): H. Michael Arrighi, flickr

Bildquelle: Istockphoto

Artikel letztmalig aktualisiert am 28.09.2016.

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Hallo Schwester Schwester Annette Latka, bezeichnend, dass wir das Thema gleich verbinden mit "schneller, besser, produktiver". Wenn wir für Routine-Aufgaben oder unangenehme Dinge weniger Zeit bräuchten, könnten wir auch statt mehr zu arbeiten endlich mal zeitiger fertig werden und mehr Freizeit genießen. Was wir mit der gewonnenen Zeit machen liegt doch bei uns, oder?
#3 am 29.07.2016 von Dr. Christopher Dedner (Arzt)
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Schön und gut, aber ein weiterer Weg zu schneller, besser, produktiver....sollten wir unsere Arbeitswelt nicht besser entschleunigen!!!???
#2 am 28.07.2016 von Schwester Annette Latka (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Ds stimmt alles! Ich werde vor allem für Zuarbeiter die Deadline so kurzfristig wie möglich setzen ;-) Denn lange Intervalle führen tatsächlich nicht zur rechtzeitigen Abgabe.
#1 am 28.07.2016 von Dr. med. Michael Stiel (Arzt)
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