PR: Schimmelbefall in der Wohnung

25.07.2016
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Er ist eine schleichende und oft unterschätzte Gefahr. Schimmel in Wohn- oder Bürobereichen. Nicht selten wird der Schimmelbefall erst bemerkt, wenn er sich bereits großflächig ausgebreitet hat, denn Schimmel besitzt seinen Ursprung in einer Art, die weder Tier noch Pflanze ist und die Dunkelheit liebt. Es ist der sogenannte Schimmelpilz, durchaus verwandt mit Champignon und Steinpilz, von denen der Mensch eigentlich nur die schmackhaften Fruchtkörper kennt. Der Pilz selbst befindet sich im Erdreich oder, beim Schimmelpilz im Baubereich, in Wänden, Decken und Böden.

Wie entsteht der Schimmel?

Die Sporen des Schimmels befinden sich überall in der Luft, wobei die Konzentration abhängig ist von den klimatischen Bedingungen. Der Schimmelpilz liebt es dunkel, ruhig und feucht. Finden Schimmelsporen Stellen, an denen diese Bedingungen vorherrschen, beginnen sie mit der Besiedlung und Vermehrung. Ein weiterer wichtiger Punkt zur Besiedlung ist das Vorhandensein von Nahrung, etwa die Zellulose in Tapeten oder Gipskartonplatten. Zur Not genügen aber auch Staub und Schmutz. Der hauptsächliche Faktor ist jedoch Feuchtigkeit und die ist gerade im modernen Bauwesen ein großes Problem. Heutige Gebäude sind aufgrund der strengen Auflagen bezüglich der Energieeinsparung sehr gut gegen Kälte, aber auch gegen die Außenluft abgeschirmt. Der früher durch Ritzen und Spalten ständig stattfindende Luftaustausch sorgte dafür, dass feuchte Innenluft abfließen konnte. In modernen Häusern muss dafür mittels entsprechender Technik nachgeholfen werden. Die künstlich eingerichteten Luftströmungen erreichen aber nicht unbedingt jeden Winkel des Hauses, sodass sich dort feuchte Zonen bilden können.

Aber auch ältere Bauten sind vor Schimmelpilz nicht gefeit. Dort können es beispielsweise sogenannte Kältebrücken sein, die in bestimmten Bereichen ein Mikroklima ermöglichen, das den Schimmelbewuchs fördert. Daher sollte bei jeder Wohnungsbesichtigung der entsprechende Makler oder Vermieter dahingehend befragt werden. Mehr zum Thema Immobilien finden Sie hier.

Welche gesundheitlichen Gefahren birgt der Schimmelpilz?

Wenn sich die Sporen des Schimmelpilzes einmal festgesetzt haben, vermehren sie sich und entlassen weitere Sporen in die Raumluft. Dadurch steigt die Konzentration an Schimmelsporen langsam aber stetig an. Nun sind die Sporen der Schimmelpilze keineswegs ungefährlich. Sie enthalten giftige Verbindungen, die Mykotoxine. Je höher die Raumluftkonzentration an Schimmelpilzsporen, desto größer die Gefahr einer Erkrankung. In erster Linie sind zunächst Allergiker und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem betroffen. Aber auch gesunde Menschen können betroffen sein und die Sporen können von sich aus Allergien auslösen. Folgende körperlichen Reaktionen können unter Umständen mit dem Befall der Raumluft durch Schimmelpilzsporen zusammenhängen:

• Atemnot
• Husten
• Fieber
• Gereizte Augen
• Hautreizungen
• Magen-Darm-Beschwerden
• Chronische Erschöpfung
• Muskelschmerzen
• Konzentrationsstörungen

Zu den gesundheitlichen Risiken durch Schimmelbefall bestehen verschiedene Studien. So wurde etwa nachgewiesen, dass bestimmte Schimmelpilzsporen das bei Kindern auftretende Asthma bronchiale auslösen können.

Welche Maßnahmen sollten vorsorglich getroffen werden

Im Baubereich oder im Spezialbereich der Baumykologie, die sich mit Schimmelbefall in und an Gebäuden befasst, werden zwei Bereiche unterschieden. Einmal der Schimmelbefall aufgrund baulicher Maßnahmen und der Schimmelbefall aufgrund falschen Verhaltens der Bewohner oder Nutzer eines Gebäudes oder einer Wohnung.

Handelt es sich um Fehler in der Konstruktion, können diese meist nur durch weitere bauliche Maßnahmen behoben werden. Natürlich kann im Vorfeld der Errichtung oder der Renovierung eines Gebäudes ein entsprechender Sachverständiger die Baupläne auf Schwachstellen überprüfen, um zu verhindern, dass ein für Schimmel geeignetes Mikroklima entsteht.

Die Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung können Schimmel durch richtiges Lüftungsverhalten an der Festsetzung und Ausbreitung hindern. Vor allem in den kalten Wintermonaten werden Gebäude oft falsch oder zu wenig belüftet. Als beste Maßnahme ist das Stoßlüften zu betrachten. Zwei oder dreimal pro Tag die Fenster für etwa 5 Minuten weit öffnen. Dabei wird während dieses Zeitraums die Heizung abgeschaltet oder am Thermostat herunter gedreht. Die Räume sollten ebenso nicht überheizt werden. Temperaturen von 2o bis 21 Grad sind völlig ausreichend. Nicht hilfreich hingegen sind Fenster, die sich ständig in der Kippstellung befinden. Das kostet nur Energie und bringt nichts.

Was tun, wenn der Schimmelbefall bereits eingesetzt hat?

Schimmel wirkt überwiegend im Verborgenen. Ist der Schimmel an der Wand bereits sichtbar, verbirgt sich der größere Teil in der Wand. Bei kleinen Schimmelflecken kann einerseits die Veränderung des oben beschriebenen Lüftungsverhaltens hilfreich sein und andrerseits ein einfaches Hausmittel. Mit einem Pinsel Brennspiritus auf die befallene Stelle streichen, trocknen lassen und die Prozedur noch einmal wiederholen.

Bei großflächigem Befall hilft nur noch der Fachmann, der die bereits bestehende Sporenkonzentration in der Luft messen kann und die Ursache für den Schimmelbefall findet.

Artikel letztmalig aktualisiert am 01.08.2016.

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