Gras

02.07.2016
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Einmal, vor 10 Jahren, war Herrn Gehrding ein Dachlukenbrett auf den Kopf gefallen. Dies hatte die Halswirbelsäule von Herrn Gehrding nicht sonderlich erfreut und es hatte sich ein chronisches Schmerzsyndrom entwickelt. Außerdem war er heute beim Mittagessen bewusstlos geworden und landete nun zur Abklärung bei mir auf der Station.

Schon am nächsten Tag trafen wir auf seine Frau und die erwachsene Tochter, die sich nun aber lieber über die Schmerzen im Nacken unterhalten wollten.


„Also“, sagte die Tochter, sie verstünde nicht, warum der Vater denn nicht Cannabis haben könne. Das wäre doch jetzt neu, in den Medien oft erwähnt und solle gut gegen Schmerzen helfen.

„Hmhm“, sagte mein Oberarzt. Mit Herrn und Frau Gehrding, beides bodenständige Rentner, schien diese Frage nicht abgesprochen zu sein. 
„Es gibt zwar diese Dronabinol-Kapseln, aber ob ...“

Die Tochter unterbrach uns hier: Das sei ja eher synthetisch. Und überhaupt so eine Kapsel... Dem stünde sie misstrauisch gegenüber, wenn dann solle ja auch das natürliche Produkt verwendet werden und ob das nicht was für den Vater ...?

 

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„Hm, Herr Gehrding, rauchen sie denn? Oder haben sie mal geraucht?“ - „Nein“, sagte Herr Gehrding höflich und sah verwirrt aus, weshalb wir auch bald unauffällig aus dem Zimmer flüchteten.

 

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Bildquelle: Privatbild Zorgcooperations

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.07.2016.

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Medizin, Innere Medizin
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zu #5 -> Das ist das selbe mit Opium und Tramadol. Wo Tramadol völlig wirkungslos bleibt, hat eine winzige Menge Opium den nötigen Effekt. Nicht in Deutschland ausprobieren :), die Wirkung Opium vs. Tramadol habe ich in Indien bei einem Unfallopfer miterlebt.
#6 am 04.02.2017 von Nicole Josan (Heilpraktikerin)
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Gast
Neben der raucherei bleibt noch die vaporisation.... Leider ist sehr wenig Fachwissen über die medizinische Verwendung von Cannabis in den deutschsprachigen Ländern vorhanden. Versuchen Sie mal als Patient einen Arzt zu finden der weiß wie man eine Ausnahmegenehmigng beantragt. Noch schwieriger wird es einen Arzt zu finden der wirklich weiß wie man Cannabis als Medizin anwendet. Dronabinol z.B. - also das Halbsynthetisch isolierte THC als Monosubstanz - wirkt bei vielen eeschwerden nicht - wo Cannabisblüten bei vielen Patienten aber helfen. Auch das CBD ist als medizinische Substant ist nicht ausser Acht zulassen Interessant hierzu: http://news.doccheck.com/de/blog/post/3959-die-gruene-liste-welche-medizinalhanf-sorten-sind-in-deutschland-verfuegbar-und-wie-unterscheiden-sie-sich/ sowie: http://news.doccheck.com/de/blog/post/3873-cannabinoidforscher-dr-ethan-russo-unterscheiden-sich-cannabissorten/ Es wird Zeit das sich mehr Ärzte mit dem Thema Cannabis auseinander Setzen
#5 am 11.07.2016 von Gast
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Gast
Warum, Herr Dr. Schätzler, enthalten Ihre Kommentare so gut wie immer englische " Sprüche " ?
#4 am 09.07.2016 von Gast
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nach Israel fahren , ein bißchen Urlaub machen o. sich Oel besorgen . u. dann Herrn Gröhe zumindest für einpaar Testtage einen netten Onkel seien lassen
#3 am 09.07.2016 von dr. med.dent. Wolfgang Stute (Zahnarzt)
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Gast
Herrlich...:-D
#2 am 04.07.2016 von Gast
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Na klar, die Tochter will den Stoff selber biologisch-dynamisch anbauen und dann genussvoll mit ihrem Vater rauchen. Nach dem Motto "don't criminalize, legalize it!" - und im Nu sind alle ganz schlimme Schmerz-Patienten. Dass Dronabinol bereits als Medikament zu Verfügung steht, nur noch GKV-erstattungsfähig werden muss; ich habe es schon mehrfach Tumorpatienten verordnet: Vgl. http://news.doccheck.com/de/blog/post/2115-cannabis-mit-medizinischem-biss/
#1 am 03.07.2016 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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