Ideologischer Eifer

02.07.2016
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Vegetarisch, vegan, Frutarismus, glutenfrei, Low Carb, Paläo, Clean Eating, Rohkost, intuitives Essen, Superfood oder Ayurveda. Die Fülle der angeblich gesunden Ernährungsformen ist unüberschaubar, und die Anhänger vertreten ihre Art der Nahrung mit fundamentalistischer Überzeugung. Was steckt dahinter?

Essen ist die neue Religion.

Wer sich „richtig“ ernährt, dem winken Schlankheit, Fitness, Schönheit, ein langes Leben mit ewiger Jugendlichkeit und Gesundheit. Übergewichtig sein ist nicht nur hässlich, sondern auch ungesund. Essen gegen Krebs. Idealgewichtig, fit und leistungsfähig bis ins Grab ist dagegen das anerkannte Ziel. Daher akzeptieren viele in ihrem Drang nach Selbstoptimierung die Askese als soziales Ideal: Man quält sich nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch auf dem Esstisch.

Geißelten sich im Mittelalter die Mönche für ihr Seelenheil mit Peitschen und fasteten, so läuft man heutzutage für seinen Körper Marathons und verzichtet beim Essen auf angeblich Ungesundes. Anders als früher erwartet einen jedoch die Belohnung nicht erst im Jenseits, sondern im Jetzt und Hier.

Aber was ist eigentlich die richtige Ernährung?

Auf den Markt der gesunden Lebensweisen wimmelt es nur so von (pseudo-)wissenschaftlichen Ratgebern und Empfehlungen. Dies kann nicht nur verwirren, sondern auch Ängste schüren: Weizen macht dumm, Zucker süchtig, Milch krank und rotes Fleisch verursacht Darmkrebs, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Frage drei – teils selbsternannte – Experten zu diesem Thema und du erhältst fünf unterschiedliche Meinungen.

In einer Mischung aus Panikmache, mehr oder weniger fundierten medizinischen Erkenntnissen und Marketing werden als Auswege aus der angeblich modernen Fehlernährung die verschiedensten Konzepte angeboten, die sich vor allem durch eines auszeichnen, nämlich den absoluten Verzicht auf bestimmte Nahrungsprodukte. Streichen Vegetarier Fleisch und Fisch von ihrer Speiseliste, sind es bei Veganer gleich sämtliche Lebensmittel tierischen Ursprungs, bei der Paläo-Diät Getreide- und Milchprodukte und bei Clean Food – getreu der Devise „fertig ist schlecht, frisch zubereitet ist gut“– industriell verarbeite Nahrungsmittel, und schließlich gibt es auch noch glutenfrei oder lactosefrei.

Die Gurus oder Propheten dieser Bewegungen sind dann Köche wie Nico Richter oder Attila Hildmann, die sich wie spirituelle Führer darstellen und die angebliche Wirksamkeit ihrer Lehren mit der wundersamen Transformation belegen, die sie im Selbstversuch mit der von ihnen propagierten Kostform erlebt haben. Umstände oder ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse, die nicht in ihr Konzept passen, oder gar Risiken werden konsequent ausgeblendet oder negiert, Kritik nicht zugelassen. Und dass man als angenehmen Nebeneffekt seiner missionarischen Bemühungen um das gesundheitliche Wohl der Menschheit reich und prominent wird und einen Porsche mit Ledersitzen fährt, passt vielleicht nicht ganz ins ethische Weltbild, da so ein Auto weder umweltfreundlich noch vegan ist, wird aber achselzuckend hingenommen.

Unqualifizierte Gurus?

Dass beispielsweise Veganismus und Paläo zwei Nahrungstrategien sind, die bei gleichem Ziel (nämlich gesünder sowie geistig und körperlich fitter zu sein) kaum gegensätzlicher sein könnten, macht es für den Verbraucher nicht gerade einfacher: Während Veganer Fleisch aus ethischen und gesundheitlichen Gründen verteufeln, wird bei der Steinzeitkost zu viel Fleisch geraten.

Dabei verteidigen die jeweiligen Jünger ihre Kostformen mit geradezu fundamentalistischem Eifer. Ihre Führer sind bei den Essern als Autoritäten anerkannt, ohne dass diese einschlägig vor- oder ausgebildet sind. Attila Hildmann ist ursprünglich weder Koch, noch Ernährungswissenschaftler, sondern Physiker. Nico Richter ist Wirtschaftsingenieur.

Nicht dass irgendjemand verlässlich wüsste, wie die Ernährung zur Steinzeit ausgesehen hat. Alles Spekulation. Aber Paläo führt letztlich zu einer sehr proteinreichen Kost, die nach Ansicht anderer Ökotrophologen langfristig zu einer Störung des Säure-Basen-Haushalts führen kann und das Risiko erhöhen soll, an Osteoporose zu erkranken. Eine Studie ergab zudem ein steigendes Risiko für Diabetes mellitus und rheumatische Erkrankungen.

Wer sich vegan ernährt, muss auf jeden Fall sehr gut Bescheid wissen und seinen Speiseplan dementsprechend minutiös gestalten, um keine Mangelerscheinungen zu entwickeln. Oft geht es nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel, was dem Konzept einer angeblich „natürlichen“ Ernährung widerspricht.

Doch wer Kritik übt, hat einfach keine Ahnung und wird mit einem wahren Shitstorm belegt. Risiko einer Mangelernährung durch eine falsche Kostform? Vielleicht evidence based. Doch wie heißt es schon bei Christian Morgenstern: „nicht sein kann, was nicht sein darf“.

Dabei sind beispielsweise die wenigsten der angeblich gesundheitsfördernden Wirkungen von Superfood wissenschaftlich belegbar, zumindest nicht beim Menschen und bei Zufuhr in normalen Essensrationen.

Bei Menschen ohne echte Glutenunverträglichkeit im Sinne einer Zöliakie gibt es keinen nachweisbaren gesundheitlichen Nutzen durch eine glutenfreie Diät. Gluten ist weder toxisch noch müssten Angehörige von Zöliakie-Patienten oder Personen mit einem Risiko für die Erkrankung zwingend so ernährt werden. Dafür kann eine prophylaktische glutenfreie Ernährung zu Nährstoffdefiziten beitragen und die Diagnosestellung einer echten Zöliakie verzögern. 

Trotzdem mischt die Industrie kräftig mit, schließlich kann man gutgläubigen Verbrauchern das Geld aus der Tasche ziehen.

Die Regale der Supermärkte quellen inzwischen über mit vegetarischen und veganen Lebensmitteln und Fleischersatzprodukten, welche eines sicherlich nicht sind, nämlich Clean Eating. Und obwohl in Deutschland nur geschätzte 15 Prozent der Bevölkerung an einer Lactoseintoleranz und nur 1:500 an einer Glutenunverträglichkeit leiden, boomt der Markt mit lactose- oder glutenfreien Produkten. Chiasamen und anderes sogenanntes Superfood gibt es mittlerweile auch im Drogeriemarkt zu kaufen.

Die unbedingte Bereitschaft der Konsumenten, ernährungstechnisch das Richtige zu tun, kombiniert mit der Unsicherheit darüber, was denn nun das Richtige ist, bildet den idealen Nährboden für diese Ernährungsdoktrinen.

Essen als Religionsersatz

Während die Kirchen leerer werden, hat der um sich greifende Ernährungsradikalismus religiöse Aspekte: Der perfekte Körper ist der neue Gott. Das Trainingsarmband und die App registrieren jeden Schritt und jede Kalorie. Es darf nicht gesündigt werden. Fleisch ist in den Augen von Vegetariern Mord und somit Sünde. Das hat durchaus theologische Tradition: Schon im Garten Eden hatte der Sündenfall von Adam und Eva etwas mit Essen zu tun. In vielen Glaubensgemeinschaften gibt es Essenstabus. Und wie in den großen Religionen versucht man die Ungläubigen zu missionieren.

Für das nutritive Seelenheil wird auf Rausch oder Genuss und die Gemeinschaft mit Andersessern verzichtet. Im normalen Restaurant gibt es vegetarische Gerichte auf der Karte, was selbstverständlich auch erwartet wird, im veganen aber keine Fleisch- oder Fischgerichte. Da ist man dogmatisch und intolerant.

Konsequenterweise wird Essen nur dann als „gute Nahrung“ betrachtet, wenn ihm bestimmte Inhaltsstoffe entzogen sind: Laktose, Gluten, Fett, Zucker oder Zusatzstoffe oder eben Getreide oder tierische Produkte. Seit ganze Lebensmittelgruppen als ungesund gelten, hat sich auch bei Menschen ohne Lebensmittelunverträglichkeiten das Gefühl festgesetzt, dass es je weniger enthalten ist, umso besser für den Konsumenten sein muss. Das Mittagessen muss nicht nur satt machen und die benötigten Nährstoffe liefern, es muss gleichzeitig auch eine heilsame Wirkung haben. Superfood eben, man muss nur daran glauben.

An diesen Heilversprechungen verdienen dann viele, teilweise mit Produkten, die trotz eines hohen Preises eine schlechte Qualität haben oder sogar Schadstoffe enthalten, wie Untersuchungen von Ökotest gezeigt haben. Was hingegen häufiger auf der Strecke bleibt, sind der Genuss und die Freude am Essen. Man zwingt Dinge in sich hinein, die einem eigentlich nicht wirklich schmecken, aber gut für einen sein sollen. Doch wie schon eine alte Weisheit sagt: Medizin hilft bekanntlich nur, wenn sie bitter ist.

Epidemie des schlechten Gewissens

Diese Rezepte führen jedoch längst nicht immer zum versprochenen körperlichen Wohlbefinden. Im Gegenteil: Nicht jeder Mensch verträgt Rohkost oder Vollkornprodukte, Allergien auf Sojoprodukte sind im Vormarsch, Superfood Goji-Beeren können mit Antikoagulantien Wechselwirkungen haben. Aber in unserer modernen, übersättigten Wohlstandsgesellschaft grassiert eine Epidemie des schlechten Gewissens. Bei genauem Nachfragen sind dann aber die ethischen Bedenken und die Sorgen um die Umwelt genauso groß wie die Sorge um die eigene Gesundheit und der Wunsch nach körperlichem und seelischem Heil. Wer ums Überleben kämpft, wie viele Menschen in ärmeren Teilen der Welt, der macht sich keine Gedanken um solche Regeln; der möchte einfach etwas Nahrhaftes auf den Teller bringen, das das nackte Überleben sichert.

Vielleicht sollten wir einfach weniger streng mit uns sein, sondern statt dessen mit guten Freunden eine Portion Spaghetti Carbonara essen, welche weder Low Carb, noch fettreduziert, nicht Paläo oder vegetarisch sind, auch nicht zur Rohkost gehören, und kein Superfood enthalten, aber verdammt gut schmecken, und dazu einen leckeren Rotwein trinken. Mit Genuss und ohne Reue und in dem Bewusstsein, wie gut es uns eigentlich geht! (Das ist übrigens ein mediterranes Gericht, was ja angeblich auch besonders gesund sein soll.)

Food for thought...

 

Bildquelle: Henri Brispot: Gourmand (Öl auf Leinwand) / Wikipedia

Artikel letztmalig aktualisiert am 06.07.2016.

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Gast
Frage mich ohnehin wie man sich ständig mit der "richtigen" Ernährung beschäftigen kann. Man hat doch so schon genug zu tun. Sicherlich sollte man sich ausgewogen ernähren, aber die Entwicklung, die heute zu verzeichnen ist, erscheint m.E. schon fast krankhaft. Ich esse einfach das, wonach mein Körper verlangt und wie man sieht lebe ich noch bzw. habe noch keine ernsthaften Erkrankungen davongetragen oder bin übergewichtig, obwohl ich Fleisch esse, obwohl ich nicht glutenfrei lebe und obwohl ich nicht 5 mal die Woche mich im Fitnessstudio zu Tode quäle. In dieser Gesellschaft wird exzessiv nach Idealen gesucht und sich danach gerichtet. Aber mir kann niemand erzählen, dass dies dann ein gesundes Verhalten an den Tag legt oder glücklich macht.
#56 am 04.08.2016 von Gast
  0
Gast
Bei der Auswahl bestimmter Ernährungsformen geht es mitunter nicht nur um den Wunsch nach gesunden Lebensmitteln, den man sich auch ganz privat erfüllen könnte, sondern um Selbstdarstellung und um eine Individualisierungsstrategie.
#55 am 26.07.2016 von Gast
  0
Gast
Im Food Report 2016 des Frankfurter Thinktanks Zukunftsinstitut heißt es: „Food, also die Art, wie wir uns ernähren, was wir wann essen, wo wir was essen, mit wem wir uns wo treffen, sagt mehr über uns aus als die Kleider, die wir tragen. Damit erhöht sich Food vom Lebensmittel zum Stilmittel. Es wird Ausdruck einer Ideenfindung über sich selbst.“
#54 am 26.07.2016 von Gast
  0
Gast
Der Wunsch, sich gesund zu ernähren, kann sich eben zur manifesten Essstörung entwickeln, für die es auch einen Fachausdruck gibt: Orthorexie.
#53 am 25.07.2016 von Gast
  0
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Die Menge macht`s. Man kann alles essen, sofern man nichts davon wahllos in sich hineinschauffelt.
#52 am 13.07.2016 von Elke Heidschmidt (Altenpflegerin)
  0
Die wenigsten Menschen wissen, dass das Hauptproblem der Ernährung die mangelnde Lebensmittelqualität ist. Die Böden werden fehlbewirtschaftet und aus den maximalen Ertrag getrimmt. Was dabei rauskommt ist Wasser, Herbizide, Nitrate und etwas Cellstoff (Gemüse). Versucht man jedoch, auf die Lebensmitelqualität zu achten, ist es praktisch ohne Bedeutung, nach welchem System man sich ernährt! Extrem einseitige Lebensmittelwahl jedoch ausgeschlossen. Liebe Kollegen, wenn Sie ganzheitlich arbeiten und etwas mit Minerallstoffwechsel, Aminosäuren- und Fettsäurenstoffwechsel anfangen können, was heute unter der orthomolekularen Medizin beschrieben ist, empfehlen Sie Ihren Patienten, vorwiegend demeter, Bioland und Naturland Lebensmittel zu kaufen, die Erfolge sind nicht schnell, aber eindeutig und labortechnisch messbar! Spaghetti Carbonara vom demeter Bauer mit einem spritzmittelfreien Wein schmecken übrigens richtig gut.
#51 am 08.07.2016 von Dr. med. Elena Habersetzer (Ärztin)
  3
Ich würde den Punkt von Dr. Graf noch gerne dazu zählen… etwas mehr Individualismus wäre schön (aber das wird dann leider wieder nicht über die gerne, wie als Schild genutzten, Studien abgesichert… sry, da spricht wieder der Heilpraktiker / Sportwissenschaftler / Osteopath in mir – So, nun darf mich jeder in eine Schublade stecken ;). Schade ist, dass diesen Unterton wieder kein „Kommentator“ erkannt, bemerkt oder dank einem „Scholl´schen Gehirnschluckauf“ unterdrückt hat. Alle die ihn bemerkt haben halten sich natürlich wieder bedeckt und wollen (was ich verstehen kann!) nicht in diese „Pöbeleien“ mit einsteigen... Leider die typisch deutsche „Kommentierkultur“ – anzutreffen bei Facebook, in Bild-, Pegida-, AFD- Foren und nun auch bei DocCheck-News. In diesem Sinne, etwas entspannter meine Herren (v.a. Schätzler und Henrich ).
#50 am 08.07.2016 von Björn Lührmann (Heilpraktiker)
  1
Aber ganz im Ernst, wer verlangt denn das in diesem Kontext. Sucht lieber in den Studien, Positionspapieren oder Einzelfallberichten – die dieses Kriterium für sich beanspruchen möchten – nach den benannten Kriterien. Was ich viel interessanter Finde ist der Unterton, der vor allem zwischen den Zeilen und in dem Abschlussabsatz zum Vorschein kommt. Etwas weniger Dogmatismus und vielleicht auch mal wieder zwei Schritte zurück gehen und den Blick auf andere Dinge werfen. Lebensmittel – QUALITÄT, Genuss (Spaß! am Essen und Zeit! dabei lassen) und nicht zuletzt Geselligkeit (andere – etwas entspanntere – Kulturkreise machen es uns vor, auch wenn das vielleicht nicht zur „deutschen“ Hochleistungsgesellschaft passt). --------- Fortsetzung folgt ------------------
#49 am 08.07.2016 von Björn Lührmann (Heilpraktiker)
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Gast
Was ein schöner Morgen. Die Vögel zwitschern, die Sonne strahlt, ich sitze mit einem Tee (Oha, macht mich das jetzt schon angreifbar und lande ich jetzt schon in einer Schublade? – Ich hoffe nicht) vor dem Computer und man sieht sich wieder mal an vielen Ecken bestätigt. Leben und leben lassen ist viel zu oft keine Option für so viele Menschen. Vor allem nicht, wenn jemand mal etwas gegen die eigenen Meinungen oder Ansichten (sry, aber mehr als Meinungen und Ansichten bietet hier keiner) sagt. Ganz grundsätzlich – meiner bescheidenen Meinung nach – einer der etwas besseren Artikel hier (bitte auch jetzt noch nicht in das „Team des Autor, Dr. Schätzler oder sonst wem stecken). Sicher, der Artikel ist weder in Gänze gut recherchiert, noch differenziert oder gar objektiv. --------- Fortsetzung folgt ------------------
#48 am 08.07.2016 (editiert) von Gast
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@44-46: Zunächst herzlichen Glückwunsch für Ihrer erfreuliche Entwicklung. SIe bestätigen mit Ihrer persönlchen Geschichte genau das, was ich in meinem Kommentar #16 angeführt habe: Ernährung ist immer eine sehr individuelle Angelegenheit, die auch viel eigenes "trial and error" erfordert. Sie haben das mit Ihrem Weg sehr schön ausgeführt. Aber ich glaube, SIe würden jetzt nicht so weit gehen, zu behaupten, dass Paläo (was ja auch in vielen Variationen inklusive veganer SPielart existiert) das "non plus ultra" für alle ist. Sie schreiben (#46) ja auch "...nicht ausschließlich Trend oder Religion.." - völlig meine Meinung. Aber es gibt eben auch diese Dogmatiker, die wenig tolerant für andere Philosophien sind. und die hat der Autor Urodoc doch sehr treffend "aufs Korn genommen".
#47 am 07.07.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  8
Gast
Seriously, man darf dahinter nicht ausschließlich Trend oder Religion vermuten. Manche haben auf Basis von reell existierender Unverträglichkeit oder Allergie keine andere Wahl. Und viele tun es, grade bei der veganen Ernährung, aus ethisch-moralischen und ökologischen Aspekten heraus - was in obigem Artikel leider doch recht vernachlässigt wurde.
#46 am 07.07.2016 von Gast
  3
Gast
traute mich nichts mehr richtig zu essen und meine Werte blieben schlecht. Dann las ich hier bei Doc Chec News einen Artikel über Paleo-Ernährung und die Verbesserung der Blutfettwerte bei Frauen in den Wechseljahren. Also habe ich es probiert: innerhalb von 3 Monaten waren alle Blutfettwerte im grünen Bereich, habe ich 5 kg abgenommen und fühle mich gut wie nie. Mein Hausarzt war sprachlos, meinte, so etwas hätte er noch nicht erlebt und ich soll mich weiterhin so ernähren. Ich vermisse nichts. Ich meide Getreideprodukte, Süßes außer Honig und Ahornsirup, Hülsenfrüchte und jeglich Art von Fertiggerichten. Milchprodukte nehme ich deutlich reduziert zu mir. Ich vertrage mittlerweile Rohkost und kann bis jetzt keinerlei negativen Auswirkungen feststellen. Ich werde erst einmal dabei bleiben, denn bis jetzt hat diese Ernährungsform mich wieder gesund und lebensfroh gemacht.
#45 am 07.07.2016 von Gast
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Gast
Als direkt Betroffene möchte ich nun doch etwas sagen. Zu meiner Person: weiblich, 53 J.. Bis zu meinem 50. Lebensjahr lief bei mir alles gut. Ich habe alles gegessen, allerdings schon lange bio und hatte nie Probleme. Bei der jährlichen Routinekontrolle stellte sich heraus, dass sich meine Blutfettwerte drastisch verschlechert hatten. Alle Fettwerte lagen deutlich außerhalb jeglicher Toleranz. Nur mein HDL-Wert war gut. Also habe ich begonnen auf meine Ernährung zu achten. Fettarm gegessen. Weniger gegessen. Versucht vegetarisch zu leben. Nichts hat etwas gebracht. Die Werte wurden noch schlechter: Cholesterin bei 350, Triglyceride bei 250, LDL bei fast 300 und ich habe immer mehr an Gewicht zugenommen. Alle anderen Werte waren gut. Kein Diabetes, kein Bluthochdruck. Zunächst meinte mein Hausarzt noch das sei der Stress, ich solle mir keine Sorgen machen, aber nach mehr als 3 Jahren machte ich mir doch Sorgen. Mittlerweile hatte ich mehr als 6kg Übergewicht,
#44 am 07.07.2016 von Gast
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Aussagen zum Welthunger und zum Veganismus: Die britische Zeitschrift „The Guardian“ erklärte schon im Jahr 2002: „Es erscheint jetzt offensichtlich, dass eine vegane Ernährung die einzige ethische Antwort auf das weltweit dringlichste Problem sozialer Ungerechtigkeit (Welthunger) ist.“ Nach Angaben von Dr. W. Bello, Direktor des „Institute for Food and Development Policy“, „... gibt es genug Nahrung auf der Welt für alle. Aber tragischerweise wird ein Grossteil der Nahrung und Fläche der Welt dazu benutzt, Rinder und andere Nutztiere zu erzeugen – also Nahrung für die Reichen – während Millionen Kinder und Erwachsene an Fehl- und Unterernährung leiden.“ Die Aussage des „WorldWatch Institute“ ist eindeutig: „Fleischverzehr ist ein ineffizienter Nutzen des Getreides – das Getreide wird effizienter genutzt, wenn die Menschen es verzehren. Ein ständiges Ansteigen der Fleischerträge hängt davon ab, ob Tieren Getreide gefüttert wird, was zu einem Konkurrenzkampf um Getreide zwischen der zunehmenden Zahl an Fleischessern und den Armen dieser Welt führt.“ Der bereits vorher erwähnte Dr. W. Bello, Direktor des „Institute for Food and Development Policy“, betont, dass das Züchten von Tieren für Fleisch eine Ressourcenverschwendung ist: „… Fast-Food Ernährung und die Gewohnheit des Fleischverzehrs unter den Reichen auf dem Planeten unterstützen ein globales Nahrungssystem, das Nahrungsmittelressourcen von den Hungernden abzieht.“ Philip Wollen ist der ehemalige Vizepräsident der Citibank, der im Alter von 34 Jahren vom australischen Magazin für Wirtschaft in die Top-40-Liste der einflussreichsten Führungskräfte aufgenommen wurde. Mit 40 Jahren änderte er sein Leben völlig, weil er seinen Beitrag gegen die Verbrechen an Tieren, Menschen und Umwelt leisten wollte: „Wenn ich um die Welt reise, sehe ich, wie arme Länder ihr Getreide an den Westen verkaufen, während ihre eigenen Kinder in ihren Armen verhungern. Und der Westen verfüttert dieses Getreide an ihre ‚Nutztiere‘. Nur damit wir ein Steak essen können? Bin ich denn der einzige, der sieht, dass das ein Verbrechen ist? Glauben Sie mir, jedes Stück Fleisch, das wir essen, ist ein Schlag in das verweinte Gesicht eines hungrigen Kindes. Wenn ich diesem Kind in die Augen blicke, wie kann ich dann noch schweigen? Die Erde kann genug Nahrung produzieren, um die Bedürfnisse aller Menschen, nicht jedoch die Gier aller Menschen zu befriedigen.“ Zwei Zitate von Jean Ziegler, ehemaliger Schweizer Nationalrat und UNO-Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung: „Die weltweite Getreideernte ist rund 2 Milliarden Tonnen pro Jahr. Über etwa 500 Millionen Tonnen werden dem Vieh der reichen Nationen verfüttert – während in den 122 Ländern der Dritten Welt pro Tag nach UNO-Statistik 43.000 Kinder an Hunger sterben. Diesen fürchterlichen Massenmord will ich nicht mehr mitmachen: kein Fleisch zu essen ist ein minimaler Anfang.“ „Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“
#43 am 07.07.2016 von Dr. med. Ernst Walter Henrich (Arzt)
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@ Schätzler : Zur AND: Die Nähe der AND zur Nahrungsmittelindustrie ist unbestritten. Das ist leider bei jeder grossen Ernährungsgesellschaft so. Umso erstaunlicher, dass die AND die vegane Ernährung trotz der milliardenschweren Tierindustrie und deren Widerstand befürwortet. Zum Welthunger: Ihre Aussagen zum Welthunger zeugen von grandiosen Wissenslücken. Denn 80 % der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produzieren, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird. [Kommentar wurde von der Redaktion gekürzt]
#42 am 07.07.2016 (editiert) von Dr. med. Ernst Walter Henrich (Arzt)
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@ Dr. med. E. W. Henrich: Es ist, wie Sie selbst fragen, "ideologischer Eifer", wenn man durch eine vegane Lebensweise grundlegende Missstände dieser Welt korrigieren möchte". "Ihre" AND, wie ich belege, hat sich seit 2009 wesentlich Nahrungsmittel-industrienäher geoutet. Ihre unlogische Aussage, "dass täglich ca. 6.000 - 43.000 Kinder an Hunger sterben" ist ein Totschlagargument zur desolaten wirtschaftspolitischen Lage in der 3. Welt: Hat nichts mit Fleisch-/Ovo-/Lacto-Konsum zu tun. Sondern mit ökonomischer Benachteiligung der 2. und 3. Welt durch Industrienationen. Schon Verzicht auf Mondlandung, Wettrüsten, Atomwaffen hätte die ganze Welt vor Hunger, Not und Armut gerettet. [Kommentar wurde von der Redaktion gekürzt] MfG
#41 am 07.07.2016 (editiert) von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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Ärztin
@ Gast Nr. 36: Vielen Dank für ihren Kommentar, Sie treffen meiner Ansicht nach den Nagel auf den Kopf. Solange der Teilaspekt "schlank und sportlich" nicht so einseitig exzessiv ausgereizt wird dass die Gesundheit darunter leidet. Ich denke das ist auch einer der Gründe für diese heftige Diskussion und dafür dass manche diese Ernährungsweisen als "obskur" bezeichnet werden: Es gibt nun einmal vereinzelt Anwender die in eine einseitige, zwanghafte und ungesunde Fehlernährung rutschen und dann natürlich auch jene, denen das nicht passiert. Wenn jemand sagt: ich bin Vegetarier, dann heisst das nicht immer das gleiche. Für manche bedeutet das "alles ausser Fleisch" für andere bedeutet das "jeden Tag Mehlspeisen" weil es in der Kantine nichts anderes für Vegetarier gibt... Bei jeder Ernährungsform kann man vieles falsch machen wenn sie zu einseitig ist, mir begegnen auch jeden Tag Omnivoren die an Eisen-, Vitamin B12- oder Folsäuremangel leiden... da hat so mancher Veganer bessere Werte
#40 am 07.07.2016 von Ärztin (Gast)
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Gast
@#39 Anonymer Gast. welche "obskuren Ernährungsweisen" meinen Sie? Im Text steht:" Konsequenterweise wird Essen nur dann als „gute Nahrung“ betrachtet, wenn ihm bestimmte Inhaltsstoffe entzogen sind: Laktose, Gluten, Fett, Zucker oder Zusatzstoffe oder eben Getreide oder tierische Produkte. Seit ganze Lebensmittelgruppen als ungesund gelten...". Hier wird auf ein verbindendes Merkmal - Ausschluß bestimter Inhaltsstoffe, die als ungesund gelten, hingewisen. Da gehört der Veganismus dazu. Woran machen Sie fest, ob eine Ernährungsweise "obskur" ist oder nicht? Herr Dr. Hernrich scheint ja zudem auch die omnivore Ernährung als "obskur" zu bewerten.
#39 am 07.07.2016 von Gast
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Gast
@#37 Anonymer Gast, es ging auch um Veganismus und er wurde mit obskuren Ernährungsweisen in einen Topf geworfen.
#38 am 07.07.2016 von Gast
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Robert Steming
Ebensowenig wie jeder Christ strenggläubig und jeder Moslem Islamist ist, sind alle Veganer Ernährungsfundamentalisten. Doch die Diskussion hier zeigt, dass es solche Radikalen eben gibt, die dann auch in der Fußgängerzone Andersessern mit ihren Pamphleten Wachturm gleich auflauern, um sie zu missionieren.
#37 am 06.07.2016 von Robert Steming (Gast)
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Gast
@ Dr. Henrich: Was Ihnen entgangen zu sein scheint, ist der Umstand, dass es in diesem Artikel gar nicht primär um Veganismus im Speziellen, sondern um die verschiedensten Ernährungstrends im Allgemeinen geht, von denen Vegan nur einer ist. Aber auf diese, aus Ihrer dogmatischen Sicht wahrscheinlich sowieso falschen Konzepte gehen Sie mit keinem Wort ein.
#36 am 06.07.2016 von Gast
  20
Gast
Der Erfolg gibt den Menschen recht. Gesunde, schlanke, sportliche Leute essen für sich anscheinend das Richtige. Übergewichtige Leute ggf. mit Herz- Kreislauferkrankungen und/ oder Diabetes sollten ihre Ernährung überdenken. Daraus eine Religion zu machen ist genauso verkehrt wie undifferenziert alles in sich hineinzustopfen ohne Rücksicht auf negative Konsequenzen. Jeder muss seinen Weg finden ohne Ideologie. Oft reicht es, sein Gehirn einzuschalten.
#35 am 06.07.2016 von Gast
  3
Es ist schon erstaunlich, dass ein solcher unwissenschaftlicher und polemischer Artikel in einem Medizinportal erscheint. Ist es wirklich ein "ideologischer Eifer", wenn man durch eine vegane Lebensweise grundlegende Missstände dieser Welt korrigieren möchte? Was der Schreiber dieses Artikels nicht, ... dass der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern für mindestens 51% der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist und somit den Klimawandel und damit die Existenzgrundlagen nachfolgender Generationen zerstört? http://www.worldwatch.org/files/pdf/Livestock%20and%20Climate%20Change.pdf ... dass jeder Tod eines Tieres und die systemimmanente Tierquälerei in der Tierhaltung und Schlachtung wegen eines banalen ungesunden Geschmackerlebnisses ein unerträgliches und zum Himmel schreiendes Unrecht darstellt? https://www.youtube.com/watch?v=uUSksTje9Yg ... dass täglich ca. 6.000 - 43.000 Kinder an Hunger sterben, während ca. 40% der weltweit gefangenen Fische, ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 - 98 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch- und Milchindustrie verfüttert werden, was zum grossen Teil sogar aus den "Hungerländern" stammt? (80% der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produzieren, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird.) http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-11/soja-bilanz/komplettansicht Mit einem solchen Artikel trifft man zwar den Geschmack der Omnivoren, zeigt aber zugleich, dass man hinsichtlich Gesundheit, Umweltschutz und Menschenrechten wenig verstanden hat.
#34 am 06.07.2016 von Dr. med. Ernst Walter Henrich (Arzt)
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@ Dr. med. Thomas Georg Schätzler : Danke für die Bewerbung meiner Website :-) Was an einer fachlichen Stellungnahme der weltgrössten Ernährung von 2009 unseriös sein soll, die auch heute noch gilt und von der AND bis heute nicht korrigiert wurde, erschliesst sich wahrscheinlich nur "superintelligenten" Personen wie Ihnen :-) Schade dass Sie nicht einmal verstanden haben, dass es unwissenschaftlich ist, die fachliche Stellungnahme zur veganen Ernährung durch die weltweitgrösste Ernährungsorganisation AND durch Einzelbeispiele von Kindern mit falscher veganer Ernährung entkräften zu wollen.
#33 am 06.07.2016 von Dr. med. Ernst Walter Henrich (Arzt)
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Schon urkomisch, wenn ein Kommentator sich selbst und seine Publikation folgendermaßen beschreibt: "Ernst Walter Henrich studierte Medizin in Köln und promovierte 1986 an der medizinischen Fakultät zum Dr. med. Nach seiner naturheilkundlichen Fortbildung erhielt er 1988 durch die Ärztekammer die Erlaubnis zum Führen der Zusatzbezeichnung „Naturheilverfahren“. Er spezialisierte sich auf Gebiete der Gesundheitsvorsorge – insbesondere auf gesunde Ernährung und gesunde Hautpflege. Diese Spezialgebiete lehrt er seit vielen Jahren auf Fortbildungsseminaren. Sein vegan ernährter Hund Felix erreichte das erstaunliche Alter von 19 Jahren." http://www.provegan.info/de/der-autor/ Und sich gleichzeitig dagegen verwahrt, Einzelfälle mit Krankheitsfolgen zu kommentieren. Wenn dann noch ein Paper der Amerikanischen Academy of Nutrition and Diatetics von 2009, das immerhin 7 Jahre alt ist, angepriesen und zitiert wird, wirkt das unseriös, ebenso wie Beschimpfungen im Diskussionsforum.
#32 am 06.07.2016 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  34
Fortsetzung: "Academy Position Papers by Subject - Food, Nutrients and Ingredients - Functional Foods, Nutrient Supplementation, Use of Nutritive and Nonnutritive Sweeteners" unterstützen unkritisch neben "functional food", "Nahrungsmittel-Supplementierung", allen "natürlichen und künstlichen Süsungsmitteln" besonders alle veganen und vegetarischen Ernährungsweisen. Was dabei vollkommen fehlt, muss natürlich mit hohen Nahrungsergänzungsmittel-Kosten supplementiert werden. http://www.eatrightpro.org/resource/practice/position-and-practice-papers/position-papers/academy-position-papers-by-subject vermeidet jegliche konkrete Handlungsoptionen und vermeidet Begriffsklärungen zur Notwendigkeit von Eiweiß und Spurenelementen tierischen Ursprungs, einschließlich Milch(-Produkten), Ei und Fisch - eingefleischter Vegetarismus eben!
#31 am 06.07.2016 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  31
Weiter im Text : erst ein Uniprof für Enterologie und Endokrinologie kam auf die Idee , dahinter eine Zöliakie zu vermuten. Ich bin heilfroh um das vermehrte Angebot glutenfreier Nahrung und die diesbezüglich erhöhte Sensibilität und möchte darum bitten, mit den entsprechenden Zahlen vorsichtig umzugehen und den derzeitigen "glutenfrei Trend" nicht zuverteufeln. Dazu wissen wir zu wenig !
#30 am 06.07.2016 von Dipl.-Biol. Anja Riggers (Ärztin)
  2
Grundsätzlich gebe ich dem Autor Recht insofern, als dass Extreme schlecht sind. ABER die Zahlen bezüglich Laktose - und Glutenintoleranz sind so weder zu halten noch korrekt ! Die hier genannte Laktoseintoleranz Zahl gilt ausschließlich für ethnische Europäer, bei asiatischen Ethnien liegt die Zahl deutlich höher. Erst recht unhaltbar ist die Zahl der Glutenintoleranten. Man weiß schlicht nicht, wie hoch die Zahl wirklich ist, da viele Erkrankungen nur zufällig oder eben gar nicht entdeckt werden. Bestes Beispiel bin ich selbst. Bei mir wurde histologisch bei einer Darmbiopsie das Vollbild einer Zöliakie erkannt, doch weder hatte ich dazu ein passendes Bluttestergebnis ( Antikörpertest) noch besondere Symptome. Das Einzige, was auffiel war, dass ich Unmengen an Thyroxin (Hashimoto)schlucken musste (200μg) um normale Schilddrüsenwerte haben ,ein permanent verlufteter Bauch und eine chronische Fatigue.
#29 am 06.07.2016 von Dipl.-Biol. Anja Riggers (Ärztin)
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@27+@28: Ich danke Ihnen beiden sehr für Ihre wirklich toleranten und zur Entspannung beitragenden Kommentare, die auch einem "Hitzköpfchen" wie mir sehr wohltuen. :)
#28 am 06.07.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  30
Ärztin
Immer wieder spannend, interessant, unnötig aggressiv und verallgemeinernd diese Diskussion. Es ist absurd wie in Menschen Beweggründe und Hintergedanken für ihre Ernährungsweise hineininterpretiert werden und wie in jedem andersartigen Verhalten Extremismus und Krankheitspotential gewittert wird. Selbst Mitglieder von "gleichen Ernährungslagern" geht es nichts an und es steht ihnen auch nicht zu zu be-/verurteilen wie anders- oder gleichgesinnte sich ernähren und was sie dazu bewegt dies zu tun oder wie extrem und konsequent sie sich dabei verhalten. Ein Beispiel: immer wieder wird von Vegetariern das Tierschutzargument angeführt > es gibt aber durchaus Vegetarier denen der Tierschutz vollkommen egal ist, die einfach nur kein Fleisch mögen, sind die jetzt etwa keine "echten" Vegetarier? Aus medizinischer Sicht kann man das Ganze relativ einfach zusammenfassen: Immer ist immer falsch! Einseitig ist meistens schlecht, abwechslungsreich und ausgewogen meistens gut.
#27 am 06.07.2016 von Ärztin (Gast)
  9
Britta Mannertz
Bei allem Respekt gegenüber Ideologien, Religionsersatz, Besserwisserei und Bevormundung: Lassen wir doch mal die Kirche im Dorf. Wir können es uns leisten, darüber zu diskutieren. Wir haben Nahrung im Überfluss. So manch ein Mensch isst ungenießbare Dinge, um überhaupt was in den Bauch zu bekommen. Der Hunger ist Regent!
#26 am 06.07.2016 von Britta Mannertz (Gast)
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Elen Dom
Das ist eine infame Unterstellung!!
#25 am 06.07.2016 von Elen Dom (Gast)
  33
@ Elen Dom : Ein Zitat über die vegane Ernährung von der grössten Ernährungsorganisation der Welt (mit über 70.000 Ernährungswissenschafter und Ernährungsmediziner als Mitglieder) ist jetzt schon ein "ideologischer Eifer". Das ist lächerlich. Jedenfalls zitiere ich die AND unter meinem richtigen Namen und poste nicht unter einem Fakenamen wie Sie.
#24 am 06.07.2016 von Dr. med. Ernst Walter Henrich (Arzt)
  23
Elen Dom
Herr Dr. med. Ernst Walter Henrich, als einer der führenden Köpfe des "pro vegan"-Portals präsentieren Sie sich hier mit eben jenem ideologischen EIfer, der im Artikel "auf die Schippe genommen wird". Sie tolerieren nichts anderes als die vegane Lebensweise und halten das - so die Quelle http://www.provegan.info/de/der-autor/ seriös ist - auch für carnivore Hunde als das Beste. ENtspannen Sie sich und lassen Sie auch andere Erfahrungen zu. Es will Ihnen dióch niemand ihre AUffassung streitig machen.
#23 am 06.07.2016 von Elen Dom (Gast)
  32
Es ist auffallend, dass dieses Thema die Geister anscheinend wirklich zum hoch springen veranlasst - soviele hoch engagierte Kommentare gibt es nicht so oft. Es erinnert fast an eine Religions Debatte. Q. E. D.
#22 am 06.07.2016 von Eva Pick (Heilpraktikerin)
  2
@ Dr. Henrich: Ich denke, wir kommen hier nicht weiter. Sie zitieren also Studien, ohne selbst Stellung zu beziehen. Ich frage mich, wie Sie als Arzt Ihre Patienten behandlen. Dort müssen Sie doch auch individuell behandeln und eigene ärztliche Erfahrungen einbringen. Was nutzt das seriöseste Studienergebnis, wenn es auf den Einzelfall nicht passt? Sie können sich doch bei Ihrer ärztlichen Tätigkeit nicht auf "seriöse" Studien verlassen. Ich habe die Einzelfälle angeführt, um zu zeigen, dass vegan nicht für jeden das Richtige und vernünftig praktizierte omnivore Ernährung für manche besser ist. Das hat mit den Studien nichts zu tun. Sie aber halten die Einzelfälle für unerheblich, sondern konzentrieren sich einzig auf die Studien. Das sind unterschiedliche Auffassungen. Dabei sollten wir unseren Dialog belassen - auch um die übrigen Kommentatoren nicht zu verärgern. Es ist ja auch Sinn dieses Forums, konträr zu diskutieren. Daher danke ich Ihnen für den Austausch.
#21 am 05.07.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  43
@ Dr. rer.nat. Stefan Graf : Es ist unseriös, mir etwas in den Mund zu legen, was ich nie behauptet habe. Ich habe mit keinem Wort meine eigene Meinung zur Ernährung kundgetan. Ich habe aber aufgezeigt, dass es unwissenschaftlich von Ihnen ist, aus einer fehlerhaften veganen Ernährung im Einzelfall auf die vegane Ernährung grundsätzlich zu schliessen. Dann habe ich die weltgrösste Ernährungsorganisation ADA bzw. AND und ihre Stellungnahme zur veganen Ernährung, insbesondere zur veganen Kinderernährung, zitiert. Und noch eines: Wie Sie sich selbst ernähren, spielt in diesem Zusammenhang ebenso wie meine eigene Ernährung keine Rolle. Entscheidend ist, was die seriöse Wissenschaft und seriöse Studien aussagen.
#20 am 05.07.2016 von Dr. med. Ernst Walter Henrich (Arzt)
  28
@ Dr. Henrich: Genauso kann man aus einem völligen Missverhältnis zwischen überbordendem Fleischverzehr und unterrepresentierter pflanzlicher Kost nicht schließen, dass Fleisch per se ein krankmachendes Nahrungsmittel ist. Wenn Sie 30 Liter Wasser trinken, wird es Ihnen schlecht gehen. Aber ist Wasser daher ungesund? Sie vertrauen offenbar auf alles, was Sie für wissenschaftlich halten und ernähren sich vegan. Wenn Sie damit gut fahren, freut es mich für Sie. Ich komme bei meiner sehr sportlichen Lebensweise nicht damit klar - trotz Wissenschaftlichkeit! Ich esse wenig Fleisch - und zwar dann, wenn ich Appetit darauf habe - sehr viel Gemüse und Obst, aber auch Eier und Milchprodukte (weder laktoseintolerant noch Milchallergiker). Habe nie geraucht. Ich fühle mich damit (BMI 19, LDL-Chol. 69) sehr wohl. Aber ich werde meine Ernährungsweise nie als Allheilmittel preisen, obwohl es genug Studien gibt, die diese planzenbetonte "Allesesserei" mit positiver Evidenz versehen.
#19 am 05.07.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  51
@ Dr. rer.nat. Stefan Graf : Es ist unwissenschaftlich, aus den Fällen, wo Eltern eine vegane Ernährung völlig falsch gemacht haben, zu schliessen, eine vegane Ernährung sei grundsätzlich nicht für Kinder geeignet. Wenn ein Autofahrer einen Fehler macht und einen Unfall baut, dann kann man daraus auch nicht schliessen, das Auto sei als Transportmittel grundsätzlich ungeeignet. 2009 hat die Amerikanische Gesellschaft für Ernährung (Academy of Nutrition and Diatetics, früher ADA, American Dietetic Association) ein überarbeitetes Positionspapier zur vegetarischen und veganen Ernährung publiziert und ihre Empfehlung für diese Ernährungsformen bestärkt. Dort kommt man zu dem Schluss, dass vegetarische Ernährungsformen einschliesslich veganer Ernährung – sofern richtig durchgeführt –, gesund und nahrhaft für Erwachsene, Kleinkinder, Kinder und Heranwachsende sind und sogar chronische Krankheiten wie Herzerkrankungen, Krebs, Übergewicht und Diabetes vorbeugen und behandeln helfen können. Das im Juli 2009 in der Zeitschrift „Journal of the American Dietetic Association“ veröffentlichte Papier repräsentiert die offizielle Grundhaltung der ADA zur veganen Ernährung: „Die American Dietetic Association ist der Ansicht, dass gut geplante vegetarische Ernährungsformen, einschliesslich komplett vegetarischer oder veganer Ernährungsformen, gesund sind, ernährungsphysiologisch bedarfsgerecht sind und gesundheitliche Vorteile in der Prävention und der Behandlung bestimmter Krankheiten bieten. Eine gut geplante vegetarische Ernährungsform ist für Menschen aller Altersstufen geeignet, eingeschlossen Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Kinder, Heranwachsende und Sportler.“ Die weltweit grösste Vereinigung von Kinderärzten, die American Academy of Pediatrics (AAP) hat sich dem angeschlossen.
#18 am 05.07.2016 von Dr. med. Ernst Walter Henrich (Arzt)
  34
Gast
Ist es evidenzbasiert nachgewiesen ob man als Pflanzenfrupser wirklich weniger Fett, Zucker etc.pp aufnimmt als bei Normalfruppser = Allesfruppser? Ich glaube eher daß man genau so viel Fett und Zucker aufnimmt als Pflanzenfrupser wie Allesfrupser bei Frischkost und Lebendigkost.
#17 am 05.07.2016 von Gast
  11
@15: Sie sprechen mir aus der Seele. Ernährung ist eine hoch individuelle Angelegenheit, die voraussetzt, sich eigenverantwortlich mit seinem Körper auseinanderzusetzten. Vielen ist das "Bauchgefühl", die Fähigkeit, eigene Körpersignale wahrzunehmen, völlig abhanden gekommen. Ist ja auch viel bequemer, sich von Apps oder Experten erzählen zu lassen, was gut für einen ist. Dabei kennt niemand seinen Körper so gut wie man selbst. Jeder, der behauptet "die beste Ernährung ist" oder "am gesündesten ist“ (z.B.#9:vegetarische Trennkost) sollte zwei Wörter nicht vergessen: "für mich". Bei keiner Ernährungsweise sind individuelle Erfahrungen auf andere übertragbar. Die Welt beherbergt gut 7 Mia "humane Unikate". Ganz so viele Ernährungsphilosophien gibt es wohl nicht, auch wenn wöchentlich neue aus dem Boden bzw. den Gehirnen sprießen. Eigeninitiative ist gefragt, selbst herausfinden, was zu meinem Leben passt statt die Verantwortung an andere abzugeben, die meinen Körper gar nicht kennen.
#16 am 05.07.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  36
Gast
Es kann nicht DIE Ernährungsform für ALLE geben! Aber jeder Mensch kann für sich überprüfen, welche Lebensmittel gut tun, aufbauend und wohltuend sind. Und diese Beobachtung beizeiten überprüfen und dem Lebenswandel, Veränderungen im Alltag und Alter anpassen. Dann macht der Genuß weniger sogenannter gesunder Lebensmittel auch wieder Freude und Sinn. Und wenn der Mensch dann noch tolerant und undogmatisch auf andere Meinungen reagiert, trägt er auch schon zum Frieden bei.
#15 am 05.07.2016 von Gast
  19
@8: Also ich würde diesen Artikel schon wegen der extrem vielen Schreibfehler nicht essen! Igitt igitt!
#14 am 05.07.2016 von Ulf D. Meyer (Nichtmedizinische Berufe)
  8
klar wir sollen ja alle möglichst dick bleiben, da kann die Pharmaindustire einfach mehr verdienen, je mehr ernährungsbedingte Krankheiten umso besser. Weiter so. Übrigens auch gesunde Ernährung schmeckt lecker, sogar die ohne Kohlehydrate und in der dritten Welt sind wir Gott sei es gedankt auch nicht, aber da gibts ja auch keine Dicken von den Diabetikern Typ II ganz zu schweigen.
#13 am 05.07.2016 von Monika Friz (Heilpraktikerin)
  20
Guter Artikel ! Japaner ernähren sich völlig anders als Südeuropäer, diese anders als Nordeuropäer usw., trotzdem haben alle bei guter medizinischer und auch pharmazeutischer Grundversorgung eine ähnlich hohe Lebenserwartung. Vieles ist also gut und richtig. Ethische und philosophische Gründe für oder gegen eine bestimmte Ernährung sind etwas anderes und sollte man, wenn diese nicht missionarisch missbraucht werden tolerieren.
#12 am 05.07.2016 von Hans-Albert Henz (Apotheker)
  18
Gast
Sollen alle nur essen was sie wollen, gerne 3Portionen Fleischkäse und Schweinebraten extra, und körperliche Ertüchtigung für neumodischen Quatsch halten... die bariatrische Chirurgie kanns ja wieder richten... jetzt schon empfohlen ab BMI 30...
#11 am 05.07.2016 von Gast
  5
Absolut d´accord. Dazu passend: Wie ernst kann man die Ernährungswissenschaft noch nehmen? fragt die WELT: http://www.welt.de/wissenschaft/article156728046/Ab-heute-macht-Schokolade-schlank-Kein-Witz.html
#10 am 05.07.2016 von Uwe Knop (Weitere medizinische Berufe)
  34
Am gesündesten sind tolerante = unfanatische Vegetarier, die eine low-carb-Trennkost bevorzugen. Jeder Fanatismus und/oder schlechte Gewissen und/oder Schuldgefühle sind kontraproduktiv.
#9 am 05.07.2016 von Dr. med. Manfred Doepp (Arzt)
  8
Gast
Vegetarier, die ich kenne, essen aus ethischen Gründen kein Tier, nicht aus gesundheitlichen. Und Hildmann ist kein Guru, sondern geschäftstüchtig. Viele seiner Rezeptideen sind einfach erfrischend anders und zeigen, dass es durchaus kreative und leckere fleischfreie Speisen gibt. Schaut man hingegen mal bei Restaurants in die Rubrik Vegetarisches, findet man da wenig bis nichts neben „Käsepätzle mit Schmelzwiebeln“ (fettriefend) oder „Knödel mit Chamignonrahm“ (Pilze aus der Dose). Wer würde denn sowas essen, weil er es für gesund hält?
#8 am 05.07.2016 von Gast
  5
Tierärztin
Im vegetarischen Restaurant gibt es keine Fleischgerichte - dogmatisch und intolerant. Im italienischen Restaurant gibt es kein Schnitzel - dogmatisch und intolerant? Wir sind ja schließlich in Deutschland. Wieder einmal werden Vegetarier und Veganer mit sonstigen Ernährungsgurus in einen Topf geworfen. Dabei geht es den meisten dieser im Übrigen meistens sehr toleranten und vernünftigen Menschen darum, einen kleinen Beitrag zum Tierschutz zu leisten, weil sie die moderne Tierhaltung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Was soll daran verwerflich sein? Und warum müssen diese Menschen verurteilt werden, nur weil sie vielleicht nicht bereit sind ihr Veganertum auf alle Lebensbereiche auszudehnen? Wer der Umwelt etwas Gutes tun will und mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zu Arbeit fährt, wird demnächst verurteilt wenn er für den Jahres-Karibikurlaub dann doch in ein Flugzeug steigt? Ist nicht ein kleiner Beitrag besser als keiner? Wieder einmal ein schlecht (nicht?) recherchierter Blogbeitrag, wie schon vor einiger Zeit von Dr. Schätzler. Die Kollegen sollten noch einmal in Ruhe darüber nachdenken, wen sie für ihre Lebensweise vorschnell verurteilen möchten - und warum.
#7 am 05.07.2016 von Tierärztin (Gast)
  22
Forts: Bei seiner Einlieferung litt das Kind unter Atemnot und zeigte typische Zeichen einer schweren Blutarmut durch Vitamin-B12-Mangel. Die radiologischen Untersuchungen des Gehirns offenbarten dann die erschreckende Ausmaß der Schädigung durch die mangelhafte Ernährung: Groß- und Kleinhirn waren geschrumpft und wiesen Blutergüsse (Subduralblutungen) auf. Das Ärzteteam diagnostizierte eine sogenannte Wernicke-Enzephalopathie, eine Hirnschädigung durch Vitaminmangel. Wie konnte es dazu kommen? Professor Koletzko: "Ernährt sich eine Mutter während der Schwangerschaft nach der veganer Lebensweise ohne Ergänzung ihrer Nahrung mit zusätzlichen Nährstoffen, gibt sie ihren Mangel an Vitamin B12 an ihr Kind weiter. In der Leber des ungeborenen Babys werden keine ausreichenden Mengen der lebenswichtigen Vitamine B12 und D und des Spurenelements Eisen gespeichert. Da auch die Brustmilch der Mutter nicht genug davon enthält, droht trotz Vollstillen eine bedrohliche Unterversorgung des Babys".
#6 am 04.07.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  51
www.kindergesundheit.de/newsletter-07-2014.html "Mit zunehmender Verbreitung von alternativen Ernährungsformen werden die Kinderärzte häufiger mit schwerwiegenden und früher kaum bekannten Mangelzuständen konfrontiert, berichtet die Stiftung Kindergesundheit. Sie führt als Beispiel den Fall eines kleinen Jungen an, über den vor kurzem auf einer Tagung der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin in Gera Ärzte der Universitätskinderklinik Jena berichtet haben. Der bei seiner Klinikaufnahme 2½ Jahre alte Junge wurde von seiner streng vegan lebenden Mutter bis zum ersten Geburtstag ausschließlich gestillt. Danach bekam er strikt vegane Beikost aus Früchten und Mandelmilch gefüttert und wurde weiterhin mehrere Male am Tag gestillt. Obwohl seine Entwicklung bereits deutliche Defizite zeigte, haben die Eltern bis zum Vorsorgetermin U6, dem sogenannten Einjahresuntersuchung zwischen zehn und zwölf Monaten keine Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen." (Forts. n. Kom.)
#5 am 04.07.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  49
Klasse Artikel! @2 "Weshalb würden Veganer sonst auch auf Leder.... verzichten?" - wie ist da Ihr Guru "Attila Hildmann"(SZ-Interview 30.07.14)zu verstehen? SZ: "Und dann haben Sie sich diesen Porsche mit Ledersitzen gekauft.." Hildmann: "Ich habe mir den zu Weihnachten gekauft. In dem Moment hatte ich einfach nur Bock auf dieses Auto. [..] Der Porsche war das Erste, das ich mit dem Gedanken gekauft habe: Wo soll ich eigentlich hin mit meiner Kohle?" Was für ein "Sch.." wird in Veganmärkten verkauft, deren Angestellte rauchend, mit veganen Weisheiten zutätowiert über ihre "weltverbessernde Religion" philosophieren? Von epigenetischen Risiken für ihren Nachwuchs durch Tabak, PAKs, Schwermetalle und Azopigmente haben sie nie gehört. Vegan, paläo, low xy - eindimensionale Ersatzreligionen (Insignien der Wohlstandsgesellschaft?), deren Jünger alle Weltübel mit ihrer Ideologie beseitigen wollen. Gesundes Leben ist mehr als Nährstoffverzicht, B12-NEM schlucken und Kunstsocken tragen .
#4 am 04.07.2016 von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
  42
Sorry, lieber anonymer Gast #2, aber unserem urologischen Blog-Kollegen mit seinem fundierten und begründeten Ernährungsbeitrag "Ideologischer Eifer" sollten Sie nicht so fundamentalistisch geifernd entgegentreten. Indem sie auf Fach- und Sachargumente völlig verzichten, bestätigen Sie den Verdacht, ein unreflektierender Eiferer zu sein, nur allzu deutlich. Im übrigen ist der Kollege ein hart arbeitender urologischer Oberarzt einer großen Klinik und von daher kein "Schreiberling". Im Gegensatz zu Ihnen kann er sogar "Orthografie", zu deutsch Rechtschreibung, und beherrscht haupt- und nebenberuflich in sich logische Gedankengänge. MfG
#3 am 03.07.2016 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  43
Gast
Leider hat der Schreiberling schlecht über die Motivation und die Hintergründe recherchiert. Vegane Ernährung mag darum in diese Kathegorie passen - allerdings kenne ich durch meine Arbeit (Ethik, Ökologie) sehr viele Veganer, aber keinen einzigen, der seine Gesundheit als einziges oder Hauptargument aufführt. Vegane Lebensweise hat eben genau bichts mit egozentrischen Ideologien zu tun, dondern mit pazifistischer, gewaltloser und umweltbasierter Ethik. Weshalb würden Veganer sonst auch auf Leder, Felle, Wolle etc. verzichten? Ein Fakt, der einfach zu ermitteln gewesen wäre, hätte der "Journalist" etwas Seriösität an den Tag gelegt...
#2 am 03.07.2016 von Gast
  72
Robert Steming
Danke für diesen Beitrag zum gesunden Menschenverstand und für Toleranz. Treffend und pointiert geschrieben.
#1 am 03.07.2016 von Robert Steming (Gast)
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