Resilienz und Kohärenzgefühl schützen die Psyche bei COPD

27.06.2016
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Psychische Schutzfaktoren ermöglichen Patienten eine erfolgreichere Anpassung an die Belastungen ihrer Erkrankung. Bei COPD tragen Kohärenzgefühl und Resilienz zu verminderter Angst, Depression und krankheitsbedingter Einschränkung bei. Ein Perspektivenwechsel von der "Pathogenese" zur "Salutogenese" scheint für COPD-Patienten ein vielversprechender Unterstützungs-Ansatz.

 

Die Konzepte "Salutogenese" und "Resilienz" sind seit geraumer Zeit Gegenstand lebhafter psychosomatischer Forschung. Für die Psychopneumologie legen Keil DC et al. eine aktuelle Untersuchung zur Bedeutung von Kohärenzgefühl, Resilienz und sozialer Unterstützung für psychische Gesundheit und Wohlbefinden bei COPD-Patienten vor.

 

Salutogenese

Laut Antonovskys Modell der Salutogenese resultiert das Kohärenzgefühle (sense of coherence = SOC) aus dem Zusammenspiel der Erfahrung von:

Es gibt zahlreiche Belege für den gesundheitsfördernden Effekt des Kohärenzgefühls.

 

Resilienz

Die gegenwärtige Deutung der Resilienz als seelische Widerstandskraft gegenüber belastenden Erfahrungen ist multidimensional. Zu den konstitutionellen Einflußgrößen zählen:

Daneben spielen spezifische Fähigkeiten (z. B. Problemlöse-Kompetenz) eine Rolle.

Resilienz erweist sich in mehreren Studien als Schutzfaktor gegen Angst, Depressionen und Streß.

 

Soziale Unterstützung

Ebenfalls protektiv wirksam ist soziale Unterstützung durch Familienmitglieder, Partner oder Freunde. Die positiven Auswirkungen der sozialen Unterstützung für COPD-Patienten sind bereits in einigen Studien nachgewiesen.

 

Studiendesign der aktuellen Untersuchung

Eine anonyme Online-Befragung (mit Unterstützung einer COPD-Selbsthilfe-Organisation) ergab verwertbare Daten von 531 Teilnehmern.

Neben soziodemographischen und krankheitsbezogenen Angaben wurden folgende Daten erhoben:

 

Ergebnisse

 

Fazit

 

 

Bildquelle: Privat

Artikel letztmalig aktualisiert am 27.06.2016.

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