Beitrag, in dem ich endlich das Wort YOLO verwenden kann.

26.06.2016
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Es war also mitten in der Nacht. Gerade hatte ich den letzten Patienten in der Notaufnahme versorgt, die restlichen Patientin schliefen friedlich, und so dachte ich mir: „Ha. Das wäre eine gute Gelegenheit auch zu schlafen. Wozu sonst gibt es ein Dienstarztbett?!“

Ich wanderte also zur Pforte, auf dass mir die dort anwesende Dame den Schlüssel zum Ruhezimmer leihen würde.

„Wollen sie den wirklich haben?!“, fragte die Pfortendame misstrauisch.

„Äh ja, warum nicht?“

„Na da war gerade ein neuer Patient hier. Den habe ich gerade zu euch rübergeschickt.“

„Oh nein, was hat er?“

„Armschmerzen!“

Armschmerzen, dachte ich mir, das ist doch kein internistisches Problem. Das wird bestimmt ein chirurgischer Patient. Wobei natürlich:

„Rechter oder linker Arm?“

„Oh hm ich glaube rechts“, sagte die Pfortendame.

Gut! Internistische Probleme haben in der Regel nichts mit dem rechten Arm zu tun!

Außerdem no risk – no fun und YOLO:

Ich nahm den Schlüssel, erreichte glücklich das Dienstarztbett, machte einen Stapel aus Dienstarzttelefon, Schlüssel und Notizzetteln und ging schlafen.

Hier rief sogleich die Notaufnahmeschwester an: Da wäre ein Patient mit Schmerzen im rechten Arm. Der hätte Angst, er hätte einen Herzinfarkt. Jaja, sie wüsste das wäre prinzipiell der eher falsche Arm für einen Herzinfarkt, doch was will man machen. Ein Arzt muss her.

Ich ging also hin, aber der Patient hatte zum Glück keinen Herzinfarkt, nur unspezifische Schmerzen in der rechten Hand.

 

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P.S. YOLO = You only live once.

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Bildquelle: Privatbild Zorgcooperations

Artikel letztmalig aktualisiert am 26.06.2016.

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Medizin, Innere Medizin
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Danke fürs P.S. YOLO [ˈjoʊ.loʊ] steht für „you only live once“ („du lebst nur einmal“). Zum Beitrag: LOL ! ("laughing out loud) wg. typischem GOMER-Verhalten ("get off my emergency room")
#1 am 28.06.2016 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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1. Internistische Bücher. Schon zu Beginn meiner Karriere, dachte ich mir: Was ist, wenn ich plötzlich ein mehr...
 „Öh“, sagte ich dann nach einer Weile, „und jetzt, äh, das sollte der Patient nicht? Also warum ist er denn mehr...
„Öh, moment“, sagte ich zu Herrn Stefan, der plötzlich im Schlumpfkostüm vor mir stand, „können Sie nochmal mehr...

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