Chor im Ohr.

19.07.2007
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Dass sich die Sprechstörungen von Stotterern bessern, wenn sie mit anderen gemeinsam sprechen oder singen ist seit langem bekannt. Man nennt dieses Phänomen auch treffend den "Chor-Effekt". Ein schlaues kleines Medizingerät ermöglicht es jetzt, den Chor-Effekt therapeutisch zu nutzen. SpeechEasy® ist eine Art Hörgerät, das sich einer Technik namens Delayed Auditory Feedback (DAF) bzw. Altered Auditory Feedback (AAF) bedient.

Stottern: SpeechEasy

Was so unverständlich klingt wie die Gebrauchsanweisung einer postmodernen Stereoanlage, lässt sich auch einfach erklären. Wenn der Patient spricht, werden seine Worte mit einer kleinen Verzögerung und mit einer anderen Frequenz als Wiederholung in seinem Ohr abgespielt. Der Stotterer hört dadurch sozusagen sich selbst mit veränderter Stimme - ein Chor zum Einstöpseln.

Auf der Hersteller-Website heißt es dazu:

Das SpeechEasy-Gerät wird wie ein Hörgerät getragen. Sobald der Stotterer zu sprechen beginnt, wird seine veränderte Stimme wie ein Echo mit einer Verzögerung von Millisekunden über ein integriertes Mini-Mikrophon übertragen und verstärkt. Der Patient nimmt sie wahr und der Chor-Effekt greift. Dies führt zu einer enormen Verbesserung des Sprachflusses bis hin zur vollkommenen Stotterfreiheit.

Sollte das Gerät so funktionieren wie versprochen, dürfte es manchem Stotterer das Leben erleichtern.

Bildquelle: Biogena

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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