Entzauberte Medizin: Auf der Suche nach Mystik

19.06.2016
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Etwas ist kaputt und wird repariert, Ärzte können sowas. Warum also haben Pseudo- und Schwurbelmediziner trotzdem so großen Zulauf? Ich werfe einen genaueren Blick auf „Unheilpraktiker“, ein Buch von Anoush Müller.

Jeder Notdienst, der mir einen „Chaissaignac“ präsentiert, also die Subluxatio dolorosa, das Herausrutschen des Radiusköpfchens aus seinem Halteband am Ellenbogen – ein Trauma, das zu einer sehr schmerzhaften Schonhaltung des enstprechenden Armes führt – lässt mich zum Zauberer werden: Durch ein kurzes Repositionsmanöver ist das Kind plötzlich beschwerdefrei und glücklich. Eine klassische Art von gelernter und erklärbarer Medizin: Etwas ist kaputt und wird repariert. So einfach funktioniert Medizin nicht immer, aber die versteckte, weil übersehbare Aktion der Reposition wirkt wie Zauber, als ob der Arzt heilende Hände hätte.

Warum haben Heilpraktiker einen so großen Zulauf? Warum finden Patienten bei den etablierten Ärzten keine ausreichende Hilfe und Unterstützung? Warum wenden sich viele seltsamen Heilversprechen zu und glauben an geisterhaft kryptische Therapien? Warum spaltet die Zuwendung zu Alternativverfahren die Kommentare in Internetforen, warum nehmen die Diskussionen darüber immer religiös-fanatische Züge an, die keine friedliche Koexistenz der Systeme gewährleistet?

Anousch Müller hat ein Buch geschrieben, das es bisher in dieser Weise noch nicht auf dem deutschen Sachbuchmarkt gab, aber das schon lange geschrieben gehörte. Wohl strukturiert und meines Erachtens sehr unaufgeregt sammelt sie die verschiedenen Facetten des Heilpraktikertums ein. Ausgangspunkt war das eigene Erleben an einer Heilpraktikerschule. Beim genaueren objektiven Beschäftigen mit den Quellen der einzelnen Verfahren stieß die Autorin auf seltsam rückwärtsgewandte Pseudomedizin, die sich nicht weiterentwickelt, sondern mit abenteuerlichsten Nischentherapien stets Heilung versprechen.

Die einzelnen Verfahren werden dargestellt, ihr Ursprung, ihre „Erklärungsmodelle“. Jedes Verfahren beansprucht für sich eine rationale Ebene, damit die denkende Vernunft den Einstieg findet, um letztendlich aber stets auf einer unerklärlichen Ebene zu landen, die „geisterhaft“ oder „noch nicht erklärbar“ erscheint, seien es die Meridiane der Akupunktur oder das Wassergedächtnis der Homöopathie. Dabei findet Anousch Müller auch Gutes an Verfahren, so den Entspannungstechniken, an Massagen, an Qigong. Die Osteopathie kommt dabei im meinen Augen zu gut weg, sie wird in einem Nebensatz gestreift. Alleine der Anspruch der Heilsversprechen dieser „wohltuenden Berührungstherapie“ entlarvt die Osteopathie als Schwurbelverfahren (Punkt 8 der Checkliste der Indizien für Quacksalberei).

Wer den Titel in der Buchhandlung sieht, weiß, worauf er sich einlässt.

Wir erfahren viel über das Weltbild der Heilpraktiker, über den Ursprung des Heilpraktikergesetzes im Dritten Reich, den seltsamen Umgang mit der Wissenschaft, das Problem der confirmation bias, der Cochrane Collaboration und die üblichen Phrasen „Wer heilt, hat recht“, „die Pharmaindustrie will nur Geld machen“ oder „die Wissenschaft sperrt sich gegen alternative Medizin“.

Sicher ist Frau Müller in ihrem Buch dabei nicht objektiv und unterliegt selbst dem „Bestätigungsfehler“, wie sie unumwunden zugibt, aber den Anspruch einer cochranesken Korrektheit muß sie auch gar nicht erfüllen. Wer den Titel in der Buchhandlung sieht, weiß, worauf er sich einlässt.

Auch Ärzte beschäftigen sich mit Alternativverfahren, die Zusatzweiterbildung „Naturheilverfahren“, die jeder Mediziner ablegen kann, dürfte in ihrer Schwurbelvielfalt den Heilpraktikern in nichts nachstehen: Auch hier wird neuraltherapiert, geschröpft, akupunktiert und globulisiert. Für viele Ärzte ist dies im übrigen ein gutes Zusatzeinkommen, denn Abrechnen via Gesetzlicher Krankenversicherungskarte geht nicht. Hier folgen viele Kollegen dem Trend: „Natürliches“ wird verlangt, da bietet man gerne Entsprechendes an. Der Patient darf aber nicht denken, dass das die Verfahren wirksamer macht, vielleicht ist der Placeboeffekt nur ein größerer, da aus ärztlicher Hand. Und wenn dann die Krankenkasse freundlicherweise die Kosten übernimmt (weil die sich auf dem Markt behaupten muß), wird das Verfahren zudem geadelt.

Dieser Aspekt kam mir etwas zu kurz: Das Wirtschaftsunternehmen „Heilversprechungspraktik“. Die Stundenlöhne, die der Heilpraktiker kassiert (ohne Personal, ohne großartigen Verschleiss von Verbrauchsmaterialien), die Kostenübernahme durch viele viele Gesetzliche Krankenkassen. Wer unwissenschaftlichen Methoden folgen möchte, darf diese gerne selbst bezahlen.

Bleibt die Frage, warum Heilpraktikanten einen solchen Zulauf haben? Wir vermuten die üblichen Verdächtigen: Die böse Schulmedizin, die nur schaden will, ganz wie zu Hahnemanns Zeiten, dagegen die Gesprächs- und Berührungsbereitschaft der Heilpraktiker.

Aber vielleicht ist ein Grund auch der Luxus unserer modernen Medizin, der sichere Schoß, in dem wir uns eingenistet haben, die dank der vielfältigen Informationsquellen so erklärlich geworden ist, dass ihr ein wenig der Zauber fehlt.

Viele Menschen wollen irrational behandelt werden, sie pfeifen auf wissenschaftliche Erklärungen, sie wollen Mystik atmen und Alternatives, sie wollen „anders“ behandelt werden, weil alles schon zu etabliert ist. Leider wird diesem „Anders“-Wunsch alles subsummiert: Also wird sich auch noch anders ernährt und gegen Impfungen gewettert. Ihnen ist vielleicht auch nicht zu helfen.

Schade nur um die Hoffnungsvollen mit chronischen Krankheiten, die auf die Versprechen der Heilpraktiker mit ihren (un)durchsichtigen Therapien hereinfallen. Vielleicht kann hier das vorliegende Buch neue kritische Denkansätze bieten, die nicht sofort in Glaubensdiskussionen untergehen.

Anousch Müller: "Unheilpraktiker" – Wie Heilpraktiker mit unserer Gesundheit spielen, Riemann Verlag.

Ursprünglich erschienen hier

Bildquelle: Patrick Metzdorf, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 23.06.2016.

109 Wertungen (3.54 ø)
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kinderdok schrieb: "Und wenn dann die Krankenkasse freundlicherweise die Kosten übernimmt (weil die sich auf dem Markt behaupten muß), wird das Verfahren zudem geadelt. Dieser Aspekt kam mir etwas zu kurz: Das Wirtschaftsunternehmen "Heilversprechungspraktik. Die Stundenlöhne, die der Heilpraktiker kassiert (ohne Personal, ohne großartigen Verschleiss von Verbrauchsmaterialien), die Kostenübernahme durch viele viele Gesetzliche Krankenkassen. Wer unwissenschaftlichen Methoden folgen möchte, darf diese gerne selbst bezahlen." Hier muss ich kinderdok korrigieren. Keine Krankenkasse übernimmt die Kosten eines Heilpraktikers, denn das ist Krankenkassen gesetzlich verboten. Der gesetzlich Versicherte hat jedoch die Möglichkeit, eine Zusatzversicherung abzuschließen, bei der das Risiko von einem privaten Versicherungsunternehmen (Debeka, DKV u. ä.) gedeckt wird. Diese Gesellschaften haben Rahmenverträge mit den Kassen, so dass es manchmal besonders günstige Tarife gibt. Hier werden die Kosten des Heilpraktikers - je nach Unternehmen - in unterschiedlicher Weise übernommen, meist jedoch mit einem gedeckelten Betrag. Dafür zahlt der Versicherte dann einen Zusatzbeitrag - finanziert das also selber. Ärgerlich ist es auch, Heilpraktikern allgemein das "Kassieren hoher Honorarforderungen" zu unterstellen, was die Formulierung in der Rezension aber nahelegt. Auch kann man nicht pauschal behaupten, Heilpraktiker hätten kaum Kosten oder Verschleißmaterial. Darüber hinaus unterstellt die Verwendung des Wortes "Heilversprechungspraktik" naturheilkundlich arbeitenden Ärzten und Heilpraktikern einen Hang zum unseriösen Praktizieren, denn nichts anderes ist ein Heilversprechen. Auch hier hat kinderdok unzulässigerweise generalisiert. Dabei ist es unerheblich, ob es in Einzelfällen - egal, ob durch Ärzte oder Heilpraktiker- zu solchem rechtswidrigen Verhalten kommt. Interessanterweise wird in Anousch Muellers Buch auf Seite 206 in einem Hinweis auf Literatur und interessante Links auf einen von "Kinderdok" publizierten Blog verwiesen: "Kinderdok - Nachrichten und Geschichten aus der Kinder- und Jugendarztpraxis. Persönlich und informativ. www.kinderdoc.wordpress.com". Solle es sich bei dem Rezensenten und dem Blogverantwortlichen, der seine genaue Identität in diesem Blog leider nicht preisgibt, um ein und diesselbe Person handen - und davon ist auszugehen - verwundert es etwas (oder auch nicht), dass er hier unter dem gleichen Pseudonym eine Rezension voller Lobhudeleien veröffentlicht.
#89 am 20.08.2017 von Hermann Schurz (Heilpraktiker)
  0
Mike (Leipzig)
Das muss jetzt selbst entscheiden.
#88 am 09.09.2016 von Mike (Leipzig) (Gast)
  0
Gast
Schon wieder die UNHEILVOLLE Rubrik Kids and me. Die Autoren verstecken sich immer hinter dieser merkwürdiger Rubrik. Geschmackloser geht es nicht. Wie man so etwas überhaupt ernst nehmen kann.
#87 am 04.07.2016 von Gast
  4
Meiner Meinung nach handelt es sich um einen Tunnelblick. Den Notmedizinern zolle ich meinen Respekt. In meiner HPSchule Dr. rer. nat. wurde ausschließlich Schulmedizin im Hinblick auf die Amtsarzt-Prüfung gelehrt. Die Erfahrungen der Buchautorin kann ich nicht teilen. Kam sie nicht zur Prüfung? Mancherorts liegt die Durchfallquote bei 90%. Ärzte-mit denen ich als Osteopathie praktizierende Heilpraktikerin-sehr gut zusammenarbeite, waren beim DurchARBEITEN der Prüfung erstaunt über den Anspruch. Ich habe auf eigene Kosten 6 J. lang Osteopathie gelernt, 4J. Schulmedizin, 2 J. Yogatherapie + besuchte über 2J. hinweg das Anatomische Institut/Uni Erlangen. Kein Cent wurde mir vom Staat bezahlt. Unter meinen Patienten befinden sich zahlreiche Ärzte verschiedenster Fachrichtungen. Was die Osteopathie anbelangt: Gern setze ich mich mit dem Autor auseinander und erkläre ihm, was dahintersteckt - gute anatomische Kenntnisse vorausgesetzt.
#86 am 30.06.2016 von Doris Osterhues (Heilpraktikerin)
  3
zu #83: Auch Sie fordere ich auf unrichtige Behauptungen zu unterlassen (siehe auch Gast Bettina, die sich leider aus dem Staub gemacht hat). Es gibt keine gesetzliche Krankenkasse die auch nur einen Cent für Naturheilmittel bezahlt, die vom Heilpraktiker verordnet werden. Selbst vom Arzt verordnete Naturheilmittel werden so gut wie nicht mehr erstattet. Die PKV erstattet in der Regel diese. Es ist schon ärgerlich, dass man hier ohne Klarnamen kommentieren kann. Kann man das nicht ändern? Wie sehen dies andere Diskutanten?
#85 am 28.06.2016 von Hp Manfred Kappler (Heilpraktiker)
  0
Wo bitte gibt es ein Staatsexamen für Heilpraktiker? Es findet eine staatliche Überprüfung (Sucht, Vorstrafen etc.) statt. Bringen Sie Ihren Pkw auch in eine "Schrauberbude" oder in eine Kfz.-Meisterwerkstatt? Ich weiß, ich weiß, die Vergleiche hinken. Aber wozu gibt es denn nun die staatliche Kontrolle bzw. Prüfung? Es muß ein unabhängiger Maßstab anerkannt werden! Grundlagen sind der Ausgangspunkt einer jeden Behandlung. Erfahrungen und "es hat immer geholfen" sind nachgelagerte Kriterien. Hahnemanns Prinzipien der extremen Potenzierung von Arzneistoffen sowie die Behandlung nach dem sog. Ähnlichkeitsprinzip etc. sind wohl als obsolet zu betrachten!
#84 am 28.06.2016 von Dr. med. Dieter Mehlhorn (Arzt)
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Gast
Generell werden bestimmte Arzneimittel aus der Naturheilkunde, wenn sie von Arzt oder HP aufgeschrieben werden, von den meisten gesetzlichen Krankenkassen erstattet, zumeist bis 150 Euro im Jahr.
#83 am 28.06.2016 von Gast
  1
Gast
Also vom Arzt verordnete homöopathische Mittel werden bei mir bezahlt! Bitte genau lesen was ich geschrieben habe.
#82 am 27.06.2016 von Gast
  0
Heilpraktiker versorgen Patienten im Rahmen Ihrer Möglichkeiten (Medikamentenbeschränkung) und Ärzte die verbleibenden, "größeren", Fälle. Dies würde, wenn es denn klappt, eine Entlastung für Ärzte und MVZs bringen, damit diese wieder mehr Zeit für den einzelnen Patienten hätten. Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit - Unmündigkeit seitens des HPs wird von den Patienten mit "Fernbleiben" und seitens der Ärzte mit entsprechender "Richtigstellungen" der Fehldiagnosen quittiert. Allen wäre geholfen - weniger Wartezeiten - mehr Zeit für den Patienten
#81 am 26.06.2016 von Christian Stöger (Heilpraktiker)
  5
#79 Gast: Sicherlich bezahlt die Techniker Krankenkasse keine vom Heilpraktiker verordneten homöopathischen Mittel. Das wäre ein glatter Gesetzverstoß. Und zum "Pfusch": Auch wir Heilpraktiker können unseren Patienten nicht zu 100% Hilfe bieten - aber die Patienten, die evtl. nach jahrelangen erfolglosen Therapieversuchen sozusagen als "letzte Hoffnung" den Weg zu einem Heilpraktiker finden, können doch nicht als hirnlose, neurotische Spezies bezeichnet werden. Also Erfolglosigkeit sollte nicht gleich als Pfusch bezeichnet werden, sondern diese liegt in der Natur der Sache. Keiner hat zu 100% Erfolg!!!
#80 am 26.06.2016 von Hp Manfred Kappler (Heilpraktiker)
  3
Gast
Wenn es nicht soviel Pfusch am Patienten geben würde und der Großteil der Ärzte endlich mal den Patienten zuhören u gescheit untersuchen würden-wie sie es mal gelernt haben, dann hätten die Heilpraktiker auch nicht so einen hohen Zulauf. Ich kann nur Positives über Heilpraktiker berichten. Nie wieder ohne!!! Im Übrigen zahlt für unseren Sohn die Debeka die Kosten für HP's. Die Techniker Krankenkasse übernimmt auch einen Großteil an homöopathischen Mitteln!
#79 am 26.06.2016 von Gast
  7
So, nun kommen wir aber zu ein paar Fakten: @F. Albrecht: Jeder Heilpraktiker schickt täglich mehrere Patienten zu ärztlichen Therapeuten; nicht w e i l s brenzlig wird, sondern d a s s es nicht brenzlig wird. Ebenso verfahren auch Ihre ärztlichen Kollegen. Oder warten Sie etwa bis es "brenzlig" wird. Mein monatlicher Beitrag zur Berufshaftpflichtversicherung beträgt etwas weniger als 25 Euro. Ja glaubt hier denn jemand, dass Versicherungen Wohlfahrtsunternehmen für notleidende Heilpraktiker wären? Wer wenig Schaden verursacht, der zahlt halt auch weniger Beitrag; und zwar im speziellen Fall s e h r wenig. Ein weiterer Fakt ist, dass die Standesvertreter der großen Heilpraktikerverbände 50 Jahre lang um eine staatlich geregelte Heilpraktiker- Ausbildung gekämpft haben; dieses wurde aber ärztlicherseits durch massive Einwände verhindert. Damals war eine vierjährige Ganztagsausbildung im Gespräch, was zeitlich einem ca. fünf- bis 6-jährigen Studium entsprochen hätte. Seit ca. 15 Jahren sind von Seiten der Heilpraktiker keine weiteren Bemühungen in dieser Richtung unternommen worden, aber mehr aus Resignation, wie ich aus Gesprächen mit Standesvertretern entnehmen konnte. Zur „Schulmedizin“: Wir sind überglücklich dass es sie gibt. Unsere Patienten sind ebenfalls überglücklich dass es uns beide gibt.
#78 am 26.06.2016 von Hp Manfred Kappler (Heilpraktiker)
  2
Die ganze Aufregung hier verstehe ich nicht. Gut, vor ein paar Jahren hätte ich mich ähnlich echauffiert. Das war jedoch, bevor ich bei aufgeschlossenen und sehr erfahrenen Ärzte- und Heilpraktikerkollegen eine grundsolide schulmedizinische sowie naturheilkundliche Ausbildung absolvieren, neben dem einen oder anderen Stoßen an Grenzen (in beiden Lagern) immer wieder echte Heilung oder zumindest deutliche Verbesserungen des AZ erleben sowie regelmäßig Kongressen beiwohnen durfte, bei denen Ärzte und Naturheilkundige aus aller Welt das eigene Ego zurückstellen, um gemeinsam auf nur ein Ziel hinzuarbeiten, nämlich dem Patienten wirklich zu helfen (z.B. jährlicher TCM-Kongress in Rothenburg). Auch die Schulmedizin ist keine exakte Wissenschaft, doch dort, wo unter Beherrschung des eigenen 'Handwerks', Berücksichtigung der eigenen Grenzen und Hintanstellung eigener Interessen eine echte Hinwendung zum Patienten stattfindet, ist Heilung immer möglich. Ist es nicht das, was wir alle wollen?
#77 am 25.06.2016 von Anne Baumgart (Heilpraktikerin)
  6
Solange homöopathische Therapien ihre Wirksamkeit nicht nachweisen müssen, dürfen ihre Anwender auch nicht darauf bestehen von Fachleuten in irgendeiner Art und Weise ernst genommen zu werden.
#76 am 25.06.2016 von René Fontaine (Student der Humanmedizin)
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#71Die anonymen Kommentare sind immer seriösesten...
#75 am 25.06.2016 von Sascha Brinkmann (Arzt)
  1
Gast
#68 @Dracula: Lesen S' halt gscheit. Ich hab nicht behauptet, dass es woanders keine Heiler gibt, sondern dass am Beispiel industrialisierter Länder dort so etwas wie einen Heilpraktikerberuf gibt. Nur: Wenn ich die Möglichkeit hab, zu einem universitär ausgebildeten Mediziner oder Arzt zu gehen, dann tu ich das auch, und geh nicht zum Schamanen, der mich dann mit nem Wieselschweif bewedelt. Und diese brauchts nicht, weil deren Eltern unterprivilegiert waren, sondern wären schon längst vergrängt, wenn es flächendeckend so etwas wie ein funktionierendes Gesundheitssystem wie wir es kennen, geben würde. Jeder Chinese, der es sich leisten kann, geht zum westlichen Mediziner und nicht zum TCM-Medizinmann, wie mir sämtliche chinesischen Geschäftspartner immer wieder versichern. Frage: Wenn doch alle HPs soo seriös sind, woher kommt dann die nicht zu verleugnende Neigung, in großem Umfang nachgewiesenerweise völlig wirkungslose Therapien (Psiram ist voll davon) anzuwenden. Hanlon's Razor?
#74 am 25.06.2016 von Gast
  17
Gast
Man kann natürlich auch bei Schmerzen auspendeln und Bachblüten essen. Man kanns aber auch bleiben lassen.
#73 am 25.06.2016 von Gast
  18
Gast
Wenn die Verordnung von: Schmerzmitteln bei Schmerzen Statine bei erhöhtem Cholesterin Blutdrucksenker bei erhöhtem Blutdruck Antidepressiva bei Erschöpfung und Stress ..... usw. Ohne zu hinterfragen was die wirkliche Ursache ist wissenschaftlich ist, arbeiten die meisten Komplementärmediziner und Heilpraktiker tatsächlich unwissenschaftlich.
#72 am 24.06.2016 von Gast
  3
Gast
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben zwei Worte aus einem Post gerissen und kommentiert, und haben damit Recht. Das begründet allerdings in keinster Weise, dass alte Methoden gut sind, nur weil sie lange durchgeführt wurden (warum es im Post ging). Aderlass ist da durchaus ein gutes Beispiel, weil er jahrhundertelang undifferenziert und in den meisten Indikationen vermutlich sogar schädlich angewandt wurde.
#71 am 24.06.2016 von Gast
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Noch mehr Bedarf? "Chronische Erkrankungen integrativ" Äußerst wissenschaftlich, fundiert und von Ärzten
#70 am 24.06.2016 von Sascha Brinkmann (Arzt)
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#34 [...] und Aderlass? [...] wissenschaftliche Evaluation der Methoden etc. verlangt wird. [...] Bitte sehr: Kamhieh-Milz S, Kamhieh-Milz J, Tauchmann Y, Ostermann T, Shah Y, Kalus U, Salama A, Michalsen A: Regular blood donation may help in the management of hypertension: an observational study on 292 blood donors. Transfusion, Article first published online: 8 DEC 2015. DOI: 10.1111/trf.13428 wissenschaftliche Evaluation des Aderlasses...
#69 am 24.06.2016 von Sascha Brinkmann (Arzt)
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Dracula
@Paja: Sie irren sich, guter Mensch. In anderen Ländern gibt es alternative, nicht studierte Heiler zu hauf. Fahren Sie nach Indien, nach China, nach Afrika oder sogar in die USA. Stephen Harrod Bruhner würde ich dazuzählen. Es bedarf dieser, damit auch Menschen, die bestimmte Privilegien nicht genießen (reiche Eltern, Akademikerfamilie, reich geerbt oder generel "unerlaucht", also Kinder aus Arbeiterfamilien) auch eine Chance haben, heilkundlich arbeiten zu dürfen.
#68 am 24.06.2016 von Dracula (Gast)
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HPA
Eines noch: Es gibt diverse Therapien, die sich hervorragend komplementär in eine ärztliche Behandlung einfügen. Ich rede nur von komplementärer Heilkunde, nicht von alternativer. Letzteres endet häufig in Esoterik, mein Anspruch ist aber, eine gute, evidenzbasierte oder, wo das nicht möglich ist, eine evidenznahe Therapie anzubieten. Beispiele: Lavendelöl bei Schlafstörungen, Tinctura Amara bei Dyspepsie, Heidelbeeren bei Durchfall um nur einige, wenige Beispiele zu nennen.
#67 am 24.06.2016 von HPA (Gast)
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HPA
Und ein letztes Mal: Ob man es nun sehen will oder nicht: Der Heilpraktiker ist und bleibt der einzige Beruf neben den Ärzten, der zur Ausübung der Heilkunde berechtigt ist. Und, zumindest an meiner Schule, kann ich sagen: Das ist auch gut so. In folgendem gebe ich der Autorin aber recht: Es wird dringend Zeit für eine staatlich geregelte Ausbildung mit den Inhalten, die ich vorher geschildert habe. Die Überarbeitung ist notwendig, damit Ärzte und Heilpraktiker von dieser Symbiose profitieren können. Heilpraktiker sind keine Ärzte und vice versa. Sie können aber voneinander lernen und, viel wichtiger, voneinander profitieren. Nur gemeinsam geht es. Ex unitate vires. Befreit von Standesdünkel und mit gegenseitigem Respekt.
#66 am 24.06.2016 von HPA (Gast)
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HPA
Und weiter: Das waren drei wirklich harte Jahre und ich behaupte, dass sechs Semester Intensivstudium unter fachkundiger Anleitung (invasives Arbeiten von einer erfahrenen Krankenschwester gelernt, Pathologiekurs belegt usw...) ein Minium sind, um die amtsärztliche Überprüfung nicht zu bestehen, sondern zu zeigen, dass man eben KEIN Quacksalber ist, der mit Homöopathie und Energien um sich wirft. Sondern ein Heilkundiger, der eine Myalgie von einer Myogelose unterscheiden kann, eine Appendizites erkennen und, im Notfall, weiß, was eine Koniotomie ist und wie sie durchgeführt wird, der weiß, wie Notfallbehandlungen auszusehen haben (Schock, Anaphylaxie, akutes Abdomen usw.) Die schriftliche Prüfung mag keine große Hürde sein, die mündliche ist es sehr wohl. Es wird immer gerne vergessen, dass Amtsärzte die Prüfung abnehmen. Und glauben Sie mir: Kein Amtsarzt, besonders nicht hier in Husum, würde einem ungeeigneten Akolythen die Bescheinigung geben.
#65 am 24.06.2016 von HPA (Gast)
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HPA
Ich bedauere die Autorin des Buches, dass sie eine so schlechte Erfahrung gemacht hat und wünsche ich persönlich nur das Beste, damit sie ihrer ehrbaren Berufung, Heilpraktikerin zu werden und dem Patienten nutzen kann, endlich nachgehen kann. Weshalb sonst, außer aus dem vorgenannten Grund, würde sich jemand die Mühen dieser Ausbildung antuen wollen? Ich kann nur von meiner Schule berichten, die hauptsächlich von erfahrenen Heilpraktikern und, vor allem, approbierten Ärzten betrieben wird. Die großen Grundfächer, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie haben wir duchgängig nur bei einem Doktor der Medizin gelernt. Und der hat uns gefordert, das sage ich Ihnen! Da war gar nichts mit esoterischem Geschwurbel, da galt es einen hingelegten Wirbel zu bestimmen, den Verlauf der diversen Gefäße exakt (!!) nachzuerzählen und wenn möglich auch zu zeigen usw.
#64 am 24.06.2016 von HPA (Gast)
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Gast
Es soll HPs geben mit solidem Therapeutischen Grundberuf, sehr viel Wissen und Erfahrung auf ihrem Gebiet, viel Freude am Lernen und wissenschaftlichen Arbeiten. Die haben den HP gemacht, damit die Patienten direkt zu ihnen kommen können. Gibts z.B. in der von konventionellen Medizinern oft verachteten Osteopathie. Solche HPs können Ärzten Sachen erzählen, die diese noch nie gehört haben. Zu denen kommen Patienten, denen ihre Ärzte nach monate und jahrelangen Versuchen sagen, da könne man nichts machen. Oft wird sehr schnell der Gegenbeweis angetreten. Die Vampirellas dieser Welt lehnen das ab. Patient geht dann nicht mehr zu Vampirella und diese weigert sich anzuerkennen, dass jemand anderes etwas besser weiß. Ob das dem Patienten hilft?
#63 am 24.06.2016 von Gast
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Gast
Diese allgemein gehaltenen Aussagen: Heilpraktiker sind Quacksalber und Scharlatane die eigentlich nur im Sinn haben den Menschen das Geld aus den Taschen zu ziehen, finde ich sehr schlimm. Ich bin seit fast 20 Jahren Physiotherapeut. ICh habe im Laufe dieser Zeit gemerkt, dass ich vielen Patienten nicht nachhaltig helfen konnte. Trotz Ausbildungen zum Manualtjerapeuten, Sportphysio....... Ausserdem War ich mit einem Stundenlohn von 14€ brutto mehr als unzufrieden. Ich habe mich dann auf die Suche gemacht, welches der richtige therapeutische Weg für mich sein könnte. Da habe ich die mitochondriale Medizin für mich entdeckt. Ich habe mich an der Europauniversität in Krems Österreich ausbilden lassen. Ich denke dass ich eine sehr ehrliche, ethisch korrekte Therapie mache, mit der ich den Patienten sehr gut helfen kann. Sie lässt sich auch über verbesserte Labor Werte nachweisen. Ich arbeite daher Naturheilkundlich und ganzheitlich aber auf einer sehr wissenschaftlichen Basis.
#62 am 24.06.2016 von Gast
  6
Gast
Frau Prof.Dr. Vampirella bringt es doch auf den Punkt: Die mehrfach promovierte und habilierte Dame weiß einfach was den angehenden Heilpraktiker erwartet! Zukunftssicht und Ihre völlig überflüssige Meinung braucht niemand, am wenigsten ärztlich geprüfte Heilpraktiker und approbierte Mediziner. Aus manchen Menschen spricht der pure Hass.
#61 am 24.06.2016 von Gast
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@Vampirella - hübscher Name Entschuldige mich - habe mich vermutlich nicht richtig ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass dieser Ruf im Buch noch fehlt, sondern in den Kommentaren hier im Forum. Danke für den "Drauflosschwätzer" - bitte hierzu #43
#60 am 24.06.2016 von Christian Stöger (Heilpraktiker)
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Vampirella
@Stöger: "..bin entsetzt - fehlt nur noch der Ruf: "Verbrennt Sie auf den Scheiterhaufen"... " Genau das steht in dem Buch eben gerade NICHT drin - auch wieder ein Drauflosschwätzer, ohne zu wissen, worüber.
#59 am 24.06.2016 von Vampirella (Gast)
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Gast
Weil gerade der Link zum GWUP Blog gepostet wurde...das hier ist sicherlich auch lesenswert: http://www.skeptizismus.de/ http://www.skeptizismus.de/rhetorik.html
#58 am 24.06.2016 von Gast
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Vampirella
@Wurster: "Noch etwas zur Aufklärung: die Akupunktur mit all seinen Meridianen ist ein Teil der TCM (traditionell chinesischen Medizin), die in China seit über 6000 Jahren die Staatsmedizin ist, sehr wohl mit Wirkung. " Der übliche Unsinn bzw. gern gepflegte Mythos: http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Die-Traditionelle-Chinesische-Medizin-ist-in-Wirklichkeit-ein-Kunstprodukt/story/17963803
#57 am 24.06.2016 von Vampirella (Gast)
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Vampirella
"komplementär ist super - leider finden sich - vermutlich auf beiden Seiten - zu wenige, die für eine Zusammenarbeit offen sind. Das ist extrem schade." Nein, ist es nicht. Aus welchem Grund sollten Profis mit einer fast zehnjährigen Ausbildung mit Laien zusammenarbeiten, die eine Multiple-Choice-Prüfung im Gesundheitsamt bestanden haben?? http://blog.gwup.net/2015/06/21/ein-bund-zwischen-arzten-und-heilpraktikern-das-freut-nur-die-pseudomediziner/
#56 am 24.06.2016 von Vampirella (Gast)
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Vampirella
" Daraus Schlüsse zu ziehen auf Alle ist eine sehr starke und unverantwortliche Verallgemeinerung." Nein, ist es nicht, denn hier handelt es sich eben nicht um ein individuelles Problem von einzelnen minderbefähigten Vertretern einer Zunft, sondern um das strukturelles (und damit ein allgemeines) Problem einer ganzen Branche.
#55 am 24.06.2016 von Vampirella (Gast)
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Vampirella
"Und wer hier sagt, jeder Depp könnte die Prüfung aus dem Stand bestehen, der darf das mal versuchen." Das sagt auch niemand. Trotzdem ist die Heilpraktiker-"Ausbildung" und die Heilpraktiker-"Prüfung" ein Witz. Wer diese Prüfung besteht, zeigt damit nur, dass er gut auswendig lernen kann, sonst nichts. Weder die "Ausbildung" noch die "Prüfung" haben im Entferntesten etwas mit der Tätigkeit von Heilpraktikern zu tun, die in der Praxis alles machen können, was die Phantasie (oder irgendwelche "Heilpraktikerschulen) ihnen eingibt, ohne jede Evidenz, ohne jeden Wissenschaftsbezug, ohne jede Fortbildungspflicht und weitgehend im rechtsfreien Raum, da der Gesetzgeber sinngemäß erklärt: "Wer sich auf diesen Schmarrn einlässt, ist selber schuld." Kein Mechaniker darf in Deutschland ein Auto anfassen, ohne das in seiner Ausbildung gelernt und in einer Prüfung nachgewiesen zu haben. Ein Heilpraktiker kann völlig unkontrolliert herumdilettieren, ohne je zuvor einen Patienten auch nur mal gesehen zu haben - sobald er eine lachhafte Multiple-Choice-Prüfung ohne Realitätsbezug bestanden hat.
#54 am 24.06.2016 von Vampirella (Gast)
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Gast
#52: komplementär ist super - leider finden sich - vermutlich auf beiden Seiten - zu wenige, die für eine Zusammenarbeit offen sind. Das ist extrem schade.
#53 am 24.06.2016 von Gast
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Polymyalgia rheumatica wird über Symptme und Laborwerte als Vrdachtsdiagnose gestellt, bewiesen durch die erfolgreiche Therapie mit Cortison. In meinem Falle wurden sehr viele Möglichkeiten der Alternativmedizin genutzt, die Symptomatik und die laborwerte nun unauffällig. Das heißt, die Alternativmedizin kann in den Hnden des Erfahrenen durchaus hilfreich sein. Aber! Da nicht ausreichend diagnostiziert, war es wohl doch keine Polymalgia rheumatica.? Akademischer Streit. Ich schwöre jedenfalls auf die Komplementärmedizin , wenn sie komplemetär zur und damit mit der Schulmedizin angewandt werden kann.
#52 am 24.06.2016 von Dr Paul-Ulrich Eckhoff (Arzt)
  2
Gast
Frau Müller hat sich offensichtlich bei der Auswahl ihres Ausbildungsinstituts gründlich vergriffen - es gibt Möglichkeiten, sich vorher zu informieren. Daraus Schlüsse zu ziehen auf Alle ist eine sehr starke und unverantwortliche Verallgemeinerung. Und wer hier sagt, jeder Depp könnte die Prüfung aus dem Stand bestehen, der darf das mal versuchen. Die Fragebögen der schriftlichen Prüfung findet man leicht im Internet.
#51 am 24.06.2016 von Gast
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Gast
Tatsächlich ist es einfach, über einen "konkurrierenden" Berufsstand - oder mehrere gleichzeitig, wie in manchen Beiträgen hier. Da der Besuch bei Heilpraktikern, Osteopathen etc. in der Regel doch privat bezahlt werden muss, stehen diese Leistungserbringer in der Pflicht, auch etwas zu "bringen" - also auch intensivere Suche nach Ursachen, auch längere Anamnesegespräche, auch um die Ecke denken und sich mit Dingen wie Mikrobiom etc. (ja, ich las unten, das wäre alles Humbug.. wer sich ein bisschen beliest über dieses Thema und auch englischsprachig, der weiß das anders) auseinanderzusetzen. Gehe ich als Schmerzpatient zu einem privat zu bezahlenden Arzt/Therapeuten und dieser hilft mir nicht, dann gehe ich da nicht mehr hin. Ganz einfache Marktwirtschaft, wer nicht "leistet" wird nicht mehr "beauftragt". Ganz anders, als dies in der üblichen kassenbezahlten Medizin der Fall ist. Darüber sollte nachgedacht werden - gerne von Blogschreibern, die sich so abfällig äußern.
#50 am 24.06.2016 von Gast
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Paja
3. Bisher konnte mir noch keiner plausibel erklären, wozu es nicht-universitär ausgebildete Heiler überhaupt braucht. In keinem anderen Land der Welt existiert so was wie ein Heilpraktikerberuf. Wie kann die Bevölkerung in anderen Ländern wie Kanada, Australien, Frankreich oder Skandinavien nur so gesund sein, wenn es dort gar keine HP gibt? 4. Als Kompromissvorschlag: übernehmen doch beide Seiten das Beste der Gegenseite: die Heilpraktiker bekommen eine mindestens 6-jährige Vollzeitausbildung, die volle Kassenanerkennung (finanziert durch Zusatztarife), Aufklärungs- und Dokumentationspflicht sowie eine Quartalshonorierung von 35 Euro flat. Die Ärzte bekommen dafür für jede 60-minütige Erstanamnese bei jeder neuen Erkrankung eine Vergütung von 60-100 Euro. Deal. Dann wäre gleich Schluß mit lustiger Heilpraktikerei.
#49 am 24.06.2016 von Paja (Gast)
  13
Paja
Was mir auffällt: 1. Immer wenn hier ein Artikel zu Pseudomedizin/Paramedizin (aka Alternativmedizin) erscheint, melden sich scharenweise Heilpraktiker zu Wort. Ich würde mir wünschen, diese HPs würden sich genauso intensiv bei anderen medizinischen Themen einbringen, aber Fehlanzeige! Da fehlt's wohl doch an der medizinischen Kompetenz, oder? 2. Statt sich kiritisch mit Argumenten oder den einzelnen "Heil"-Methoden auseinanderzusetzen, lese ich größtenteils nur ad-Hominem-Angriffe und Kritik am etablierten Medizin- und Krankenkassensystem, die sicher berechtigt ist, aber hier gar nicht das Thema ist und in anderen Threads zu diskutieren ist.
#48 am 24.06.2016 von Paja (Gast)
  13
Gast
Wenn es ausschlaggebend ist, wie lange Heilverfahren angewandt wurden, dann sollten wir uns schnellstens von z.B. der nur 100 Jahre etablierten Antibiotikatherapie verabschieden und zum min. 2000 Jahre genutzten Aderlass zu jedem Zweck zurückkehren. Wirksamkeit der Akupunktur konnte für einige wenige Indikationen nachgewiesen werden - im Gegensatz zu Meridianen und anderen esoterischen Vorstellungen. Von einem Berufsstand im Gesundheitsbereich erwarte ich, dass er es anstrebt, nur wirksame Therapien anzuwenden - das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Das Geld, das für Heilpraktiker und Konsorten ausgegeben wird, wäre z.B. bei Physiotherapeuten oder ähnlichen völlig unterbezahlten Berufsgruppen, die nachweislich wirksame Methoden anbieten, deutlich besser aufgehoben. Sicherlich ist es die Entscheidung des Einzelnen, wofür er sein Geld ausgibt, abgesehen von moralisch-ethischen Fragestellungen, bewusst Dinge anzubieten, die nicht funktionieren: wo grenz man zum Betrug ab?
#47 am 24.06.2016 von Gast
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Mit welcher Art von "Literatur" Geld verdient werden kann, ist schon erstaunlich. Noch etwas zur Aufklärung: die Akupunktur mit all seinen Meridianen ist ein Teil der TCM (traditionell chinesischen Medizin), die in China seit über 6000 Jahren die Staatsmedizin ist, sehr wohl mit Wirkung. Vielleicht sollte die Autorin und jetzt einer, der das Buch "unter die Lupe genommen hat" sich mal ernsthaft über diese Art von Medizin informieren und nicht einfach der Spur nachreden. Es ist eine Frechheit, wie hier ein gesamter Berufsstand beleidigt wird! Noch ein kleiner Hinweis: Uns Heilpraktikern ist es gesetzlich untersagt Heilung zu Versprechen. Mit freundlichen Grüßen
#46 am 24.06.2016 von Angelika Wurster (Heilpraktikerin)
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Gast
ob Arzt oder Heilpraktiker, es gibt gute und schlechte in beiden Berufen. Ich finde es niveaulos jeweils den Anderen so zu bekämpfen und betiteln. Fange jeder bei sich persönlich an zu hinterfragen....
#45 am 24.06.2016 von Gast
  3
Zum Thema kann ich ein sehr lesenswertes Buch von Prof. Manfred Stöhr empfehlen: "Ärzte, Heiler, Scharlatane - Schulmedizin und alternative Heilverfahren auf dem Prüfstand", Steinkopff Verlag Darmstadt 2001. Darin wird die gesamte Problematik fundiert und sachlich erörtert.
#44 am 24.06.2016 von Dr. med. Peter Tändler (Arzt)
  0
Liebe Leser, vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare. Bitte beachten Sie in Ihren Beiträgen jedoch die Netiquette und diskutieren Sie sachlich und themenbezogen. Nehmen Sie zudem von zu ausführlichen Schilderungen zu Einzelschicksalen Abstand. Ihre DocCheck News Redaktion
#43 am 24.06.2016 von DocCheck News Redaktion (Mitarbeiter von DocCheck)
  0
F. Albrecht (Arzt)
@ Dr. Rocke: "wir Ärzte mit unserer hundertmal besseren Ausbildung, tausendfach breiteren klinischen Erfahrung (der HP ruft immer noch den Arzt, wenn es brenzlig wird) verbessern unserere Ausbildung in den Bereichen Mikronährstoffmedizin, Darmsanierung" Oha, das muss aber eine tolle Ausbildung gewesen sein, wenn Sie auf solchen esoterischen Mumpitz abfahren.
#42 am 24.06.2016 von F. Albrecht (Arzt) (Gast)
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Hermione
Schöne Rezension, danke, Kinderdok! Das Buch muss ich unbedingt lesen. Die Diskussion hier ... naja, getroffene Hunde bellen halt.
#41 am 24.06.2016 von Hermione (Gast)
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...bin entsetzt - fehlt nur noch der Ruf: "Verbrennt Sie auf den Scheiterhaufen"... @Anousch Müller - toll, dass Sie sich zu Wort melden "Unheilpraktiker" - warum dieses Bezeichnung? M.E. Ausdruck von Hass, nichts "Neutrales". Und hatten Sie wirklich in den beiden Jahren in der Schule bereits komplementäre Heilmethoden? Wie kann ich etwas heilen, wovon ich noch nicht einmal die Pathophysiologie gelernt habe. Das wirft jetzt kein gutes Licht auf die Schule geworfen. Evtl. sind viele Schulen auf diesen profitablen "Zug" aufgesprungen? Ich denke die meisten HP-Anwärter haben als Grundgedanken den, dass Sie Patienten helfen wollen, mit "Ihrer Gesundheit spielen", wollen Sie sicherlich nicht......
#40 am 24.06.2016 von Christian Stöger (Heilpraktiker)
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Warum meine Antwort unter "Gast" erscheint ist mir rätselhaft. @Bettina: Nennen Sie mir eine einzige gesetzliche Kasse. Könnte es sein, dass Sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen? Nennen Sie nur eine! gesetzliche Kasse!!!
#39 am 24.06.2016 von Hp Manfred Kappler (Heilpraktiker)
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Statistiker
[Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht]
#38 am 24.06.2016 (editiert) von Statistiker (Gast)
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Bettina
#36, Gast: Erkundigen Sie sich doch bitte mal im Hinblick auf die Übernahme von Heilpraktiker-Leistungen. Es gibt inzwischen genügend (zu viele!) Kassen, die den Heilpraktiker übernehmen und sogar damit werben. Es wird hier kein Feindbild aufgebaut, Herr Kappler, vielmehr geht es darum, Kranke vor abstrusen Methoden durch Heilpraktiker zu schützen. Und nun können Sie gerne wieder mit vollem Namen weiterschreiben.
#37 am 24.06.2016 von Bettina (Gast)
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Gast
@Bettina Schade, dass Sie nicht an einer redlichen Diskussion interessiert sind. Welche gesetzliche Krankenkasse erstattet denn Heilpraktiker-Behandlungen? Und arme Würstchen sind jene, die überhaupt ein Feindbild benötigen; seien es wie schon geschrieben, Ärze- oder HP-Hasser. Es gilt also: Erst nachdenken..... dann schreiben.
#36 am 23.06.2016 von Gast
  5
Anousch Mueller
Pro-Tipp von der Autorin: Vorher ein Buch lesen, dann klappt es vielleicht auch mit der Kritik. Und für alle Unverbesserlichen, drei Anmerkungen: 1. Ich habe die Heilpraktiker-Überprüfung nicht nicht bestanden. Ich habe sie gar nicht absolviert. Wozu? Ich habe mich nach zwei Jahren esoterischer Indoktrinierung an der Heilpraktikerschule dagegen entschieden. Und selbst wenn ich die Überprüfung nicht bestanden hätte, kein Problem, man kann diese Überprüfung beliebig oft wiederholen. 2. Lesen Sie das Buch, Sie werden überrascht sein und vielleicht weniger beleidigt. 3. Seien Sie freundlicher im Umgangston! Aggressivität wirkt sich negativ auf das Karma aus.
#35 am 23.06.2016 von Anousch Mueller (Gast)
  12
Gast
#33 Viersäftelehre und Aderlass? Finde es nicht besonders überheblich, dass von einem Mediziner eine fundierte Ausbildung, wissenschaftliche Evaluation der Methoden etc. verlangt wird. Und dass daher Heilpraktiker und Konsorten kritisch zu sehen sind, die trotz mangelhafter Ausbildung praktizieren und ihre Methoden trotz fehlendem Nachweis der Wirksamkeit verteidigen.
#34 am 23.06.2016 von Gast
  8
Hallo hat sich schon mal jemand die Frage gestellt seit wann Menschen geheilt werden und wie ? Seit Café. 50 bis 60 000 Jahren gibt es die Heilkünste. Heute Weden darau teile entnommen und als Alternative Heilkünste angeboten. Dabei wird aber der Hintergrund und das Wissen der Anwendungen nicht beachtet. Diese Behandlungen sind Zum Teil und auch meisten nicht Vollständig. Die Selischen und geistigen Aspekte werden vernachlässigt. Ohne diesen Hintergrund funktioniert diese Art der Heilanwendung nicht. Einmal die Vergangenheit der Medizin zu betrachten wäre von Nöten. Unsere Medizin ist dagegen überheblich und noch nicht einmal in den Kinderschuhen. LG bitte mal nachdenken.
#33 am 23.06.2016 von Max Weininger (Zahnarzt)
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Bettina
Danke für diesen Beitrag und den Hinweis auf das Buch, "das man schon hätte vor langer Zeit schreiben müssen". Nun ist es endlich da und deckt die unglaublichen Machenschaften auf, denen Kranke nicht selten zum Opfer fallen. Wobei das Problem nur in zweiter Linie die Heilpraktiker selbst sind. Vielmehr ist es ein System, das diesen Humbug staatlich unterstützt und fördert und dabei teilweise so großen Schaden anrichtet, für den man jeden Mediziner "hinrichten" würde. Anamnesen Ungelernter - denn nichts anderes sind Heilpraktiker nach dieser Schmalspurausbildung - werden vollständig von den meisten Kassen übernommen, abstruse Therapien klaglos erstattet, aber die Lesebrille fürs Kind darf man selbst bezahlen. Es muss endlich ein Umdenken stattfinden, so sollte und darf das nicht länger weitergehen. @Hp Manfred Kappler: Machen Sie hier Ferndiagnosen, schauen Sie durch die Glaskugel, oder pendeln Sie aus, inwiefern diejenigen, die sich kritisch äußern, arme Würstchen sind?
#32 am 23.06.2016 von Bettina (Gast)
  17
Gast
[Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht]
#31 am 23.06.2016 (editiert) von Gast
  7
Gast
Sisse, sisse, kaum taucht das Wort Heilpraktiker auf, geht´s los. Und Müller ist einfach nur tendenziös, ein Zeitgeist-Populist.
#30 am 23.06.2016 von Gast
  23
Gast
Do you know what they call alternative medicine that's been proved to work? Medicine. Tim Minchin, "Storm".
#29 am 23.06.2016 von Gast
  0
Das eigentliche Rätsel ist, was Menschen bewegt, derart neurotische Anschauungen zu haben. Meine Lebenserfahrung lehrt mich, dass z. B. HP-Kollegen die derartige Artikel und Meinungen unters Volk bringen in der Regel kläglich in ihrem Beruf und höchst wahrscheinlich auch am Leben gescheitert sind. Wer erfolgreich und zufrieden sein Leben gestaltet hat, wird selten verächtlich über andere Menschen gedacht und gesprochen haben. Die Ärzte- und HP-Hasser sind doch wirklich arme Würstchen. Oder?
#28 am 23.06.2016 von Hp Manfred Kappler (Heilpraktiker)
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Einigen Schreibern hier möchte ich zurufen: Si tacuisses philosophus mansisses. Hass und Polemik können sie für sich behalten... Danke an all die anderen, die konstruktiv geantwortet haben!
#27 am 23.06.2016 von Dr. Franz Kass (Chemiker)
  2
Bravo dr. med.dent. Wolfgang Stute!
#26 am 23.06.2016 von Hanns Gehrmann (Medizinjournalist)
  10
Gast
Es ist doch nichts neues, dass man gutes Geld verdienen kann, wenn man sich gut verkauft - egal womit. Das ist wohl kaum ein Beweis, dass man auch wirklich etwas erreicht hätte. Der Medizin mangelnden Forscherdrang vorzuwerfen, während man selbst sich stets weigert, Evidenz für die Wirksamkeit der eigenen Methoden abzuliefern, ist wohl etwas absurd...
#25 am 23.06.2016 von Gast
  5
[Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht]
#24 am 23.06.2016 (editiert) von Hanns Gehrmann (Medizinjournalist)
  8
Silvia Voigts HP a. D.
Welcher seriöse Arzt springt auf das Büchlein einer frustrierten Journalistin an,die die Heilpraktikerprüfung nicht bestanden hat ,und so ihren Frust aufarbeitet.Ich habe in 20 Jahren meiner Praxistätigkeit niemals schlecht über Ärzte gesprochen,da es auf beiden Seiten schwarze Schafe gibt.Was mir persönlich bei einigen Ärzten fehlt; die Leidenschaft Menschen helfen zu wollen, die Berufung,der Forscherdrang.Was Ärzte sich bewusst machen sollten,Patienten kommen zu Heilpraktikern in letzter Instanz.Und ich war sicher nicht mit Handauflegen oder Hokuspokus 20 Jahre erfolgreich.Das Studium der traditionellen Medizin (ich praktiziere sie nicht)dauert Jahre und Akupunktur,die Ärzte an drei Wochenenden erlernen und über ihren PC praktizieren,kann nicht funktionieren.Ups ,nun hab ich mich doch hinreißen lassen,etwas Negatives zu schreiben.Sorry
#23 am 23.06.2016 von Silvia Voigts HP a. D. (Gast)
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Ich möchte gern ein Buch schreiben, welches Thema? Egal am besten eines wo sich nichts beweisen lässt und dass polarisiert. Dazu dann einen Bildzeitungstitel wäre doch gelacht wenn das nicht verkauft wird. Warum schreibe ich das Buch? Na ja ich hatte schon immer den Hang mich wichtig zu machen. Soll das Buch die Welt besser machen? Nö ist mir egal Hauptsache ich habe ein Buch geschrieben. Ach so ja und dann brauche ich noch einen D..., der mein Buch in der Öffentlichkeit präsentiert. Aber der findet sich bestimmt.
#22 am 23.06.2016 von Norbert Braun (Heilpraktiker)
  19
Autsch - das tut weh...warum muss hier immer so rumgehackt werden..... Warum kann nicht einfach eine Zusammenarbeit zwischen HP´s und umliegenden Ärzten aufgebaut werden, sofern sich der HP als kompetent erweist. In meiner Ausbildung wurden während der beiden Jahre keine komplementäre Medizin durchgenommen oder gelernt. Hier galt es Anatomie, Physiologie und Pathologie der Schulmedizin zu büffeln. Dies ist auch wichtig, um eine vernünftige Diagnose stellen zu können und, falls das "Kind schon zu weit in den Brunnen gefallen ist" den Patienten sofort an einen Allgemeinmediziner oder Facharzt zu überweisen, denn da ist die Schulmedizin das Beste und Schnellste. Komplementäre Medizin lernt man aber erst hinterher, in separaten Lehrgängen. HPs denken also in erster Linie schulmedizinisch und können ohne weiteres einen Beitrag zur Entlastung der Ärzte, Fachärzte, MVZ´s leisten, indem Sie Patienten gleich an die richtige Stelle leiten, falls notwendig. Warum also nicht......Zusammenarbeiten?
#21 am 23.06.2016 von Christian Stöger (Heilpraktiker)
  6
Gast
Ich breche eine Lanze für die vielen qualifizierten HPs die keine Heilversprechen absondern, sondern im Sinne einer aktiven primären und sekundären Prävention ihre Kundschaft in tatsächlich gesundheitsfördernder Lebensweise unterstützen - anders als die Kolleginnen und Kollegen Ärzte die mitunter nur durch DMP-Programme und Folgerezepte eine Bindung zustande bringen. Andere Mediziner, z. B. die mit Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren, Biologische Medizin oder Homöopathie wissen das konstruktive Miteinander sehr zu schätzen. Ach, Frau Müller, ach, "kinderdoc" - wussten Sie eigentlich, das HPs häufig eine breitere wissenschaftliche Basis haben als Sie?
#20 am 23.06.2016 von Gast
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Der Artikel hat sicher sein Ziel erreicht - Streit zu säen oder wieder anzufachen. Also macht jede/r, welcher sich den komplementären Disziplinen zugewandt hat, "Schwurbel-Medizin". Was soll das bitte genau sein? Und ja, ich stimme Post#18 zu - es gibt ausgezeichnete Ärzte und HP's genauso wie richtig schlechte. Außerdem - welche Ausbildung hat eigentlich die Autorin diese Buches, was sicher kaum jemand braucht. Ich persönlich bilde mir meine Meinung jedenfalls nicht in der "Bild" o.ä., sondern im Praxisalltag.
#19 am 23.06.2016 von Antje Matthes (Heilpraktikerin)
  11
Ich habe insgesamt 50 Jahre als Krankenschwester und viele Jahr als Hp hinter mir. Das A und O liegt in der Zusammenarbeit. Dann wird sich alles von selbst regeln. So lange es in der ärztl. BO untersagt ist mit uns zusammen zuarbeiten, wird es immer wieder Probleme geben. Spätestens, wenn die Krankenkassen uns HPs eine Zulassung geben, wird man erfahren, was des Patienten Wunsch und Gesundung ist. Es gibt gute Ärzte und gute HPs und auf beiden Seiten schwarze Schafe. Ich frage mich an welcher Ausbildungsstätte die Autorin war und warum sie keine Überprüfung hat?
#18 am 23.06.2016 von Margret Maerkt (Heilpraktikerin)
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@16: Komisch dass nach über hundert Jahren Homöopathie von ihnen aufgezählte Erkrankungen trotzdem problematisch bleiben. Es wird ein Schuh draus, sie merken es oder?
#17 am 23.06.2016 von Florian Burkhart (Student der Humanmedizin)
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Wir haben eine exzellente Akutmedizin .... aber Krebs, Rheuma, Alzheimer,Autoimmunerkrankungen ...wo sind denn seit XXXXX- Jahren die tollen Erfolge .Alle nutzen die selben Heilungswege des Körpers nur der eine mit Holzhammer u. Säbel andere schaffen es auch mit Florett. Manchmal entscheiden Menschen auch mit " Füßen", sind eben nicht alle indoktriniert u. wissenschaftshörig . Sind nicht 90% des Wissens nach 10 J. überholt ? Homöopathische Mittel, die anerkannt reichlich Materie besitzen , gibt es unverändert seit Jahrhunderten ...komisch ?
#16 am 23.06.2016 von dr. med.dent. Wolfgang Stute (Zahnarzt)
  25
Gast
Beide haben tolle Bereiche, mit denen sie Patienten helfen können. Würden sie einander zuhören, würden sie aneinander wachsen können. Schön, dass es alte, wie junge unter beiden Gruppen gibt, die sich austauschen, wissbegierig lernen, mit leidenschaft lehren - anstatt einen Rosenkrieg zu führen, der nicht nötig ist. Wer die Medizin liebt, der kann auf vielen Ebenen lernen. Es ist ein Kasten voller Werkzeuge - und jeder Patient kommt mit einem anderen Problem. Füllt doch endlich eure Werkzeugkästen, als Ärzte, HPs, Physios, Zahnmediziner. Ihr seid alle toller Heiler. Lernt voneinander und bereichert euch und lasst euch nicht von leeren Worten hetzen.
#15 am 23.06.2016 von Gast
  7
Gast
Schade. Psychologisch ist die Richtung wieder einmal getroffen. Hier streiten sich Parteien, wie ein altes Ehepaar. Stellen sich jeder in eine Raumecke, verschränken die Arme und geben dem anderen die Schuld, weil sie sich beide unvestanden fühlen. Lange hatte der eine die Mystik, nun hat der andere sie. Doch Mystik macht keinen guten Heiler/Arzt/Mediziner aus und auch der Patient will nicht nur Zauber, er möchte gehört, gesehen und gefühlt werden. Ein guter Arzt kann das, ein guter Heilpraktiker auch.
#14 am 23.06.2016 von Gast
  3
Gast
Wenn mir der freundliche Herr aus seinem Kofferraum für einen unglaublich günstigen Preise einen "echten Perserteppich" anbietet, freue ich mich auch darüber, solch ein Schnäppchen gemacht zu haben - bis mich jemand aufklärt, dass ich mein Geld einem Betrüger in den Rachen geschmissen habe, und das ganze ein billiges Imitat ist. Für mich in etwa die gleiche Ebene wie einem Patienten wirkungslosen Humbug zu verkaufen. Nur ist das eine illegal und wird angezeigt, das andere ist legal und sollte am liebsten noch von den Kassen übernommen werden.
#13 am 23.06.2016 von Gast
  15
Ich muss Herrn Dr. med. Anatol Rocke zustimmen: Wenn die Ärzte sich die Zeit für die Patienten nehmen könnten, die die Patienten bräuchten, die Ausbildung der Ärzte bzgl Mikronährstoffe (und auch die Wirkung von Arzneimitteln auf diese) und Darmsanierungen weiter reichen könnte und viele (ich möchte nicht verallgemeinern, es sind nicht alle) Ärzte schauen würden, ob die vielen Arzneimittel die im vor beigehen verordnet werden, auch wirklich alle gleichzeitig verordnet werden sollten - würden nicht mehr so viele Menschen zu Heilpraktikern wandern. Ja es gibt auch die schwarzen Schafe unter den HPs, aber da genauso viele wie bei den Ärzten.. Dass die HPs Ärzte rufen wenn es brenzlig wird, ist der späteste Termin - es geht nicht ohne Schulmedizin. Ich bin als Heilpraktiker immer bemüht mit den Ärzten meiner Patienten ZUSAMMEN zu arbeiten. In den Fällen wo das auch von der anderen Seite akzeptiert wird: SUPER!! eindeutiger Vorteil für den Patienten! Komplementär statt Alternativ!
#12 am 23.06.2016 von Dipl. Ing Elisabeth Strüber (Heilpraktikerin)
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Lösungsvorschlag: wir Ärzte mit unserer hundertmal besseren Ausbildung, tausendfach breiteren klinischen Erfahrung (der HP ruft immer noch den Arzt, wenn es brenzlig wird) verbessern unserere Ausbildung in den Bereichen Mikronährstoffmedizin, Darmsanierung und Hormonersatztherapie etc und sorgen für adäquate Zeit für unsere Patienten und die Quacksalberei ist erledigt. Das funktioniert nur mit kritischer Offenheit ggü der Industrie und der korrumpierten universitären Lehrer vieler "Silberrücken" (vgl Bücher von Peter Goetzsche) und Solidarität untereinander und auch das Diktat der Kassen und Politiker ist gebrochen. Diese haben den Aufschwung der HP gefördert und Ärzte stets attackiert. Es würde funktionieren!
#11 am 23.06.2016 von Dr. med. Anatol Rocke (Arzt)
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Ich selbst biete Qigong-Kurse an. Vielen hilft diese Technik um besser zu entspannen. Die Vorstellungen (meist Bilder aus der Natur), die Atemwahrnehmung und die "meditativen" Bewegungen sind für viele Menschen sehr "heilsam", gerade bei stressbedingten Symptomen. Schulter-Nacken-Probleme können damit wesentlich verbessert oder sogar komplett verschwinden. Das liegt unter anderem an den sanften, langsamen Bewegungen. Diese verbessern die Stabilität, durch die bessere Koordination der Muskelarbeit, besonders die der Schultergelenke. Auch in der gesamten Wirbelsäule, Beine, Füße etc. Gleichgewicht, aufrechte Haltung..... Die Körperwahrnehmung wird geschult, damit werden die eigenen körperlichen Grenzen besser wahrgenommen und in den Alltag integriert. [Kommentar wurde wegen werblichen Inhalts von der Redaktion gekürzt]
#10 am 23.06.2016 (editiert) von Angela Leyrat (Physiotherapeutin)
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Dieser Artikel ist nutzlos. Er befriedigt lediglich das Ego des Verfassers.
#9 am 23.06.2016 von Stefan Kaa (Nichtmedizinische Berufe)
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Ja, alles in Ordnung, aber "das Weltbild der Heilpraktiker" gibt es gar nicht. Jedenfalls ist es für mich fremd. Und der inflationäre Gebrauch des Begriffs "Schwurbel" ist beim Lesen unangenehm. Ich bitte darum etwas konkreter zu werden. In diesem Thema steckt noch viel mehr drin. Eine sehr oberflächliche Betrachtung wird ihm doch nicht gerecht ...
#8 am 23.06.2016 von Jürgen C. Bauer (Heilpraktiker)
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Gast
vielleicht liegt der Zulauf daran, dass nach Verlassen der Arztpraxis der Eindruck verbleibt, als Patient mit seinen Beschwerden nicht ernst genommen zu werden ....?
#7 am 23.06.2016 von Gast
  5
Gast
Vielleicht möchten Patienten eben wie Menschen behandelt werden - ganzheitlich. Möchten nicht, dass einer motzt, weil ein Kind eine Schublade öffnet, oder weil es in der Schule ist, obwohl es Fieber hat, weil es sonst Nachteile hat. Und der betreuende Elternteil auch. Eben als ganzer Mensch in einer katastrophalen Gesellschaft. dies scheinen wohl Heilpraktiker mehr zu bieten, als ein frustrierter Kinderarzt.
#6 am 23.06.2016 von Gast
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@#1 Nicht? Aber die meisten, und, was schwerer wiegt, die wenigen vernünftigen üben sich in der Verteidigung auch der vielen Quacksalber.
#5 am 23.06.2016 von Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast (Biologe)
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Immer wieder regelmäßig wird gehetzt. Wie schön wäre es doch, wenn alles nebeneinander existieren könnte! Der Patient ist erwachsen und wird das für ihn passende finden und die Konsequenz tragen. Und darauf gilt es, glaube ich, zu vertrauen!
#4 am 23.06.2016 von Mandy Gabsch- Höfer (Krankenschwester Psychiatrie)
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Schade...wieder alle über einen Kamm geschert...und wenns dann doch,und dann noch unverschämt oft mit der Heilung funktioniert,na,Placeboeffekt!
#3 am 23.06.2016 von Birgit Büchner (Heilpraktikerin)
  18
Gast
Doch, Gott oder besser unsere Vernunft bewahre uns vor der sog. Alternativ"medizin"!
#2 am 23.06.2016 von Gast
  25
Gast
Aber aber Herr Kollege dass ausgerechnet Sie auf den Zug von Hetze und Diffamierung eingehen hätte ich nicht gedacht. Nicht alle Heilpraktiker sind hirnlose Esoterik-Schwachköpfe.
#1 am 23.06.2016 von Gast
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