Hyaluronsäure für schöne Haut - Von der Anwendung bis zur Wirkungsweise

17.06.2016
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Die Hyaluronsäure ist ein im menschlichen Körper fast überall vorkommendes Polysaccharid (Mehrfachzucker). So findet sich in größeren Mengen vor allem in der Haut, in der Gelenksflüssigkeit (Synovialflüssigkeit), in Knochen und Bandscheiben sowie auch im Glaskörper des Auges.

Hyaluronsäure ist wegen seiner sehr guten Fähigkeit zur Wasserbindung verantwortlich für den Feuchtigkeitsgehalt im Bindegewebe. So kann 1 Gramm Hyaluronsäure bis zu 6 Liter Wasser binden.

Anwendungsgebiete von Hyaluronsäure in der Kosmetik

Insbesondere in der verjüngenden Kosmetik ist die Hyaluronsäure aufgrund seines natürlichen Vorkommens im Körper und seiner optimalen Eigenschaft einer der meist genutzten Wirkstoffe. Die Elastizität und Straffheit bringende Wirkung wird hier gezielt und den Anwendungsregionen entsprechend eingesetzt. Behandelt wird mit Spritzen, Kapseln und Cremes. Zudem wird die Hyaluronsäure auch zur Behandlung von Arthrose verwendet und ist ein Bestandteil vieler Medikamente, wie zum Beispiel Nasensprays.

Hyaluronsäure – Einfluss auf die Haut

Der natürliche Mehrfachzucker (Polysaccharid) Hyaluronsäure ist ein Glykosaminoglykan.
Durch körpereigene Enzyme wird Glykosaminglykan aus einzelnen Bausteinen zu einem komplexen Gebilde zusammengefügt. Wegen dieser räumlichen Struktur hat die Hyaluronsäure eine sehr gute Wasserbindefähigkeit und bewirkt, auf die Haut bezogen, dass das Bindegewebe eine natürliche Elastizität und Straffheit besitzt.


Der natürliche Anteil dieser Substanz im menschlichen Körper geht mit dem Lebensalter jedoch zurück, da biologisch bedingt weniger Hyaluronsäure hergestellt wird. So sind zum Beispiel mit etwa 40 Jahren nur noch etwa 50 Prozent (bzw. mit etwa 60 Jahren nur noch etwa 10 Prozent) der Menge an Hyaluronsäure enthalten, welche nötig wäre, um die Haut aktiv vor Austrocknung zu schützen.


Aus dieser biologischen Tatsache entsteht die Notwendigkeit, dass dieser Verlust durch bestimmte Präparate ersetzt wird, um die ursprüngliche für das Gewebe essentielle Wirkung aufrecht zu erhalten.


Hyaluronsäure: Injektion und Kapseln

Die mit einer Spritze injizierte Hyaluronsäure bewirkt eine Festigung des Bindegewebes und sorgt so für ein Verschwinden der Falten, da die Bindegewebeschlaffheit eine der größten Ursachen für das Entstehen ungewollter Falten ist. Bei einer Behandlung der Lippen ist die Wirkung eine straffe und pralle Optik. Die Wirkungsdauer und damit der Effekt der injezierten Hyaluronsäure beträgt maximal etwa 12 Monate, da ein natürlicher Abbau des Wirkstoffes stattfindet. Die Behandlung kann jedoch bei Bedarf ohne Schwierigkeit wiederholt werden.

Eine alternative Behandlungsform sind Hyaluronsäure-Kapseln (Quelle). Diese werden oral aufgenommen und versorgen die Haut, neben anderen wichtigen Regionen, mit der essentiell benötigten Menge an Hyaluronsäure. Zur Einnahme sollte ausreichend Flüssigkeit getrunken werden und die jeweilige Tageshöchstmenge beachtet werden.

 

Die Wirkweise als Creme

Die Hyaluronsäure sinkt in die Haut ein und wird wegen ihres natürlichen Vorkommens sehr gut absorbiert. So bewirkt sie in Bezug auf die Haut eine Steigerung der Speicherfähigkeit von Feuchtigkeit.


Ein Austrocknen der Haut führt zu diversen Alterserscheinungen. Damit die Haut wieder ihre natürliche optimale Feuchtigkeit erhält, ist eine zusätzliche externe Feuchtigkeitsaufnahme notwendig. Diese von außen zugeführte Feuchtigkeit muss jedoch zunächst gespeichert werden. So übernimmt hier die Hyaluronsäure mit ihrer stark ausgeprägten

 

Wasserbindefähigkeit ihre wichtige Aufgabe die Feuchtigkeit im Bindegewebe zu speichern.
Im Falle einer feuchtigkeitspendenden Hyaluronsäure-Creme wird der Haut so durch die darin enthaltene Hyaluronsäure beim Speichern der wertvollen Inhaltsstoffe geholfen.
Zudem wird eine schlaffe Haut durch die stabilisierende Wirkung dieser Säure wieder fest.

In einer stabilisierten Form wird die Hyaluronsäure in der ästhetischen Medizin auch zur Auf- und Unterspritzung verwendet. Besonders häufige Anwendungsgebiete sind hier beispielsweise Falten und Lippen. Auch zur Formung von Brüsten und Gesäß wird der Wirkstoff eingesetzt.

Mögliche Nebenwirkungen durch Injektionen


Nebenwirkungen einer Behandlung mit Hyaluronsäure sind weitgehend unbekannt aufgrund des natürlichen Vorkommens dieser Substanz im menschlichen Körper. Selten kann es unter Umständen zu einer Unverträglichkeitsreaktion der Haut bzw. auch zu einer möglichen Infektion nach einer Injektion kommen. So muss bei einem Einspritzen des Wirkstoffes sorgfältig auf ein steriles Arbeiten geachtet werden.


Injektionen mit Hyaluronsäure sollte daher immer von einer ausgebildeten und fachkundigen Person durchgeführt werden. Schwangere und stillende können ebenfalls mit dem Wirkstoff behandelt werden, sollten jedoch vor Behandlungsbeginn ihren Arzt um Rat fragen.

Gewinnung und Herstellung der Hyaluronsäure

Nachdem die Hyalurosäure 1934 das erste Mal von Karl Meyer und John Palmer chemisch isoliert wurde, hat deren Gewinnung einen Wandel erlebt. So hatte die erste Generation der Hyaluronsäure-Präparate noch einen tierischen Ursprung und wurde zum Beispiel aus Hahnenkämmen gewonnen. Der damalige tierische Ursprung bot jedoch auch ein bestimmtes allergenes Potential aufgrund eventueller Reste tierischen Eiweißes.


Heutzutage wird der Wirkstoff fermentativ durch Bakterien bzw. mit Hilfe von Enzymen gewonnen. Durch diese Herstellung wurde das Risiko für mögliche Nebenwirkungen in einem erheblichen Maße reduziert.

Artikel letztmalig aktualisiert am 27.09.2016.

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Allgemeinmedizin
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Ursula
Hyaluron überzeugt mich schon seit geraumer Zeit! Überrascht hat mich , dass die Säure an sich bereits 1934 von Karl Meyer und Herrn Palmer weiterentwickelt wurde und so heute unserem Schönheitsbedürfnis gerecht wird. Bei meiner Recherche, was da genau so dahinter steckt bin ich auch auf diesen interessanten Beitrag dazu gestoßen: [Beitrag wegen werblichem Inhalts gekürzt].Ich würde an dieser Stelle behaupten, dass es sich bei Hyaluron um das beliebteste Mittel gegen Hautalterung handelt. Denn mein ganzer Freundeskreis, natürlich vorzugsweise die Damen, unterziehen sich regelmäßig einer solchen Behandlung. Derzeit überlege ich in meiner Pensionszeit eine Weiterbildung zur Kosmetikerin zu absolvieren und eventuell selbst solche Hautbehandlungen durchzuführen. Falls Sie etwaige Informationen zu einer möglichen Fortbildung haben, wäre ich sehr begeistert.
#1 am 17.03.2017 (editiert) von Ursula (Gast)
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