Ungezogene Eltern und ihre Kinder

13.06.2016
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Doch, ich kann schon verstehen, dass man zwei Kinder hat. Also, dass man das erste Kind in die Kinderarztpraxis mitbringt, wenn das zweite seine Vorsorgeuntersuchung hat. Vor allem, wenn das erste Kind noch nicht so alt ist, dass es im Kindergarten ist. Oder so alt, dass es bei der Omma bleiben kann, für zwei Stunden. Das verstehe ich sehr gut. Wie soll man’s dann auch anders machen?


Was ich aber nicht verstehe, ist die Tatsache, dass das erste Kind – während ich das zweite Kind untersuche – die ganze Zeit unbeoachtet von der Mutter (aber sehr wohl registriert durch mich), sämtliche zur Verfügung stehenden Schranktüren im Behandlungsraum (als da wären ... Moment ... sechs) und Schubladen (... äh, drei) mehrmals öffnen darf, um den dort befindlichen Inhalt genauestens zu untersuchen.

Verbandmaterial, Handtücher und Windeln sind sehr interessante Dinge, während der langweiligen Untersuchung des Geschwisterkindes. Spannend auch das Otoskop und die Ewingrassel, ganz zu schweigen von den Pflastern, Mundspateln und Ohrtrichtern – die, nebenbei bemerkt, später eventuell bei anderen Kindern Verwendung finden sollen.

Ich verstehe, dass man in gewissen Situationen nicht multitaskingfähig ist. Und ich verstehe auch, dass Kind Nummer Eins einen gottgebenen Instinkt dafür hat, wann Mama abgelenkt ist – in diesem Fall durch die Untersuchung (durch mich) ihres Kindes Nummer Zwo.

Was ich nicht verstehe, ist die Tatsache, dass ich die Aktivität des Kindes sehr wohl wahrnehme und auch reagiere. Zunächst gegenüber Kind Nummer Eins, dann bei der dritten Bemerkung auch gegenüber der Mama. Nicht verstehen kann ich dann die naive Bemerkung der Mutter: Sie dachte, sie sei in einer Kinderarztpraxis.

Nun gut. Meine Konzentration bei der Beurteilung von Kind Zwei ist ausreichend geschult. Sogar so sehr, dass ich, während ich Kind Zwei impfe – eine Hand hält den Oberschenkel, die andere impft – schnell genug bin, um die Kanüle zu ziehen, außer Reichweite von Kind Zwei zu legen, um im gleichen Moment die Hand von Kind Eins zu erwischen, die bereits neugierig auf dem Impftablett rumgrapscht.

„Aber Leon-Malte-Moritz, das darfst du doch nicht, da kannst du doch Aua-Aua bekommen.“

Wiederum sehr gut verstehe ich schließlich mich selbst, wenn ich nach diesem Moment kurz mal austicke.

 

Bildquelle: Callum Hopkins, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 14.06.2016.

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Medizin, Pädiatrie
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#52 Gast: "Ein katholischer Prister (sic!) hatte früher Familien beraten" Ja, genau! Katholische Priester als Ehe- und Familienberater! Die sind hierfür dank ihrer exzellenten wissenschaftlichen Ausbildung (Theologie) sowie ihrer fundierten einschlägigen Erfahrungen (Zölibat) geradezu prädestiniert! Mathe und Physik? -> Teuflisch! Für diese "hirnlosen Einserschüler" ohne die "nötige geistige Stabilität" müsste man natürlich längst schon die Inquisition reaktivieren. "Reaktivieren?" Warum fällt mir da im Zusammenhang mit Ihrem Statement gerade der Begriff "reaktionär" ein?
#58 am 30.07.2016 von Kurt Hartmann (Nichtmedizinische Berufe)
  3
Gast
diese unfähigen nichts tuenden Eltern,aber unbedingt schon mit 2 in die Kita!Und wenns dann Probleme gibt,dann gibts doch Ritalin!Kann diese Mütter nicht verstehen.Früher hatte ich diese Probleme auch wenn ich mit meinen Kindern zum Arzt bin und natürlich hab ich dafür gesorgt,dass sie sich benehmen,wenn es auch nicht immer direkt funktioniert hat.
#57 am 14.07.2016 von Gast
  2
Na ein bisschen Benehmen und Anleitung eines Kindes im öffentlichen Raum kann ich auch von einer faszinierten Mutter erwarten da es schließlich ja nicht nur unangenehm unhygienisch und nervig ist wenn ein Kind durch die Praxis stromert wie ein ungezogener Welpe, es ist ja auch gefährlich und ich hätte jene Mutter erleben mögen hätte sich das Kind an einer Ampulle verletzt das sie geschickt verhindern konnten. Diese müssen mit auf dem Tablett platziert werden! Das ist Vorschrift damit der Arzt die Richtigkeit des aufgezogenen Medikamentes überprüfen kann.
#56 am 30.06.2016 von Uta Appoltshauser (Heilpraktikerin)
  0
Gast
Entschuldigen sie die Grammatik im ersten Satz meines gerade abgegeben Kommentars, hätte ich noch etwas gründlicher überlesen sollen... ;)
#55 am 27.06.2016 von Gast
  0
Gast
Als Gynäkologin haben wir oft mehrere Kinder zur Begleitung dabei und wir kennen das Problem. Ich finde den Artikel gut und er bezieht sich ja nicht auf ALLE Eltern, sondern auf eine spezielle Sorte. Bei mir wollte auch schon mal ein Kind die Finger in die Gitter eines Ventilators fassen und als die Arzthelferin es unterbinden wollte hieß es "Sie haben meinem Kind gar nichts zu sagen." Da wird man schon mal "unwillig". Ärzte sind auch nur Menschen!
#54 am 27.06.2016 von Gast
  1
Gast
@52: Sehr schlagfertig und zutreffend. Auf welchem Facharztgebiet sind Sie tätig? Wir sind sehr glücklich mit unserem Kinderarzt. Jedoch weiß ich, dass es keine Regel ist, daher ist die Praxis total überlaufen. Trotzdem wartet man gerne. Habe drei Kinder (2,4 und 6), für jeden ist in der Praxis etwas zum Spielen dabei. Nachdem "die Rotznase" den Igel angefasst hat, wurde der Igel von der Helferin entfernt. Frage wohin? Zum Desinfizieren, fanden wir gut. Zudem finde ich gut, dass der Arzt immer mit den Kindern direkt spricht, obwohl sie recht klein sind, daher ist der weitere Ablauf reibungslos. Mein Ältester zieht sich nicht gerne aus, bei den U-Untersuchungen wurden daher zuerst die Beine und dann der Körper entkleidet, der Vorschlag kam von der Helferin, finde ich top.
#53 am 19.06.2016 von Gast
  0
Gast
Die Kinderfeindlichkeit ist symptomatisch für eine untergehende Gesellschaft. Ich fand bereits in meiner Ausbildung, dass viele zukünftigen Kolleginen und Kollegen keine nötige geistige Stabilität für diesen Beruf mitbringen, dafür waren sie alle ganz toll in Mathe und Physik. Ein katholischer Prister hatte früher Familien beraten und heute sitzen herz-, hirn- und kinderlose Einserschüler oft in einer Kinderarztpraxis und beschweren sich über die ungezogenen Eltern. Ich arbeite in einem anderen Facharztbereich, behandle aber auch Kinder. Ich bin persönlich der Meinung, man sollte diese schützen, bevor sich daraus am Beispiel der meisten Erwachsenen hirnlose Autisten entwickeln.
#52 am 17.06.2016 von Gast
  18
Nicht umsonst plädiert die Gesellschaft für Kinder-und Jugendmedizin auf den Erhalt der Ausbildung zur Kinderkrankenpflegerin. Der Umgang mit Kindern, egal welchen Namen sie haben, welcher Herkunft sie sind und wie sie sich vielleicht gerade in einer bestimmten Situation unangemessen benehmen erfordert nun mal eine besondere Ausbildung, Begabung und Verständnis. Die Kinderarztpraxis ist kein Ort zur Erziehung von Eltern oder Kindern, sondern sollte ein Ort sein, wo eine bestmögliche , nicht nur medizinische Versorgung, aller Kinder gewährleistet ist.
#51 am 17.06.2016 von Dr.med Frank Wagner (Arzt)
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Die Vielfältigkeit der Meinungen zeigt, dass es sich um eine Thematik handelt, welche viele Kinderärzte und andere Fachkräfte, aber auch Eltern, Großeltern und andere beschäftigt. Ich kann nur noch einmal darauf verweisen, dass jeder, der mit Eltern und Kindern beruflich zu tun hat, sich auf die Verhaltensoriginalitäten von Kindern, wie es heute auch so schön heißt, einzustellen. Das funktioniert nur mit geschultem und willigem Personal. Eine Arzthelferin kann bei mir nicht sagen, dass es nicht zu ihren Aufgaben zählt, im Bedarfsfall auch einmal Kinder zu beaufsichtigen, um einen reibungslosen Praxisablauf zu gewährleisten.
#50 am 17.06.2016 von Dr.med Frank Wagner (Arzt)
  2
Gast
Wie war das noch mit dem "Sack Flöhe hüten"? Viele Eltern sind offenbar nicht in der Lage, ihren Kindern klare und verlässliche Ansagen zu machen. Und wenn diese dann unruhig und ungesteuert sind, hat man es laut Müttern mit unterforderten Kindern zu tun, da "hochbegabt" :-) Manche Genetik lässt da echt staunen...
#49 am 17.06.2016 von Gast
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Unvorstellbar. Aber genau wie es schon gesagt wurde. Eltern, die von Erziehung ungefähr soviel Ahnung haben wie der Hundefloh. Und der hat möglicherweise mehr davon.
#48 am 17.06.2016 von Dr. med. Martin Lorenz (Arzt)
  10
Ergotherapeut
Alljenige die hier schreien, "der hat doch nichts als Kinderarzt verloren weil er nicht jedes Verhalten akzeptiert" haben die Weisheit nicht gerade mit Löffeln gegessen. Die Kritik gilt den Eltern der ich zentrierten Generation für die jegliche Erziehungsarbeit "viel zu stressig" ist und deswegen alles was bei Jaqueline und Jamie-Lee (und sonstigen Talkshow nahmen) schief läuft auf die Umwelt abgewälzt wird. Schlechte Noten = Scheiss Lehrer, Konzentrationsprobleme = fiese Mitschüler die immer ablenken etc etc
#47 am 16.06.2016 von Ergotherapeut (Gast)
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Gott sei Dank, dass ich zwar Ärztin bin aber in einem Bereich ohne Patientenkontakt arbeite, was auch nie gewollt war!
#46 am 16.06.2016 von Helga Reichenow (Ärztin)
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Gast
Ein amüsanter Beitrag. Ich habe in der sozialmedizinischen Begutachtung täglich mit solchen Kindern zu tun. Mittlerweile bin ich selber aber etwas von meinem hohen Ross heruntergekommen, was die Verurteilung der oft erziehungsschwachen Eltern betrifft. Die meisten haben in ihrer eigenen Kindheit wenig Sicherheit erfahren, nicht wenige haben familiäre Erfahrungen mit Gewalt, Alkoholmissbrauch und Beziehungsabbrüchen oder sie stehen an der Grenze zur Intelligenzminderung. Erziehungskompetenz will erlernt sein, sie ist nicht angeboren. Die allermeisten unserer Mütter machen trotz ihrer eigenen Erfahrungen und Beeinträchtigungen ihre Sache sehr gut und lassen nicht zu, dass die Kinder sich daneben benehmen. Und die anderen brauchen Hilfe. Wenn bei mir im Untersuchungsraum Kinder alles auseinandernehmen und überall rangehen, reicht meist ein klares "Nein, das ist meins, du kannst dahinten spielen." Notfalls setze ich die Mutter als Barriere vor meinen Schreibtisch und weise sie an.
#45 am 16.06.2016 von Gast
  0
Teil2 "Liebe Eltern, wir mögen Kinder! Deswegen ein Hinweis: dies ist eine medizinische Praxis und kein Erlebnisspielplatz. In einer Praxis gibt es unzählige Gefahren für Ihr Kind, WENN es macht, was es möchte! Ob offen liegend oder in Schränken, bis hin zu den Pflanzen, die auch nicht zum Verzehr geeignet sind. Bitte beaufsichtigen Sie Ihr(e) Kind(er) im eigenen Interesse streng. unsere Helferinnen sind als Arzthelferinnen ausgebildet, nicht als Kindergärtnerinnen. Danke, für Ihr Verständnis." Bisher hatten wir hie und da mal eine Anfrage nach dem Grund für das Schild und dann staunen über die "Dummheit" der Leute - dann:Verständnis. ABER bei einer Begehung durch das Gesundheitsamt (die derzeit überall laufen) wurde der Aushang ausdrücklich gelobt und als Anregung für künftige Praxisseminare mitgenommen. Jeder, wie er will - das soll einfach eine angewandte Möglichkeit aufzeigen. Jedenfalls gibt es bei uns eine Zeit VOR und NACH dem Plakat. Spürbar! Was sonst wöchentlich war, ist jetzt vielleicht ein- zweimal im Jahr. Viel Glück und frohes Schaffen! (Fachfortbildungsleiter des Verbandes Deutscher Heilpraktiker für Nordbayern)
#44 am 15.06.2016 von Abt (OAP) Markus Artur Müller (Heilpraktiker)
  2
Ein Vorschlag? Ich praktiziere jetzt 30 Jahre als HP in meiner Naturheilpraxis - mit Helferinnen, die in solchen Momenten auch nur selten frei sind um - wofür sie nicht angestellt sind (wie mir eine Helferin einmal sagte) - Kinderbetreuung zu machen. Da ich dazu erlebt habe wie ein befreundeter Arzt wegen einer Verletzung eines Kindes in seiner Praxis (Vorfall wie oben geschildert) gerichtlich belangt wurde, habe ich im Wartezimmer, Eingangsbereich, Garderobe, Toiletten in Postergröße A2 folgenden Text aushängen lassen: (Teil1)
#43 am 15.06.2016 von Abt (OAP) Markus Artur Müller (Heilpraktiker)
  2
Eine wunderschöne Glosse. Überflüssig, sich darüber zu ereifern.
#42 am 15.06.2016 von Marius Kersten (Heilpraktiker)
  1
Gast
Hut ab Frau Fabos, dass Sie sich getraut haben, hier mit "real-Namen" Kritik zu äußern. Soviel Schneid hatten hier einige nicht - auch ich nicht. Denn die Angriffe gegen Ihre Person zeigen mir, dass hier einige Menschen wahrlich eine noch schlechtere Kinderstube haben, als die Kinder und die Mutter die hier pauschal an den Pranger gestellt werden. Den Gott in Weiß, der hier alles beherrscht - der wird beklatscht? Das ist doch lächerlich! Aber viele meiner Kollegen scheinen ja Kinder, Mütter und Praxisalltag im Griff zu haben, dass gibt mir doch noch Hoffnung für meine Zunft.
#41 am 15.06.2016 von Gast
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Ich erlaube mir in derlei Situationen durchaus, sehr klaren Klartext gegenüber Mutter und Kind zu sprechen.
#40 am 15.06.2016 von Dr. med. Elisabeth Geishauser (Ärztin)
  2
Gast
Wunderbare Ironie! Und über die aufgeregten Antworten könnte man glatt noch einen ähnlichen Artikel schreiben. Ich kenne die Situation der praxisdemontierenden Kinder sehr gut, ärgere mich auch darüber und fühle mich trotzdem fachlich und menschlich kompetent. Das eine schließt das andere nicht aus!
#39 am 15.06.2016 von Gast
  4
ALLE Generationen haben geglaubt, dass die Nachfolgegeneration nicht erziehen kann und der Untergang des Abendlandes bevorsteht, wenn eben jene unerzogene Generation seine Geschicke lenken wird. Ist aber nie passiert! Ich bin aus der Generation der "Langhaarigen Bombenleger", trotzdem bin ich eine gut ausgebildete gesetzeskonforme Steuerzahlerin geworden. Sie wollen, dass mehr Kinder geboren werden? Dann kochen Sie das doch mal auf kleiner Flamme, wenn Sie sich über ein paar Blagen ärgern.(Meine Generation könnte Ihre Praxen demnächst als unerzogene Demente aufmischen.)
#38 am 15.06.2016 von kerstin orth (OP-Schwester)
  15
Traurig dieser Artikel und die meisten Kommentare. Verlose eine Liste der nützlichen Tipps zum Umgang mit Kindern für den Kommentar mit folgenden Merkmalen: Zeichen einer Facharztkompetenz, Zeichen der menschlichen Kompetenz und Mindestmass an Toleranz. Für austickende Ärzte gibt es Ballintgruppen. Und haben Sie es schon versucht, über eine Impfung aufzuklären? Das respektvolle Zuhören wird Ihnen garantiert sein! Die Mutter wird Ihnen sogar helfen, das Kind zu beruhigen. Und dann noch einen Blickkontakt mit dem Kind herstellen? Schätzen Sie einen Dreijährigen nicht dümmer ein, als Sie es sind. Wenn in Ihrer Kinderarztpraxis nur Mundspateln, Pflastern und Ohrtrichter herumliegen, sollten Sie morgen einkaufen gehen. Und wenn jemand den Namen Leon-Malte-Moritz trägt, sollte er nicht auch noch damit bestraft werden, von Ihnen "beurteilt" zu werden.
#37 am 15.06.2016 von Dr. med. Elena Habersetzer (Ärztin)
  27
Genau so isses! Da werden die Kinder mit Schuhen auf die Untersuchungsliege gestellt, dürfen alles angrabbeln, mit der gesamten Praxiseinrichtung spielen, den PC ausschalten und auf der Waage Trampolinsprünge probieren etc.... und die Eltern gehen schon mal an die Brezel-Dose, weil das Kind sich erinnert, wo es das letzte Mal die leckeren kleinen Salzbrezeln zum Abschied gab und jetzt eben lautstark schon beim Betreten des Zimmers danach verlangt und da kann man sein Schätzchen ja nicht warten lassen, "sonst weint es". Das war so in etwa mein heutiges Tagesprogramm...
#36 am 14.06.2016 von Christine Cermak (Ärztin)
  7
Gast
Ist das hier nun ein medizinisches Fachforum oder ein "BILD-Chat"? Narzissmus-Diagnosestellung durch Apothekenhelferinnen. Gehts noch?
#35 am 14.06.2016 von Gast
  69
Gast
Großartig dargestellt. Bei solchen Verhaltensweisen muss - nach einmaliger Vorwarnung - eine Behandlung, sofern medizinisch vertretbar - unterbrochen und vertagt werden (weiterer Termin dann nur ohne Kinder).
#34 am 14.06.2016 von Gast
  6
Und meist kann man an den Vornamen der Kinder schon erkennen, daß es so laufen wird: Chantal, Jaqueline, leon, Moses, etc. Da drückt sich in den Vornamen schon die Gesinnung der Eltern aus.
#33 am 14.06.2016 von Dr. med. dent. Gerd Kruse (Zahnarzt)
  14
Gast
Die Mehrheit der Mütter, denen ich begegne sind sehr engagiert und erziehen ihre Kinder nach bestem Wissen und Gewissen. Sowohl der Artikel, als auch viele der Kommentare stimmen mich sehr traurig. Mütter werden heute von allen Seiten beäugt und häufig kritisiert, dabei machen sehr viele einen richtig guten Job.
#32 am 14.06.2016 von Gast
  12
Gast
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.... Gelle?
#31 am 14.06.2016 von Gast
  2
Gast
Warum werden hier einige persönlich, wenn jemand seine Meinung über einen redaktionellen Artikel abgibt? Er ist tatsächlich sehr populistisch und abwertend geschrieben.
#30 am 14.06.2016 von Gast
  23
Krankenschwester und Mutter
Ich habe zwei Kinder im Alter von 3 und 1. Auch ich muss meistens beide mit zum Arzt nehmen wenn der Termin nicht so planbar ist (seitens der Praxis oder als akut), dass der Große im Kindergarten weilt. Der Kleine muss immer mit wenn der Große was hat da wir eben keine Oma, Tante o.ä. haben. Ich bin erstaunt das hier alle Eltern (vor allem die Mütter) mehrerer Kinder über einen Kamm geschert werden. Ich kenne viele Mehrfachmütter aus meinem Umfeld bei denen die Kids gut erzogen sind und nicht wilde randalierende Gören sind. Jeder der mit Kindern zu tun auch wenn es fremde Kinder sind sollte den Mumm haben mitzuerziehen! Wir haben auch eine Nachbarstochter die ich nicht geschenkt haben möchte. Aber wenn sie in meinem Garten mit meinen Kindern spielen will muss sie meine Regeln befolgen sonst ist sie ganz schnell wieder über der Hecke. Also bitte... Nicht nur Eltern verurteilen sondern Helfen beim Grenzen setzen. Zumindest im eigenen Terrain.
#29 am 14.06.2016 von Krankenschwester und Mutter (Gast)
  1
KJP
Herrlich ironisch mit soviel Wahrheit geschrieben; kenne ich aus der psychotherapeutischen Praxis mit kleinen Geschwisterkindern von Patienten auch. (Und bedeutet keineswegs immer gleich, dass die Eltern erziehungsbegrenzt sind- manche Kids fordern sie wirklich mit allen Registern!) Allerdings finde ich, dass es nicht meine Aufgabe ist, in die pädagogische Trickkiste zu greifen, um das Kind zu "regulieren", sondern, geschickt die Eltern wieder in die Verantwortungsübernahme zu bringen (gerne auch mit praktischem Lösungsvorschlag). Besser für Mutter und Kind (da Erfolgserleben...) und für mich- hat nämlich für das nächste Mal einen positiven Lerneffekt ;)
#28 am 14.06.2016 von KJP (Gast)
  1
In welcher Welt lebt Frau Fabos eigentlich? Dieses "Eltern"problem trifft man doch überall an, Tendenz zunehmend. Immer weniger Kinder wissen, wie man sich in S-Bahn, Supermarkt, Restaurant, auf der Straße etc. benimmt Dank ach so fortschrittlicher Eltern (die es leider oft auch nicht mehr gelernt haben). Das Fatale an der Sache: sie leisten ihrem Nachwuchs damit für das spätere Leben einen Bärendienst. Nach Jahrzehnte langer Berufserfahrung mit Kindern und daher guter Vergleichsmöglichkeit weiß ich das.
#27 am 14.06.2016 von Margot Finckh (Nichtmedizinische Berufe)
  12
Gast
Noch viel netter im zahnärztlichen Notdienst, wo nicht geputzte kariöse Zähne bitte jetzt sofort in Vollnarkose zu entfernen seien weil man doch bitte das Kind nicht leiden lassen könne. Man hat schließlich Kassenbeitrag gezahlt, oder nicht.
#26 am 14.06.2016 von Gast
  2
Frau Fabos, so eine Schreibweise ist nicht überheblich und narzisstisch sonder ironisch..... ;-) Ich find ihn klasse geschrieben und spricht vielen aus der Seele! Viele Kinder bekommen vom Elternhaus eben keine "Kinderstube" mehr beigebracht....und das nervt
#25 am 14.06.2016 von Silke Reich (Hebamme)
  2
Dergleichen kennen Sonderpädagogen an Elternsprechtagen. Erziehung findet heute immer außerhalb der Familie statt.
#24 am 14.06.2016 von Annette Schauerte (Pflegepädagogin)
  5
Gast
Was will man von der heutigen Anspruchs-Gesellschaft denn erwarten?
#23 am 14.06.2016 von Gast
  0
Wenn in unserer Prämedikationsambulanz die Mutter mit 2-3 unerzogenen Kindern auftaucht versuche ich möglichst zügig ALLE Kinder mit jeweiligen Beschäftigungen zu betrauen -eine Helferin steht leider nicht zur Verfügung- wenn möglich wird das Älteste zur Aufsicht über ein jüngeres Geschwisterchen herangezogen, oder aber ein altes Stethoskop bzw. Kugelschreiber und Papier als Malutensil bemüht... Bin oft erstaunt mit wie wenig diese aufgekratzten Kids oft beschäftigt werden können...Prinzipiell scheue ich auch nicht davor zurück einem Kind laut , deutlich und bestimmt - aber freundlich - zu sagen, was ich von ihm erwarte...!
#22 am 14.06.2016 von Petra Krieger (Ärztin)
  1
ungezogen ist un-erzogen. Es ist sicher ein Symptom unserer 1,2-Kinder-Gesellschaft, daß Latta-machiato-Mütter gern ihre Souveränität durch falsches Laisses-faire zur Schau stellen...In meiner Tierarztpraxis kann ich ein Lied davon singen. da braucht man schonmal zwei Helferinnen, um den Kindergarten einigermaßen zu bändigen. Mich stört das bei meiner Arbeit sehr, obwohl ich mehrfacher Großvater und definitiv kinderlieb bin ! Obs das Problem beim Gynäkologen wohl auch gibt ?
#21 am 14.06.2016 von Dr. med.vet. Stefan Gabriel (Tierarzt)
  2
Gast
Ich muss Frau Fabos recht geben. Der Schreibstil ist tatsächlich grausam und überheblich.
#20 am 14.06.2016 von Gast
  64
@Christine Fabos: Ich möchte Sie zu gern erleben, wenn ein Vierjähriger Ihre sämtlichen Arzneiregale auseinander nimmt, fallen und zerbrechen lässt und womöglich die Opiate reihenweise schluckt. Ihre Bemerkungen lassen darauf scjliessen, dass Sie bloss in einer ruhigen Apotheke aushelfen und nicht etwa bei einem Kinderarzt ohne Praxishilfe! Pfui!
#19 am 14.06.2016 von Ulf D. Meyer (Nichtmedizinische Berufe)
  90
Als Kinderarzt stimme ich prinzipiell dem Artikel und auch den Kommentaren zu, welche Verständnis für das "Austicken" zeigen. Ich frage mich aber immer wieder, weshalb in vielen Kinderarztpraxen offensichtlich keine Arzthelferin vorhanden ist, welche der/dem Kinderärztin/Kinderarzt zu mindestens in solchen Situationen hilfreich zur Seite steht? In einer Kinderarztpraxis sollte dafür Personal eingeplant sein.
#18 am 14.06.2016 von Dr.med Frank Wagner (Arzt)
  5
Ja, kleine Kinder sind schon eine Herausforderung. Habe jetzt, bei mehreren kleinen Enkelkindern, die sehr gerne, auch tagelang, bei uns sind, mich erst wieder erinnert, wie wichtig es ist, klare Kante zu zeigen. Mir freundlichem Gesicht, ohne scharfe Worte oder gar laut werden, nach kurzer Ermahnung, einfach das Kind nehmen, festhalten, Sachen entfernen, durchsetzen was man will und meint, das geht gar nicht anders. Es ist erstaunlich wie Kinder diese Grenzen nach kürzester Zeit akzeptieren, nicht mal mehr brüllen oder sauer sind. Der Umgang wird für alle einfacher. Es sind nicht die Kinder, die ungezogen sind, sondern die Eltern die sich nicht trauen, Grenzen zu setzen. In der Praxis bitte ich in der Regel die Helferin, das Kind mit raus zu nehmen. Manche brüllen dann wie wild, aber immer noch besser, als das Spießrutenlaufen in der Praxis und nebenbei versuchen, vernünftig zu arbeiten.
#17 am 14.06.2016 von Elisabeth Grunwald (Ärztin)
  0
Gast
Tja, Autoritätsverlust bei den Eltern (Mutter). Ich (49,w) habe 2 Kinder alleine groß gezogen, mit Konsequenz und Liebe. Es wurden daraus respektvolle, fleißige und soziale Erwachsene.
#16 am 14.06.2016 (editiert) von Gast
  0
Dieser Artikel strotzt nur so von Überheblichkeit und Narzissmus
#15 am 14.06.2016 von Christine Fabos (Apothekenhelferin)
  101
Erziehung scheint für viele Eltern ein Fremdwort zu sein, gutes Benehmen genauso… die Lehrer der nächsten Generationen dürfen sich freuen...
#14 am 14.06.2016 von marina geyer (Heilpraktikerin)
  2
Gast
Auch nach 45 Jahren Allgemeinarztpraxis, kann ich das nicht ganz nachempfinden! Wir hatten das Prblem immer sehr gut im Griff, sobald wir bemerkten, dass ein Kind unruhig wurde, hatten wir immer eine Helferin (z.B. Azubi) abgerufen um das unruhige Kind zu beschäftigen, wir hatten in unserer Praxis eine kleine Ecke, wo diese Helferin z.B. Spiele machen konnte, oder bei schönem Wetter ging die Helferin mit dem "Quälgeist" eine Runde spazieren. Gut, die Helferin fehlte dann in der Praxis, aber dadurch wurde die Zeit für einen reibungslosen Ablauf der notwendigen Behandlung, der Praxisbetrieb lief reibungslos weiter. Mutter und das zu behandelde Kind wurden nicht abgelenkt und der Praxisalltag ging trotzdem zügig weiter. Mit diesem Verfahren war es eine Win / Win-situation von dem alle providierten.
#13 am 14.06.2016 von Gast
  23
Hendrikje Arzt
Schön zu hören, dass man mit dieser Situation nicht alleine ist...mutig, sich den Kommentaren der Besserwisser auszusetzen. Kinderärzte dürfen, wie man hört also den Beruf hinterfragen, wenn sie ohne normale Achtsamkeit und Wertschätzung von Seiten mancher Eltern behandelt werden, die gerade jene oft so lauthals für sich in Anspruch nehmen. Nein, ich denke, im Gegenteil, besser der Frustration auf diesem Wege mal Ausdruck verleihen...dann muss nicht irgendwann wieder ein Kollege mit selbstzerstörerischen Krankheiten (CA und Co.) zu Grabe getragen werden. Früher gabs Balintgruppen... heute gibts Lob oder Klatsche im Internet. Ich musste schmunzeln... Und weiss es auch nicht wirklich besser. Mal ist es garnicht so tragisch und manchmal bringts einen auf die Palme, je nachdem wie es einem geht...kennt doch jeder.... Hut ab, für den der sich zeigt und verletzbar macht...
#12 am 14.06.2016 von Hendrikje Arzt (Gast)
  1
Lustiger Artikel, aber leider Realität. Wahrscheinlich mit Absicht etwas überzogen. Ich warte nicht erst, bis es soweit ist, dass,ich austicke, sondern ermahne immer sofort. Beim ersten Griff an eine verbotene Stelle. Bei der 3. Ermahnung kommt die Drohung dazu, dass ich das Kind ins Wartezimmer bringe. Entweder das funktioniert dann oder das Kind darf spielen gehen ;-).
#11 am 14.06.2016 von Dr. med. Kirsten Slottke (Ärztin)
  1
:-))) manche Eltern wissen heute nicht, dass sie die ELTERN ihrer Kinder sind mit Erziehungsaufgaben - und nicht die FreundInnen. Dass ihre Aufgabe es ist, den Kindern zu erklären, wie die Welt funktioniert, ihnen Sicherheit und Geborgenheit durch liebevolle, klare Grenzen zu geben.
#10 am 14.06.2016 von Frauke Lippens (Hebamme)
  0
Wen das zum Austicken bringt, der sollte eventuell einen Job ohne Kinder in betracht ziehen. Man hätte als Kind auch selber umleiten können, anstatt abzuwarten und Ärger aufzustauen, bis man "kurz mal austickt".
#9 am 14.06.2016 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  85
so genial geschrieben....bei mir heißt es halt: "pass bitte auf, die Akupunkturnadeln piksen und dann musst Du weinen" Danke für diesen erfrischenden Post, ich werde das nächste mal bei Chantalle, Jaqueline, Leon und Moses dran denken und mich freuen, dass es anderen auch so geht.
#8 am 14.06.2016 von Regina Rose (Heilpraktikerin)
  3
U. Kebekus
...Kinderärzte haben es schon schwer! Mit einer Kleintierpraxis wäre alles leichter gewesen...
#7 am 14.06.2016 von U. Kebekus (Gast)
  22
Hausärztin
Oh ich kann mir das so gut vorstellen *lach* Mama ist nun mal mit ihren Kindern nciht beim Kinderarzt, sondern beim Dienstleister, der gefälligst alles duldet :-)
#6 am 14.06.2016 von Hausärztin (Gast)
  5
Gast
Ein Arzt, der sich über ungezogene Rotzlöffel in seiner Praxis beschwert, sollte sich überlegen, ob er den für ihn richtigen Beruf gewählt hat. Ich bin kein Kinderarzt, aber ich habe noch IMMER mit einer deutlichen Weisung an Kind und/oder Eltern erreicht, was ich wollte. Und zwar auch dort, wo die Eltern anschließend meine Rechnung bezahlt haben. Macht doch endlich mal Euern Mund auf!
#5 am 14.06.2016 von Gast
  58
Gast
... und diese Generation, die mangels Erziehungsfähigkeit der Eltern, ichzentriert und unfähig, sich auf die Bedürfnisse anderer Menschen einzustellen oder Rücksicht zu nehmen, wird eines Tages, nicht nur in Deutschland, die Geschicke der Menschheit lenken...
#4 am 14.06.2016 von Gast
  4
Ich breche solche Konsultationen zum Schutz meiner Nerven und meiner Einrichtung sofort ab mit dem Hinweis, dass die Mutter das "randalierende" Kind nächstes Mal sonstwo lassen soll oder wahlweise erziehen. Alternativ hat es auch erstaunlicherweise oft funktioniert, wenn ich das Kind lautstark und streng zur Raison rufe und ihm dann ein Spielzeug zur Auswahl anbiete. Die verblüffende Ruhe, die ich damit habe erzielen dürfen, habe ich nach Abschluss meiner Tätigkeit mit einem großen Lob an das Kind beendet, wofür ich ein wunderhübsches strahlendes Kinderlachen ernten durfte. Klar, dass das nicht immer geht, aber dann: neuer Termin.
#3 am 14.06.2016 von Dr. med. Andrea Bräuer-Bercx (Ärztin)
  4
Gast
Super geschrieben!
#2 am 14.06.2016 von Gast
  1
Der Brüller! Was habe ich gerade in einer viel zu kurzen Mittagspause lachen dürfen, besten Dank dafür! Herrlich mitten aus dem Alltag… Nur dass die Antwort der unschuldig dreinblickenden Mutter beim Homöopathen etwas anders lautet: "Ich denke in der Homöopathie ist alles wichtig?". Was mir dann vermittelst Projektion meine eigene vorhandene Wutfähigkeit vor Augen führt…!
#1 am 14.06.2016 von Christian Meinhard (Heilpraktiker)
  2
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