Zähne altern

12.05.2016
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Die Zähne in unserem Mund altern. Sichtbar ist, dass Zähne im Alter dunkler und leicht gelbstichig werden. Aber auch die Zahnhartsubstanz sowie Zahnfleisch und Kieferknochen altern und verändern sich.

Immer mehr Menschen haben auch im hohen Alter noch ihre eigenen Zähne. „Zahnlos“ muss also nicht mehr sein. Aber: Auch die Zähne in unserem Mund altern.

Sichtbar ist, dass Zähne im Alter dunkler und leicht gelbstichig werden. Aber auch die Zahnhartsubstanz sowie Zahnfleisch und Kieferknochen altern und verändern sich.

Zahnschmelz

Dass sich Farbe und Form der Zähne verändern, liegt an ihrer Funktion: Der Zahnschmelz nutzt sich ab und wird mit zunehmendem Alter dünner. Das unter dem Zahnschmelz liegende Zahnbein (Dentin) wird stärker sichtbar und lässt die Zähne gelblich und dunkler wirken. Gleichzeitig verringert sich der Feuchtigkeitsgehalt und es entstehen mikrofeine Risse und Sprünge.

De- bzw. Remineralisation

Säurehaltige Getränke und Speisen wie Fruchtsäfte, Softgetränke oder Obst lösen Mineralien aus der Zahnhartsubstanz und greifen so die Zähne an. Um die natürliche Remineralisierung durch den Speichel zu unterstützen, sollten die Zähne regelmäßig und gründlich mit fluoridhaltiger Zahnpasta gereinigt werden. Die Zahnhartsubstanz kann sich so regenerieren. Im Alter lässt die Remineralisierung durch den Speichel jedoch meist in Folge von verringertem Speichelfluss nach. Wichtig ist daher eine ausreichende Kalziumzufuhr durch die Nahrung, zum Beispiel durch Milchprodukte, und regelmäßiges Trinken von Wasser, um eventueller Mundtrockenheit zu begegnen.

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Mit zunehmendem Alter gehen mehr Zähne durch eine Entzündung im Zahnbett (Parodontitis) verloren als durch Karies. Diese sogenannte Parodontitis, die durch Bakterien verursacht wird, zerstört den Zahnhalteapparat: Zahnfleisch, Bindegewebe und im weiteren Verlauf auch der Kieferknochen bilden sich zurück. Im schlimmsten Fall führt die Erkrankung zur Zahnlockerung und Zahnverlust. Sie kann darüber hinaus schwere Allgemeinerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes begünstigen. Auslöser für eine Parodontitis können z.B. Rauchen, Stress oder oftmals eine unzureichende Mundhygiene sein. Auch Osteoporose und Rheuma scheinen einen Einfluss auf Entstehung und Verlauf einer Parodontitis zu haben.

Artikel letztmalig aktualisiert am 12.05.2016.

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