PR: Weiße Zahnimplantate aus Zirkonoxid, white implants, metallfree

28.04.2016
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Bei einer anstehenden Implantatversorgung stellt sich für mich als Patient die Frage, welches Implantatmaterial beziehungsweise welches Implantatsystem für mich das Geeignetste ist. Entscheide ich mich für das klassische Reintitan, welches seit ca. 50 Jahren am Markt und sich ausreichend bewährt hat oder setze ich auf eine metallfreie Primärschraube.

Zukünftig werden Implantatsysteme aus Zirkonoxid zunehmend auf den Markt drängen, denn biologische Implantationen versprechen nicht nur eine verbesserte Ästhetik, sondern auch eine bessere Biokompatibiliät (Körperverträglichkeit). Unsere Nachuntersuchungen zeigen, dass das Weichgewebe Zirkonoxid liebt und Papillen sehr leicht rekonstruiert werden können. Grund scheint die Gewebsneutralität zu sein. Zirkonoxid besitzt keine freien Elektronen, an welche sich Moelküle binden können und weist eine sehr geringe Plaqueaffinität auf. Patienten und Zuweiser aus München fragen mehr und mehr nach ganzheitlich, verträglichen Lösungen, welche auch aus Sicht des Heilpraktikers oder Kinesiologen vollste Akzeptanz findet.

Ein Rückblick: Aluminiumoxidkeramiken, Zirkoniumdioxidkeramiken (ZrO2), frühere Keramiken neigten zu Materialüberlastung und Schraubenbrüchen. Sie mussten daher mit entsprechend großem Durchmesser angewendet werden. Es gab die Keramikimplantate ja schon vor 25 Jahren, denken wir nur an das Tübinger Implantat aus Aluminiumoxidkeramik, bekannt auch als das Frialit-1 Implantat der Firma Friadent, heute Dentsply. Schon damals hatten die weißen Implantate, speziell in der Front, einen hohen ästhetischen Vorteil. Man sah niemals einen metalligen, dunklen Implantatschulterbereich. Auch heute kämpfen versierte Zahnimplantologen mit dem Problem eines freiliegenden Implantathalses bzw. mit dem dunkel schimmernden, unnatürlich wirkenden Metall, welches manchmal am Übergang vom Primärimplantat zum Implantataufbau sichtbar ist.

Heutige Zirkons sind schneeweiß und wirken teilweise zu hell. Dies ist jedoch einem freiligenden Titanhals vorzuziehen. Zirkonoxid-Keramikimplantate haben heute ein vergleichbares Anwendungsspektrum wie klassische Titanimplantate. Nachteile sind der deutlich höhere Preis durch die aufwendige Herstellung und Oberflächengestaltung. Auch die Anwendung von Keramikimplantaten ist deutlich anspruchsvoller als eine Titanimplantation. Sie sollte nur von Keramikimplantatprofis erfolgen, da die Insertion (Schraubeneinbringung) höchster Sorgfalt bedarf. Planung und Positionierung von Keramikimplantaten sind diffizil. Bei zu hohen Druckbelastungen kommt es sofort zu Schädigung am Implantatschulterbereich.

Zur Unterscheidung: Zirkon ist ein Metall und steht in der fünften Hauptgruppe des Periodensystems. Zirkondioxid ist eine Metalloxidkeramik, welche keine metallischen Eigenschaften aufweist. Die Polygenstruktur weist eine extrem hohe Festigkeit durch die sogenannten Pseudoelastizität auf. Heute kann man weiße Zahnimplantate nicht nur transgingival am Stück (einphasig) einsetzen, sondern auch subgingival (zweiphasiges System). Das einphasige System hat unserer Erfahrung nach ein deutlich höheres Verlustrisikodurch Überlastung während der Einheilung. Der Vorteil nach der erfolgreichen, dreimonatigen Einheilung ist jedoch, dass es nicht zur Lockerung von einem Abutment kommen kann. Auch fehlt der sogenannte Microspalt zwischen Primärschraube und Aufbauteil, wie bei jedem gewöhnlichen, zweiphasigen Implantatsystem.

Das Fachgebiet der Zahnimplantologie wird sich also auch weiterhin rasant entwickeln. Biologisches Denken und ganzheitliche Ansätze rücken zunehmend in den Vordergrund. Immunologische Aspekte, wie metallfreie Rehabilitationen, werden gerade von anspruchsvollen Patienten gefordert.

Artikel letztmalig aktualisiert am 28.04.2016.

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Gast
Hallo und vielen Dank für den tollen Artikel über Keramikimplantate. Titan-Implantate sind ja glaube ich sehr langlebig.
#1 am 13.07.2017 von Gast
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