Die 5 mächtigsten Heilpflanzen

26.04.2016
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m_1461678686.jpgHeilpflanzen besitzen Inhaltsstoffe, die in der Lage sind, Krankheiten zu beseitigen oder den Organismus vor ihnen zu schützen. Neben diesen Wirkstoffen beinhalten Heilpflanzen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Sie tragen zur Versorgung des Körpers mit Nährstoffen bei, beeinflussen den Stoffwechsel positiv, stärken das Immunsystem und sorgen für ein allgemein besseres Wohlbefinden. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen neben den Vorbenannten die Glykoside, Gerbstoffe, Fette und ätherischen Öle, Kohlenhydrate, Enzyme und Milchsäfte. Bereits 300 v. Chr. wurden Heilpflanzen zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Leider ging das Wissen um sie größtenteils verloren, als die Pharmaindustrie chemische Stoffe entwickelte, die ebenfalls Symptome lindern. In der alternativen Medizin nutzt man Heilpflanzen auch heute noch. Nachfolgend sollten die mächtigsten fünf näher erläutert werden.

Gemeiner Löwenzahn und Große Brennnessel nicht nur Vitamin-Bomben

Der Löwenzahn wird von Gartenbesitzern häufig als lästiges Unkraut angesehen. Seine langen Pfahlwurzeln reichen weit in den Boden, so dass es beinahe unmöglich ist, die Pflanze durch einfaches Hacken zu beseitigen. Kinder erfreuen sich im Frühling und im Frühsommer an den gelben Blättern und später noch mehr an den Samenständen, die schon der leiseste Windzug weit durch die Luft weht. Aus diesem Grunde wird die Pflanze im Volksmund auch als Pusteblume bezeichnet.

Unterschätzt wird allerdings gern, dass der Löwenzahn in allen Teilen viele wertvolle Inhaltsstoffe enthält, die gegen so manche Beschwerden wirksam eingesetzt werden können. Beispielsweise findet sich in ihm neben den Vitaminen B und C die Kieselsäure, die für die Elastizität des Bindegewebes wichtig ist sowie zur Stabilität der Nägel und der Haarstruktur beiträgt. Gerbstoffe helfen dabei, Magen-Darm-Probleme zu lindern. Außerdem enthält der Löwenzahn den nichtglykosidischen Bitterstoff Taraxacin, diverse Phytosterole, Inulin, Inosit, Harz und Kautschuk sowie ätherische Öle.

Der Löwenzahn wirkt verdauungsfördernd und regt den Stoffwechsel an. Seine Inhaltsstoffe verbessern die Durchblutung und helfen bei Blutarmut. Sie beugen der Arterienverkalkung vor und regulieren den Insulinspiegel. Das frische Kraut, das sich übrigens zum Salat verarbeiten lässt, schützt vor Vitamin-Mangelkrankheiten.

Brennnessel

Ebenfalls in den Gärten nicht gern gesehen ist die Brennnessel. Dabei kann sie sogar als organischer Dünger genutzt werden und als Sud zubereitet die Nutzpflanzen vor diversen Krankheiten und Schädlingen schützen. Der Mensch profitiert von ihren Gerbstoffen, der Kiesel- und Ameisensäure, dem Provitamin A, einer hohen Menge an Vitamin C und Chlorophyll, dem Phytol, Schleim und Wachs sowie den Inhaltsstoffen Acetylcholin und Histamin.

Die Brennnessel wird bei Erkrankungen der Harnwege eingesetzt. Sie beseitigt den Magenkatarrh und Koliken. Da sie harntreibend wirkt, spült sie Krankheitserreger und Schadstoffe aus dem Körper aus. Sie wirkt entzündungshemmend und hilft bei rheumatischen Gelenkschmerzen. Außerdem regt sie den Stoffwechsel an.

Echte Kamille und Gemeine Schafgarbe gegen Entzündungen

Die Echte Kamille unterscheidet sich von der Stinkenden Hundskamille durch ihre runden Blütenköpfchen. Letztere ist als Heilkraut ungeeignet. Von der Echten Kamille werden überwiegend die Blüten gesammelt. Sie enthalten antibakterielle Komponenten, die unter anderem bei Magen-Darm-Problemen helfen. Außerdem beseitigen sie Blähungen und Entzündungen. Kein Wunder, dass die Echte Kamille in vielen Teemischungen enthalten ist.

Früher wurden in Kamillentee getränkte Auflagen zur Linderung von Augen- und Augenlidentzündungen genutzt. Heute weiß man, dass die Schwebstoffe die Bindehäute der Augen reizen. Daher verzichtet man auf diese Art der Anwendung. Zur Waschung offener Wunden und zur Heilung von Hautkrankheiten wird die Kamille auch heute noch eingesetzt.
 

Schafgarbe

Die weißen bis rosafarbenen, relativ großen Scheibenblüten der Schafgarbe fallen an Wandrändern oder auf trockenen Wiesen sofort ins Auge. Die Pflanze ist ein altbekanntes Heilmittel.

Zu ihren Inhaltsstoffen zählen die Bitter- und die Gerbstoffe, ätherische Öle mit den Hauptbestandteilen Cineol, Thujon, Pinen, Borneol und anderen Terpenen, Cholin sowie organische Säuren. Gesammelt werden die Blüten und das Kraut, die sich für den inneren und äußeren Gebrauch anwenden lassen.

Unter anderem wirkt die Schafgarbe nervenstärkend und verdauungsfördernd. Sie hilft bei Wechseljahresbeschwerden. Gegen Gallen-, Leberleiden sowie Magen-Darm-Verstimmungen hat sich ein Schafgarbe-Tee bewährt. Das Gurgeln mit einem Schafgarbe-Sud beseitigt Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen.

Ringelblume zur Hautregeneration

Die Ringelblume sieht nicht nur wunderschön aus, sie hilft auch bei Gallen- und Leberleiden und pflegt die Haut. So manch wunder Babypo hat schon von den wertvollen Inhaltsstoffen der Ringelblume profitiert. Zu ihnen zählen ätherische Öle, Bitterstoffe, Saponine, der Farbstoff Carotin sowie Schleim.

Gesammelt werden ausschließlich die Blütenköpfe beziehungsweise die Blütenblätter. Besonders viele Wirkstoffe stecken in den Randblüten. Beim Trocknen derselben ist darauf zu achten, dass die Trockentemperatur 35 Grad Celsius nicht übersteigt.

Artikel letztmalig aktualisiert am 02.05.2016.

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