Guter Schlaf bei Kindern - Einschlaf-Tipps.

15.04.2016
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Guter Schlaf hängt bei Erwachsenen sowie bei Kindern von etlichen Faktoren ab. Während bei Erwachsenen oft körperliche oder seelische Probleme den Schlaf beeinträchtigen, sind es bei Kindern meist "banale" Gründe, die sie vom Einschlafen abhalten. Ursachen sind dabei nicht selten Trennungsängste, eine ungewohnte Umgebung oder Aufregung.

m_1460703063.jpgGuter Schlaf fördert die Gesundheit
Gerade für Kinder ist ein guter Schlaf enorm wichtig, da in der Nacht etliche Prozesse im Körper stattfinden, die für die Gesundheit notwendig sind. Beispielsweise werden in der Tiefschlafphase nicht nur die wichtigen Wachstumshormone ausgeschüttet, sondern auch die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt. Die anschließende REM-Phase dient zur Verarbeitung von Erlebnissen und zum Speichern von Erlerntem.
Das Schlafbedürfnis schwankt mit dem Alter. Während Babys in der Anfangszeit rund 20 Stunden am Tag schlafen, liegt der Schlafbedarf bei Kleinkindern (bis zu 3 Jahren) bei etwa 12 bis 13 Stunden. Kindergartenkinder brauchen ca. 11 Stunden Schlaf, während Grundschulkinder (6 bis 10 Jahre) etwa 10 Stunden schlafen müssen, um am nächsten Tag fit zu sein. Älteren Schulkinder und Teenagern genügen meist 8 bis 9 Stunden Nachtruhe.
Auf keinen Fall sollten den Kindern bei Einschlafstörungen keine schlaffördernden Mittel verabreicht werden, die für die Kleinen mitunter sogar gefährlich werden könnten. Viel besser ist es, die Einschlafprobleme auf natürliche Art und Weise zu beheben. Die nachfolgenden Tipps können dabei helfen.

Rituale sorgen für Sicherheit
Rituale sollten in der Kindererziehung generell einen festen Bestandteil haben. Vor allem beim Zubettgehen sind sie unverzichtbar, da gewohnte Abläufe bei den Kleinen für mehr Sicherheit sorgen. Wenn sie wissen, was auf sie zukommt, kommen Ängste erst gar nicht auf. Welches Ritual gewählt wird, bleibt den Betreuungspersonen vorbehalten. In den meisten Familien wird eine kurze(!) Geschichte vorgelesen oder ein Gute-Nacht-Lied gesungen. Die ausgewählten Geschichten sollten dabei natürlich keine aufregenden oder gar angsteinflößenden Inhalte haben. Dies würde nämlich genau das Gegenteil bewirken und ließe die Kinder nicht einschlafen. Weitere mögliche Rituale sind, z. B. ein kleines Gebet, ein liebevoller Kuss auf die Stirn oder gemeinsames Kuscheln. Bevor Mama, Papa & Co. das Zimmer verlassen, sollten sie dem Kind vermitteln, dass sie jederzeit verfügbar sind. Dies ist dann natürlich auch einzuhalten. Wenn das Kind nach einiger Zeit merkt, dass es sich auf die jeweilige Person absolut verlassen kann, fühlt es sich zunehmend sicherer und findet schneller in den Schlaf.

Die richtige Gestaltung des Kinderzimmers
Hat ein Kind Einschlafprobleme, kann es auch an der Einrichtung des Kinderzimmers liegen. Wie man weiß, beeinflussen Farben wesentlich die Stimmung. Aus diesem Grund sollten keine grellen sowie anregenden Wandfarben (Rot, Gelb, Orange) im Kinderzimmer verwendet werden. Beruhigende Wirkung haben dagegen Farben, wie Rosa sowie Grün und Blau in verschiedenen Nuancen. Doch nicht nur auf die Farben, sondern auch auf ein liebevoll gestaltetes Bettchen kommt es im Kinderzimmer an. Jungs stehen, z. B. auf Betten in Autoform und Mädchen lieben Prinzessinnenbetten. Sogar eine Kinderbettwäsche mit den Lieblingsmotiven, kann das Zubettgehen einfacher machen. Das mag zwar alles oberflächlich klingen, aber so ausgestattet, fühlt sich der Nachwuchs in seinem Zimmer wohl und kann wesentlich besser einschlafen. Wartet dann auch noch das Lieblingskuscheltierchen im Bett auf seinen Besitzer, steht schönen Träumen (fast) nichts mehr im Wege. Falls das Kind Angst im Dunkeln hat, kann die Tür einen Spalt offen bleiben oder es wird ein kindgerechtes Nachtlicht besorgt.

Weitere Tipps:
Kinder sollten am Tage die Möglichkeit haben, sich ordentlich auszutoben. Am besten geschieht dies an der frischen Luft, die bekanntlich nicht nur hungrig, sondern auch müde macht.
Man glaubt es kaum, aber auch Kleinkinder können schon Probleme mit sich herumschleppen, die sich dann auf den Schlaf auswirken. Schwierigkeiten kann es, z. B. im Kindergarten, mit der Tagesmutter oder mit Freunden haben. Wenn liebevoll nachgefragt wird, sprechen fast alle Kinder darüber und fühlen sich nach dem Gespräch meist viel beruhigter.
Lebensmittel können Schlafräuber sein! Vor allem koffeinhaltige Getränke, wie etwa Cola oder Eistee, sollten für Kinder am Abend ein absolutes Tabu sein.

Diese Tipps sind natürlich kein Allheilmittel und wirken nicht bei jedem Kind gleich gut. Den einen oder anderen Tipp auszuprobieren lohnt sich aber, denn vielleicht fällt dann das Kind schneller ins Träumeland und die Nächte werden wieder etwas ruhiger!

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/schlafen-kinder-nickerchen-mdchen-1311784/

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.04.2016.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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