Tuberkulose: 134 Jahre bekannt

24.03.2016
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Vor 134 Jahren revolutionierte Robert Koch die Behandlung der Tuberkulose. Am 24. März 1882 veröffentlichte er seine Entdeckung der Mykobakterien als verursachende Erreger. Der heutige Welttuberkulosetag soll auf die Erkrankung aufmerksam machen – denn die Fallzahlen steigen wieder an.

Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die in den meisten Fällen die Lunge betrifft. Es können allerdings sämtliche Organe infiziert werden. Verglichen zu anderen Infektionskrankheiten ist die Tuberkulose nur mäßig ansteckend. Die Inkubationszeit beträgt etwa 6-8 Wochen. Eine Tuberkulose wird nicht immer direkt als solche identifiziert, da die Symptome oft unspezifisch sind. Bei intakter Immunkompetenz kommt es nur selten zu einem tatsächlichen Krankheitsausbruch (ca. 5-10% innerhalb der ersten beiden Jahre nach der Infektion).

Infektionzahlen in Deutschland steigen

2014 erkrankten in Deutschland rund 5 von 100.000 Menschen, 2015 wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 5.685 Fälle von Tuberkulose gemeldet. Gegenüber 2012 bedeutet dies einen Anstieg der Fallzahlen um 6,3 %. Die Aufklärung zur Erkrankung gewinnt also wieder an Bedeutung. Auch im Motto „Gemeinsam gegen Tuberkulose“ des diesjährigen Welttuberkulosetages spiegelt sich dies wieder.

Wichtige Facts zur Tuberkulose

Eigenschutzmaßnahmen

Übertragungswege

Risikogruppen

Bitte beachten:

Unter diesem Link findet ihr weitere Informationen zu den epidemiologischen Fakten zu Tuberkulose des Robert-Koch-Instituts.

Bildlizenz: CC BY-SA

Bildquelle: Yale Rosen/flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 24.03.2016.

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Tuberculosis ist aerob. Die Übertragung soll fast ausschließlich durch Tröpfcheninfektion über die Atemwege erfolgen. Als Mycobacterium ist es „säureresistent“ und kann der Immunabwehr entgehen aber auch unbeschadet durch den Magen bis in den Darm zu gelangen. Die Natur ist sparsam. Die Schutzhülle wäre für den Weg über die Lunge evolutionsbiologisch evtl. nicht notwendig gewesen. Das Mycobacterium bovis, dass die Rindertuberkulose verursacht, ist auf den Menschen übertragbar. Es lässt sich über Futter übertragen und durch Rohmilch auf den Menschen, also durch den Magen. Das würde die stabile Außenhülle evolutionär erklären. Ist deswegen die Frage nicht doch berechtigt, ob es aus Vorsichtsgründen angemessen ist, auch von einer Infektion über den Verdauungstrakt auszugehen. Und daraus abgeleitet, ob durch gemeinsam benutztes Geschirr oder über Lebensmittel eine Übertragbarkeit auf und zwischen Menschen möglich ist. Gibt es dazu Forschungsergebnisse oder Erfahrungen? Danke!
#1 am 26.03.2016 von Friedrich Adalbert (Sonstige)
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