Hyaluronsäure

21.03.2016
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Der Name ist bereits in aller Munde, doch worum geht es denn bei der Hyaluronsäure?

Im Grunde ist Hyaluronsäure eine Substanz, die in ihrer reinen Form natürlich ist, das bedeutet sie kommt in der Natur vor und zwar im Auge der Kuh bzw. im Kamm des Hahns. Weil die Kuhaugen so glasig wirken hat der Entdecker jener Substanz sie danach benannt. “Hyal” kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet “Glas” oder “glasig”.

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Verwendung von Hyaluronsäure

Hyaluronsäure wird überwiegend in der Kosmetik verwendet und dort hat es einen Boom ausgelöst. Der Grund dafür ist ganz einfach. Die Hyaluronsäure hat einen unglaublich positiven Effekt auf die Haut und kann sogar Substanzen wie Botox oder Kollagen in der Wirkung das Wasser reichen, allerdings ohne die gefürchteten Nebenwirkungen.

Hyaluronsäure wird ja vom Körper selbst hergestellt, weshalb es im Allgemeinen auch sehr gut verträglich ist. Der Körper stellt es her als eine Art Bindemittel, und zwar ein Bindemittel für Wasser, oder besser gesagt Wassermoleküle. Durch die Hyaluronsäuremoleküle speichert der Körper Wassermoleküle im Bindegewebe unterhalb der Haut. Es werden aber auch durch die Hyaluronsäuremoleküle verschiedene Nährstoffe angebunden und dadurch innerhalb der tieferen Hautgewebeschichten gespeichert.

Im Laufe der Jahre nimmt die Produktion der körpereigenen Hyaluronsäure immer mehr ab. Dies hat mehrere negative Effekte und zwar werden dadurch innerhalb der Haut weniger Wassermoleküle gespeichert, was die Haut dadurch eingefallener wirken lässt. Es werden aber auch andere Moleküle weniger intensiv an das Hautgewebe gekoppelt, weshalb die Haut immer mehr in “Verschleiß” gerät. Die Instandhaltung der Haut kann dadurch nicht mehr so gewährleistet werden, wie in jungen Jahren.

Was daraus folgt, ist sicherlich den meisten bekannt. Die Haut altert und ist nicht mehr so glatt und geschmeidig, wie sie es einst war.

Hyaluronsäure wirkt dabei auf eine ganz bestimmte Art. Es bindet einfach mehr Moleküle im Bindegewebe der Haut. Das führt zu mehreren Effekten, zum einen, wird durch die Moleküle, die zusätzlich an das Gewebe gebunden werden, ein straffender Effekt erzielt, weil ja die “Leerräume” ausgefüllt werden. Andererseits werden auch mehr Nährstoffe an die Haut gebunden, was die Haut insgesamt vitalisiert und strahlender macht.

Hyaluronsäuremoleküle - Einfluss auf die Haut

Am meisten wird Hyaluronsäure in Form von Cremen und sogenannten “Fillern” verabreicht. Die Creme wird auf die Haut aufgetragen und die heilsamen Hyaluronsäuremoleküle können dadurch in die Haut gelangen. Je kleiner die Hyaluronsäuremoleküle sind, desto tiefer gelangen sie in die Haut. Bei den Hyaluronsäure - Fillern wird überwiegend von den kleinsten Hyaluronsäuremolekülen Gebrauch gemacht, weshalb diese auch am effizientesten sind, wenn es darum geht, die Haut von tiefer liegenden Gewebeschichten aufzufüllen.

Der Auffülleffekt wird vermehrt auch in der Schönheitschirurgie verwendet. Da wird Hyaluronsäure durch Injektionen in verschiedene Stellen verabreicht, unter anderem ins Gesicht, wo Falten durch diesen Effekt geglättet werden können, aber auch in Brust, wo beeindruckende Effekte, vergleichbar mit denen von Brustimplantaten, erzielt werden.

Aber nicht nur in der plastischen Chirurgie wird Hyaluronsäure verwendet, sondern auch in der Orthopädie, wo die Hyaluronsäure dabei hilft, bereits abgenutzte Gelenke wieder zu “schmieren”.

Der bedeutende Vorteil gegenüber anderen Substanzen liegt eben darin, dass Hyaluronsäure im menschlichen Körper vorkommt und deshalb viel weniger allergische Reaktionen hervorruft, als andere Substanzen. Dies ist auch der Grund, weshalb Hyaluronsäure immer mehr in “Mode” kommt.

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.03.2016.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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