PR: Künstliche Herzklappe: "Das Grundgerüst soll später vom Körper abgebaut werden"

08.01.2016

Künstliche Herzklappen für Kinder gibt es viele, doch es gibt einen entscheidenden Nachteil: Sie müssen ausgetauscht werden, weil sich Kinder im Wachstum befinden. Die künstliche Klappe hingegen bleibt so wie sie ist – und wird damit zu klein. Ideal wäre deshalb eine mitwachsende Herzklappe, die den Kindern wiederholte Operationen ersparen würde.

MEDICA.de sprach mit der Chemikerin Dr. Svenja Hinderer, die derzeit am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) daran arbeitet eine mitwachsende Herzklappe zu entwickeln.

 

Frau Dr. Hinderer, Sie forschen an einer künstlichen Herzklappe, die bei Kindern mitwachsen soll. Könnten Sie bitte kurz beschreiben, was das besondere an dem von Ihnen entwickelten Ansatz ist?



Svenja Hinderer: Wir haben uns die extrazelluläre Matrix natürlicher Herzklappen angesehen, um uns daran zu orientieren und um diese dann nachzubilden. Dafür verwenden wir unterschiedliche Polymere, wie Polyethylenglykol und Polyactid, die sich unter anderem mit UV-Licht vernetzen lassen. Die Materialien werden elektrogesponnen und können mit zusätzlichen natürlichen Proteinen bestückt werden. Letztere können unterschiedliche Zellantworten hervorrufen. Diese unterschiedlichen Schichten machen den Vorgang so interessant, denn wir wollen Zellen anlocken, die für das Wachstum im menschlichen Körper verantwortlich sind. In einem Bioreaktor, in dem Körpertemperatur und Blutdruck simuliert werden, wurde das Material in seiner Funktion als Herzklappe bereits erfolgreich getestet. Die Klappe öffnet und schließt unter physiologischen Drücken von 120 mmHg zu 80 mmHg. ...

Das komplette Interview lesen Sie auf MEDICA.de!

Artikel letztmalig aktualisiert am 08.01.2016.

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Aus: MEDICA
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