Aus der Chemieküche

05.01.2016
Teilen

Vegane Ernährung ist derzeit en vogue. Sie gilt als natürlich und gesund. Aber ist sie das wirklich immer?

In den Buchhandlungen liegen vegane Kochbücher aus, vegane Köche wie Attila Hildmann genießen den Status eines Popstars, Promiente outen sich als Veganer. Die aus dem Vegetarismus hervorgegangene, auf jegliche tierische Zutaten, also auch Milch und Molkereiprodukte oder Eier verzichtende Ernährungsweise ist zur Zeit hip und wird von ihren Verfechtern mit zum Teil missionarischem Eifer propagiert. Argumente wie Ethik, Tierschutz, Umweltschutz, Gesundheit, Verteilungsgerechtigkeit, Welternährungsproblematik oder religiöse Gründe und/oder Herrschafts- oder Kulturkritik werden als Beweggründe genannt.

Aber wie gesund und vor allem natürlich ist Veganismus wirklich?

Die Aufnahme von Ballaststoffen liegt bei Veganer häufig über der teilweise eher geringen Zufuhr der Durchschnittsbevölkerung, wobei nicht jeder Mensch eine stark ballaststoffreiche Ernährung wirklich gut verträgt, sondern mit – teils unangenehmen oder sogar schmerzhaften – Blähungen reagiert.

Der Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte kann zu einer Minderversorgung mit Calcium, Jod und Eisen, aber auch Vitamin B12 führen, welche zum Teil supplementiert werden müssen. Vegane Kost ist sehr cholesterinarm, wobei die exogene Cholesterinzufuhr aufgrund der endogenen Synthese nur einen Teilaspekt darstellt. Auch die Aufnahme gesättigter Fettsäuren ist bei Veganern geringer. Insbesondere bei Kindern besteht aufgrund einer möglichen Mangelernährung durch eine streng vegane Kost das Risiko bleibender Schäden.

Medizinische Studien fanden für Veganer ein zum Teil niedrigeres Risiko an AdipositasDiabetes mellitus und arterieller Hypertonie zu erkranken. Auch das Risiko für eine koronare Herzerkrankung ist gegenüber Fleischessern um 20 % reduiziert, allerdings bei einer ovo-lakto-vegetarischen Kost oder Pescetariern sogar um 34%. Dafür haben Veganer ein erhöhtes Osteoporoserisiko sowie, aufgrund einer verminderten Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren, ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Thrombosen und Arteriosklerose. Ferner haben durch den steigenden Verzehr von Sojaprodukten auch diesbezügliche Allergien zugenommen.

Eine vegane Ernährungsweise kann also gesundheitliche Vorteile haben, birgt aber das Risiko einer Mangelernährung in sich, vor der uns gegebenenfalls nur zusätzliche Chemie in Form von Nahrungsergänzungsprodukte schützt.

Trotzdem strömen in letzter Zeit immer mehr vegane Produkte in die Regale der Supermärkte. Beliebt sind nicht zuletzt Fleischersatzprodukte wie vegane Wurst, Schnitzel, Hackfleisch oder Lachs, welche das gewohnte Geschmackserlebnis bieten sollen, aber frei von tierischen Zutaten sind. Dafür enthalten sie häufig Soja-Eiweiß und künstliche Aromen, handelt es sich doch in erster Linie um Entwicklungen der Lebensmittelchemie. Selbst Sojamilch ist letzten Endes ein hochverarbeitetes Industrieprodukt, also etwas Künstliches. Wenn man es genau überlegt, eigentlich alles nicht besonders appetitlich. Was nicht heißen soll, dass man vegan kein schmackhaftes und vollwertiges Menü zubereiten kann, im Gegenteil. Aber aus meiner Sicht nicht mit solchen Produkten. Mit „natürlich” hat dies etwa genauso viel zu tun wie eine Flasche Cola.

Vegan ist nicht gleich umweltfreundlich

Überhaupt finde ich es inkonsequent, auf der einen Seite zwar bewusst auf tierisches Fleisch verzichten zu wollen, andererseits aber Lebensmittel zu wünschen, die genauso aussehen und schmecken. Auch über die Umweltfreundlichkeit kann man diskutieren: Etwa 52 % der weltweiten Sojaproduktion stammen aus konventionellem Anbau in Südamerika, darunter auch genmanipulierte Pflanzen. Auch wenn davon nur 10 % in der Lebensmittelproduktion (Margarine, Tofu, Sojasoße usw.) enden (der Rest wird für die Herstellung von Futtermitteln oder Agrartreibstoffen verwendet), so werden dennoch zur Vergrößerung der Anbauflächen in Brasilien große Flächen Regen- und in Argentinien Nebelwald abgeholzt, was von Umweltschützern kritisiert wird.

Inwieweit es moralisch weniger verwerflich ist, eine Pflanze zu töten als ein Tier wurde an dieser Stelle bereits überlegt und ist eine Frage mit philosophischer Brisanz.

Keine Frage, unsere übliche, viel zu einseitige Ernährungsweise mit der daraus resultierenden, höchst bedenklichen Massentierhaltung ist umweltschädlich und gesundheitlich riskant. Aber Veganismus ist meines Erachtens aus den verschiedensten Gründen kein sinnvoller Ausweg. Eine ausgewogenen Mischkost mit wenig (aber dann hochwertigem und artgerecht produziertem) Fleisch erscheint mir auch ernährungsphysiologisch das Gesündeste, alternativ eine ovo-lakto-vegetarische Kost.


Food for thought...

Bildquelle: Sigurdas, Wikipedia

Bildquelle (Außenseite):

Artikel letztmalig aktualisiert am 01.02.2016.

679 Wertungen (3.22 ø)
11759 Aufrufe
Ernährungsberater
Aus Sicht der lebenswichtigen Eiweißversorgung ist selbstverständlich Fleisch besser als Pflanze, zumindest muss man mehr "Pflanzeneiweiß" essen als tierisches E. Nicht zufällig stammt der Begriff vom besonders nahrhaften Ei. Hinzu kommen natürlich auch nicht unwichtige Unterschiede anderer essentieller Anteile dieser beiden unterschiedlichen Quellen. Genannt seien Vitamine und Mineralien, die auch in kaum vorstellbar geringen Mengen bei Mangel Krankheit verursachen. Auch hier schlägt die nicht vegetarische Nahrungsquelle die Pflanzen deutlich. Wer also eine "vegetarische Curry-Wurst" (Soja et.) vertilgt, ißt keinesfalls das gleiche wie eine aus tierischer Quelle. Ein guter Vegetarier kennt und berücksichtigt also die Defizite seiner Ernährungsweise und substituiert entsprechend. Das ist in deutlich geringerem Maße ja auch für Mischköstler erforderlich, wenn man z.B. an Jod, Vit.D und Eisen denkt. Für Kleinkinder ist Vegetarismus allerdings obsolet und sollte verboten werden.
#45 am 31.01.2016 von Ernährungsberater (Gast)
  33
Ernährungsberater
Dem "Stoffwechsel" ist es egal, woher z.B. die Aminosäuren, AS (Eiweißbausteine) stammen, ob von Pflanze oder Tier. Ein Teil davon ist "essentiell", der Mensch kann sie also nicht selbst herstellen. https://de.wikipedia.org/wiki/Essentielle_Aminosäure Er kann sie auch nicht speichern. Hinzu kommt deshalb noch die Erfordernis der richtigen (gleichzeitigen!) Zusammensetzung. Er kann auch nicht heute "genug" Leucin zu sich nehmen und übermorgen genug Valin. Das würde zu permanentem Zellabbau (Katabolismus) führen. Schlimmer, sogar die essentiellen AS haben jede für sich eine Toxizität bei Überdosierung. Qualität (biologische Wertigkeit) UND Quantität (Eiweißminimum) bestimmen also die Lebensfähigkeit und ganz besondere die Fähigkeit von Wachstum und Krankheitsheilung.
#44 am 31.01.2016 von Ernährungsberater (Gast)
  9
Gast
Man darf wohl vernuten, dass die plötzlich so vielen "Daumen runter" bei #40 "halal" verteidigen wollen.
#43 am 31.01.2016 von Gast
  67
Ernährungsberater
@Michael Harthaus, Sie haben falsch entnommen. Ich habe nicht über "die Menschheit" geredet sondern über "Vegetarier" wie Sie, die Nicht-Vegetarier erziehen möchten ohne zu fragen, ob das denen recht ist. Das ist nicht zielführend. Wer auch noch über Menschenrechte schwadroniert, sollte sich lieber darüber sorgen, dass der Krieg gegen Menschen nun auch langsam nach Deutschland getragen wird. "Wir" helfen da tüchtig mit, da unsere Soldaten im Ausland kämpfen. Es wird wieder recht schamlos Kriegspropaganda gemacht. "Industrialisierung" der Ernährung ist zweifellos problematisch und am Vegetariertrend verdient die Industrie besonders gut. Pflanzen sind billiger und die Produkte teuerer.
#42 am 30.01.2016 von Ernährungsberater (Gast)
  80
Michael Harthaus
Hallo anonymer Gast ohne Name vom Kommentar #40, Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie die Erdenbürger dieser Welt in normale Menschen und anormale Menschen einteilen. Zu den anormalen Menschen zählen Sie die Vegetarier_innen und explizit mich - schönen Dank auch. Versuchen Sie nicht, Ihren Wert durch die Abwertung anderer zu steigern. Das ist nicht zielführend. Die menschliche Rasse ist eine Spezies, kein Wettbewerb. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre eigenen Werte und Ziele zu verfolgen und packen Sie es an. Setzen Sie sich persönlich dafür ein, dass wir nicht mehr zeitgemäße Traditionen wie z.B. das von Ihnen zurecht kritisierte Halāl-Fleisch bald hinter uns lassen können. Und freunden Sie sich mit dem Gedanken an, dass Vegetarismus keine Religion ist. Die vegane Lebensweise ist die Folge einer konsequenten und beharrlichen Auseinandersetzung mit Menschenrechten und den Rechten von Tieren, mit Umweltschutz, den Ernährungsproblemen in der Welt und mit der eigenen Gesundheit.
#41 am 30.01.2016 von Michael Harthaus (Gast)
  13
Gast
Das schlimme an "Vegetariern" wie Herrn Michael Harthaus ist Ihre Intoleranz gegenüber Normal-Menschen. "Meat is Murder" wird ja noch deutlicher. Ernährungsmedizinische Argumente dafür gibt es nicht. Allerdings muss Fleisch nicht "halal" sein, das können Sie sich gerne vorknöpfen :-) Doch dazu ist man zu feige, denn auch das ist eine Religion wie der Vegetarismus.
#40 am 29.01.2016 von Gast
  85
Michael Harthaus
Teil 1: Ideologisch und dogmatisch ist es, wider besseren Wissens, an althergebrachten, längst überholten Traditionen festzuhalten, anstatt Verantwortung zu übernehmen! Die Sache ist doch: Was leiste ich mir auf Kosten anderer. Wenn ich höre, dass ich mit dem Stück Fleisch, dem Stück Käse oder dem Ei auf meinem Teller mitverantwortlich bin für Hunger in der Welt, dann informiere ich mich, denke darüber nach und treffe eine Entscheidung, die auf Mitgefühl, auf Empathie gründet. Wenn in anderen Ländern Menschen verhungern, weil das Getreide, das dort angebaut wird bei uns an Tiere verfüttert wird, dann läuft da etwas ganz gewaltig schief! Täglich sterben bis zu 43.000 Kinder an Hunger, während ca. 50% der weltweiten Getreideernte und ca. 90% der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch-, Milch- und Eierindustrie verfüttert werden!
#39 am 20.01.2016 von Michael Harthaus (Gast)
  15
Michael Harthaus
Teil 2: Die Verfütterung von pflanzlicher Nahrung zur Erzeugung gesundheitlich bedenklicher, tierischer Produkte ist eine Absurdität, ein Skandal und eine Verschwendung der Superlative: Für die Erzeugung von nur 1 kg Fleisch sind je nach Tierart bis zu 16 kg pflanzlicher Nahrung und 10 – 20 Tonnen (10.000 – 20.000 Liter!) Wasser notwendig. Wenn du deine Entscheidungen auf Kosten von Armut, Hunger, Ausbeutung, Qual und Leid anderer Menschen oder Lebewesen triffst, wird es hoffentlich auch immer Menschen geben, die den Stimmlosen dieser Welt ihre Stimme geben. Der Konsum von Milch-, Ei- und Fleischprodukten gründet lediglich auf Angewohnheit, Tradition, Bequemlichkeit und Geschmack. Zudem ist es in Zeiten ständig neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, die ganz klar die gesundheitlichen Risiken von Milch-, Ei- und Fleischkonsum belegen, ganz schön "mutig" weiterhin starr an den längst überholten Traditionen festzuhalten!
#38 am 20.01.2016 von Michael Harthaus (Gast)
  15
Pablo
Frau Staudacher, ich weiß nicht, wieso es grotesk sein soll, Wurst ohne Fleisch zu essen. Nicht jeder verzichtet auf Fleisch aus gesundheitlichen Gründen. manche machen es, weil sie nicht möchten, dass ein Lebewesen sterben muß, damit man sich mit diesem toten Tier ernährt. Ich persönlich mochte immer Fleisch und Wurst. Aber ich mag für meinen Genuss nicht töten. Deshalb finde ich Produkte, die schmecken wir Fleisch und Wurst nicht grotesk. Eine fleischlose Wurst ist inhaltlich wohl kaum schlechter als eine Wurst aus Fleisch.
#37 am 15.01.2016 von Pablo (Arzt)
  10
Gast
@Frau Lippert: Sie haben natürlich Recht. Eine extensive Landwirtschaft hat natürlich einen wesentlich günstigeren ökologischen Fussabdruck als intensive. Und ich gebe zu, dass ich darauf nicht eingegangen bin. Ich habe vom "Durchschnitts-Schnitzel" geschrieben und mich auf Extreme (zwecks leichterem Verständnis) beschränkt. Es liegen die meisten von uns ja irgendwo zwischen vegan und reiner Fleischkost. ;) Trotzdem bleibe ich dabei: Man sollte sich dessen bewusst sein, dass der eigene Konsum etwas ist, wofür die Umwelt zahlen muss. Mehr oder weniger, und ich bin eindeutig für weniger - am Besten durch weniger UND verträglicher produzierte Produkte. No 27
#36 am 13.01.2016 von Gast
  5
Michael Blumenstein
Ich bin seit 40 Jahren Vegetarier, meine Kinder sind es auch seit der Geburt und alle erfreuen sich bester Gesundheit. Seitdem wir von Umami als Geschmacksqualität kennen, können wir vieles besser verstehen. Sogar dir Werbung der 50er für Maggi und herzhafte Tütensuppen, begründet mit dem herzhaften Geschmack, den Männer haben wollen. Ob Fleisch oder nicht, ist dann eigentlich allen egal. Herzhafter Geschmack ist eine Geschmacksqualität, die für die meisten Menschen angenehm ist. Das essen genießen, das kann eigentlich nur der veganer oder der nahezu bewußtseinslose Mensch. Ich stelle jetzt meine Kost auf vegan um, weil tierische Produkte bei uns nahezu niemals ohne Tierleid produziert werden. Eine ziemlich unsinniger Hinweis auf Omega-3 Fettsäuren, die dem veganer fehlen? Wo sind die drin? Im Zuchtfisch mit Antibiotika oder im Raubbau bei Wildfängen? Es gilt eine Empfehlung zum begrenzten Konsum der fetten Fische. Für Leinöl kenne ich eine solche Empfehlung nicht, auch nicht für Sonnenblumenöl mit Omega-6. Wer als Veganer "Umami" ißt, ahmt nicht den Fleischverzehr nach. Eine Veganwurst ist keine Fleischkopie sondern die Nutzung einer optisch und technisch sinnvollen Form. Wer immer Gründe für sein Verhalten finden möchte, der kann es tun. Die Qualität veganer Produkte ist tatsächlich oft problematisch: Palmöl, gehärtete Fette, Phosphate sind alle vegan, aber wirklich nicht gesundheitsfördernd. (Beispielsweise im Kaffeeweißer). Aber Sojapulver erfüllt den selben Zweck. Sowohl beim Palmöl wie auch bei den gehärteten Fetten und Phosphaten ist das öffentliche Bewußtsein noch nicht hinreichend geschärft. Frischkost ist immer besser als Fabrikware, aber nicht für alle Lebensmittel möglich.
#35 am 13.01.2016 von Michael Blumenstein (Gast)
  10
Gast
Sicher ist, dass Fleisch eindeutig zu billig zu haben ist, aber davon lebt ja inzwischen die ganze ausufernde Medizin. Und im Übrigen trifft das auf die vielen und zunehmenden Niedrig-Verdiener bzw. Harz4-Empfänger noch nicht einmal zu. Wollte man das Problem also politisch steuern ( wozu Politik ja da ist ), dann müsste man etwas an der ungerechten Verteilung ändern. Danach sieht es aber gerade nicht aus. Eher wird die Schere grösser. Ändern wird sich das aber spätestens, wenn TTIP und CETA durchgewunken wurden, denn dann wird alles ganz offiziell von der Grossindustrie gesteuert und dann muss man das dumme Volk auch nicht mehr zufrieden füttern.
#34 am 13.01.2016 von Gast
  2
Und zur Erklärung für Herrn Schätzler, der sich mit veganen Prinzipien wohl wenig auskennt: Für jeden Veganer, den ich kenne, ist die Ernährung des Säugetier-Nachwuchses mit Muttermilch der eigenen (!) Art vollkommen normal.
#33 am 13.01.2016 von Stephanie Staudacher (Heilpraktikerin)
  4
Das Argument leuchtet mir durchaus ein, ok. Ich habe nur eine grundsätzliche Abneigung gegen "Lebensmittel", die mit Geschmacksverstärkern, Bindemitteln, Aromen und Farbstoffen versuchen etwas darzustellen, was sie nicht sind, ob sie nun vegan sind oder nicht. Aber dass der ehemalige Fleischliebhaber den Geschmack von Fleisch weiterhin zu genießen versucht, ohne ein ethisches Problem damit haben zu müssen, kann ich mittlerweile verstehen, insofern betrachten Sie mich bitte als geläutert ;)
#32 am 13.01.2016 von Stephanie Staudacher (Heilpraktikerin)
  3
Pablo
Frau Staudacher, ich weiß nicht, wieso es grotesk sein soll, Wurst ohne Fleisch zu essen. Nicht jeder verzichtet auf Fleisch aus gesundheitlichen Gründen. manche machen es, weil sie nicht möchten, dass ein Lebewesen sterben muß, damit man sich mit diesem toten Tier ernährt. Ich persönlich mochte immer Fleisch und Wurst. Aber ich mag für meinen Genuss nicht töten. Deshalb finde ich Produkte, die schmecken wir Fleisch und Wurst nicht grotesk. Eine fleischlose Wurst ist inhaltlich wohl kaum schlechter als eine Wurst aus Fleisch.
#31 am 13.01.2016 von Pablo (Arzt)
  5
Annemarie Lippert
Mich persönlich nerven die Fleischersatzprodukte eher. Vor allem, weil in Mensa und co. häufig die vegetarischen Gerichte damit gemacht werden und das oft die einzige Alternative zu Fleisch ist. Ich will aber nicht jeden Tag Fleisch. Und dann ist Sojaprotein, das so tut als wäre es welches, eben keine Alternative. Warum muß man eine Gemüsepfanne mit Tofu kontaminieren?
#30 am 13.01.2016 von Annemarie Lippert (Gast)
  0
Annemarie Lippert
@29 Beim Flächenverbrauch kommt es darauf an... Es gibt durchals Land, das sich nicht für Gemüseanbau, sondern nur oder besser als Weide nutzen läßt. Natürlich lassen sich damit nicht die Massen produzieren, die derzeit gegessen werden, aber das ist keine Frage von Ja oder Nein, sondern, wie so oft, eine des Maßes. Wir sollten Fleisch wieder als das wertvolle Lebensmittel wahrnehmen das es ist, es bewußt und in geringerer Menge essen, dafür in guter Qualität. Fleisch ist einfach zu billig. Ich denke, es gibt einen Kreislauf aus industrieller Produktion, viel Masse (minderer Qualität) zu niedrigen Preisen, und gedankenlosem reinfressen. Eine Rückbesinnung auf Qualität, vebunden mit Maß halten und der Bereitschaft, deutlich mehr für Fleisch und auch Milch zu zahlen, würde durchaus helfen. Dann läßt sich auch mit besserer Tierhaltung, besserem Futter und weniger Ressourchenverbrauch der (dann deutlich geringere) Bedarf decken.
#29 am 13.01.2016 von Annemarie Lippert (Gast)
  0
Gast
@ Dr Schätzler: Ich kenne z.B. die Kuh - oder ist die für Sie schon kein Vegetarier mehr, weil sie als Kalb (wenn sie Glück hat) Muttermilch zu sich nimmt??
#28 am 12.01.2016 von Gast
  6
Gast
Und das Umweltargument zählt doch... Auch wenn es bereits in einigen Beiträgen angeklungen ist, möchte ich das Kind hier nochmal explizit beim Namen nennen: Es geht um den sog. ökologischen Fussabdruck von Nahrungsmitteln, d.h. die Summe aller Rohstoffe, die zu seiner Produktion verbraucht werden: Wasser, Fläche, Energie. Dazu zählt z.B. auch das verschmutzte Flusswasser und das freigesetzte CO2. Wenn man bedenkt, dass man ein Tier, je nach Gattung und Art, mehrere Monate oder auch Jahre lang füttern muss, bevor es selbst zum Nahrungsmittel wird, ist es doch vollkommen logisch, dass z.B. ein Kilo Rindfleisch für seine Herstellung das zig-fache an Ressourcen im Vergleich zu einem Kilo Gemüse verbraucht. (Schliesslich entspricht das nur etwa einem einzigen Frühstück einer Kuh). Oder andersherum: Mit der gleichen Fläche Land und der gleichen Menge Wasser, kann man SEHR viel mehr Veganer als Fleischesser ernähren. Deshalb gibt es im Tierreich ja auch verhältnissmässig viele Pflanzenfresser im Vergleich zu Fleischfressern. Wenn man also vom Umweltschutz ausgeht (oder einem die Pariser Klimaziele am Herzen liegen), ist ein veganer Lebensstil definitiv positiver zu bewerten, als ein fleisch-intensiver. Das bedeutet aber auch für Mischköstler: Jedes Schnitzel mehr belastet die Umwelt, jedes weniger entlastet sie. Die Verantwortung für die Umweltzerstörung durch seinen eigenen Lebensstil muss jeder selbst tragen.
#27 am 12.01.2016 von Gast
  9
Gast
Dem Fleisch-, Wurst- und Schinkenliebhaber Dr. Georg Schätzler sei gesagt, daß er eben NICHT alles weiß und übrigens auch nicht wissen kann. Sehr wohl gab es Zeiten des Vegetarismus und keiner kann sagen, ob sich nun Alle konsequent daran hielten. Zudem sei er gefragt, wie er es mit Empathie hält und ob diese - auch angesichts der brutalen Tötungsmethoden - bei Tieren aufhört ?
#26 am 12.01.2016 von Gast
  13
Ich persönlich kenne keine Säugetier-Art einschließlich der Gattung Homo sapiens, die von Geburt an vegetarisch oder gar vegan ernährt wurde. MfG
#25 am 12.01.2016 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  161
Gast
# 16 : Aus dem Bauch heraus ? Nein, wie ungewöhnlich, gerade bei einer Frau :-) Es war halt nur a bisser´l lang ( auch mit Bauch ), inhaltlich aber aufschlußreich und emotional natürlich einsame Spitze :-) :-) :-) . Bleiben Sie so, wie sind, Frau Fahr oder werden, wie sie sein könnten, ne ?
#24 am 12.01.2016 von Gast
  1
Gast
Fleischesser neigen offenbar eher zu Vorurteilen und autoritären Strukturen als Vegetarier und Veganer, so eine aktuelle Studie. http://news.doccheck.com/de/115540/vegetarismus-toleranter-dank-tofu/ Es zeigt sich immer wie der Carnivore aufbraust, wenn es um seine Ansicht geht. Es möchten die heutigen Fleichfresser mal bei der Jagd sehen ohne seine Flinte und SUV J
#23 am 12.01.2016 von Gast
  12
Alles Religion. Wir haben keine Zähne und keinen Magen für Pflanzenkost. Es funktioniert ohnehin nur mit kochen. Wer das geistig zurückdrehen will, ist schief gewickelt, würde ein Badener sagen. Wir können uns keinen Vorrat anfressen und keinen Winterschlaf machen, da wir kein Fell haben können wir nicht 20 Stunden auf dem Baum fressen. Um eine Lücke zwischen den tauglicheren Baumbewohnern zu finden, sind wir doch herunter gekommen und haben uns mit neuen Tricks wie Kleidung, Feuer und Kommunikation durchgesetzt.
#22 am 12.01.2016 von Karl-Heinz Licht (Medizinjournalist)
  76
Wir alle sind LUCA, Pflanze Tier Mensch, wenn man sieht wie einige Menschen hier ihre Standpunkte vertreten, kann man sich nur Kopfschüttelnd abwenden....allem gegenüber Rücksichtslos!
#21 am 12.01.2016 von Gerhard Wilhelm (Diätassistent)
  3
Gast
@ #12-16: 1. Die Mär von der Übersäuerung des Organismus dient vor allem den Herstellern von "basischen" Nährungsergänzungsprodukten. 2. Zum Thema, ob es ethisch weniger verwerflich, eine Pflanze zu töten als ein Tier, möge man der verlinkten Blogbeitrag "Grüne Intelligenz" lesen. Jedenfalls ist es vermessen und arogant, Pflanzen geringer zu schätzen als Tiere. Aber um zu überleben, müssen wir andere Lebenewesen verspeisen. 3. Der menschliche Verdauungstrakt weist uns als Allesfresser, nicht aber als Pflanzenfresser aus: Das Enzymsystem unseres Darms ist für die Verwertung von (insbesonders roher) pflanzlicher Kost nicht ausgerichtet und wir sind auch keine Wiederkäuer. 4. Ansonsten Gesunde brauchen keine Vitamin-B12-Substitution, da sie aureichend Intrinsc-Factor bilden, sondern lediglich Patienten, die entweder eine Resorptionsstörung haben (z.B. bei Kurzdarmsyndrom) oder durch Magenverlust keinen Intrinsic-Factor mehr haben.
#20 am 12.01.2016 von Gast
  4
Liebe Leser, vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare. Da hier vermehrt die Forderung nach dem Namen des Autors aufgekommen ist, möchten wir darauf hinweisen, dass es sich um einen Blogbeitrag von unserem "Urodoc" handelt. Dies ist auch im Newsletter deutlich vermerkt. In der Welt der Medizin geht es häufig um sensible und intime Themen, an vielen Stellen muss auch die Privatssphäre der Patienten geschützt werden. Deshalb ermöglichen wir unseren Bloggern auch, anonym zu schreiben. Andernfalls würden uns viele spannende Beiträge verloren gehen, wir bitten deshalb um Ihr Verständnis dafür. Ihre DocCheck News Redaktion
#19 am 12.01.2016 von DocCheck News Redaktion (Mitarbeiter von DocCheck)
  138
Gast
Was bin ich dem Chef oben dankbar , dass er Lämmer u. Fische gegessen hat ;und ich auch nicht auf Rind u. Schwein verzichten muß aus menschlichen Vorgaben ; sogar Wein geht . ein Blick auf die Evolutionsbiologie des Menschen , denke ich , ist auch nicht falsch ,dh. nicht , daß ich lieber vom Affen abstamme als vom Grashalm - weder -noch - .....
#18 am 12.01.2016 von Gast
  15
Gast
Sorry, aber Veganer haben meines Erachtens nach schlicht und einfach ein Problem mit der Realität. Sind wie die Blumenkinder und Hippies aus den 70ern! Weltfremd glauben sie an die gute Fee! Schlimm aber wahr: Sie halten sich für die besseren Menschen und neigen überdies auch zu pseudofaschistoidem Verhalten, bei der Durchsetzung ihrer verdrehten Weltanschauung. Diese Leute findet man häufig unter den Anhängern der "linksgrünen" Fraktion. - Nicht wirklich gut für unser Land! Wollt ich mal zum Besten geben.
#17 am 12.01.2016 von Gast
  73
Bitte von unten nach oben die Kommentare lesen, die ich gerade geschrieben habe, dann ergibt es einen Gesamttext. Tut mir leid, aber das alles habe ich eben mal aus dem Bauch heraus los werden müssen.
#16 am 11.01.2016 von Birgit Fahr (Nichtmedizinische Berufe)
  11
Die Tiere aus der industriellen Haltung und 98% des in Dtl zu kaufenden Fleisches kommt nun mal daher, haben keine Weide gesehen. B 12 wird aber nur vom Rind aufgenommen, wenn es die Pflanzen frisst, auf denen Mikroorganismen das B 12 produzieren. Und er Fleischesser kommt zu seinem B 12, indem er dann das Rind isst. Kann er aber nicht, wenn das Rind nicht auf die Weide darf. Der Landwirt gibt also dem Rind B 12 als Zusatzfutter. So hat der Fleischesser, der dann das Rind isst, auch das B 12. Der Veganer schenkt sich den Umweg und nimmt das B 12 direkt zu sich. Davon mal abgesehen haben mehr Fleischesser B 12-Mangel als Veganer. Sie wissen es nur nicht, weil sie nicht so sehr auf dieses Problem geeicht sind. Und noch was: Viele Menschen können B 12 als orale Gabe gar nicht verwerten, weil ihr Magen nicht den notwendigen Intrinsicfaktor bildet. Die Betroffenen müssten es also spritzen. Wie gesagt, Veganer wissen um die Problematik, Fleischesser nicht, die kommen gar nicht auf die Idee, ihr Blut mal nach B 12 untersuchen zu lassen. Wäre aber empfehlenswert. So, für heute reicht's, aber ich bitte euch: Erst informieren, dann schreiben. Oder : Erst denka, dann schwätza, wie wir in Schwaben sagen würden.
#15 am 11.01.2016 von Birgit Fahr (Nichtmedizinische Berufe)
  13
Ethische Gründe bewegen ihn, nicht das Fleisch eines anderen Lebewesens zu essen und nicht die totale Ablehnung des Geschmacks. Beides, Säugetierfleisch und Seitanfleisch oder Soja oder Lupinenfleisch oder ähnliches muss man mit Gewürzen und Anbraten schmackhaft machen. Ja, und? Ab und zu ein Fake, weil man von Klein auf diesen gegrillten und durchgewürzten Geschmack lieben gelernt hat, ist doch ok, wenn es nur darum geht und eben nicht um die sadistischen Gelüste, ein Wesen zu essen, das gerade noch gelebt und geschrien hat vor Schmerzen. Natürlich ist es nicht gesund zu viel industriell bearbeitete Produkte zu essen. Es geht bei Gesundheit immer um die Dosis, aber essen die Fleischesser nicht gerade oft sinnloses weißes Brot, z.B. um das gequälte Fleisch drum herum? Da ist doch ein Seitanschnitzel besser, das hat wenigstens Nährstoffe, auch wenn es freilich aus Gluten pur besteht. Die weiße Mcsemmel hat keine Nährstoffe. So, ich hab keine Lust, den ganzen Quatsch hier aufzuklären, aber eins noch:
#14 am 11.01.2016 von Birgit Fahr (Nichtmedizinische Berufe)
  14
Viertens teile ich nicht die Meinung, dass es komisch ist, Fleischersatzprodukte zu konsumieren. Man überlege mal, warum Menschen sich vegan ernähren: Hauptsächlich aus Tierschutzgründen oder wegen der Gesundheit. Es gibt noch mehr Gründe, z.B. Hunger in der Welt, Klima und damit Zukunft des Lebens auf der Erde, aber Tierschutz und Gesundheit sind vorrangig. Wenn man keine Tiere töten möchte, und nicht zulassen will, dass ein anderes Wesen für einen kurzen Gaumenkitzel unsägliche Schmerzen und Todesangst hinnehmen will, was hat das damit zu tun, ob ein Veganer mal Lust auf ein Seitanschnitzel hat?
#13 am 11.01.2016 von Birgit Fahr (Nichtmedizinische Berufe)
  13
Sorry, aber selten so viel Blödsinn gelesen. Erstens 98 % des Sojaanbaus, für den Regenwald gerodet wird, fließen als Futterzusatz in die Ställe der gequälten Kreaturen, die industriell als Objekte gehalten werden. Zweitens Milch ist der Kalziumräuber Nummer 1. Kalziummangel erleiden die Milchkonsumenten, da die Übersäuerung durch die artfremde Milch den Körper zwingt, zum Ausgleich des ph-Wertes Kalzium aus den Knochen zu entziehen. Das ist auch der Grund, dass Osteoporose kaum vorkommt in Ländern, wo traditionell keine Milch getrunken wird bzw. keine Milchprodukte verzehrt werden. Mal am Rande ergänzt: Schon mal was von IGF 1 gehört, dem Wachstumsfaktor in der Milch, der die Krebszellen zur Teilung anregt? Drittens Eisen und alle andere kann locker aus Pflanzen gewonnen werden, wäre auch komisch, wenn anders, da der Mensch eigentlich ein Pflanzenfresser ist.
#12 am 11.01.2016 von Birgit Fahr (Nichtmedizinische Berufe)
  20
Gast
:-/ Wow, bin ich jetzt in Facebook gelandet? Die Probleme wurden zwar aufgelistet aber offensichtlich nicht erkannt. Dafür gibt es drittklassige Recherche, reichlich gepaart mit unterdurchschnittlicher Meinungsmache. Ob der Autor, etwa beim letzten Stammtischgespräch (vielleicht nach einer Treibjagd mit anderen Laienjägern), etwas aufgeschnappt und unreflektiert weitergegen hat? Oh, der Mann ist Klempner von Beruf? Von einem Mitglied dieser Berufsgruppe hätte ich allerdings einen fundierteren Beitrag erwartet. Schade.
#11 am 11.01.2016 von Gast
  10
Gast
Da ist gewißt etwas dran - und übrigens vermisse auch den Autoren -, aber einiges ist unverständlich. Wenn bereits Tiere/Pflanzen ein großes Thema war, geht hier wohl nur eine eher flache Äußerung, und zwar in der Weise, als daß wir kaum - von wem auch immer - als eine Art Eintagsfliege gedacht sind, uns also, so oder so, ernähren müssen. Ich verstehe auch nicht, warum es zwingend nicht ähnlich schmecken oder/und aussehen sollte. Wo ist der Sinn, wenn man nur zum Zwecke der Unterscheidung einen Bratling eckig oder sternförmig formt und nicht wie eine Frikadelle oval ? Und wer sagt denn, daß deshalb ja zu genmanipuliert oder synthtischen Nahrungsergänzungsmitteln gesagt würde ? Die ethische Frage bleibt, keine Frage. Und, ich bin weder Veganer noch Vegetarier, nur halb..
#10 am 11.01.2016 von Gast
  2
Gast
Es ist ja ausserdem so, dass mit der Abholzung der Wälder , nicht nur diese per se "getötet" werden, sondern auch der Lebensraum der darin lebenden Tiere nachhaltig vernichtet wird.! Aber das blenden diese Leute (ich habe es selbst bei persönlichen Gesprächen erlebt) konsquent aus.
#9 am 11.01.2016 von Gast
  1
Gast
Ich esse nur Fleisch von Tieren, die eines natürlichen Todes gestorben sind.
#8 am 11.01.2016 von Gast
  10
Gast
"Ich teile die Ansicht, dass es grotesk ist, Fleisch abzulehnen, aber Dinge zu essen, die so aussehen wie Fleisch oder Wurst." Argumentativ ist diese Ansicht allerdings vollkommen absurd. Es geht dem Durchschnittsveganer vermutlich darum, aus tierethischen Gründen (ob man diese nun nachvollziehbar findet oder nicht) Tierprodukte zu meiden. Es besteht intentional also keinerlei Bezug zu Optik oder Geschmack von Fleisch. Und dieses 'Argument' kommt dann auch noch erstaunlicherweise sehr häufig von Menschen, die viel und gerne Fleisch essen - gerade diese müssten doch verstehen, dass man den gewohnten Geschmack gerne substituieren mag, wenn man sich aus völlig von diesem unabhängigen Motiven zum Verzicht entscheidet.
#7 am 11.01.2016 von Gast
  5
Gast
Ungefähr 2% des Sojas wird für Nahrungsmittel in Deutschland wie für Sojamilch, Tofu und ähnliche Produkte genutzt. Der Rest geht in die Massentierhaltung.... Für 1kg Fleisch braucht man 2,3 kg Kraftfutter 1 kg Fleisch verzehren wir pro Woche, was 2,3 kg Soja entsprechen würde. Soviel Soja kann man nicht essen, meiner Meinung nach.
#6 am 11.01.2016 von Gast
  6
Gast
Ich schließe mich der Meinung meiner Vorredner an, das Problem ist sicher auch die Vermischung und Verknüpfung von Begriffen die nicht zwingend zusammengehören: "Vegan" oder "Vegetarisch" ist nicht gleichzusetzen mit "Gesund und Natürlich", es ist mindestens genauso gut (oder sogar ehr) möglich sich vegan und ungesund zu ernähren wie mit Fleisch und anderen tierischen Produkten die ja eben per se nicht ungesund sind. Einen großen, schleichenden Beitrag zur fehlerhaften Verknüpfung von Begrifflichkeiten trägt mal wieder die Werbung bei, dessen sollten wir uns sehr bewusst sein.
#5 am 11.01.2016 von Gast
  1
Ich teile die Ansicht, dass es grotesk ist, Fleisch abzulehnen, aber Dinge zu essen, die so aussehen wie Fleisch oder Wurst. Insofern gibt es zweifellos Veganer, die sich mit industriell produziertem Fertigmist grottenschlecht ernähren. Darin ähneln sie allerdings dem Durchschnittsverbraucher, der sich nicht tierproduktfrei, aber in gleichem oder höherem Ausmaß von solchem Schrott ernährt! Ihre Frage, Herr Bauer ( "im Labor entwickelt, industriell hergestellt, abgepackt in Kunststofffolien, die wahrscheinlich auch noch östrogenartig wirkende Weichmacher abgeben. Ist das vegane Ernährung?") ist also einfach zu beantworten: nein, das ist halt Fertigmüll, ob vegan oder nicht. Wer gesund essen möchte, muss sich die Mühe machen, aus möglichst biologisch angebauten, regionalen, hochwertigen Lebensmitteln abwechslungsreich selbst zu kochen und auf Fertigprodukte zu verzichten. Das gilt für Fleischesser ebenso wie für Vegetarier und Veganer!
#4 am 11.01.2016 von Stephanie Staudacher (Heilpraktikerin)
  2
Gast
Ist es ein Resultat von Fehlernährung und Überversorgung mit tierischem Eiweiß (im Vergleich zu den Essmöglichkeiten der Vergangenheit) oder vielleicht unserer fortschrittlichen Kultur und der damit verbundenen unzähligen Nahrungsvarianten? Nie gab es so viel Varianten zu leben, zu glauben und zu essen wie in unserem heutigen Europa. Wir haben sogar die Freiheit Lebensmittel weg zuschmeißen oder zur Energieerzeugung zu missbrauchen. Trotzdem entstehen aus dieser Freiheit gleich wieder Glaubensrichtung, welche sich unversöhnlich gegenüber stehen. Wir sollten uns davor hüten sogar unsere Essen zu pervertieren, das Angebot der Natur zu verschmähen und uns von einer zweifelhaften Lebensmittel- und Ergänzungsprodukteindustrie abhängig zu machen.
#3 am 11.01.2016 von Gast
  0
Gast
Bei persönlichen Meinungsartikeln sollte meiner Meinung nach auch immer der Autor genannt werden. Thomas Gabrielczyk (Journalist)
#2 am 11.01.2016 von Gast
  3
Gemüse, Salate, Nüsse, Obst, Erbsen, Linsen, Bohnen, Pilze sind eine herrliche Sache; ohne Zweifel. Obwohl ich vegetarischen und veganen Tendenzen gegenüber sehr positiv eingestellt bin, fällt mir in letzter Zeit negativ auf, dass damit auch industriell hergestellte Nahrung extrem in der Werbung gefördert wird. Mit Tofu, Tempeh, Seitan und TVP (Textured Vegetable Protein) fängt die Sache an und weiter geht es mit Produkten, die darauf aufbauen: Fleisch- und Wurstimitate. Insbesondere diese Produkte sind ein Mischmasch, der zuvor nie gegessen wurde - im Labor entwickelt, industriell hergestellt, abgepackt in Kunststofffolien, die wahrscheinlich auch noch östrogenartig wirkende Weichmacher abgeben. Ist das vegane Ernährung?
#1 am 11.01.2016 von Jürgen C. Bauer (Heilpraktiker)
  3
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
„Ich hab da ein Problem.“ Dem jungen Mann (19 J.) , der vor mir in unserer andrologischen Sprechstunde sitzt, mehr...
Herr R. ist 63 Jahre alt und wird von seinem behandelnden Urologen zur Prostatastanzbiopsie ambulant zugewiesen. mehr...
Die Top-10-Anzeichen, dass das Restaurant, in dem du gerade bist, schlecht ist: Das „Schnitzel Wiener Art” mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: