Zivilisationskrankheiten: Besonders Großstädter sollten auf ihre Gesundheit achten

02.12.2015
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Viele Studien belegen mittlerweile, dass Menschen, die in Großstädten leben, ein höheres Risiko haben, an typischen Zivilisationskrankheiten zu erkranken als Landbewohner. Nicht nur physische Erkrankungen wie Diabetes Mellitus Typ 1 oder Lungenerkrankungen und Krebs treten in Großstädten häufiger auf.

Viele Studien belegen mittlerweile, dass Menschen, die in Großstädten leben, ein höheres Risiko haben, an typischen Zivilisationskrankheiten zu erkranken als Landbewohner. Nicht nur physische Erkrankungen wie Diabetes Mellitus Typ 1 oder Lungenerkrankungen und Krebs treten in Großstädten häufiger auf als bei Landbewohnern, auch psychische Beschwerden wie Depressionen und Schizophrenie sind in Großstädten häufiger zu verzeichnen. Kein Wunder, dass besonders in Großstädten das Gesundheitsbewusstsein größer wird. Sportliche Aktivitäten und gesunde Ernährung treten immer mehr in den Focus der urbanen Gesellschaft.

 

Steigende Krankenzahlen in Berlin

 

Betrachtet man die Krankheitszahlen in Deutschland, so liegt Berlin deutlich über dem Bundesdurchschnitt, Tendenz steigend. Die Arbeitsunfähigkeitszahlen stiegen laut dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK im Gegensatz zum Vorjahr von 4,3 auf 4,4 Prozent leicht an, obwohl der Gesamtkrankenstand der Bundesrepublik im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist.

 

Urban und ungesund

 

Die erhöhten Krankheitszahlen in Großstädten wie Berlin haben verschiedene Ursachen. In der Großstadt ist die Luftqualität schlechter, die Lärmbelastung ist stärker als auf dem Land und nachts wird es aufgrund der Straßenbeleuchtung nicht richtig dunkel. Stadtmenschen haben laut einer Studie der Charite Berlin ein doppelt so hohes Risiko an Schizophrenie zu erkranken, wie Landbewohner. Das Risiko an Depressionen zu erkranken, ist bei Großstädtern zudem 1, 4-mal so hoch als bei Menschen, die auf dem Land leben.

 

Feinstaubbelastung fördert verschiedene Krankheiten

 

Doch nicht nur psychische Krankheiten treten bei Stadtbewohnern häufiger auf, als bei der ländlichen Bevölkerung. Auch typische Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Asthma, Allergien oder Diabetes Mellitus Typ 1 werden bei Stadtbewohnern häufiger beobachtet als bei der ländlichen Bevölkerung. Verschiedene Studien haben beispielsweise bewiesen, dass eine hohe Feinstaubbelastung die Erkrankung von Kindern an Diabetes Mellitus Typ 1 beschleunigen kann.

 

Nicht nur das Risiko für Diabetes Mellitus Typ 1 wird durch Luftverschmutzung erhöht. Auch andere Erkrankungen wie Krebs- Lungenkrankheiten sowie Herz- und Kreislaufleiden werden durch eine Umgebung mit erhöhter Luftverschmutzung gefördert. Laut der Europäischen Umweltagentur (EUA) sterben pro Jahr etwa 430.000 Menschen an den Folgen einer Feinstaubbelastung.

 

Gesundheitsbewusstsein nimmt zu - auch bei den Krankenversicherungen

 

Vielen Menschen ist die Bedrohung durch das Leben in der Großstadt durchaus bewusst. Gesunde Ernährung und Fitness treten dementsprechend als Themen immer mehr in den Vordergrund. Nie zuvor hatten sportliche Betätigung, vegane oder vegetarische Ernährung, Superfoods, etc. eine solch hohe Konjunktur. Auch bei den Krankenversicherungen ist dieser Trend mittlerweile angekommen, denn auch sie müssen mit den steigenden Krankheitszahlen zurechtkommen.


Einige Krankenversicherer setzen deshalb mittlerweile auf sogenannte Fitness-Apps, durch die der Versicherte für gesunde Ernährung und Sport belohnt wird. Die Generali beispielsweise belohnt ihre Kunden durch ein Punkte-System. Wer oft Sport treibt und sich gesund ernährt, kann Gesundheitspunkte sammeln und dadurch Tarifermäßigungen bekommen. Auch die Überwachung der Fitness per Smartwatch findet immer mehr Befürworter, mittlerweile gibt es auch von einigen Krankenversicherungen eine Förderung für den Kauf einer Apple Watch, wenn die Versicherten einen Vertrag mit Aktiv-Prämie besitzen. Kritiker bemängeln zwar die Überwachung privater Daten durch die Gesundheits-Apps, doch immerhin wird durch dieses Angebot versucht, eine gesunde Lebensweise zu fördern.

Artikel letztmalig aktualisiert am 02.12.2015.

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