Neuer Eisberg steuerbord.

08.06.2006
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8 Milliarden GKV-Defizit treiben langsam auf uns zu. Auf Angelas Brücke ist jetzt zwar hektische Betriebsamkeit ausgebrochen - über den richtigen Kurs jedoch herrscht Unklarheit. Die Erkenntnis, dass sich das Gesundheitssystem nicht mit dem großen Gesetzesruder steuern lässt, setzt sich bei den Betonköpfen der Großen Koalition nicht durch. Mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen - Fehlanzeige. Reduktion des Verwaltungs-Overheads von über 200 GKVen - nope. Stärkung von Patientenrechten - keine Spur.

Als Notlösung wird nun diskutiert, dass die Arbeitnehmer mehr zahlen sollen. Eine tolle Idee. Das ist so, als ob man den Passagieren, die für die Fahrt schon 14% vom Brutto bezahlt haben, jetzt Holzpaddel zum Mitrudern in die Hand drückt.

Solidarität ist eine feine Sache. Solidarität darf aber auch nicht überstrapaziert werden - sonst schlägt sie irgendwann in ihr Gegenteil um. Die zunehmende Zahl der Arbeitnehmer, die vor Schwundrente und steigenden GKV-Beiträgen in die Rettungsboote, sprich die Selbständigkeit flüchten, spricht Bände. Die Wähler sind wieder einmal deutlich weiter als die von ihnen aus Mangel an Alternativen gewählten Status-quo-Bewahrer im blauen Tuch.

Ahoi!

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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