Vitaminbombe lässt Krebs explodieren

19.10.2015
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Sie sind gesund. Oder doch nicht? Forscher fanden in Experimenten kürzlich heraus, dass Antioxidantien entgegen aller Erwartungen eine bestehende Tumorerkrankung eher noch schlimmer machen.

Erhielten Mäuse die als gesund propagierten Radikalfänger verabreicht, verdoppelte sich deren Metastasierungsrate bei Hautkrebs. Ganz ähnliche Ergebnisse sahen die Wissenschaftler bei menschlicher Haut und auch bei Lungenkrebs. Ihre Empfehlung: Krebspatienten sollten antioxidative Nahrungsergänzungen besser meiden!

Aggressiver Lungenkrebs

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass an Lungenkrebs erkrankte Mäuse mit Antioxidantien zu einer höheren Aggressivität ihres Tumors neigten. Die Lungentumoren wuchsen in jenen Tieren dann sehr viel schneller. Darüber hinaus stieg die Metastasierungsrate menschlicher Tumorzellen im Versuch messbar an. Sensibilisiert durch ihre Studien, untersuchten die Forscher der Universität Göteborg nun aktuell den Einfluss der Oxidantien auf Hautkrebs. Am malignen Melanom erkrankte Mäuse erhielten als Antioxidans das N-Acetylcystein (NAC). Die für die Tiere errechnete Dosierung entsprach der Dosierungsempfehlung für den Menschen von etwa 665 bis 1.330 Milligramm pro Tag. Antioxidantien, wie das Vitamin C, gelten gemeinhin als sehr gesund.

Doch das Ergebnis der Studie war erschreckend und eindeutig zugleich: Diejenigen Mäuse, die das Antioxidans erhalten hatten, litten an doppelt so vielen Metastasen wie die Kontrolltiere. Darüber hinaus war bei den betroffenen Tieren sowohl die Zahl der befallenen Lymphknoten, als auch die Menge der Tumorzellen in den Einzelmetastasen deutlich erhöht. Die Primärtumoren waren jedoch unverändert. Gerade Metastasen sind aber beim Hautkrebs ein schwerwiegendes Problem und stellen die Haupttodesursache dar. Vermutlich helfen die Antioxidantien den wandernden Tumorzellen, sich auszubreiten. Krebszellen, die einen gut vaskularisierten Tumorherd verlassen, sehen sich normalerweise oxidativem Stress ausgesetzt. Das NAC aber schafft als Radikalfänger ein „ruhiges“ Milieu für die wandernden Tumorzellen, was schließlich deren Erfolg garantieren könnte.

Antioxidantien besser vermeiden?

Angesichts solcher Ergebnisse raten die Forscher allen Krebspatienten dringend davon ab, Nahrungsergänzungsmittel mit Antioxidantien einzunehmen. Die Hoffnung, damit die Krebstherapie zu unterstützen, könnte falsch sein. Patienten mit Hautkrebs müssen auch noch etwas anderes als die Ernährung beachten: Die Haut-Lotionen sowie Sonnenmilch, die wir uns zur täglichen Pflege auftragen, enthalten nicht selten Beta-Karotin und/oder Vitamin E, die ebenfalls antioxidativ wirken. Obgleich diese Substanzen nicht Gegenstand der aktuellen Studie waren, könnten sie doch Hautkrebs auf eine ähnlich negative Weise beeinflussen wie die Antioxidantien aus Nahrungsergänzungsmitteln.

Fazit

Das lange propagierte „viel hilft viel“ in Bezug auf Antioxidantien scheint zumindest bei Krebspatienten falsch zu sein. Sie profitieren nicht von der Behandlung mit antioxidativen Nahrungsergänzungsmitteln, erleben im Gegenteil dazu einen deutlich aggressiveren Verlauf z. B. bei Haut- und Lungenkrebs.

Quelle:

Antioxidants can increase melanoma metastasis in mice
Kristell Le Gal et al.; Science Translational Medicine, doi: 10.1126/scitranslmed.aad3740; 2015

Bildquelle: Shawn Semmler, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.10.2015.

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Gast
Sauerstoffzufuhr ein neuer Ansatz…ein altes Dogma das der Krebs O2 zum überleben braucht… Ein radikal neuer Weg, den Krebs zu bekämpfen Um Tumore zu behandeln, reduzieren gängige Krebstherapien die Sauerstoffzufuhr zum kranken Gewebe. Nun gehen Ärzte des Schweizer Zentrums für Leber- und Pankreaskrankheiten am UniversitätsSpital Zürich (USZ) im Rahmen einer Studie einen völlig neuen Weg: Sie fördern die Sauerstoffzufuhr zum Tumor, statt sie zu verhindern. Ein von einem Nobelpreisträger mitentwickeltes vielversprechendes Medikament kommt dabei erstmals weltweit bei Patienten zum Einsatz. http://www.usz.ch/news/medienmitteilungen/Seiten/Ein-radikal-neuer-Weg,-den-Krebs-zu-bek%C3%A4mpfen.aspx?DeviceChannel=Default
#30 am 01.02.2016 von Gast
  0
Laut dem Artikel kann man von NAC auf die Wirkung aller antioxidativen Substanzen schließen ... Ich empfehle einen Blick in die Biochemie und die Überlegung, ob Mangelzustände, die bei Krebspatienten regelmäßig auftreten, die gesündere Alternative sind.
#29 am 11.11.2015 von Eva Li (Heilpraktikerin)
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Zu #26: Welcher Religion gehören Sie an, in der Ärzte mal Götter waren? Oder kann man Gott sein studieren? Cool!
#28 am 07.11.2015 von ingo seidel (Physiotherapeut)
  0
Gast
Trauriger Journalismus Zur Klärung des Sachverhalts tragen die News von Herrn Dr. Strunz vom 27. 10 2015 bei - wen es interessiert.
#27 am 27.10.2015 von Gast
  7
Gast
@#24 Gast: " lustig und Sie glauben der Dr. weiß das" . Ich jedenfalls habe jeglichen Respekt vor der Ärzteschaft verloren. Als Kassenpatient zumindest fühle ich mich belogen und betrogen. Ärzte sind schon längst keine "Götter" mehr.
#26 am 26.10.2015 von Gast
  2
Gast
@Roland Ullrich Vit.C wird auch beim Gesunden TEILWEISE zu Oxalsäure abgebaut. Zuviel davon macht Probleme vor allem für die Niere. Für besonders empfindliche (Oxalose) nicht nur da. Für Krebs bei ÜBERDOSIERUNG kommen eher fettlösliche infrage (Vit.E), das weis man schon länger, nach finnischen Raucherstudien, wo sie mehr geschadet als genützt haben, weshalb die Studie abgebrochen werden musste.
#25 am 24.10.2015 von Gast
  3
Gast
Interessant wieviel Privattheorien hier erzählt werden, da würd ich doch lieber meinen Dr. fragen.
#24 am 22.10.2015 von Gast
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Johannes Reinders
An den Blutwerten kann man leicht die Erfolge messen. Vor jeder Chemo muss sowieso ein Blutbild erstellt werden, wenn ein geringer Thrombozytenwert ein Risiko darstellt, was bei Tumoren oft der Fall ist. Geringe Werte bei Erythrozyten und Hämoglobin sind klare Marker für Krebs, deshalb müssen wir diese Werte in der Therapie erhöhen, um über Sauerstoff den Krebs zu bekämpfen. Ich würde mindestens Ferrum und Vit. B12 einsetzen sowie Moringa oleifera und die SOD-Komponenten Selen, Zink, Mangan und Kupfer. Auch NAC ist eine Möglichkeit, die in Betracht zu ziehen ist. Außerdem würde ich über Entgiftung nachdenken. Können Sie mir da helfen bitte ? Danke.MfG.
#23 am 22.10.2015 von Johannes Reinders (Gast)
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Johannes Reinders
Mit welchen Mitteln unterstützen Sie die körpereigene Abwehr der T-Killerzellen, wenn nicht durch Vitamine und Superoxyd-Dismutase? Richtig ist, dass eine der Hauptursachen von Krebs der Mangel an Sauerstoff ist. Die Vermehrung der Erythrozyten und Erhöhung des Hämoglobins dient der besseren Sauerstoffversorgung - aber es ist kein Widerspruch zur Gabe von Antioxidantien.
#22 am 22.10.2015 von Johannes Reinders (Gast)
  6
Gast
Nun bin ich ziemlich unsicher, ob ich die vom Arzt verordneten Vitamin C-Infusionen abbrechen soll. Vielleicht habe ich ja bereits einen schlummernden Krebs zum Explodieren gebracht oder gar einen neuen gezüchtet. Als wissensfreie Patientin weiß ich nun noch weniger:Soll ich meinem Arzt oder dem Verfasser des Artikels glauben? Heiße Luft oder Gefahr? Darf mein Kind nun den besagten Hustenlöser nicht mehr nehmen? Mein Wissen bleibt klein, die Sorge aber wächst nach der Lektüre des Artikels.
#21 am 22.10.2015 von Gast
  0
Gast
Wahrscheinlich sollte man auch hier mal wieder unterscheiden, ob diese Antioxidantien im Verbund als Form gesunder Lebensmittel zugeführt werden oder eben nur als gefilterte Einzelsubstanzen. Und erst , wenn das geklärt ist, sollten diese dann differenzierten Infos weitergegeben werden. Das ist in der Naturheilkunde schon lange ein Thema! Und es ist ja auch logisch, denn die Vielfältigkeit unserer Lebensmittel ist noch längst nicht zu Ende erforscht, wäre im Übrigen auch nicht notwendig.
#20 am 21.10.2015 von Gast
  2
Gast
Link: http://sciencetm.altmetric.com/details/4597771 Logik der Schlüsse bei DocCheckNews: (NAC, Vit.E=Antioxidans) Papst, Schotte = Mann (NAC, Vit.E=Metastasierung) Papst, Schotte = trägt Rock ergo: Alle Männer tragen Röcke.
#19 am 21.10.2015 von Gast
  2
Gast
N-Acetylcystein ist kein Vitamin, weshalb diese Überschrift? Ein etwas ausgedehnteres Fazit, das den Unterschied zwischen einzelnen hochdosierten Stoffen zu einer Ernährung mit viel Obst und Gemüse behandelt, hätte den Beitrag vielleicht noch retten können.
#18 am 21.10.2015 von Gast
  0
Arzt
Bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, zudem ist nicht Vitamin=Antioxydanz, nur im Einzelfall. Weiterhin nicht neu: Gift ist eine Frage der Dosis, ja auch bei Vitaminen, was wirklich wirkt, hat auch Nebenwirkung in falscher Dosierung. Von dieser Regel gibt es nur ganz wenige Ausnahmen. Vit.C macht keine Ausnahme. Mich wundert schon, dass hier einer mehr als ein Sternchen ankreuzt.
#17 am 21.10.2015 von Arzt (Gast)
  1
#12: Der Nachweis, dass hohe intravenöse Gaben von Vitamin C Wasserstoffperoxyd bilden, wurde 2008 von Chen et. al. erbracht. (Chen,Q.et al.:"Pharmacologic does of ascorbate act as a pro oxidant and decrease growth of aggressive tumor xenografts in mice" in PNAS 105(32): 1105-1109) Die Belastung des Säure Basen Haushaltes sollte ein Therapeut in den Griff bekommen. Dies ist eine leichte Übung.
#16 am 21.10.2015 von Roland Ullrich (Heilpraktiker)
  2
Gast
zu #9:Dieses Buch ist sehr lesenswert und zeigt ganz klar,wo der Fehler liegt.Künstliche Substitution als Nahrungsergänzung scheint immer Risiken zu beinhalten die wir nicht kennen und die wir auch nicht so einfach nachweisen können.Abgesehen davon brauchen wir uns um Krebsvorsorge sowieso nur zu bemühen,wenn wir nicht rauchen,saufen oder an Hauptverkehrsstrassen wohnen.Leider.
#15 am 21.10.2015 von Gast
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kein Arzt
Zu #12 Wie soll denn Vitamin C intrazellulär in Superoxidradikale "überführt" werden. Es ist doch eher ein nicht ganz unwesentlicher Teil des Entgiftungsmechanismus für Reaktive Sauerstoffspezies (ROS), wie z.B. Superoxidradikalanionen oder Hydroxylradikale. Möglicherweise ist die hier genannte Studie wissenschaftlich zweifelhaft, womit sie aber nicht so ganz alleine steht. Leider gilt das wohl auch für viele Kommentare, schade. Vielleicht mal ein Biochemiebuch oder Ähnliches benutzen. Auf welcher Grundlage die Aussage zur Belastung des Säure-Basen-Haushaltes im Zuge einer hypothetischen "Wasserstoffperoxid-Infusion" steht, ist auch nicht so ganz klar. Es wäre hier wohl eher an die Phosphorsäure, die zum Stabilisieren des H2O2 dient, zu denken. Na ja, lohnt wohl nicht ins Detail zu gehen.
#14 am 21.10.2015 von kein Arzt (Gast)
  0
Gast
gilt das nun für alle Antioxidantien oder nur für N-Acetylcystein ? wie so oft wird immer nur eins genommen und nie eine Mischung wie in der Natur
#13 am 21.10.2015 von Gast
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Eine Wirksamkeit von Vitaminpräparaten in hoher Dosierung oder auch von Spurenelementen konnte nach meiner Kenntnis nicht bewiesen werden. Wenn ich nun Zellen, die empfindlich gegenüber oxidativem Stress sind, durch hohe Gaben antioxidativer Substanzen schütze, klingt es logisch, daß diese ein "positives" Milieu vorfinden. #3 schreibt, daß Vitamin C als Hochdosisinfusion umgekehrte Wirkung erziehen würde. Ja, wenn es so einfach wäre, könnte man doch gleich Wasserstoffperoxyd infundieren unter Inkaufnahme (wie auch bei Vitamin C selbst in hohen Dosierungen) einer erheblichen Belastung des Säure-Basen-Haushaltes, der bei Lungen- oder Nierenkranken ohnehin schon belastet ist. Außerdem wird jeglicher Zufuhr von Vitamin C intrazellulär in Superoxydradikale überführt, egal also, wieviel und in welcher Form ich davon zu mir nehme. Dieser o. zitierte Beitrag ist damit also wissenschaftlich zweifelhaft.
#12 am 21.10.2015 von Dr. med. Martin Lorenz (Arzt)
  12
Gast
Es ist schon interessant das mal wieder die Vitamine schlecht gemacht werden. Interessant ist auf jeden Fall wer hat diese Studie finanziert und warum wird vom synthetischen acetylcystein auf Vitamin C und E geschlussfolgert. Wenn man genau hinschaut wird man auch feststellen das die amerikanische HOPE Studie, nach welcher Vitamin C, E, und A verteufelt wurden nur mit synthetischen Vitaminen gemacht wurden. Interessant war das man schon zwei Jahre vorher herausgefunden hatte das alpha- tocoferol eine gamma-tocoferol Verarmung hervorruft und man dann den armen Studienteilnehmer wissentlich schadete, nur um hinterher sagen zu koennen Vitamin E ist gefaehrlich. Man lerne wenn Vitamin E dann bitte alle vier Tocoferole und alle vier Tocotrienole. Vitamine nach Moeglichkeit in ihrer natuerlichen Form und nicht als aus Erdoel hergestelltes synthetisches Equivalent. Und Vitamin C ruhig hochdosiert als Infusion, siehe wissenschaftliche Literatur z.b. bei Pascoe wenn man nicht englisch lesen moechte.
#11 am 20.10.2015 von Gast
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Ärztin
Eine Nahrungsergänzung macht in meinen Augen auf jeden Fall Sinn, wenn Defizite nachgewiesen wurden. Darauf wurde bei obiger Studie allerdings nicht geachtet. Wir wissen auch, dass NAC ein DAO-Blocker ist und dadurch das Histamin im Blut steigt. Warum NAC Metastasen aus biochemischer Sicht fördert, wurde hier nicht untersucht. Wie wir unten in den Kommentaren lesen können, werden Patienten durch solche Pauschalisierungen sehr verunsichert. Klüger ist es doch, eine umsichtigere und komplexere Sicht- und Denkweise zu entwickeln.
#10 am 20.10.2015 von Ärztin (Gast)
  0
Gast
#6 unten - ich schließe mich Ihnen an. N-Acetylcystein ist ja noch nicht mal ein natürliches Antioxidans, sondern kommt aus der Retorte. "Krebszellen mögen keine Himbeeren" ist wohl näher an der Wahrheit als diese Studie.
#9 am 20.10.2015 von Gast (Heilpraktikerin)
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Ach ja, Multivitamin! Vor ein paar Jahren gab es eine Studie im Fitnessbereich. Die mit Multivitamin intensiv Tainierenden blieben eher gleich im Level oder waren nur begrenzt erfolgreich, im Vergleich zu denen ohne das Zeug, bei absolut gleichem Trainingprogramm. Das sollte zu denken geben.
#8 am 20.10.2015 von Dr. med. Wolfgang Knüll (Arzt)
  3
Mal abgesehen davon, ob die Dinge überhaupt einen Nutzen haben, gab es mal vor 10 Jahren eine Metaanalysestudie mit insgesamt 235 000 Probanden. Vitamin C machte absolut nix, Vitamin A oder E schienen die Krebsrate zu erhöhen im Bereich von mehreren Prozent, B war auch neutral und das Spurenelement Selen wurde verdächtigt evtl. sogar lebensverlängernd zu wirken. Daraus habe ich - für mich - die Konsequenz gezogen : Zink, Selen, B- Komplex auf die älteren Tage, das war´s. Bekommt man für 20 € für 1/2 Jahr. Ach ja, und für meine etwas ebenso ältere Birne ein preiswertes gutes Gingko-Präparat.
#7 am 20.10.2015 von Dr. med. Wolfgang Knüll (Arzt)
  4
Patient
Anhand einer Studie am Tiermodell mit einem einzigen und dabei nicht gerade gängigen Antioxidans bei gerade mal zwei Krebsentitäten auf ALLE Antioxidantien rückschließen zu wollen und darauf basierend Empfehlungen für ALLE Krebspatienten abzugeben, halte ich bei diesem Stand der Forschung doch für gelinde gesagt ziemlich gewagt, zumal nicht unbedingt klar ist, ob die beobachtete Wirkung von NAC im Mausmodell allein auf der antioxidativen Wirkung oder nicht evtl. auch auf anderen Eigenschaften der Substanz beruht. Es KÖNNTE sein, das etwas dran ist. Belegt ist bzgl. Krebs beim Menschen bisher lediglich, dass eine ACE-Kombination keinen protektiven Effekt gegen Lungenkrebs bei Rauchern hat sondern das Risiko eher erhöht. Alles andere ist zunächst mal Spekulation, insbesondere, was die Dosen betrifft, die in die eine oder auch andere Richtung wirken könnten.
#6 am 20.10.2015 von Patient (Gast)
  1
Gast
Was ist mit den zahlreichen Studien über die sinnvolle Rolle von Hochdosiertem Vitamin C and cancer die sich leicht unter pubmed.gov finden lassen? ....einfach selber mal schauen.
#5 am 20.10.2015 von Gast
  3
Gast
Ich bin selbst Krebspatient, seit 2009 und praktiziere seit 6 Jahre nach einer Op die Hormontherapie. Bisher habe ich neben der Hormontherapie als Anhänger der biologischen Krebsabwehr zur Stärkung des Immunsystems in einer angemessenen Dosierung Vitamine (vor allem A, C, E, D) eingesetzt. Ich wurde wohl schon früher im Zusammenhang mit der Therapie meiner Arthrosen vor der Nutzung der Magnetfeldtherapie gewarnt, das erfolgte aber in Verbindung mit der Hormontherapie. Dieser Beitrag wirft für mich viele Fragen und Unsicher- heiten auf. Wie; Gelten diese Aussagen für allen Krebsformen ? Sind mit diesen Erkenntnissen jegliche Anwendungen von Vitaminen (dabei ist es uninteres- sant, ob Multivitaminprodukte oder ausgewählte Vitamine oder die Immun-therapie) in der Krebstherapie "tabu"? Mich würde die Meinung von anderen Betroffenen oder von der Vielzahl der Heilpraktiker und Naturmediziner interes- sieren.
#4 am 20.10.2015 von Gast
  4
Tumorzellen, wie auch Bakterien, Viren und Pilze werden durch Oxydation zerstört. Antioxydantien sind in der Lage die natürlichen Abwehrprozeße zu stören. Dies ist eigentlich schon lange bekannt, die Forschung bezüglich Wasserstoffperoxyd (und andere Peroxyde) als Oxydans und die dadurch erzielte Zerstörung und Schwächung von Tumorzellen ist über 100 Jahre alt. Orale Gaben von Vitamin C sind als Ergänzung der Grundversorgung in Ordnung, aber erst durch Hochdosisinfusionen wirkt Vitamin C durch Bildung von Wasserstoffperoxyd im Gewebe zerstörend auf Tumore, Viren und Bakterien. Als Hochdosisinfusion ist Vitamin C ein Oxydans, kein Antioxydans.
#3 am 20.10.2015 von Roland Ullrich (Heilpraktiker)
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Diese Studienergebnisse sind nicht wirklich überraschend. Es gab ja vor Jahren schon ähnliche Ergebnisse bei Rauchern, deren Metastasierungsrate unter Vit.C-Substitution wesentlich höher war als bei Nichtrauchern. Was jetzt wirklich interessant wäre: wie verhält es sich bei der Gabe von natürlichen Antioxidantien inkl. aller Begleitstoffe, Bioflavonoide etc.? Vermutlich tritt der beschriebene Effekt eben nur bei industriell gefertigten und isoliert gegebenen Antioxidantien auf, nicht jedoch bei einer vitaminreichen Kost?
#2 am 20.10.2015 von M.Sc. Christoph Mauder (Heilpraktiker)
  4
Gast
Bedeutet dies nun im Umkerhschluss auch, dass man z.B. Multivitaminpräparate der Nahrungsergänzung (in "normaler" Dosierung, also Drogerieprärarate; Centrum, Abtei etc.) ebenfalls weglassen sollte? Oder sind hier wirklich eher die "Hochdosisanwendungen" von, wenn ich das richtig verstehe den Vitaminen A, C, E und Beta- Carotin gemeint?
#1 am 20.10.2015 von Gast
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