Blogger interviewt: Urodoc

22.09.2015
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In seinem Blog schreibt Urodoc über bemerkenswerte und skurrile Dinge, die ihm im Alltag begegnen. Inspiration findet er durch seinen Tätigkeit als Urologe, aber auch gesellschaftliche Themen findet er interessant - das und mehr erzählt er uns im DocCheck-Interview.

DocCheck: Ein paar Worte zu Ihrer Person: Wer sind Sie und wo leben Sie? Welche Hobbies und Interessen haben Sie?

Urodoc: Ich bin im Krankenhaus angestellter Facharzt für Urologie mit den klinischen Schwerpunkten Uro-Onkologie und Andrologie. Ich lebe im Rheinland. Private Interessen umfassen Musik (von Klassik über Jazz bis Heavy Metal), Lesen, Reisen, Kochen, Fotografieren und natürlich meine Familie.

DocCheck: Was macht Ihnen an Ihrem Beruf besonders viel Spaß?

Urodoc: Der Kontakt mit Menschen, die Notwendigkeit, sich immer wieder auf Neues einstellen zu müssen, die Vielseitigkeit der Urologie.

DocCheck: Wie sind Sie zum Bloggen gekommen?

Urodoc: Zufall. Ich wollte meinem Unmut Luft verschaffen.

DocCheck: Worin besteht für Sie die Motivation des Bloggens?

Urodoc: Texte zu schreiben, die von vielen gelesen werden, die unterhalten und vielleicht gelegentlich etwas bewegen.

DocCheck: Warum bloggen Sie anonym?

Urodoc: Zum einen, weil ich mich auch schon kritisch mit meinem Arbeitgeber auseinandergesetzt habe. Zum anderen, weil ich keine Lust auf einen persönlichen Shitstorm habe.

DocCheck: Haben Sie vor dem Bloggen bereits Erfahrungen mit dem Texten bzw. Schreiben von Artikeln oder Beiträgen gesammelt?

Urodoc: Seit der Jugend verfasse ich Texte aller Art. Als Hobby, später auch beruflich.

DocCheck: Wie würden Sie die Reaktionen Ihrer Leser beschreiben?

Urodoc: Von positiv bis negativ ist alles dabei. Je nach Thema wird lebhaft diskutiert, was schön ist, zeigt es doch, dass man einen Nerv getroffen hat.

DocCheck: Wie gehen Sie mit negativen Äußerungen und Kritik um?

Urodoc: Sachliche Kritik nehme ich gern entgegen. Gegen unsachliche wehre ich mich. Diffamierendes wird auch schon einmal gelöscht.

DocCheck: Suchen Sie den Kontakt zu interessierten Lesern und antworten beispielsweise auf Kommentare?

Urodoc: Wenn ich es für nötig und sinnvoll halte, reagiere ich auch angemessen auf Kommentare.

DocCheck: Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Geschichten und Beiträge?

Urodoc: Die Idee zu einem Blogbeitrag kann von überall kommen: Dinge, die sich lese, sehe, erlebe, die mich bewegen, interessieren, die ich für wichtig halte. Ich schreibe ganz bewusst nicht nur über medizinische oder urologische Themen, sondern greife auch gesellschaftliche Themen auf.

DocCheck: Schreiben Sie gerne über polarisierende und kontroverse Themen?

Urodoc: Wie der Untertitel meines Blogs schon aussagt, haben manche Beiträge auch einen satirischen oder polemischen Charakter und sind daher naturgemäß auch polarisierend. Aber nicht immer ist mir vorher schon bewusst, wie kontrovers manche Themen sein können. Eines meiner Lieblingsthemen ist gesunde Lebensmittel oder was dafür gehalten wird. Manche Ernährungsformen werden ja mit missionarischem Eifer verkauft, obwohl auf dem Gebiet kaum etwas evidenzbasiert ist. Da schieße ich gerne einmal quer.

DocCheck: Wie viel Zeit nimmt das Bloggen in Ihrem Alltag ein?

Urodoc: Die Arbeit an einem Beitrag kann zwischen einer halben Stunde und mehreren Tagen dauern, je nach dem wie aufwendig die Recherche ist. Manche Artikel entstehen spontan, andere sind länger vorbereitet.

 

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Bildquelle: Wellcome Library, wikimedia

Artikel letztmalig aktualisiert am 10.10.2015.

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Medizin, Urologie
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UroDoc
Bei einem Verdacht auf Prostatakrebs (verdächtiger Tastbefund der Prostata und/oder erhöhter PSA-Wert und/oder auffälliger PSA-Anstieg) sollte der erste Schritt eine "normale" Prostatabiopsie sein (10-12 Gewebeproben). Sofern diese unauffällig war, der Verdacht jedoch weiterhin besteht, kann als nächster Schritt eine sogenannte Sättigungsbiopsie erfolgen (z.B. 36 Gewebeproben). Sofern dies immer noch zu keiner Klärung geführt hat, so können eine MRT-gesteuerte oder MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie sinnvoll sein. Es gibt selten auch Fälle, in denen erst eine diagnostische TUR-Prostata zur Diagnosestellung geführt hat. Inwieweit es sich immer um einen signifikantem Prostatakrebs handelt, ist individuell unterschiedlich.
#2 am 10.10.2015 von UroDoc (Gast)
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Mich interessiert, wie Sie die Biopsie der Prostata beurteilen. Ich hörte von einem Fall, der nach 60 Biopsien noch nicht geklärt werden konnte.
#1 am 07.10.2015 von Helmut Börjes (Nichtmedizinische Berufe)
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Wer sich für ein Medizinstudium entschieden hat, muss auch mit großem Stress, Angst und Konkurrenzkampf klarkommen mehr...
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