Blogger interviewt: Pharmama

27.07.2015
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Unsere Top-Bloggerin aus der Schweiz – Pharmama – hat sich unseren Fragen gestellt und gibt unter anderem Einblick in ihre Aktivität als Bloggerin, wie sie zum Bloggen gekommen ist und was sie motiviert, Woche für Woche neue Beiträge zu verfassen.

DocCheck: Ein paar Worte zu Ihrer Person: Wer sind Sie und wo leben Sie? Was für Hobbies und Interessen haben Sie?

Pharmama: Ich bin Pharmama – eine inzwischen um die 40-jährige Frau, verheiratet, berufstätig, mit Kind im Schulalter aus der deutschsprachigen Schweiz. Hobbies: bloggen, Fotografie – speziell auf Reisen, Bücher, Filme und zeichnen.

DocCheck: Was machen Sie beruflich und was macht Ihnen an Ihrem Beruf Spaß?

Pharmama: Ich bin Apothekerin in einer öffentlichen Apotheke. An meinem Beruf macht mir fast alles Spaß – er ist abwechslungsreich, fordernd, braucht Verantwortung. Das Einzige, was mir immer weniger passt, ist die zunehmende Bürokratie. Obwohl das bei uns in der Schweiz noch nicht so schlimm zu sein scheint wie in Deutschland.

DocCheck: Seit wann bloggen Sie und wie sind Sie dazu gekommen?

Pharmama: Ich blogge seit April 2008. Angefangen habe ich, nachdem ich nach der Geburt meines Sohnes etwas Zeit hatte im Internet zu surfen und dabei zufällig auf Apothekenblogs - hauptsächlich aus den USA - gestoßen bin. Ich dachte, das könne ich auch, vielleicht mit ein bisschen weniger Negativität.

DocCheck: Was ist Ihre Motivation zu bloggen?

Pharmama: Ich zeige gerne anderen, was meine Arbeit so beinhaltet. Das kann teils wirklich Skurriles aus dem Kundenkontakt sein oder medizinisches und pharmazeutisches Hintergrundwissen.

DocCheck: Warum bloggen Sie anonym?

Pharmama: In erster Linie aus Patientenschutz. Auch wenn ich die Geschichten, die ich auf meinem Blog erzähle, verfremde und anonymisiere: nicht nachverfolgbar werden sie vor allem dadurch, dass man nicht weiß, wo ich arbeite. Außerdem mag ich zu viel Rummel um meine Person nicht. Ich bin tatsächlich eher schüchtern.

DocCheck: Haben Sie vor dem Bloggen bereits Erfahrungen mit dem Texten bzw. Schreiben von Artikeln oder Beiträgen gesammelt?

Pharmama: Nein. Höchstens wenn die Aufsätze aus der Schulzeit dazu zählen – die mochte ich immer gerne.

DocCheck: Welche Resonanz bekommen Sie auf Ihre Blogposts? Wie reagieren Ihre Leser?

Pharmama: Ich bin dankbar, dass ich wirklich nette und interessierte Leser habe, die meine Blogposts nicht nur „liken“, sondern auch kommentieren. Aus den Kommentaren lerne ich auch heute noch eine Menge. Wie es anderswo läuft, bei ähnlichen Problemen oder auch die Sichtweise der anderen Seite - der Patienten oder der Ärzte.

DocCheck: Wie gehen Sie mit negativen Äußerungen und Kritik um?

Pharmama: Auf meinem Blog lasse ich grundsätzlich auch Kommentare zu, in denen Kritik geübt wird oder jemand eine andere Ansicht zum Ausdruck bringt. Ausnahmen sind dabei aber solche, die wirklich nur beleidigend und nicht konstruktiv sind. Da habe ich nach Verwarnungen auch schon Kommentare gelöscht oder gar Nutzer gesperrt.

DocCheck: Suchen Sie den Kontakt zu interessierten Lesern? Antworten Sie beispielsweise auf Kommentare?

Pharmama: Ich versuche eigentlich immer zu antworten, speziell wenn ich merke, dass die Leser interessiert sind. Gelegentlich komme ich nicht dazu – aber lesen tu’ ich alles.

DocCheck: Woher nehmen Sie die verschiedenen Themen und Geschichten Ihrer Beiträge? Was inspiriert Sie?

Pharmama: Meine tägliche Arbeit inspiriert mich.

DocCheck: Wie wichtig sind Ihnen polarisierende bzw. kontroverse Themen?

Pharmama: Oh, schwierige Frage – wenn ein Thema für mich wichtig ist, dann bringe ich es auch wenn es polarisieren kann. Aber es gibt Reizthemen, die scheinen Leute anzuziehen, die die Ansicht der „Gegenseite“ nicht leben lassen können. Religion ist so ein Thema, Homöopathie und Impfungen. Deshalb kommt das eher spärlich vor.

DocCheck: Wie viel Zeit nehmen Sie sich fürs Bloggen? Und denken Sie im Nachhinein noch viel über den Beitrag nach?

Pharmama: Ziemlich viel Zeit – ich schätze etwa 2 Stunden pro Tag. Bloggen ist ein ziemlich aufwändiges Hobby, wenn man es professioneller betreibt. Ich schreibe meine Posts öfter im Voraus. Bis zur Veröffentlichung habe ich dann Zeit noch Details zu ändern. Danach denke ich weniger darüber nach, ausgenommen es gibt in den Kommentaren interessante Diskussionen.

 

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Artikel letztmalig aktualisiert am 29.09.2015.

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