Elektrosmog - Hypochondrie oder definitorische Unschärfe?

24.07.2015
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Warum ist eine neue Pathophysiologie vonnöten, wenn man Elektrosensible verstehen und behandeln möchte?

Was ist Elektrosensibilität?

Amtliche Stellen wie  die  Deutsche Strahlenschutzkommission gehen davon aus, dass es Elektrosensibilität  "wahrscheinlich nicht gibt" (https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrosensibilit%C3%A4t), bzw. dass es sich um  eine subjektive Wahrnehmung handele,die nicht verifizierbar sei - eine hypochondrische Einbildung.

Dr. Braun-von Gladiß ist der Ansicht, dass eine neue Pathophysiologie vonnöten ist, wenn man Elektrosensible verstehen und behandeln möchte. Denn ohne neue theoretische Grundannahmen, die Wechselwirkungen einbeziehen, sei das nicht möglich.

Seine Definition der Elektrosensibilität lautet: Elektrosensibilität ist das sich in aktuellen Vulnerabilitätsphasen und an spezifischen Loci minoris resistitentiae eines biologischen Systems manifestierende und sich in Kongruenz zu individuellen pathogenen Mustern entwickelnde exogen induzierte multisymptomatische Resultat synergistischer Wechselwirkungen zwischen seinen immanenten Reaktionsprinzipien und technisch erzeugten niederfrequent gepulsten Hochfrequenzsignalen (©Braun-von Gladiß).

Allgemein verständlich formuliert heißt das:
Elektrosensibilität ist das Ergebnis sich gegenseitig beeinflussender Selbstheilungskräfte und Regulationsmechanismen, der äußeren Einflüsse durch Gifte und Strahlen sowie von individuellen Schwachpunkten und Empfindsamkeitsphasen sowie individueller Reaktionsmuster des Betroffenen. Darüber hinaus passt die Art der Schädigung oft zu den Reaktionsmustern des Betroffenen selbst, die die besondere Krankheitsanfälligkeit oder Art der Reaktion in anderen Zusammenhängen seines Lebens ähnlich bedingen. Die Wechselwirkungen unter den inneren Selbstheilungskräften werden wiederum durch den Kontakt mit Äußerem beeinflusst, und zwar durch sich gegenseitig aufschaukelnde (synergistisch wechselwirkende) schädigende Effekte von Giften und Strahlen. Deren so entstandenes Schädigungspotenzial, welches viel giftiger ist als es der Summe der einzelnen Gifte entspricht, schädigt die Regulationsmechanismen im Körper (Selbstheilungskräfte) nachhaltig.

Wissenschaftler, die sich mit  der Untersuchung biologischer und gesundheitlicher Wirkungen nicht – ionisierender elektromagnetischer Felder (EMF) befassen, verweisen auf wissenschaftliche Publikationen, nach denen  EMF  – deutlich  unterhalb der meisten international und national geltenden Grenzwerte – auf  lebende Organismen  einwirken.  Die  Wirkungen umfassen ein erhöhtes Krebsrisiko, zellulären Stress, einen Anstieg  gesundheitsschädlicher freier Radikale, genetische Schäden, Änderungen von Strukturen und  Funktionen im Reproduktionssystem,  Defizite beim Lernen und Erinnern, neurologische  Störungen und negative Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden der Menschen. Wie die sich mehrenden Belege für schädliche Auswirkungen auch auf die  Pflanzen- und Tierwelt zeigen, reicht die  Bedrohung weit  über die Menschheit hinaus.
http://kompetenzinitiative.net/KIT/wp-content/uploads/2015/05/emf_scientist_appeal_2015_mus_150512_german.pdf)

Vor diesem Hintergrund sollten personelle Verflechtungen von Sachverständigen mit Unternehmen der Mobilfunktechnologie kritisch gesehen werden. Auf der Unabhängigkeit von Experten von wirtschaftlicher Einflußnahme muss bestanden werden.

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 25.07.2015.

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Gast
Da soll niemals mehr jemand die angebliche "Zensur" bei Doccheck beklagen, wenn so ein völliger Blödsinn seit mehr als einem Jahr hier abrufbar ist!
#2 am 18.12.2016 von Gast
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Wolf
Selten so einen Schwachsinn gelesen! "Elektrosensibilität" ist ein rein psychisches Problem und muss auch so behandelt werden.
#1 am 17.03.2016 von Wolf (Gast)
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