Unerfüllter Kinderwunsch - was Betroffene bewegt

23.06.2015
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Eine aktuelle Milieustudie des BMFSFJ zur ungewollten Kinderlosigeit und der Frage, was Betroffene bewegt, kommt zu interessanten Ergebnissen.

Wenn der Kinderwunsch zur Belastung wird

Wenn ein Paar über lange Zeit einen Kinderwunsch hat, der sich nicht erfüllen will, dann kann der emotionale Zustand dieses Paares als verzweifelt bezeichnet werden.

Vor allem die Frau versteht sich oftmals selbst nicht mehr, ihre Gedanken kreisen in Vollzeit um das ersehnte Kind und die Frage, was den schief und falsch  mit ihr und ihrem Körper ist.

Sie fängt an ihren Zyklus zu beobachten, Temperatur zu messen und einen Menstruationskalender zu führen.

Der Hormonstatus wird geprüft, fleißig fruchtbarkeitsfördernder Tee getrunken und pünktlich der Sex nach Plan vollzogen.

Die Ernährung wird umgestellt, um dem noch ungezeugten Baby die besten gesundheitlichen Voraussetzungen zu bieten.

Und auch der Partner wird regelmäßig mit einer Extradosis Vitamine bedacht, in der Hoffnung, dass er davon turboschnelle Spermien bekommt.

Bei allen Optimierungsversuchen bleibt das Gefühl der Hilflosigkeit. Gleichzeitig belasten Erfahrungen und Kommentare aus dem sozialen Umfeld, welches scheinbar ohne jegliche Probleme Kinder bekommen kann.

Schließlich folgt der Gang zum Frauenarzt und oftmals der Gang ins Kinderwunschzentrum.

Wer sich für eine reproduktionmedizinische Behandlung entschieden hat, merkt schnell, dass damit ein Rucksack voller neuer Aufgaben, Belastungen, aber auch neuer Hoffnung verbunden ist. 

Termine müssen koordiniert, Medikamente zur rechten Zeit eingenommen und gespritzt werden.

Erklärungen für den Arbeitgeber, warum man wieder mal früher weg muss, wollen gut überlegt sein.

Viele Fragen zum Ablauf der Behandlung, den Chancen und Risiken sowie den damit einhergehenden Gefühlen kommen auf.

Das Hoffen und Warten auf das Wunschkind geht  in die nächste Runde und hinterlässt nicht selten schmerzliche Erfahrungen, die von Verzweiflung bis zur Trauer reichen.

Kann psychosoziale Kinderwunschberatung helfen?

Eine aktuelle Milieustudie des BMFSFJ zur ungewollten Kinderlosigeit und der Frage, was Betroffene bewegt, liefert interessante Ergebnisse:

 

Die ganze Studie kann hier eingesehen werden:

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/publikationen,did=216928.html

 

Bildquelle: fotolia

Artikel letztmalig aktualisiert am 23.06.2015.

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Heute besucht mich Frau K. in der Fachstelle für Kinderwunschberatung. Sie ist Mitte 30, verheiratet und seit mehr mehr...

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