PR: Lenas Geschichte

10.06.2015
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You must be the change you wish to see in the world” – Mahatma Ghandi

„Als ich kurz nach meinem Abitur 2006 mit 18 Jahren für ein Praktikum nach Burkina Faso kam, wusste ich nicht, was mich dort erwartet und wie sehr die dort gemachten Erfahrungen mein weiteres Leben beeinflussen würden.


Eines Abends war ich auf dem Heimweg aus der Innenstadt Ouagadougous, der Hauptstadt von Burkina Faso, und habe einen Verkehrsunfall mit einem schwerverletzten jungen Mann beobachtet. Der Unfall hat sich wenige Ecken von unserem Haus entfernt, auf einer für Burkina Faso typischen, ungeteerten Straße mit Schlaglöchern ereignet. Der Mann war ungefähr in meinem Alter und lag schwerverletzt neben seinem Roller im Sand. Um ihn herum hatte sich bereits eine Menschentraube gebildet.
Ich wusste nicht, was ich tun sollte und starrte den Mann einfach nur an – unfähig zu denken. Ich war in einem fremden Land und wusste die Nummer des Krankenwagens oder der Polizei nicht. Zum Glück kam innerhalb kürzester Zeit meine Gastmutter Rakieta Poyga dazu, die in Deutschland BWL studiert hatte und zu den wohlhabendsten und hilfreichsten Bewohnern des Viertels gehörte.


m_1433941299.jpgIch weiß bis heute nicht, was zwischen den Leuten besprochen wurde, aber im Verlauf des Abends wurde mir klar, dass es wohl keine Hilfe für den Mann mehr geben konnte. Eine Organisation wie z.B. das Rote Kreuz mit Notärzten und Rettungsassistenten, die zu jedem Unfallort kommen, gibt es in Burkina Faso nicht. Jede Behandlung kostet Geld – Geld, das viele bei einem Unfall nicht bei sich tragen und oftmals auch nicht aufwenden können.
An diesem Abend noch habe ich beschlossen, nie wieder so hilflos sein zu wollen und beschloss Ärztin zu werden. Im Gegensatz zu den meisten Jugendlichen in Burkina Faso stand mir die Welt offen – ich konnte studieren, war krankenversichert und hatte eine finanzielle Basis. Ich konnte etwas verändern, wenn ich es wollte!

 


Viele Jahre nach diesem Ereignis bin ich sehr stolz auf das, was wir gemeinsam bisher erreicht haben: über 300 behandelte Kinder!  

Vielen Dank an alle Unterstützer und lasst uns gemeinsam die Veränderung sein, die wir uns für diese Welt wünschen.”

 

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Lena Müller – Ärztin und Gründerin von DEVELOPmed.aid
 

Bildquelle: DEVELOPmed.aid

Artikel letztmalig aktualisiert am 09.02.2016.

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