Befreit das Gluten!

27.05.2015
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Für Patienten mit Zöliakie ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung von entscheidender Bedeutung. Aber auch immer mehr Menschen ohne Glutenunverträglichkeit entscheiden sich für eine solche Diät, weil sie sich davon gesundheitliche Vorteile versprechen. Dabei ist der Nutzen rein spekulativ.

Wer an einer gluteninduzierten Enteropathie (Zöliakie) leidet, muss bei seiner Ernährung auf alle Produkte verzichten, die sogenannten Weizenkleber enthalten, ein Gemisch aus Proteinen, die in bestimmten Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Gerste oder Roggen vorkommen, da diese bei den Betroffenen einen Entzündungsprozess auslösen, welcher zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Dünnatrophie führt. Die Prävalenz für eine Glutenunverträglichkeit wird in Deutschland mit etwa 1:500 angegeben.

Wer sich einmal die Mühe macht, die Zutatenliste verschiedenster Lebensmittel durchzulesen, wird – manchmal erstaunt – entdecken, in wie vielen diese Getreidearten enthalten sind: nicht nur in Backwaren, Panaden oder Nudeln, sondern beispielsweise auch in manchen Backofenfritten. Da wird das Essen zum Spießrutenlauf. Dass dies eine Einschränkung der Lebensqualität bedeuten kann, ist leicht nachvollzehbar, auch wenn es für viele Lebensmittel entsprechende Alternativen gibt, aber beispielsweise nur selten in Restaurants. Glücklicherweise erhält man mittlerweile viele glutenfeie Frisch- und Fertigprodukte nicht nur im Reformhaus, sondern auch im normalen Einzelhandel, wenn auch häufig zu einem erhöhten Preis.

Umso erstaunlicher erscheint der aus den USA zu uns herüber schwappende Trend, dass es auch einen zunehmenden Anteil eigentlich Gesunder gibt, die sich bewussts glutenfrei ernähren. Und so liegen auch glutenfreie Produkte im Trend und füllen mit zweistelligen Zuwachsraten die Supermarktregale, obwohl nur einer von vier Konsumenten dieser Lebensmittel tatsächlich eine Zöliakie hat. Stars wie Lady Gaga, Gwyneth Paltrow oder Miley Cyrus gehen als Vorbilder voran und machen glutenfreie Nahrungsmittel zu Lífestyleprodukten, die Gesundheit, Schönheit und Jugendlichkeit versprechen.

Hierbei spielen wahrscheinlich kuriose Aussagen eine Rolle, bei denen über einen Zusammenhang von Gluten und Autismus, Adipositas, Reizdarm, verminderter Leistungsfähigkeit und Konzentrationsstörungen ("Brain Fog"), Migräne, Hautproblemen, Fibromyalgie, Depressionen, Parästhesien in den Beinen, Schlafstörungen oder einer Hashimoto-Thyreoiditis spekukliert wird. Wenn man sich die angeblichen "5 Zeichen, dass du eine Glutensensitivität hast" durchliest, stellt man fest, dass für praktisch jeden das eine oder andere Symptom dabei ist.

Leiden wir also alle an dieser Störung oder wird hier der Hypochondrie und der Geschäftemacherei Tür und Tor geöffnet?

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Fest steht, dass die Non-Coeliac Gluten Sensitivity (NCGS) ein 2011 von einem internationalen Expertengremium offiziell als Konsensusbeschluss ins Leben gerufenes Krankheitsbild im Sinne einer Lebensmittelunverträglichkeit ist. Die wissenschaftliche Grundlage hierfür war eher mager.

Valide Pathomechanismen, die diese Symptome ursächlich auf Gluten zurückführen, konnte bisher kein Wissenschaftler entdecken. Manche Untersuchungen legen nahe, dass Entzündungsprozesse im Darm der Auslöser sein könnten, andere wiederum belegen das Gegenteil. Die Studienlage ist widersprüchlich: Einzelne Studien deuten darauf hin, dass Glutensensitivität eine abgeschwächte Form der Zöliakie sein könnte, andere Ergebnisse scheinen genau dies zu widerlegen. In der Regel finden sich auch keine objektivierbaren Untersuchungs- oder Laborparameter wie bei einer Allergie oder Zöliakie typische Antikörper, die helfen könnten, den Glutensensitiven vom Nicht-Sensitiven zu unterscheiden. Weder eine Allergie, noch Auto-Immunprozesse spielen eine Rolle und sind sogar per Definition der NCGS ausgeschlossen. Es handelt sich um eine Diagnose per exclusionem, deren Befürworter ungefähr so argumentieren: Wem die Ernährungsweise hilft, der hat die Krankheit.

Und so stellen viele der angeblich Betroffenen eine NCGS selbst bei sich fest, anstatt sich medizinisch abklären zu lassen. Mit evidence based Medicine hat dies nichts zu tun.

Dabei kommt hierbei der psychosomatische Faktor erschwerend hinzu: Der Placeboeffekt kann so ausgeprägt sein, dass Menschen unter einer glutenfreien Diät tatsächlich beschwerdefrei werden. In einer Studie bekamen jedoch Probanden anschließend angeblich glutenhaltige, tatsächlich aber glutenfreie Testnahrung und entwickelten in der Hälfte der Fälle trotzdem Beschwerden. In einer Vielzahl der Fälle könnte das zugrunde liegende Problem also eher im Kopf als auf dem Teller der Patienten zu finden sein.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA geht deshalb inzwischen davon aus, dass nicht jeder fünfte, sondern höchstens jeder zweihundertste Amerikaner an einer echten Unveträglichkeit leidet. In Europa werden die Werte ähnlich niedrig zu sein.

Die Existenz einer solchen nicht-zöliakischen Glutensensitivität ist somit umstritten. Neuere Studien deuten vielmehr darauf hin, dass es sich bei dabei um keine pathophysiologische Reaktion auf Gluten handelt, sondern allenfalls andere Inhaltsstoffe oder ein Nocebo-Effekt die Ursache sind. Es gibt sogar Untersuchungsergebnisse, die den Schluss nahe legen, dass das Gluten möglicherweise fälschlich beschuldigt wurde: Eine Studiengruppe gab 37 Versuchspersonen nicht nur glutenfreie Kost, sondern auch weniger vom Darm schlecht resorbierbare und blähende Kohlenhydrate, weniger Milchprodukte und Lebensmittelchemikalien und achtete auf Kalorien- und Ballaststoffzufuhr. Das Ergebnis: Unabhängig davon, ob sie nach der Diät blind mit glutenhalitiger, glutenarmer oder glutenfreier Kost ernährt wurden, ging es angeblich glutensensitiven Patienten immer gleich gut, respektive schlecht. Ein signifikanter glutensensitiver Effekt sei nicht nachweisbar gewesen, so das Ergebnis der Studie.

Reizdarmbeschwerden könnten daher eher auf ballaststoffreiche, blähende oder andere schwer verdauliche Nahrungsmittel wie zum Beispiel sogenannte FODMAPs (Fermentable Oligo- Di- Monosaccharides and Polyols) zurückzuführen sein. Der menschliche Verdauungstrakt ist eben unter anderem nicht wirklich auf die Verarbeitung von Rohkost oder Vollkornprodukten ausgelegt.

Beim Glutenfrei-Hype handelt sich also wahrscheinlich um eine Modeerschienung.

Food for thought.

 

Literatur:

Biesiekierski JR, Iven J. Non-coeliac gluten sensitivity: piecing the puzzle together (2015). United European Gastroenterol J. 3: 160–165.

Biesiekierski JR, Newnham ED, Shepherd SJ et al. Characterization of Adults With a Self-Diagnosis of Nonceliac Gluten Sensitivity (2014). Nutr Clin Pract 29: 504-509.

Biesiekierski JR, Peters SL, Newnham ED et al. No Effects of Gluten in Patients With Self-Reported Non-Celiac Gluten Sensitivity After Dietary Reduction of Fermentable, Poorly Absorbed, Short-Chain Carbohydrates (2013). Gastroenterology 145: 320–328.

Laforest L. A balanced look at gluten sensitivity (2014). Scienced-Based Medicine.

 

Abbildung: Wikipedia

Bildquelle: H. J. Sydow (Wikipedia)

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.08.2015.

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#5 Damals haben zu einem die Menschen nicht lange gelebt, da war man ja mit Ende 50 schon ein altes Eisen. Die Bauern haben eher normales Bauernbrot gegessen oder irgendwelche Mais/ Grießpampen, dies ist ja nicht wirklich ballaststoffreich. Die betuchten haben sogar fast nur Weißbrot gegessen weil es eben was "besseres" war. Da stand letztens im Ernährungsmediziner ein interessanter Artikel dazu. Viele vertragen Ballaststoffreicheprodukte nicht so gut wenn sie einen empfindlichen Verdauungstrakt haben, ebenso Rohkost. Die Aussage ist zwar überspitzt trifft aber wohl zu, allein die Abbauprozesse sind ja aufwendiger. Wenn man Dinge erhitzt werden sie ja auch leichter verdauulich.
#26 am 05.08.2015 von Sarah Stephan (Diätassistentin)
  0
Der Gorilla wird niemals der dümmste sein, kein Übergewicht und die damit verbundenen Krankheiten, keine Zahnarzt besuche usw. Der dümmere ist der Mensch, der kann z.B. in einem „Burger Laden“ innerhalb von 10 Minuten seinen Tageskalorienbedarf decken aber damit kommen die wenigsten zurecht;-)
#25 am 15.06.2015 von Gerhard Wilhelm (Diätassistent)
  0
Gast
Und Gorillas frönen der Koprophagie, um den Nährstoffgehalt ihrer pflanzlichen Nahrung besser auszuschöpfen.
#24 am 15.06.2015 von Gast
  0
Gast
zu#5 da lohnt sich ein Gang in den Zoo und den Wärter fragen, was die so fressen. Die dümmste Art heißt Gorilla zwar groß aber der reinste Vegetarier von den verschiedenen Menschenaffen. Der muss de ganzen Tag ununterbrochen fressen um satt zu werden.
#23 am 14.06.2015 von Gast
  4
Mit einer Literaturrecherche fand ich ausgezeichnete Übersichtsartikel zum Thema ZOELIAKIE.Gerne bin ich bereit, das Recherchenergebnis mit 13 >>abstract-Titeln<< an Interessenten kostenfrei zu übersenden (alles bitte via E-Mail: Zielkeim@t-online.de). MfG A.K.
#22 am 05.06.2015 von Adalbert Kleine (Weitere medizinische Berufe)
  0
Gast
Fructose nicht in kleinen Mengen, sondern zu 50% auch in der Weintraube. Aber natürlich besser als pur aus der Fabrik. Der fehlende Insulinanstieg bei Fruktose ist kein Vorteil, sondern Ausdruck des Nachteils, weil Fruktose "peripher" überhaupt nicht metabolisiert wird, sondern komplett in der Leber landet, die bei ÜBERDOSIERUNG eindeutig mehr geschädigt wird als durch Glucose.
#21 am 05.06.2015 von Gast
  0
Kurz was zu Fructose,die geniale Erfindung der Natur! Fructose ist ein Einfachzucker der natürlicherweise in kleinen Mengen in Früchten vorkommt, wird so eine Frucht gegessen langsam genussvoll wird die Fructose über die Mundschleimhaut aufgenommen und steht dem Körper ohne Insulin sofort zur Verfügung. In Industrie Getränken aber ohne ausreichenden Mundschleimhautkontakt gelangen zu große Mengen in unseren Verdauungstrakt und der ist teilweise damit überfordert, in der Leber wird die Fructose letztendlich in Fett umgewandelt (Nicht alkoholische Fettleber)
#20 am 05.06.2015 von Gerhard Wilhelm (Diätassistent)
  0
Gast
Trotz unserer ja angeblich ach so ungesunden Lebens-/Ernährungsweise, werden wir alle statistisch gesehen immer älter. Die medizinische Versorgung wird dabei eine große Rolle spielen, aber das ist es nicht allein. Abgesehen davon ist das treffende Schlagwort in diesem Zusammenhang: ausgewogene Mischkost.
#19 am 04.06.2015 von Gast
  0
#11 und #13 Verschiedene Studien belegen die Vorteile rohen Gemüses (http://cebp.aacrjournals.org/content/13/9/1422.abstract?ijkey=c977f1714b07d1fef1dcbfd18596397adefeacdc&keytype2=tf_ipsecsha). Insbesondere bei Magen- und Speiseröhrenkrebs. Aber auch bei Fibromyalgie (http://www.biomedcentral.com/1472-6882/1/7). Ich bin ja auch nicht gegen das Kochen. Man sollte allerdings auf die richtige Zubereitung achten: Nicht zu lange kochen, das Wasser vor Zugabe des Gemüses erhitzen, Dämpfen bevorzugen etc. Allerdings braucht sich die Mehrheit der Deutschen um die Energiemenge wohl kaum Gedanken machen;-) Und man sollte den Rohkostanteil auch aus oben genannten Gründen hoch halten.
#18 am 04.06.2015 von Markus Tiroke (Heilpraktiker)
  4
Arzt
ich vergaß, auch von mir bravo, ein ungewöhnlich guter sachkompetenter Beitrag. Es gibt auch gar nicht so ganz wenig Menschen mit Fruktose - Intoleranz, Bedauernswerte, wird auch oft lange nicht erkannt. Deswegen sollte man aber den Nicht-Erkrankten kein Obstverzicht empfehlen.
#17 am 03.06.2015 von Arzt (Gast)
  0
Arzt
@Gerhard Wilhelm, gar nicht so schlecht, es fehlt allerdings noch der wichtige Hinweiß auf Eiweiß, das (nicht) zufällig von den drei Hauptnahrungsmitteln den höchsten Sättigungseffekt hat. Und damit auch auf die Qualität des Eiweiß = biologischer Wertigkeit, also tierisches Eiweiß, na klar nicht ganz billig. Und die "Sünden der Zivilisation" für die "natürliche Ernährung" begannen mit Sesshaftigkeit und Ackerbau und einem recht dramatischen Rückgang der Lebenserwartung (Überlastung durch Kohlenhydrate).
#16 am 03.06.2015 von Arzt (Gast)
  0
Fortsetzung #14 Noch wichtiger sind die Tage an denen man sich aus den Fettdepots ernährt. Wir leben im absoluten Nahrungsüberfluss und damit sind die meisten überfordert und das ist der Fluch der Evolution, in guten Zeiten ist der Körper bestrebt Reserven (ausbremsen der Sättigung) aufbauen, was uns fehlt sind die Hungertage um den Überfluss auszugleichen. Noch was zum Thema: in Backwaren und Bäckerprodukten im allgemeinen, ist die Anzahl der Zusatzstoffe am höchsten, auch die die nicht deklariert werden müssen (Backhilfsstoffe) Auch die Getreidesorten haben sich verändert hin zu Hybrideden mit hohem Stärkeanteil.
#15 am 03.06.2015 von Gerhard Wilhelm (Diätassistent)
  0
An einigen Antworten kann man erkennen, dass die Werbemilliarden der Lebensmittelindustrie eine hervorragende Investition waren und sind. Auch der übergewichtige soll morgens frühstücken wie ein König! Die Industrie schafft es doch, viele dazu zu bringen, regelmäßig über ihren Bedarf hinaus zu konsumieren und die Folgen sind sichtbar. Keiner muss sich für ein „Lager“ entscheiden, unsere Nahrung muss ausgewogen sein, gekochtes kann ebenso dazugehören wie Rohkost. Die Prämisse sollte sein: mit der geringsten Nahrungsmenge (Nähstoffdichte beachten) seinen Körper mit allem zu versorgen was gebraucht wird (Mikro und Makronährstoffe) Fortsetzung wegen Überlänge folgt;-)
#14 am 03.06.2015 von Gerhard Wilhelm (Diätassistent)
  1
Gast
@ Herrn Tiroke: Der Effekt der schlechteren Verwertbarkeit der Nährstoffe in der Rohkost überwiegt den Verlust durch Kochen.
#13 am 03.06.2015 von Gast
  3
#11 Ich dachte, durch das Kochen gehen diverse Nährstoffe verloren... Also ist Kochkost noch viel nährstoffärmer als die "vergleichsweise nährstoffarme" Rohkost? Vielleicht ist es unseren Vorfahren auch erst durch die vorangeschrittene Hirnentwicklung möglich geworden, das Feuer zu nutzen und zu kochen? Ist halt nur eine Evolutionstheorie...
#12 am 03.06.2015 von Markus Tiroke (Heilpraktiker)
  4
Gast
@ Herr Wilhelm: Rohkost ist vergleichsweise nährstoffarm und schwer verdaulich. Schimpansen, welche sich beispielsweise vorwiegend von Blättern und Waldfrüchten ernähren, sind täglich etwa sechs Stunden allein damit beschäftigt, ihre Nahrung zu kauen und weitere drei bis vier Stunden mit Verdauungspausen und Verdauungsschläfchen. Die Evolutionstheorie geht mittlerweile davon aus, dass die Entrwicklung des Homo sapiens erst dadurch möglich wurde, dass das Kochen erfunden wurde, welches bewrkt, dass dem Körper aus der zu sich genommenen Nahrung eine größere Energiemenge zugeführt und ein geringerer Prozentsatz ungenutzt wieder ausgeschieden wird. Zudem kann das Kochen Giftstoffe denaturieren, Krankheitserreger abtöten, Lebensmittel konservieren und etliche Nahrungsmittel überhaupt erst genießbar machen. Das menschliche Gehirn benötigt soviel Energie, dass erst das Kochen seine Entwicklung ermöglichte. Es gibt keine Gesellschaft bekannt, in der nicht regelmäßig gekocht wird.
#11 am 03.06.2015 von Gast
  3
Ich bin einer der vermeintlich seltenen Zöliakieerkrankten. 2 Anmerkungen : 1. es gibt mit Sicherheit weit mehr Erkrankte als bisher angenommen. Ich hatte keine dramatischen Symptome außer ständige Müdigkeit , ständig luftgefüllten Bauch und ich musste Unmengen an L Thyroxin nehmen, um meine Hashimoto Unterfunktion in Griff zu bekommen. Erst ein Prof für Endokrinologie und Gastroenterologie kam auf sie Idee mal nachzusehen, ob ich Zöliakie krank bin ... Und erst die Biopsie ergab den eindeutigen Beweis ! 2. ist Ihnen allen schon mal in den Sinn gekommen , wie glücklich Betroffene über diesen Trend sind ?? Endlich einigermaßen problemlos einkaufen, essen gehen und sich im Urlaub ernähren .... Tatsache ist , Gesunden SCHADET ES NICHT sich glutenfrei zu ernähren , das bessere Angebot durch die erhöhte Nachfrage ist aber ein Segen für Betroffene ( in welcher Form auch immer) ... Machen Sie diese Entwicklung durch vermeintlich wissenschaftliche Objektivität nicht kaputt
#10 am 02.06.2015 von Dipl.-Biol. Anja Riggers (Ärztin)
  7
Gast
#7 ganz im Gegenteil! Die Anhänger der Modetrend-Ernährer bringen die wirklich Erkrankten in Misskredit. # Hr. Wilhelm Es gibt ein sehr informatives Heft der Reihe GE(O) kompakt zu dem Thema Ernährung und Evolution des Verdauungstraktes.
#9 am 02.06.2015 von Gast
  1
UroDoc
@ #7: Es geht eben nicht um Zöliakie, sondern um die sogenannte NCGS.
#8 am 02.06.2015 von UroDoc (Gast)
  0
Gast
Meine Tochter hat sich diese Unverträglichkeit nicht ausgesucht und sie würde viel lieber ein Bauernbrot (auch Vollkorn!) oder eine Breze essen. Dieser "Hype" kostet außerdem viel mehr als normales Essen und reißt ein ordentliches Loch in einen nicht gut gefüllten Geldbeutel. Natürlich tummeln sich hier wieder irgendwelche Spinner, die die ernsthaft unter Zöliakie leidenden Personen in Misskredit bringen.
#7 am 02.06.2015 von Gast
  3
Gast
Eine extrem ballaststoffreiche Ernährung ist zunächst einmal eines: schlecht verträglich. (Teils quälende) Blähungen sind die Folge. Unser Verdauungsapparat verfügt nun einmal nicht über die nötige Enzymausstattung, um Pflanzenfasern (Zellulose) zu verdauen. Dies geschieht dann durch bakterielle Fäulnisprozesse, die zur Gasbildung führen. Erst durch Denaturierung (z.B. Kochen) werden daher viele enthaltene Nährstoffe besser verwertbar. Unser Verdauungstrakt ist nicht der eines Pflanzenfressers.
#6 am 02.06.2015 von Gast
  6
Der Letzte Satz ist heftig, Zitat: „Der menschliche Verdauungstrakt ist eben unter anderem nicht wirklich auf die Verarbeitung von Rohkost oder Vollkornprodukten ausgelegt“ Da fragt ich mich doch, was der Mensch in den Millionen Jahren seiner Evolution gegessen hat, bevor Jagdwaffen und Werkzeuge erfunden und das Feuer genutzt wurde? Bitte um sachdienliche Antworten :-)
#5 am 02.06.2015 von Gerhard Wilhelm (Diätassistent)
  11
Gast
Irgendeine Ideologie muss anscheinend jeder haben. Jetzt wo z.B. Religion nicht mehr in ist, muss was anderes her. Dazu eignet sich Ernährung oder andere vermeintliche gesundheitsfördernde Verhaltensweisen trefflich. Zu einer Ideologie gehört ja auch, dass sie keinerlei Beweise außer Bauchgefühl benötigt. Nur schade, dass dadurch das Weltbild der Betroffenen so extrem eingeengt wird.
#4 am 02.06.2015 von Gast
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Klasse Artikel - über diesen neuen Schwachsinn wollte ich eigentlich auch schon mal bloggen - das kann ich mir jetzt sparen. ;-)
#3 am 02.06.2015 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
  7
Robert Norden
Fettarm, low carb, Rohkost, mediterran, vegetarisch, vegan, glutenfrei... Was angeblich gesund ist, wechselt ständig. Eine ganze Industrie lebt davon. Dabei lassen sich viele Argumente zum Beispiel der Veganer wissenschaftlich leicht widerlegen: Man lese "Don't go Veggie!: 75 Fakten zum vegetarischen Wahn" von Udo Pollmer, Georg Kleckl und Klaus Alfs. Polemisch, informativ und unterhaltsam.
#2 am 01.06.2015 von Robert Norden (Gast)
  6
Gast
Ja, glutenfrei leben ist genauso eine Modeerscheinung, wie der momentane" Ich lebe VEGAN- Hype! "! Und in den nächsten Jahren werden wieder andere Ernährungstrends polarisieren...seufz! Wahrscheinlich "Molekular- Kost"! Haha!
#1 am 31.05.2015 von Gast (Studentin der Pharmazie)
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