PR: Wenn die Narkose zum Albtraum wird – die maligne Hyperthermie

17.04.2015
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Während Narkosen in den letzten Jahren immer sicherer geworden sind, gibt es einige seltene aber gefürchtete Komplikationen, die den Zustand des Patienten rasch verschlechtern und bis zum Tod führen können.
Diese Notfälle sollte man als angehender Mediziner erkennen. Eine wichtige Komplikation im Rahmen der Narkose ist die maligne Hyperthermie, eine akute Funktionsstörung der Skelettmuskulatur.

Die maligne Hyperthermie gilt als eine der gefährlichsten Komplikationen der Allgemeinanästhesie. Sie wird durch bestimmte Anästhetika ausgelöst und endet unbehandelt in 70-80% der Fälle tödlich. In den meisten Fällen tritt sie während einer Narkose auf, es können jedoch auch postoperative Fälle vorkommen.

Ursache der malignen Hyperthermie ist ein genetischer Defekt im Calciumstoffwechsel der Skelettmuskelzellen. Vermutet wird eine Mutation in dem Gen, welches für den intrazellulären Ryanodinrezeptor kodiert. Dieser Rezeptor sorgt für die Freisetzung von Calcium aus dem sarkoplasmatischen Retikulum in der Muskelzelle, was letztendlich die Muskelkontraktion bewirkt.

Die Folge ist ein gesteigerter Zellstoffwechsel (Hypermetabolismus) mit konsekutivem massivem CO2-Anstieg, Gewebshypoxie, gesteigerter Wärmeproduktion und Laktatazidose. Unbehandelt kommt es zum Zelluntergang mit Anstieg der Creatinkinase (CK) und Myoglobinurie.

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu Diagnostik und Therapie der malignen Hypothermie, sowie eine Reihe von Anästhetika bei denen Sie wachsam sein sollten.

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Artikel letztmalig aktualisiert am 17.04.2015.

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