PR: Mythos Milch: Medizinische Infos zu Calcium und Osteoporose

16.04.2015
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Mit der Fragestellung, ob Milchprodukte produktiv oder kontraproduktiv sind zur Calciumaufnahme, werden Sie ständig im praktischen Alltag konfrontiert werden.
Führt der Verzicht auf Milchprodukte zwangsläufig zu Osteoporose?
Wie lautet der medizinische Konsens hierzu? Was besagen neueste Studien?

Die Verringerung der Knochenmasse ist verantwortlich für das erhöhte Vorkommen an Stürzen und Brüchen.
Hauptsächlich ist der Faktor Belastungsmangel der Knochen durch unzureichende Bewegung zu nennen.
Bei noch nicht manifester Osteoporose und um einen progredienten Verlauf abzuwenden, sind prophylaktisch Calcium und Vitamin D Mittel der Wahl neben einem regelmäßigen Bewegungsprogramm.

Welche Nahrungsmittel stellen Calcium bereit und wie kann der Körper dieses verwerten?

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Unbestritten ist der Gehalt in Milchprodukten höher als in pflanzlichen Produkten.
Das Verhältnis zwischen Aufnahme und Ausscheidung von Calcium ist die Calciumbilanz, diese ist abhängig vom Lebensalter. Die maximale Mineralstoffmasse des Knochens ist um das 30. Lebensjahr erreicht und nimmt ab da um 1%/Lebensjahr ab.

Laut VEBU 2015 sind ca. 10% in Deutschland Vegetarier und nur 1% Veganer. Die konventionelle, am weitesten verbreitete Ernährungsform in Deutschland beinhaltet sowohl Milchprodukte als auch Fleisch- und Wurstwaren. Phosphate sind jedoch einer der Hauptgründe, dass das Calcium aus der Milch nicht aufgenommen werden kann, sondern durch Komplexbildung ausgeschieden wird.

Sind Veganer also im Vorteil?
Eine australische Studie des Garvan Institute of Medical Research verglich die Knochendichte von sich vegan ernährenden und nicht-veganen Teilnehmerinnen.
Die empfohlene Zufuhr an Calcium beträgt 1000 mg/d, die veganen Teilnehmerinnen nahmen nur 370 mg/d im Durchschnitt zu sich und wiesen postemenopausal die gleiche Knochendichte auf.

Möchten Sie mehr zum Thema Milch erfahren? Dann können Sie hier weiterlesen!

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Artikel letztmalig aktualisiert am 16.04.2015.

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Gast
Studie: Milchtrinker sind krank und sterben früher - Warum die Werbung Sie immer angelogen hat: http://www.huffingtonpost.de/2015/04/23/studie-milchtrinker-krank-sterben-werbung-angelogen_n_7126506.html
#4 am 01.07.2016 von Gast
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Wer kennt nicht Calcium-SANDOZ® und seine schier unhaltbaren Werbeversprechen? Dieses Calcium-D-gluconat begleitete jahrzehntelang den 2. Weltkrieg, die Hungerjahre, den Wiederaufbau, das Wirtschaftswunder und die Entwicklung von der Industrie- bzw. Produktionsgesellschaft zum modernen post-industriellen Dienstleistungs-Zeitalter. Mein Kollege, der ausgewiesene internistische Osteologe (DVO) Prof. Dr. med. Johannes Pfeilschifter, bringt es allgemein verständlich auf den Punkt: "ein Mann oder eine Frau, die weniger als 500 Milligramm Calcium zu sich nehmen würden, haben ein höheres Bruchrisiko. Wie kann ich das vermeiden? Durch Zufuhr von Calciumprodukten mit der Nahrung. Da kann ich als Faustregel die so genannte 300-er-Regel anwenden:
#3 am 25.10.2015 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  2
Eine Scheibe Käse hat 300 Milligramm Calcium, ein Glas Milch hat 300 Gramm Calcium, zwei Joghurts haben etwa 300 Milligramm Calcium. So kann man sich ungefähr ausrechnen, wie viel Calcium ich mit der Nahrung zuführe und viele Männer und Frauen trinken auch calciumreiches Mineralwasser, dass auch eine wertvolle Calciumquelle ist. http://www.frag-den-professor.de/transcript/mitschrift-32/ Die Firma Novartis® (1996 fusionierte Sandoz® mit Ciba®-Geigy® zu Novartis) mit ihrer Generika-Linie und HEXAL® als Vertrieb für Calcium-Sandoz® Forte 500 mg, Brausetabletten, Calcium-Sandoz® Fortissimum 1000 mg, Brausetabletten schreibt mit Stand März 2015 immer noch irreführend: "Wirkstoffe: Calcium (als Calcium-D-gluconat – Calciumlactat (2:3) 2 H2O, Calciumcarbonat). Anwendungsgebiete: Vorbeugung und Behandlung eines Calciummangels, Unterstützung einer speziellen Therapie zur Vorbeugung und Behandlung einer Osteoporose (Knochenschwund), zusätzlich zu Vitamin D3 zur Behandlung der Rachitis (Erweichung des im Wachstum befindlichen Knochens bei Kindern) und Osteomalazie (Erweichung von Knochen bei Erwachsenen). Enthält Natriumverbindungen; Zusätzl. für -500 mg: Sorbitol, Glucose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!" http://www.calcium-sandoz.de/
#2 am 25.10.2015 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  1
Historisch gesehen, produzierte die Aktiengesellschaft Chemische Fabrik vormals Sandoz seit 1895 das fiebersenkende Mittel Phenazon (Antipyrin®), das von der Deutschen Firma Hoechst® 1896 zum dreifach wirksameren Aminophenazon (Pyramidon) weiterentwickelt wurde (jetziges Metamizol = Novalgin®). Zwischen den Weltkriegen wurden dann von der SANDOZ-AG Gynergen® (1921) und Calcium-Sandoz® (1929) auf den Markt gebracht. Dafür, wie man mit einem eigentlich wertlosen Calcium-Präparat (Milch-Allergiker, Laktose-Intolerante und Käse-Feinde mögen mir verzeihen) zu Einfluss, Ansehen, Ruhm, Reichtum und Macht kommen kann, gibt es übrigens ein vor-mittelalterliches Beispiel: Salzburg hatte es mit einem gewaltigen Intrigen-, Werbe- und Eroberungsfeldzug geschafft, sogar den Ostfriesen, die das Jod-haltige Nordsee-Meersalz sozusagen vor der Haustüre hatten, z. T. mit Gewalt eingetrichtert, dass sie gefälligst das extrem teure, Jod-freie Steinsalz aus dem Salzbergwerken um Salzburg herum zu kaufen hätten. So kam die in Austria allgegenwärtige, endemische Struma ("Kropf") nicht nur zu den Ostfriesen, sondern wurde in alle Welt exportiert. Das bayrische "Bad Reichenhaller Spezialsalz" hatte dann ebenfalls absolut jodfrei zur Struma-Verbreitung beigetragen (heute natürlich mit Jodzusatz!). Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
#1 am 25.10.2015 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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