Tschüss Medicopter. Hallo Medi-Drohne.

12.02.2015
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Rettungsärzte aufgepasst! Wem der Auftritt mit dem Hubschrauber nicht mehr martialisch genug ist, kann sich auf ein neues Luftgefährt freuen. Die Firma Argodesign hat eine Design-Studie veröffentlicht, die den guten alten Rettungs-Hubi wie ein Fossil aussehen lässt.

Das schnieke Design der neuen Ambulanz-Drohne löst erst mal ein "Wow!" aus. Und dabei haben die Designer von Argodesign eigentlich nichts anderes gemacht, als das bereits weit verbreitete Flugmittel "Quadrocopter", vulgo "Drohne", auf RTW zu trimmen. Herausgekommen ist ein Fluggefährt, das per Pilot oder per Fernbedienung und GPS geflogen werden könnte - und nicht mehr Platz zum Landen braucht, als ein Auto zum Parken. Damit ließe sich die Rettungszeit - vor allem in staugeplagten Städten - wahrscheinlich drastisch verkürzen.

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Die Idee kam den Designern sinnigerweise beim Brainstroming, wie man einen Rettungswagen verbessern könnte. Mission completed. Noch ist die Drohne leider nur eine Konzeptstudie. Aber man wird ja mal träumen dürfen...

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Fotos: Copyright ArgoDesign

Artikel letztmalig aktualisiert am 01.09.2015.

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Ich sehe sehr wohl Potenzial in dieser Drohnenkonstruktion. Natürlich wird sie in dieser Form nicht in Einsatz kommen. Aber der Anfang und Grundgedanke ist schon mal gut! Und, jeder der ein wenig Erfahrung im Rettungswesen hat, weiß, dass Unfälle auf Straßen durch die Staubildung und Ignoranz vieler Autofahrer in Bezug auf Rettungsgasse u.ä. dem Rettungspersonal schwer im Magen liegen. Sowieso gibt es so viele Einsatzorte (abgelegene Häuser in Tälern, Häuser in höheren Regionen, usw.), an denen die üblichen Rettungs-Helikopter scheitern, da sie platzt- und witterungstechnisch einfach nicht starten/laden können. Auch das Argument in Bezug auf Kosten (Inbetriebnahme, Wartung, Personal) denke ich, wird sich lösen. Wenn sogar große Onlinekaufhäuser auf Paketzustellung per Drohnen hinzielen, wird der Einsatz im Rettungswesen wohl finanziell auch steuerbar sein. Zumal die Kosten für einen Rettungshelikopter auch nicht gerade so "ohne" sind. Weiter so!
#11 am 02.03.2015 von Patrick Messner (Student der Tiermedizin)
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K. Simon
Ein interessanter Gedanke ja, jedoch gebe ich die laufenden Kosten (Aufwendige und häufige Checks der Flugautomatik, erhöhter Kraftstoffverbrauch --> Erheblich höhere laufenden Kosten als die eines RTW), in Relation der immer weiter sinkenden Zahlungsbereitschaften der Krankenkassen zu denken. Hier wird ein Pilot sowie medizinisches Personal benötigt, was auch hier die Kosten steigen lässt, da logischerweise RTW Besatzungen autonom ihr Fahrzeug steuern, ohne auf die Arbeitskraft eines Mitarbeiters angewiesen ist, welcher das Fahrzeug lediglich lenkt. Natürlich kann von dem abgebildeten Luftfahrzeug nicht ausgegangen werden, dies sei in dieser Art, so wie wir es sehen, einsatzfähig, jedoch ist es lobenswert, dass die Ideen und die Forschung in alternative Rettungskonzepte angetrieben werden. Vor 60 Jahren hätte auch niemand gedacht, man könne ein komplettes Monitoring eines Patienten mobil in seiner Wohnung vornehmen, heute ist es Alltag. Wir werden sehen, was uns die Zeit bringen wird.
#10 am 26.02.2015 von K. Simon (Gast)
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Gast
Passt gut hierzu: www.projekt-PrimAIR.de
#9 am 26.02.2015 von Gast
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Torsten Pinkhaus
Das wäre bestenfalls eine neue Vorlage für ein neues LEGO Technik Modell ... 😏
#8 am 25.02.2015 von Torsten Pinkhaus (Gast)
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Gast
Zu 1 und 5 ich sehe einen Stuhl hinter der liege...
#7 am 25.02.2015 von Gast
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Gast
zu #3, Sie meinen, die 4 Stützen sind Kempjuter? Und warum soll das besser sein? Und sie meinen 4 Rotoren machen weniger Lärm und Wind als einer? Weil Sie von einem Teppich reden? Wenn jetzt einer der 4 ausfällt? "Alles möglich"? in Hollywood ja. Es gibt auch Menschen , die wollen unbedingt im Flugzeug heiraten. zu #5 Drone ist in der Tat makaber, aber wer in USA war weis, dass da Ärzte grundsätzlich nicht an der Notfallrettung teilnehmen, wegen den Juristen, da kommts dan eh nicht mehr drauf an ob er überlebt.
#6 am 22.02.2015 von Gast
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Gast
leichendrohne? ohne Personal...ist ber traurig :-((
#5 am 20.02.2015 von Gast
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Sehr geehrter Herr Schätzler, so kann ich das nicht stehen lassen. Es handelt sich hier um eine Designstudie - nicht um einen Konstruktionsplan. Und ich wette mit Ihnen, dass sich diese Technologie in den nächsten 20 Jahren in vielen Transportbereichen durchsetzt. Der Science Fiction könnte Sie ziemlich schnell einholen.
#4 am 14.02.2015 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
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Gast
Eine Drohne ist wie ein fliegender Teppich und extrem einfach zu steuern auf Grund der computergestützten Stabilisierung. Die Gefahr durch die Rotorblätter ist geringer als beim Hubschrauber und die Möglicheiten von der unbemannten Fernsteuerung bis zum voll ausgestatteten fliegenden Op z.B. sind fast unbegrenzt. Also bitte nur das kritisieren, was dem Prinzipiellen entgegensteht und nicht die schematisch hinzugefügten Designerzutaten. Ein begeisterter "Drohnenflieger"
#3 am 13.02.2015 von Gast
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Es handelt sich um eine Konzeptstudie. Diese sind erfahrungsgemäss weit weg von den dann evtl. umgesetzten Produkten. Ihre Anmerkungen sind aber bis zu Punkt 5. korrekt.
#2 am 13.02.2015 von Herr Max Hess (Naturwissenschaftler)
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Diese "Design-Konzeptstudie" der Firma Argodesign erscheint konzeptionslos: 1. Platz nur für eine einzige Patienten-Liege - sonst nichts! Fliegen Notarzt und Rettungssanitäter auf der offenen Seitenklappe mit? 2. Reines Schön-Wetter-Fluggerät im "Playmobil®"-Design - wo bleibt das Rettungs-Equipment? 3. Wo kommen im Unfallstau auf dem Landweg die professionellen Ersthelfer her? 4. Flugsicherheit und Luftraumüberwachung? Zusammenstöße mit anderem Fluggerät sind vorprogrammiert. 5. Wer macht die Übergabe, wenn Verunfallte an der Klinik "abgekippt" werden? 6. Haben die Designer beim Brainstorming zu viele SciFi-Filme gesehen? 7. Oder etwa geglaubt, das "Space taxi to the sky!" mit Til Schweiger am Steuer wäre in "(T)Raumschiff Surprise – Periode 1" (Regie Michael "Bully" Herbig 2004) tatsächlich geflogen? Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
#1 am 13.02.2015 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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