PR: Kratzer im Erbgut

11.01.2015

Traumatische Erlebnisse hinterlassen Spuren in den Genen. Wissenschaftler der Universitäten Ulm und Konstanz fanden bei Menschen, die an posttraumatischer Belastungsstörung leiden, Schäden in der DNA von Immunzellen. Das macht die Betroffenen möglicherweise anfälliger für Infekte, Autoimmunkrankheiten oder einen vorzeitigen Ausbruch von Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Eine geeignete Psychotherapie mindert die Schäden, wie die Psychologen und Molekularbiologen erstmals zeigten.
Den DNA-Veränderungen liegt vermutlich ein höherer Spiegel der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin zugrunde. Indirekt können diese Hormone Entzündungsprozesse in den Zellen fördern, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Psychotliempy and Psychosomatics berichten.
 

Artikel letztmalig aktualisiert am 11.01.2015.

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