PR: Neue Hoffnung für Depressive durch Ketamin

14.12.2014
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Was häufig als Narkosemittel bei Operationen eingesetzt wird, kann vielleicht bald schon vielen Betroffenen von Depressionen helfen. Gerade bei Therapieresistenten Patienten bei denen kein Antidepressiva hilft, wurden unglaubliche Ergebnisse durch Forscher der Berliner Charité erzielt.

Was ist Ketamin?

Ketamin wird ursprünglich als Narkosemittel eingesetzt und ist das einzige Narkosemittel welche nicht die Atmung aussetzt. Somit können Operationen auch ohne künstliche Beatmung durchgeführt werden. Erfunden wurde Ketamin bereits 1966 von dem US-amerikanischen Pharmazeuten Calvin Stevens. Die Yale University beschäftigte sich erstmals mit dem Einsatz von Ketamin bei schizophrenen Patienten, merkten aber schnell dass auch depressive Stimmungen bei Patienten in kürzester Zeit verschwanden. 2006 wude dann vom National Institute of Mental Health das erste Experiment bei 18 schwer depressiven Patienten durchgeführt. 71 Prozent der Patienten, welche das Mittel verabreicht bekamen, reagierten zwischen 40 Minuten und einigen wenigen Stunden auf das Mittel Ketamin. Die Symptome der stark Depressiven reduzierten sich daraufhin um mindestens 50 Prozent innerhalb eines Tages. Ein Tag später konnten bei einem Drittel nicht einmal mehr depressive Symptome festgestellt werden. Bei den meisten hielt die Wirkung durch einmalige Einnahme eine Woche an bevor die Symptome wieder kamen. Viele weitere Studien und Tests von anderen Instituten erhielten die selben durchschlagenden Ergebnisse.

Warum wirkt Ketamin so effektiv?

Ketamin wirkt im Gedächtniszentrum Hippocampus als auch im präfrontalen Cortex. Diese Zentren sind für das abstrakte Denken verantwortlich ist. Dort werden die Glutamat-Rezeptoren blockiert und somit due Kommunikation der Nervenzellen verbessert. Das erstaunliche an Ketamin ist, dass es auch bei Therapieresistenten Patienten wirkt, bei denen sonst kein Antidepressiva anschlägt.

Bildquelle: Sengima

Artikel letztmalig aktualisiert am 14.12.2014.

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