PR: Angst und Panik – was passiert genau in unserem Körper?

10.12.2014
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Panikattacken sind für jeden, der sie erlebt, sehr beängstigend. Die starken begleitenden Symptome können wir oft nicht zuordnen. Mit diesem Beitrag möchte ich euch gerne verständlich erklären was genau bei einer Panikattacke für Prozesse im Körper ablaufen. Abschließend möchte ich zeigen, welche Maßnahmen helfen können, um eine Panikattacke auszuhalten und schnell zu beenden.

Panikattacken sind für jeden, der sie erlebt, sehr beängstigend. Die starken begleitenden Symptome können wir oft nicht zuordnen. Mit diesem Beitrag möchte ich euch gerne verständlich erklären was genau bei einer Panikattacke für Prozesse im Körper ablaufen. Abschließend möchte ich zeigen, welche Maßnahmen helfen können, um eine Panikattacke auszuhalten und schnell zu beenden.

Panikattacken – was genau ist das?
Panik ist immer eine verstärkte Stresssituation unseres Organismus. Zunächst einmal nehmen wir durch Schmecken, Fühlen, Riechen, Hören oder Sehen etwas wahr. Diese Reize gelangen in das Gehirn. Durch Erfahrungen in der Vergangenheit interpretiert die Großhirnrinde die vorgegebenen Reize (Bspw. Scan-Geräusch an der Supermarktkasse). Habt ihr in der Vergangenheit Angst in bestimmten Situationen gehabt, interpretiert euer Gehirn diesen Moment als gefährlich. Diese Meldung geht dann an das lymbische System, dieses ist für unsere Gefühle zuständig. Der Hypothalamus bewirkt über eure Nervenbahnen in dem Nebennierenmark die Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin, Kortisol und Kortison. Die Großhirnrinde verarbeitet dies nicht, sondern reagiert sofort. Jeder von uns kennt das, wir schrecken durch ein plötzlich auftretendes Geräusch auf. Unser Körper stellt sich sofort auf Flucht oder Kampf ein. Das sympathische Nervensystem tritt in Aktion. Es ist zuständig für die Aktivierung unseres Körpers. Unser Körper wird auf Kampf oder Flucht vorbereitet.


Veränderungen die durch das sympathische Nervensystem produziert werden
– Der Herzschlag wird beschleunigt und der Blutdruck steigt.
– Die Skelettmuskeln werden stärker durchblutet und spannen sich an, sodass wir bereit zum Kampf oder Flucht sind. ( jeder von uns kennt die typischen Nackenschmerzen nach einem Panikschub ).
– Unsere Bronchien erweitern sich, wir Atmen schneller, um unseren Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen. Somit wird der Stoffwechsel beschleunigt.
– Unser Speichelfluss wird weniger und wird somit zähflüssig.
– Wir verlieren jegliche Lust auf Sex.
– Unsere Pupillen erweitern sich, damit wir besser sehen.
– Unsere Körpertemperatur steigt enorm an und wir haben kalte Schweißausbrüche (Zittern).
– Nervosität und Unruhe stellen sich ein.

Wie ihr anhand der Beispiele sehen könnt, hat alles seinen Prozess. Jegliche Panikreaktion soll uns schützen und nicht umbringen. Dieser Vorgang ist in keinem Fall schädlich für den menschlichen Organismus. Bis unser Körper wieder herunterfährt bleiben wir noch einige Zeit in Erregung. Freigesetztes Adrenalin und Noradrenalin muss schließlich erst mal abgebaut werden.

Wie lassen sich die verschiedenen Reaktionen erklären?
Schlecht Luft bekommen
Dies lässt sich damit erklären, dass die Bronchien verkrampfen und die Luftröhre sich verengt.

Schwindel und Benommenheit mit der Befürchtung eine Ohnmacht zu erleiden.
Grund hierfür ist die Verlangsamung der Herztätigkeit. Das Gehirn wird durch einen Blutdruckabfall mit weniger Sauerstoff versorgt.


Übelkeit durch Verkrampfung der Magenmuskulatur. Zittrige Gliedmaßen, das Gefühl zu schweben und vor Angst einfach umzufallen.
Eine Erklärung hierfür ist, dass die Skelettmuskulatur erschlafft. Keinen klaren Gedanken fassen zu können und den Eindruck zu haben, verrückt zu werden. Das ist eine ganz natürliche Schockreaktion. Für alles gibt es eine Erklärung. Also sollte man sich keine eigene Horrorgeschichte zusammen spinnen.


Wie kann ich den Abbau von Adrenalin und Noradrenalin beschleunigen?
Durch Entspannungstechniken und Bewegung. Ein paar mal die Treppe rauf und runter rennen bewirkt wahre Wunder. Auch diverse Meditationsübungen die man auch kostenlos bei Youtube finden kann, helfen in akuten Situationen wunderbar. Wenn ich in einer Panikattacke stecke, lege ich mich gerne auf den Rücken und falte meine Hände über dem Bauch zusammen. Ich atme 4 Sekunden tief durch die Nase ein und doppelt so lange durch den Mund wieder aus. Dabei stelle ich mir vor, gute Energie einzuatmen und das Negative wieder aus.


Mein Fazit
Steigert euch nicht in eure Angstgedanken hinein. Seit euch immer bewusst, dass euch nichts passieren kann. Habt ihr das erst mal verstanden, kann es nur besser werden.

Bildquelle: Sengima

Artikel letztmalig aktualisiert am 10.12.2014.

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Medizin, Psychiatrie
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Gast
Meist gibt es aber Situationen, in denen ich mich nicht auf den Boden legen kann und entspannen. Auch ist es schwer möglich sich zu entspannen, wenn man sich vor Schmerzen krümmt und keine Luft zum Atmen da ist...
#2 am 18.07.2017 von Gast
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Gast
"Also sollte man sich keine eigene Horrorgeschichte zusammen spinnen." Hätte man vielleicht milder formulieren können.
#1 am 27.05.2017 von Gast
  0
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