Schnipp, Schnapp - Stethoskopkopf ab!

01.12.2014
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Ein kleines US-Startup will dem Stethoskop an den Kragen: Mit Hilfe einer kleinen Box, die einfach in den Schlauch jedes Standard-Stethoskops eingesetzt werden kann, soll das Abhören von Herztönen leichter und fehlerfreier werden.

Elektronische Stethoskope sind an sich nichts Neues. 3M bietet mit seinem Littmann 3200 bereits seit längerem ein digitales Flagschiff an, mit dem sich jeder PJler in einen Herzton-Hero verwandeln soll. Das Thinklab One geht noch einen Schritt weiter und ersetzt den Plastikschlauch durch Kabel und schicke Dr. Dre-Kopfhörer. So richtig durchgesetzt haben sich diese Lösungen noch nicht - denn sie lassen eines vermissen: Die unschlagbar einfache Bedienung des klassischen 0815-Hörinstruments.

Genau in diese Kerbe will "Eko", so der Name des neuen Produkts, schlagen. Zum einen bietet es den Vorteil, dass es mit jedem Standard-Stethoskop kombiniert werden kann. Einfach den Schlauch zerschneiden (o.k., das kann ein bisschen Überwindung kosten), Eko dazwischen stecken - fertig. Dieser Eingriff soll - wenn das Gerät in 2015 erhältlich ist - deutlich billiger sein als die Anschaffung einer elektronischen Zweithörhilfe. Und was noch wichtiger ist: Man kann einfach per Knopfdruck zwischen klassischem Analog-Abhören und rauschenstörtem elektronischen Dolby-Lauschen hin- und herschalten. Der Albtraum chronischer Batterieabhängigkeit verschwindet damit. Das bietet bislang kein Wettbewerber. Dazu kommen noch all die Gizmos, die man heute von moderner Medizintechnik erwartet: Eine App, welche die Herztöne visualisiert, aufzeichnet und versendet sowie die webgestützte Herzgeräusch-Analyse. Hört sich spannend an. Wir werden eins bestellen und testen. 

Bildquelle: EkoDevices

Artikel letztmalig aktualisiert am 25.02.2015.

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Medizin, Forschung
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Gast
Was nützen zusätzliche Patienten, in einer ausge-/überbuchten Praxis, die womöglich auch noch Mehrkosten verursachen.
#5 am 04.12.2014 von Gast
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@3, Gast: Jawohl, das musste einmal gesagt weden. Ich bin ganz Ihrer Meinung. Dr. Herbert Borgwardt
#4 am 03.12.2014 von Dr. Herbert Borgwardt (Medizinphysiker)
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Die Frage nach dem Geld von anderen, sprich hier die Krankekasse ist symptomatisch für einige aus dieser Zunft. Das man möglicherweise eine bessere Dienstleistung bringt und damit Kunden , sprich Patienten gewinnt, kann man natürlich ohne Marketingkenntnise nicht in Erwägung ziehen. Dieses scheint ein grundsätzliches Problem in der Branche zu sein und solte mal überdacht werden, auch Medizin/Behandlung etc. ist am Ende eine hoffentlich (ehrliche u. faire ) Dienstleistung gegen Geld im Sinne und zum Wohl des Patieneten/Kunde.
#3 am 03.12.2014 von Peter Peschel (Wirtschaftswissenschaftler)
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Was kostet der Spaß und wie viel bekommt man von den Kassen mehr, wenn man es anwendet?
#2 am 02.12.2014 von Dr. med.dent Günter Maneck (Zahnarzt)
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Gast
Ok. Bitte bestellen und testen und dann noch einen Beitrag. :-)))
#1 am 02.12.2014 von Gast
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