PR: Psoriasis: vielschichtige Arzneimitteltherapie

04.11.2014
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In Deutschland leiden nach Angaben der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft an der Psoriasis vulgaris mehr als zwei Prozent der Bevölkerung, also etwa 1,5 Mio. Menschen. Die medikamentöse Behandlung der Therapie ist vielschichtig, d. h. neben Antipsoriatika werden weitere Medikationen eingesetzt, um dem der Erkrankung unterliegenden Entzündungsprozess zu begegnen.

Krankheitsbild durch verminderte Lebens­qualität gekennzeichnet

Die Schuppenflechte führt zu juckenden, rötlich bis silbrig glänzenden, schuppenden Hauptflecken. Betroffene empfinden sich durch diese nicht ansteckende Hauterkrankung häufig stig­matisiert und ausgegrenzt. Psoriasis kann die Lebensqualität sehr stark vermindern und gilt als schwere Erkrankung. Häufig manifestiert sich das Leiden in der zweiten Lebenshälfte.

Nach Angaben der Fachgesellschaft aus dem Jahr 2011 (S3-Leitlinien Therapie der Psoriasis vulgaris der Deutschen Dermatologischen Gesell­schaft) gibt es bei der Therapie patientenseitig einige Probleme, vor allem hinsichtlich der Adhärenz und Unsicherheiten bei der Anwendung systemischer Therapien. Außerdem bestehe eine Unterversorgung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis im Blick auf systemische Therapien.

Etwa ein Fünftel der Patienten entwickelt auch eine Psoriasis-Arthritis, die Gelenkschmerzen hervorruft. Psoriasis ist nicht heilbar und kann aufgrund der ständigen Entzündungsreaktion Komorbiditäten hinsichtlich Herz-Kreislauf- Erkrankungen begünstigen. Nicht selten müssen Patienten bei starken Krankheitsschüben stationär behandelt werden. Vor diesem Hintergrund ist die Schuppenflechte im Gesamtbild der Behandlung auch volkswirtschaftlich keine unbedeutende Erkrankung.

Breites Spektrum eingesetzter Arzneimittel

Nach neuesten Erkenntnissen zählt Psoriasis zu den Autoimmunerkrankungen, wobei die genetische Disposition eine wesentliche Rolle spielt. Therapien zielen darauf ab, die Symptome zu lindern, z. B. durch antientzündliche und/oder immunsuppressive Wirkungen. Bei leichteren Erscheinungsformen (weniger als 10 % der Körperoberfläche betroffen) kommt die topische Therapie mit kortisonhaltigen Präparaten und/ oder Vitamin-D3-Analoga zur Anwendung.

Je ein Viertel der insgesamt im Jahr 2013 getätigten 2,9 Millionen Verordnungen durch niedergelassene Ärzte entfällt auf die Katego­rien „topische Korticosteroide“ und „topische Psoriatika“. Bei der dritthäufigst verordneten Präparategruppe handelt es sich um Rezepturen (10 %), gefolgt von Kortikosteroiden als Kombinationspräparaten (9 %). Nur 7 % der Verordnungen stellen systemische Antipsoriatika, die bei mittelschweren bis schweren Fällen der Schuppenflechte eingesetzt werden. Spezifische Antirheumatika, die gegen Schmerzen der Psoriasis-Arthritis wirken sowie Kortikoide als Monopräparate und Anti-TNF-Therapeutika er-gänzen das Verordnungsspektrum.

Während die Anzahl der Verordnungen bei der Diagnose Psoriasis insgesamt im letzten Jahr um rund 1 % rückläufig war, stieg der Umsatz (als berechneter Verordnungswert) um gut 8 %. Grund hierfür ist die zunehmende Anwendung systemischer Antipsoriatika, die gut ein Viertel des Arzneimittelumsatzes bei der Erkrankung ausmachen. Der Löwenanteil entfällt mit über der Hälfte des Umsatzes auf immunsuppressiv wirkende Anti-TNF-Präparate.

Die Gruppe der topisch anzuwendenden Antipso­riatika umfasst verschiedene Vitamin-D3-Analoga. Im Jahr 2013 gingen 955 Tausend Packungen im Wert von 34 Mio. Euro (Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, ohne Berück­sichtigung jeglicher Rabatte) dieser Präparate an die Patienten. Die führenden Präparate mit der Wirkstoffkombination Betamethason plus Calcipotriol wachsen im Jahr 2013 um +7 % nach Umsatz und +11 % nach Absatz.

Bei den systemisch wirksamen Antipsoriatika entfallen auf das seit 1995 am Markt etablierte Fumaderm und das 2009 eingeführte Biologikum Stelara zusammen über 90 % des Umsatzes und ca. 80 % der gesamten Menge im Markt.

Insgesamt stieg der Umsatz mit systemischen Antipsoriatika in den letzten fünf Jahren im Schnitt um 22 %, der Absatz um durchschnittlich 5 %, was im Wesentlichen auf die Einführung von Stelara zurückzuführen ist. Fumaderm verzeich­net ebenfalls ein Plus, im mittleren, einstelligen Bereich.

Artikel letztmalig aktualisiert am 04.11.2014.

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