Kann Ebola fliegen?

15.10.2014
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Ebolaviren werden primär durch Kontakt- und Schmierinfektion weitergegeben. Die aerogene Übertragung soll nur eine untergeordnete Rolle spielen. So die allgemeine Lehrbuchmeinung. Dem widerspricht eine Studie, die 2012 in Nature veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2012 führten Hana M. Weingartl und Carissa Embury-Hyatt gemeinsam mit weiteren Forschern ein Experiment durch, dessen Ergebnisse sie unter dem nüchternen Titel "Transmission of Ebola virus from pigs to non-human primates" in Nature veröffentlichten. Die Ergebnisse dieser Studie des National Centre for Foreign Animal Disease in Kanada lassen aufhorchen - denn sie zeigen, das Ebolaviren sehr wahrscheinlich auch aerogen übertragen werden können. 

Im Rahmen des Experiments wurden Makaken gemeinsam in einem Raum mit Schweinen gehalten, die vorab mit dem Ebola-Erreger ZEBOV infiziert worden waren. Die Käfige der Makaken waren durch eine Barriere von den Schweinen getrennt, so dass ein direkter Kontakt zwischen den Tieren unmöglich war. Trotzdem erkrankten alle Primaten innerhalb von 8-12 Tagen an Ebolafieber und mussten eingeschläfert werden.

Zwar gelang es nicht, das Virus aus Luftproben des Versuchsraums zu isolieren - die Sektion der Tiere gab aber Hinweise darauf, dass die Infektion sehr wahrscheinlich über die Atemwege erfolgt war. Die Autoren folgern daraus: "Infection of all four macaques in an environment, preventing direct contact between the two species and between the macaques themselves, supports the concept of airborne transmission." zu deutsch "Die Infektion aller vier Makaken in einer Umgebung, die den direkten Kontakt zwischen den zwei Spezies und den Makaken selber verhinderte, unterstützt das Konzept einer aerogenen Infektion".

Die Studie könnte die Ergebnisse von epidemiologischen Untersuchungen vergangener Ebola-Ausbrüche erklären, bei denen man feststellte, dass sich in vielen Erkrankungsfällen die Infektionsroute nicht eindeutig identifizieren ließ.

Sollten Ebolaviren tatsächlich in maßgeblichem Umfang über die Luft übertragen werden, müsste die Bedrohung durch die Erkrankung grundlegend neu evaluiert werden.

Bildquelle: © eye of science

Artikel letztmalig aktualisiert am 31.01.2015.

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Gast
@#51 Dies ist nicht möglich, denn bei den bereits Geheilten, kann die Krankheit zwar nicht mehr ausbrechen, aber sie können sehr wohl Überträger des Virus sein. Vorsicht..
#58 am 04.11.2014 von Gast
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Es wundert mich, dass die Übertragung durch Schmierinfektion, soll heißen über die betreuenden Menschen hier nicht ins Kalkül gezogen wird. Mangelnde Hygiene seitens der Tierpfleger/Forscher wäre meines Erachtens der wahrscheinlichere Infektionsweg.
#57 am 28.10.2014 von Dr. med. Johannes Wittmann (Arzt)
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Dr.Bayerl
Dr. Frank Antwerpes man muss schon differenzieren zwischen Vorsichtsmaßnahmen bei sehr hohem Risikopotential im Falle einer Infektion und konkreten Verdachtshinweisen auf aerogene Infektion. Immerhin ist Ebola seit 1976 bekannt.
#56 am 26.10.2014 von Dr.Bayerl (Gast)
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Dr.Bayerl
RKI, Stand 24.09.2014: "Der Übertragungsweg durch die Luft im Sinne einer Aerosolübertragung wie bei Influenza findet nicht statt."
#55 am 26.10.2014 von Dr.Bayerl (Gast)
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Ebola in New York. Laut CDC kam der Arzt am 17.10.2014 aus Guinea zurück und zeigte bei Untersuchungen keinerlei Anzeichen, behielt sich selbst jedoch weiter unter Kontrolle. Und seit gestern im KH- Verdacht bestätigt. Dachte, die 3-wöchige Quarantäne sei bindend für Hilfskräfte(?). Hab ich da was falsch verstanden und gilt das nur hier zulande?
#54 am 24.10.2014 von Monika Metz (Mitarbeiterin Industrie)
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Die Studie hat sicher eine kleine Fallzahl. Aber Ebola-Experimente lassen sich aufgrund der extremen Sicherheitsanforderungen nicht mit Hunderten von Individuen durchführen. Ich will hier keine Hysterie anheizen - nur darauf hinweisen, dass es bzgl. einer möglichen aerogenen Übertragung verschiedene Meinungen gibt, z.B. auch diese: http://www.cidrap.umn.edu/news-perspective/2014/09/commentary-health-workers-need-optimal-respiratory-protection-ebola
#53 am 20.10.2014 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
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Gast
Bitte die Studie genau lesen! Eine interessante Studie, die aber eklatante Schwächen im Design hat: geringe Stichprobe (n=4), nicht-menschliche Primaten (Langschwanzmakaken), das für die Primärinfektion der Schweine verwendete Virus wurde zuvor auf die Infektion Affen optimiert, kein Virusnachweis in der Luft, Affen und Schweine waren nur 15cm, durch einen Drahtzaun voneinander getrennt - direkter Kontakt nicht ausgeschlossen, widersprüchliche Angaben zur Versuchsdurchführung. Als Virologe mit mehr als 10 Jahren Erfahrungen mit derartigen Viren halte ich es für angebracht die Ergebnisse etwas kritischer zu interpretieren und die sich abzeichnende Hysterie in der Öffentlichkeit nicht noch zusätzlich durch unsachgemäße Wiedergabe nicht reproduzierter Ergebnisse einer einzelnen Kleinststudie anzuheizen.
#52 am 17.10.2014 von Gast
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Dr. fränzer
Wäre es eigentlich eine nicht so verkehrte Idee, dass die von Ebloa Geheilten die Pflege der Kranken übernehmen? Bräuchte man dann 'nur' noch die Isolierstation, aber nicht mehr den aufwändigen Personenschutz, sodass diese Mitarbeiter länger und ohne aufwändiges Umziehen die pflege übernehmen können? Sicher sind nicht alle Geheilten aus dem medizinischen Bereich, aber z.B. die Mitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen in Frankreich. Zumindest wäre das doch ein denkbarer Weg, oder irre ich mich?
#51 am 16.10.2014 von Dr. fränzer (Gast)
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Also ich denke die WHo hat hier gründlich versagt. Alle sind zu selbstgefällig. Es gibt doch ganz klare Richtlinien für solche Sachen. Alle Türen zu und Quarantäne. Was würde gemacht, überall hin würden die Infizierten verteilt. Was will Deutschland denn mit 500 Isolierbetten? Das wäre ein Tropfen auf den heißen Stein. Zumal auch diese ausgewiesenen Krankenhäuser nicht 100%ig darauf vorbereitet sind. Vom Bernhard-Nocht-Institut hieß es mit stolzgeschwellter Brust, sie sollen kommen, wir kriegen das hin, nachdem sie 1 Pat. entlassen konnten. Da die Sterblichkeitsrate bei ugf 50 % liegt, kann sich jeder seins denken. Es gibt jedes Jahrhundert eine Epidemie, die nächste ist längst überfällig. Es gibt ausserdem Meldungen, dass sich das Virus täglich verändert. Also kann der Übertragungsweg sich auch schnellstens ändern. Auf Impfstoffe kann man nicht hoffen, bis die lieferbar sind würden noch 2-3 Monate vergehen. Es ist wie immer, erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.....
#50 am 16.10.2014 von Rita Altmeyer (Heilpraktikerin)
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Gast
Bringt doch ein guten Ruf wenn eine Klinik es schafft ein Ebolaerkrankten zu retten. Vielleicht entdeckt man so noch nebenbei, dass genau diese im Krankenhaus angewandte Therapie das Potenzial hat die Welt zu retten:-) Daher das schöne Verteilen zu den einzelnen Kliniken. Ich wäre ja für eine Zentrale Stelle, wenn denn. Schon unbedingt ausgeflogen werden muss. Irgendwo schön abgeschieden, alle Beteiligten müssten dann für eine gewisse Zeit unter Beobachtung stehen nach Behandlungsende. Dafür gäbe es Gefahrenzulage u.ä. Aber... Das will ja keiner Bezahlen. Kann man nicht das Blut der Ebolaüberlebenden nach Antikörpern durchforsten und sie für Behandlungszwecke nutzen? Laienhafte Frage an die Profis hier?
#49 am 16.10.2014 von Gast
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Gast
Hatte ich schon eine Weile überlegt und schreibe gerade www.campact.de an, habe weder Dr. noch Prof., wäre aber sicher gut zu haben
#48 am 16.10.2014 von Gast
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@#46 Na dann könnte doch jemand mit "Titel" (am besten ein Prof. Dr.) eine Online-Petition starten: https://www.openpetition.de/petition/neu und uns darüber informieren!
#47 am 16.10.2014 von Gast (Gast)
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Gast
Teil2 Auch halte ich einen Streit um Bewertung und Einordnung für Energieverschwendung - dito wenn Aggressionen gegeneinander richtet werden z.B. Zitat "... Alles andere ist Bullshit." Wichtig erscheint mir, daß etwas getan wird um einen anderen Umgang zu erreichen, daß z. B. wenigstens alle Erkrankten ausschließlich vor Ort suffizient behandelt werden, auch wenn man dazu (falls nicht anders machbar oder zu erreichen!) die Hosen runter gelassen und eine 2-Klassenmedizin zugeben werden müssen. Ich fände es wichtig auf breiter Basis, von ärztlicher und auch anderer im Alltag im Gesundheitswesen Tätiger und Verantwortung tragender Seite eine politische Lösung anzustreben, wenn nicht anders machbar auf basisdemokratischer Grundlage, mit Unterschriftenaktion o. ä..
#46 am 16.10.2014 von Gast
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Gast
Teil1 M.E. ist es nicht ein bloßes medizinisches Problem wenn Erkrankte durch die Gegend geflogen u. ä. werden. Es ist u. a. auch ein politisches Problem, wenn entsprechend einer 2-Klassenmedizin oder Doppelmoral vor Ort anders behandelt wird als z. B. in westlichen Ländern. Mir erscheint es unwichtig und marginal - fast wie Wortklauberei - wie man das Verhalten der Verantwortlichen und betroffener Einzelpersonen ganz genau nennt und welcher Aspekt im aktuellen Kontext mit Ebola von welchem Individuum gerade aktuell im Vordergrund gesehen wird oder bewußt oder unbewußt gesehen werden möchte.
#45 am 16.10.2014 von Gast
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Gast
"Kann Ebola fliegen?" Ja, klar und wenn nicht von alleine dann sind wir gerne dabei behilflich, da ist uns auch ein enormer Technischer Aufwand nicht zu viel... oder "Ebolas Wege sind unergründlich" Nein, denn "Wir können Globalisierung!" und wissen ganz klar wie wir das Virus effektiv weltweit verbreiten können... So, und nun nach dem auch ich meinen Aggressionen und Ängsten freien Lauf gelassen habe und es mit Zynismus versucht habe: Für mich ist der nun schon länger laufende Umgang mit der Option auf eine Pandemie durch Ebola und den Ebola-Patienten u. a. eine enorme Verantwortungslosigkeit und Risikobereitschaft auf der Basis von typisch menschlicher Hybris und der Notwendigkeit Ängste zu verdrängen oder anders abzuwehren. Man stelle sich vor, daß überlebende Generationen sich fragen könnten: wie konntet ihr nur ???
#44 am 16.10.2014 von Gast
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@42 Das würde bedeuten, dass die einzig richtige und präventive Bekämpfungsmaßnahme ein sofortiges, weltweites Reiseverbot wäre und zwar bis auf Weiteres. Sollte dann ein nachgewiesen wirksamer Impfstoff vorhanden sein, ist das Reiseverbot aufzuheben. Allerdings werden Wirtschaftsvertreter das verhindern wollen.
#43 am 16.10.2014 von Gast (Gast)
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Eberhard Lüdde (Innere Sicherheit-Gefahrenabwehr) Wesentliche Analyse- und Seuchen-Bekämpfungs-Fakten zum "Problemfeld Ebola" sind also nach aktuellen wissenschaftlichen (Er-)Kenntnissen: 1. Die Inkubationszeit ist ungeklärt ! 2. Die Luft-Übertragung ist nicht mit erforderlich-hinreichender Sicherheit auszuschließen ! 3. Ein symptom-freier Krankheitsverlauf mit Übertragungsrisiko bzw. -fähigkeit ist möglich ! Werden diese Fakten bei der Ebola-Seuchenbekämpfung ignoriert (o.ä.), lautet die Eignungs- / Erfolgsprognose der Bekämpfungsmaßnahmen: u n g e e i g n e t !
#42 am 16.10.2014 von Gast (Gast)
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HP Karin Peters
Dem Beitrag 33 schließe ich mich voll an: Bestmöglich vor Ort behandeln, das begrenzt das Risiko wenigstens etwas, wie bei vergangenen Ausbrüchen gesehen.
#41 am 16.10.2014 von HP Karin Peters (Gast)
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#13: Erinnert mich an den besonnen Artikel der Blöd, mit der absolut entspannten Empfehlung, man solle sofort den Notruf nutzen, wenn man meint der Busnachbar hat Ebola. Natürlich ist es ernst, aber an der Stelle musste ich schon lachen.
#40 am 16.10.2014 von Gast (Gast)
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GKP Michael Denner
Stimmt: wie unseriös! Ich bleibe bei meiner Meinung und vertrete weiterhin meine Stellung zu meinen Kommentaren #2 + #13! Wie geschrieben- durch welche Maßnahmen bitte, kann man diese Seuche noch aufhalten? Ich erlebe die Fehler, die jetzt schon geplant werden life mit! Und es geht nicht nur um den Schutz der Bevölkerung, sondern in erster Linie auch um meinen, wenn diese Gesellschaft erwartet, dass Krankenpflegepersonal oder jeder andere im Gesundheitswesen tätige diese Patienten behandeln soll und den Rest schützen soll! Und wer hier denkt, in diesem Forum Entscheidungen treffen zu können und damit eine Änderung im Denken unserer Entscheider in Politik und Chefetagen herbeiführen zu können - dem sei gesagt, dass das genauso wenig funktioniert wie der jetzige Umgang mit der kommenden Situation! herzlichst
#39 am 16.10.2014 von GKP Michael Denner (Gast)
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Die Hoffnung liegt jetzt auf zwei Impfstoffen. Die Pharmaindustrie spart sich, wenn der Druck durch Ebola ansteigt, die langjährige Erprobung. Ich will nicht so weit gehen, zu behaupten, dass Ebola auch ein Geschäftsmodell ist.
#38 am 16.10.2014 von Dr. Bertram Staudenmaier (Medizinphysiker)
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Gast
"...Im Gespräch ist eine gemeinsam koordinierte Evakuierungsaktion der EU-Länder für europäische Helfer, die sich in Afrika infiziert haben. Nach Angaben der EU-Kommission kann die Europäische Union derzeit maximal zwei erkrankte Helfer gleichzeitig aus Ebola-Gebieten holen - es fehlen mit einer Isolierstation ausgestattete Flugzeuge." (Die Welt, 16.10.2014) Ich wage nicht, mir die Frage zu stellen, was wäre, gäbe es eine Armada an Spezialflugzeugen. Würde dann bereits ein "Infizierten-Tourismus" via Luftbrücke praktiziert werden?!
#37 am 16.10.2014 von Gast
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Gast
Nach einer Studie in " The Lancet, Volume 355, Issue 9222, Pages 2210 - 2215, 24 June 2000" kann Ebola auch symptomlos verlaufen, wobei wohl aber Ansteckung möglich ist. Ist irgendwie doch beängstigend!
#36 am 16.10.2014 von Gast
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Nur weiter so: heute wird berichtet, daß auch Stuttgart einen Platz für einen Ebola-Patienten geschaffen hat. Karrt diese Hochrisiko-Patienten ruhig weiter durch die Landschaften, nur weil die aerogene Übertragung bisher als nicht denkbar war.
#35 am 16.10.2014 von Peter Michael Kohn (Heilpraktiker)
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Gast
@#31 Ich hoffe Sie stehen auch noch zu Ihrer Schwitztipi-Philosophie, wenn Sie das erste Blut abhusten.
#34 am 16.10.2014 von Gast (Arzt)
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Es ist mir völlig unverständlich, dass man in so einer bedrohlichen Situation Untersuchungsergebnisse ignoriert, nur weil man den Erreger in der Luft nicht nachweisen konnte. Ich bin auch der Meinung, man sollte Infizierte nicht noch durch die Gegend fliegen. Eine effiziente Behandlung vor Ort sollte schnellstmöglich erfolgen. Für die Flugkosten kann man lieber ordentlich Einrichtungen schaffen.
#33 am 16.10.2014 von Dr. med. Anneliese Berger (Ärztin)
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Ich denke, dass esoterische Sichtweisen hier total fehl am Platze sind. Und ja, das Leben möchte weiterexistieren, jedoch ist es mir lieber, wenn ICH und meine Mitmenschen dies tun, statt eines Virus, der nebenbei bemerkt ohne Wirt auch nicht existieren könnte. Der Schutz des eigenen Lebens ist natürlich und legal und hat nichts mit Ego zu tun und deshalb habe ich kein Verständnis dafür, dass man belächelt, dass Fachleute über Schutzmaßnahmen nachdenken.
#32 am 16.10.2014 von Gast (Gast)
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Alles bis 9:07 h gelesen, jetzt bin ich richtig gut drauf, Lächeln im Gesicht. Die Zivilisierten raffen das einfach nicht. Unabdingbar und normal ist: Alles Leben kämpft gegen alles Leben. Wer gewinnt, ist nur das Leben. Spezies sind nur Durchgangsstadien - mitunter recht lustige Typen, wie die Kommentare beweisen. Der Erde ist das aber scheißegal, sie kämpft nicht, sie ist kein Lebewesen und natürlich leidet sie auch nicht. Die Erde hat's gut.
#31 am 16.10.2014 von Karl-Heinz Licht (Medizinjournalist)
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Laut SPON ist eine zweite Pflegekraft in den USA infiziert und in diesem Zustand noch geflogen. Es ist mir unverständlich, wie die CDC ( ausgesprochen: Centers for Disease Control and Prevention(!!)..)der Krankenschwester grünes Licht für Ihren Flug geben konnte. Auch wenn die Temperatur nur minimal erhöht war, in Anbetracht des Hintergrundes hätte dieses nie passieren dürfen. Lieber zu streng als hinterher bereut. Langsam schleicht sich Unbehagen ein, nicht nur vor den Virus an sich, sondern eher mit dem Umgang der Menschen damit.
#30 am 16.10.2014 von Monika Metz (Mitarbeiterin Industrie)
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Warum sollte es nicht aerogen übertragen werden, wenn es im Speichel bereits nachweisbar war?
#29 am 16.10.2014 von Dr. Bettina Kortenacker (Ärztin)
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Genauso wie der Gast sehe ich das auch. Was für eine Naivität zu Glauben , Deutschland würde diese Problem mit Leichtigkeit im griff haben. Wir haben in Deutschland nicht mal Mrsa in Krankenhäusern im griff. Man sollte ebola solange es geht auf einem Kontinent behandeln allerdings mit ausreichenden Mitteln im Sinne von Geld und know-how und Ausrüstung.
#28 am 16.10.2014 von Dr. Bettina Kortenacker (Ärztin)
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Es scheint also ungeklärt, wie sich die Ebolaviren übertragen. Daher haben wir zwei Herrausforderungen um die Ausbreitung von Ebola in den Griff zu bekommen: Zuerst mal die Grenzen nach Afrika dicht machen, um die weltweite Aubreitung zu verlangsamen. Nur speziell geschultes Personal (Ärzte, Helfer, ect.)darf rein oder raus. Dann die Bekämpfung des Virus vor Ort mit einheitlichen Vorgehensweisen, die welt weit gültig sind. Die Koordination erfolgt zentral von einer Stelle aus.
#27 am 16.10.2014 von Stefan Blume (Medizinphysiker)
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Noch so'n Gast
Danke, lieber Gast, das wollt ich in viel mehr und viel weniger gemäßigten Worten auch gerade schreiben. ;-)
#26 am 16.10.2014 von Noch so'n Gast (Gast)
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Es herrscht mittlerweile (nach einem Bericht der WHO) noch nicht einmal mehr Klarheit, wie lange die Inkubationszeit ist. Und seitdem der Gesundheitsminister Entwarnung gegeben hat ist mir mulmig! Weil sachliche Gründe für eine Entwarnung kann zumindest ich nicht erkennen!
#25 am 16.10.2014 von Dr. Bertram Staudenmaier (Medizinphysiker)
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Gast
Eine kleine Bitte: Könnten die Weltuntergangs-Apologeten hier eine Sendepause einlegen? Wir haben ein medizinisches Problem - und das sollten wir lösen. Alles andere ist Bullshit.
#24 am 16.10.2014 von Gast
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@ Thomas Krekel Treffen sich zwei Planeten im Weltall. Sagt der eine zum anderen: "Du siehst aber schlecht aus!". Der andere:" Ja, mir geht's auch nicht gut, ich habe 'homo sapiens'". Sagt der erste: "Mach' dir nichts draus, das hatte ich auch mal, das geht vorbei!" Es geht nicht nicht darum nicht infiziert werden zu wollen...denn das einzige was Mensch wirklich muss, ist eines Tages Sterben, alles andere ist nun mal Makulatur und politisches, religiöses und moralisches Gewäsch. Ich Sterbe gerne durch Ebola um die Erde vor uns zu Schützen... Wir Menschen sind eben auch nur Tiere und wenn wir verschwinden sollen, haben wir es gefälligst hinzunehmen! Ärgere mich nur darüber das ausgerechnet die Ärmsten der Armen zu erst betroffen sind - ist wahrscheinlich auch nur eine List uns zu Irritieren von Planet Erde... Einfach mal drüber nachdenken - bitte.
#23 am 16.10.2014 von Peter Manterfeld (Altenpfleger)
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Das wundert mich wenig. Wenn sich das Virus in Sekreten findet, dann halte ich eine aerogene Infektion für durchaus wahrscheinlich.
#22 am 15.10.2014 von Gast (Gast)
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Gast
interessant zu interpretieren: Interview mit Jens Spahn 13.10.2014 auf www.deutschlandfunk.de Interview mit Prof. Kekulè 11.10.2014 auf www.sueddeutsche.de
#21 am 15.10.2014 von Gast
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Gast
www.bundesregierung.de : Donnerstag, 25. September 2014 EPIDEMIE IN WESTAFRIKA Viele Freiwillige für Ebola-Einsatz Die Bundesregierung hat verstärkte Maßnahmen im Kampf gegen Ebola beschlossen. Auf den Aufruf von Bundesverteidigungsministerin von der Leyen meldeten sich weit mehr als 1.500 Freiwillige für die "Task Force Ebola" der Bundeswehr. Weitere Helfer werden gesucht.
#20 am 15.10.2014 von Gast
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Gast
Oh, oh, lieber Herr Binke, was ist das für eine laienhafte Ignoranz der Tatsachen. Nur weil es noch kein Meßverfahren gibt, durch welches sich die aerogene Übertragung nachweisen lässt, deshalb ignorieren wir den Tierversuch? Die Erde war auch zu Galileos Zeiten schon rund!
#19 am 15.10.2014 von Gast
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Ja ist halt unangenehm dieses Experiment , besonders wenn sich einige Übertragungswege nicht erklären lassen. Vorsicht und Achtsamkeit sind wir aber allen Menschen schuldig. Auch denen die nicht infiziert werden wollen. Aber was solls, wir sind ja die größten, beste Isolierstationen----Weltweit. Toll ,ich wünsche uns allen Viel Glück......
#18 am 15.10.2014 von Thomas Krekel (Weitere medizinische Berufe)
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@Gast#15 Es werden nicht tausende von Soldaten nach Afrika gesandt, wir schicken in etwa 2000 Personen, die medizinisches Personal sind, dorthin. Wir sorgen dafür, dass diese Personen nach Auftreten erster Krankheitssymptome nach Deutschland ausgeflogen werden und hier optimal versorgt werden. Das sind wir ihnen schuldig. Wir haben hier weltweit die besten Isolierstationen und wir werden das Virus unter Kontrolle halten. Eine aerogene Übertragung ohne Nachweis in Luftproben lässt zu viele Fragen offen - ich halte dieses Experiment nicht für belastbar.
#17 am 15.10.2014 von Andreas Binke (Anästhesiepfleger)
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Auffällig finde ich hier die vielen "Gastbeiträge". Da aber keiner etwas genaues weiß, will auch niemand später als Depp dastehen. Trotzdem sollte sich jeder Kommentator trauen mit Namen zu posten - auch der Gewichtung der Aussage wegen.
#16 am 15.10.2014 von Martin Bökenkamp (Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent)
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Gast
Tausende deutsche Soldaten sollen neben freiwilligem Hilfspersonal nach Westafrika entsandt werden. Was passiert mit ihnen im Krankheitsfall? WIEVIELE ISOLIERBETTEN HABEN WIR IN DEUTSCHLAND? 50! Warum wurden einzelne Infizierte nach Deutschland geflogen? Ist es nicht sinnvoller, das Virus dort zu lassen, wo der Ausbruch ist, anstatt einzelne mit unübersehbarem Risiko in Europa "breitzufliegen"? Wenn es zu Ansteckungen in Deutschland kommt, kommen infizierte Patienten nicht primär im Vollschutz zu den Isolierstationen gelaufen. Die Ärzte und Schwestern in ganz normalen Praxen und Kliniken der Grund- und Regel- sowie der Schwerpunktversorgung haben ungeschützten Erstkontakt. Ein Impfstoff wird in den nächsten Monaten noch nicht großflächig zur Verfügung stehen. Warum kein(e): Einreise-Stopp aus Risikoländern? Stopp des Herumfliegens einzelner Erkrankter in aller Herren Länder? angemessene finanzielle Unterstützung für alle erforderlichen Maßnahmen vor Ort in Westafrika?
#15 am 15.10.2014 von Gast
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Deutschland scheitert schon jämmerlich an MRSA, wie soll man da Herr über Ebola werden? Vermutlich wird man am Ende feststellen, dass Prophylaxe doch günstiger gewesen wäre und staunend zu den Niederlanden schauen.
#14 am 15.10.2014 von Gast (Gast)
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@Krekel: genau des brauchemer: bisschen Humor- ach wenn keiner lacht 👍! Nein, ganz ehrlich - das kann keiner mehr aufhalten! Jeder, der auch nur annähernd den Verdacht hat, einen solch infizierten Menschen vor sich zu haben - sollte besonnen handeln und das nächste Hesundheitsamt umgehend informieren!!!! Ob das wirklich hilft - ist noch unklar und zu Risiken oder Nebenwirkungen: Fragen sie ihren Arzt oder Apotheker! Ich drück uns allen im Gesundheitssystem die Daumen, dass wir da gut durch kommen! Denn es kann keiner aufhalten
#13 am 15.10.2014 von Gast (Gast)
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Na klar, wolle mir se reinlasse. Wir sind doch Europäer, erste Welt, bische Ebola, mir helfe, denn mir wisse nix genaues, is doch egal. 1918 bei der Spanischen Grippe sind gesichert 18 Mio. gestorben, wahrscheinlich 40. Mio., bei der Pest 1618 bis 1648 nicht genau bekannt ca. 100 bis 300 Mio., aber wir haben doch überlebt. Also was solls, wird schon weitergehen. Hoffentlich nicht für die, die nix wissen aber den großen Wissenszampano heraushängen lassen. Hole mir se rein ,mir packen das. Bische Verlust is immer....
#12 am 15.10.2014 von Thomas Krekel (Weitere medizinische Berufe)
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Dann triffst es wohl zu das "Planet Erde" sich des Parasiten Mensch entledigt um zu gesunden...
#11 am 15.10.2014 von Peter Manterfeld (Altenpfleger)
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Gast
Wesentlich wichtiger wäre es, rasch einen geeigneten Impfstoff zu erforschen! Ansonsten... "Oh du lieber Augustin"... Na dann mal Prooost!
#10 am 15.10.2014 von Gast
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Geburtshilfliche Stationen wären dann auch eine Katastrophe. Da kann man dann ggf. geboren werden, um sofort tödlich infiziert zu werden. Davon abgesehen, dass Personal kaum eine Chance hat, sich in dem Bereich vor so kontagiösem Material zu schützen. Und was ist mit den ganzen überquellenden Flüchtlingsheimen etc... Wenn da einer Ebola mitbringt, ist die Sache ruckzuck überall verteilt. Welche Chance gibt es dann, das aufzuhalten? Ist doch völlig insuffizienter Blödsinn, diese Anamnesen und Fiebermessen am Flughafen. Zudem die irren Vorgaben, was flight attendants tun sollen bei einem offenen Outbreak on board. Das kommt einem Todesurteil gleich und reflektiert hirnlose Hilflosigkeit.
#9 am 15.10.2014 von Christine Wehrstedt (Hebamme)
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Gast
Frau Dumke, ich bitte Sie! Wie Dostojewski anmerkte: Wenn man die Türe versperrt, kommt es zum Fenster hinein (aus dem Gedächtnis zitiert)
#8 am 15.10.2014 von Gast
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Dr. Ingo Pötsch
Da die aerogene Übertragung nicht sicher auszuschließen ist, sollte jeder Fluggast aus Westafrika erst in Quarantäne aufgenommen werden um einer mögliche Pandemie entgegenzuwirken. Leider scheint dies zum Schutz der Europäischen Bevölkerung zur Zeit die einzig sinnvolle Präventivmaßnahme zu sein.
#7 am 15.10.2014 von Dr. Ingo Pötsch (Arzt)
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Als Praxisinhaber mache ich mir Gedanken, wie ich mein Personal und mich, vor einem Kontakt mit einem Ebola infizierten Patienten schützen kann? Ich habe eine Anzahl von Asylbewerbern aus Westafrika und sehe mich als Zahnarzt durchaus in erster Front. Ich habe keine Angst vor der Krankheit, aber genügend Respekt, mich um Prävention zu kümmern. Was können wir aber in einem Fall tun, in dem ein Ebolainfizierter sich auf unsere Behandlungsstühle setzt? Wir wären in diesem Falle ein nicht zu kontrollierender Multiplikator. Ich sehe keine Möglichkeit uns zu schützen. Wir sind eine "Durchgangspraxis" mit bis zu 100 neuen Patienten im Monat und bis zu 1500 Patienten im Quartal. Vor 2 Wochen haben wir uns mit einem Grippevirus angesteckt und 8 von 12 Mitarbeitern erkrankten. 6 blieben bis zu einer Woche zuhause. Was mit Grippe funktioniert, wird auch mit Ebola gehen. Auch wenn man davon ausgeht, daß ein Infizierter mit Übelkeit und Krämpfen nicht zum Zahnarzt geht, kann ich doch mit jemandem in Kontakt kommen. Sollte ich die Praxis schliessen, wenn es zu ersten Infektionen in Deutschland kommt? Wie soll ich auf einen Tag X vorbereiten? Soll ich die Patienten selektieren oder nur wachsam sein, wie mir geraten wurde? Die Hamburger Zahnärztekammer hat sich mit der Problematik noch überhaupt nicht beschäftigt( die sitzen im Büro )
#6 am 15.10.2014 von Holger Spiesen (Zahnarzt)
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Ich finde es bedenklich das Ebola-Fälle auch nach Deutschland und Amerika gebracht werden. So könnte es schneller ein weltweites Problem werden als uns lieb ist.
#5 am 15.10.2014 von Annette Dumke (Diätassistentin)
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Gast
Wenn dem wirklich so ist, steuern wir auf die Ausmaße einer Epidemie wie im 15 Jh. bei der Pest zu. Ich mein, davon abgesehen das wir sowieso ein paar zu viele Menschen auf diesem Planeten sind, finde ich das ganze gar nicht Lustig. Wenn unsere Damen und Herren der Regierungen meinen, dies kann uns nicht treffen, haben Sie sich gewaltig getäuscht. Ein Virus und mag es noch so groß sein, wird immer und immer wieder übersehen. Bei den Millionen Menschen, die täglich durch die Welt fliegen kann es sein, das mal ein oder zwei solcher Virchen hängenbleiben und dann werden Sie im wahrsten Sinne des Wortes durch die Luft transportiert und übertragen.
#4 am 15.10.2014 von Gast
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Gast
Ich finde es schon mehr als fahrlässig, wie wir vom sog. Gesundheitsminister ein- gelullt werden. Man sollte sicher keine Panik verbreiten. Aber nur darauf zu verweisen, dass wir ja spezialisierte Kliniken haben ist doch ein bißchen billig.Die Kontrolle einreisender infizierte Personen ist nirgends machbar. Daher ist auch die Ansteckung überall in der Welt möglich. Es besteht dringender Handlungsbedarf z.B. sichere Tests, Impfstoffe etc. dr.med. Karl-Heinz Schultz-Philipp
#3 am 15.10.2014 von Gast
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Gast
Die Verantwortlichen des deutschen Gesundheitssystems, allen voran jeder leitende Angestellte sollte nicht so vermessen denken, wie es uns alle seit Monaten und Tagen versuchen einzureden! Ebola wird auch uns irgendwann treffen - und dann wird sich zeigen, wie gerüstet wir sind!!! Garnicht - ähnlich unserer Kollegen der Verteidigung! Es geht nicht nur um den einen Ebola Patienten - sondern um die gesamte Kontaktgruppe jeder einzelnen Person! Alle sollten Gesetz dem Verdachtsfall isoliert werden! Wer bitte kann das gewährleisten? Ich arbeite selber an einem Maximalversorger - und ich bin gespannt wenn es darauf ankommt - denn auch meine Gesundheit hängt von der Konzentration und der Eingaltung der Leitlinien eines jeden Erstkontankt- Verantwortlichen ab!!! Wir sollten jetzt handeln! Dieses Virus ist nicht mehr aufzuhalten, erst einmal vielleicht einzudämmen! Uns allen - viel Glück
#2 am 15.10.2014 von Gast
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Gast
Eine wahrscheinliche Ebola-Übertragung über die Atemwege, wie hier aufgeführt, dürfte z.B. für Flugreisende ein ernsthaft zu diskutierendes Problem werden!
#1 am 15.10.2014 von Gast
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