PR: Checkliste: Wie Ihr "Patient 2.0" Werbung von Information unterscheiden kann

09.10.2014
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Der Zugang zum Internet öffnet auch das Tor zu einer Fülle von Gesundheitsinformationen. Doch welche Webseiten bieten Information und welche Seiten Werbung? In diesem Beitrag finden Sie  eine Checkliste für Ihre Patienten mit 8 Punkten zur Unterscheidung zwischen Gesundheitsinformation und –werbung sowie Informationen zum Umgang mit dem Patienten 2.0 .

 

Patienten haben heute mehr Informationen

„Neulich“, berichtete mir ein befreundeter Allgemeinmediziner, “konfrontierte mich ein Patient in meiner Sprechstunde mit einem ausgedruckten „Rote-Hand-Brief“.“ Der Patient hatte sich im Internet mit anderen Betroffenen über Blutdrucksenker ausgetauscht, der ihm von seinem Hausarzt bereits seit vielen Monaten verordnet wurde. Empört sei der Patient gewesen, anklagend und verständnislos. Er forderte eine andere Medikation. Dabei habe er die Präparate gut vertragen und keinerlei Nebenwirkungen davongetragen.

Ist Ihnen so etwas auch schon einmal passiert? Wenn ja, dann kennen Sie ihn bereits: Den Patienten 2.0.

 

Patient 2.0 kommuniziert in Foren
Ganz nüchtern betrachtet stehen die beiden Ziffern 2 und 0, durch einen Punkt voneinander getrennt (sprich: 2 Punkt 0) für eine Version des Internets. Im Gegensatz zum Web 1.0 kann der Nutzer die Inhalte des Webs 2.0 aktiv mitgestalten. Er ist kein passiver Konsument von Webinhalten mehr, sondern kommuniziert über Foren und Social Media Plattformen auf vielfältige Art und Weise mit anderen Nutzern.

 

Internet ergänzt Informationen des Behandlers
Wer heute auf der Suche nach Gesundheitsinformationen ist, verlässt sich nicht mehr nur auf Arzt oder Apotheker. Beide genießen zwar nach wie vor das Vertrauen der Patienten. Nach der Bilanz der aktuellen MSL Gesundheitsstudie haben sie jedoch ihr »Informationsmonopol« eingebüßt. Laut den aktuellen Studiendaten von 2012 informieren sich 74%der Bevölkerung bei allgemeinen Gesundheitsfragen vorrangig im Internet. Dabei kommen verschiedene Informationskanäle zum Einsatz: 55% der Befragten suchen sich bei Wikipedia Informationen, 48% bei Gesundheitsportalen. 39% sind in Ratgebercommunities aktiv. Facebook und Twitter hingegen bilden das Schlusslicht bei der Gesundheitsinformationsbeschaffung im Social Web. Nur 12% der Nutzer informieren sich zu Gesundheitsfragen bei Facebook, 8% via Twitter. (Mehrfachnennungen waren möglich).

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Werbung oder Information? Die arztwelt Checkliste hilft

Der Patient 2.0 ist also durch vielfältige Quellen informiert und kommuniziert, meist anonym, mit anderen Patienten und  mit Kollegen von Ihnen. Aufgrund dieses Wissens diagnostiziert der Patient 2.0 sich selbst, wählt einen passenden Arzt aus, und bringt meist ganz konkrete Vorstellungen für eine Medikation oder Therapie mit in die Praxis. Doch besteht dabei die Gefahr, dass die  Patienten zwischen Werbung und Informationen nicht unterscheiden können. Hier hilft die arztwelt Checkliste. 

► Hier zur Checkliste

 

Patienten recherchieren im Internet vor Arztbesuch

Laut der MSL Gesundheitsstudie recherchieren 37% der Patienten vor einem Arztbesuch im Internet, um mit dem Arzt auf Augenhöhe kommunizieren zu können. Doch die Websuche birgt auch Risiken. Im Internet findet man zahlreiche, teilweise ungefilterte Gesundheits­informationen. Was dem Patienten einerseits einen Informationsvorsprung vor Ihnen, als behandelndem Arzt verschafft, kann auch zu großer Verunsicherung führen. Sucht man beispielsweise nach Gründen für »Kopfschmerzen«, spuckt einem das Internet ein Krankheitsspektrum vom leichten Schnupfen bis hin zum Hirntumor aus. Schnell breiten sich Unsicherheit und Angst beim Patienten aus - aus Hypochondrie wird Cyberchondrie.

 

Der wichtigste Ansprechpartner ist der Arzt
Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Patient, bei dem Diagnosen aufgrund von Untersuchungen sicher gestellt und Therapieoptionen mit allen Vor- und Nachteilen besprochen werden, kann von Cyberdiagnosen verunsicherte Patienten beruhigen. Sie, als Vertrauter und Experte, sortieren für Ihre Patienten alle relevanten Informationen, Sie filtern die seriösen heraus und entkräften die unseriösen. Denn immerhin 53% der Befragten konsultieren bei konkreten Gesundheitsfragen (auch) ihren Arzt.

 

Sicher ist, das Internet ist auch in Zukunft präsent und der Patient 2.0 ist keine Mode­erscheinung. Das Web 2.0 bietet - vielleicht auch für Sie - eine Chance mit Ihren Patienten im Dienste der Gesundheit zusammenzuarbeiten. Sind Sie dabei?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen unter roland.krauth@sanofi.com oder über das Kommentarfeld.

Mit diesen Gedanken zum Patienten 2.0 hoffe ich, Ihnen als Hausarzt einen Wissensvorsprung geboten zu haben. Weiteres Wissen zu Praxismanagement und Medizin finden Sie auf www.arztwelt.de, der Wissensinitiative von Sanofi für Hausärzte.

Mit besten Grüßen

Ihr Roland A. Krauth

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Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

 

 

m_1407855263.jpgDa ist mir noch etwas aufgefallen. Die Informationsflut des Internets bringt nicht nur (manchmal zu) kritische Patienten hervor. Wer gut informiert ist und sich mit anderen austauscht, lebt oft bewusster und arbeitet motiviert an einem positiven Lebensstil. Der Patient 2.0 übernimmt Verantwortung für seine Gesundheit – und entlastet Sie als Arzt!

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 11.04.2015.

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Medizin, Pharmazie
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Heinz Bretz
Ich halte die Zahl von 37% der Patienten, die sich vor einen Arztbesuch im Internet informieren für masslos übertrieben. Da ist die Umfrage wohl auf einer IT-Messe durchgeführt worden. Ich freue mich immer, wenn Patienten (sehr, sehr wenige) mir sagen, dass sie sich vorab informiert haben. Ich kann dann manchmal auch Websiten empfehlen, wo man am Schluß nicht immer bei HIV-Erkrankung oder Krebs landet. MFG Heinz Bretz
#1 am 11.04.2015 von Heinz Bretz (Gast)
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