Ist der Ruf erst ruiniert

24.09.2014
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In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie sehr man als niedergelassener Hausarzt auf die gute alte Mund-zu-Mund-Propaganda und das Getratsche der Leute angewiesen ist.

Wir wunderten uns zunächst, warum seit einiger Wochen nach den Sommerferien die Praxis irgendwie leerer als sonst erschien. Nicht so, dass wir uns langweilen oder am Hungertuch nagen würden, aber schon so, dass es uns und auch teilweise den Patienten aufgefallen ist. Dann begannen wir die Gerüchte zu hören. Frau Doktor würde jetzt nebenbei eine Physiotherapiepraxis aufmachen, weil sie den Rachen nicht voll bekommt. Die einen haben erzählt, in der XY-Straße, die anderen, nein völlig falsch, in der YZ-Strasse. Mehrere Bekannte und Patienten erzählten uns dieses Gerücht in verschiedenen Ausprägungen. Wer die Quelle dafür war, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Manchmal ist ja an Gerüchten wenigstens ein Fünkchen Wahrheit, an diesem überhaupt nicht. Ausser das sich wirklich eine neue Physiotherapeutin im Ort niedergelassen hat. Mit der haben wir aber überhaupt nichts zu tun, wir kennen sie nicht mal.

Ein anderes Gerücht, was zurzeit auch rumgeht, ist, dass Frau Doktor eh bald in Rente geht. Auch das ist völliger Schwachsinn, sie denkt nicht mal ansatzweise in den nächsten 5 Jahren ans Aufhören und erfreut sich auch bester Gesundheit.

Anscheinend sind diese Gerüchte mit der Grund, dass einige Patienten uns meiden bzw. zu dem Nachbararzt gewechselt sind.

Es erschreckt mich ein wenig, aus welchen Gründen der Arzt gewechselt wird, bzw. der eine Arzt dem anderen vorgezogen wird. So erzählte mir heute eine ältere, eigentlich sehr kluge Patientin, sie wollte ja nicht mehr zu Frau Doktor gehen, weil angeblich von der Nachbarin dessen Enkeltochter bei Frau Doktor nicht den Blutdruck gemessen bekommen hat, obwohl sie es doch mit Druck hat und der andere Arzt das sofort gemacht hat. Abgesehen vom Wahrheitsgehalt dieser Geschichte, gibt es tausend Gründe, warum man vielleicht nicht immer den Blutdruck bei jungen Frauen misst.  An einer erzählten Geschichte dann so eine wichtige Entscheidung festzumachen oder gar zu wechseln, erschliesst sich mir überhaupt nicht.

Zumal die Patientin selbst sehr zufrieden mit Frau Doktor war. Auf meine Frage, warum sie dann wieder zurückgewechselt ist von dem Nachbararzt zu uns, kam die Antwort, er wäre nicht zum Hausbesuch gekommen, als es der Schwiegermutter der Nachbarin von gegenüber so schlecht gegangen wäre. Das fand sich auch nicht gut, deswegen ist sie zurückgekommen. Sachen gibts.

Ich arbeite wirklich gerne als Landarzt, aber es macht mir doch ein wenig Bedenken, wieviel Schaden Menschen mit ihrem Getratsche anrichten können. Da verliert man auf einen Schlag durchaus 200 Patienten im Quartal, weil ein Gerücht umgeht, das zwar überhaupt nicht stimmt, aufzuhalten oder gar umzukehren ist es aber nicht.  Ich hoffe nur, dass sich diese Gerüchte schnell auflösen und wir wieder zu unserem normalen Betrieb zurückkehren können. Erstaunlich, wieviel Schaden ein paar Worte anrichten können.

Bildquelle (Außenseite): Digital Vision, thinkstock

Artikel letztmalig aktualisiert am 11.12.2014.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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domeboe
(Teil2) Die Tatsache das geklatscht wird und die Spinne aus der Juka-Palme, so wie es mir die Nachbarin, der Schwägerin, von ihrem Bruder - ja der, der bei der Post, du kennst ihn doch auch, also dem sein Kollege vom Zoll hat genau gesehen wie da eine Spinne in der Kuka-Palme saß... ... wird man nie ausschließen können. Weder im Ländlichen, noch im Klinischen Bereich. Den eine Klinik ist auch nur ein Dorf... Also lautet die Devise... Offensiv und mit Humor. Nicht totschweigen, ansprechen und dahin verfrachten wo es hingehört. In den Bereich der Mythen und des lächerlichen...
#30 am 11.12.2014 von domeboe (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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domeboe
Auf die Frage "Was kann man dagegen tun?" Relativ wenig, im Nachhinein sogar noch weniger. Was aber relativ gut Funktioniert ist mit Humor und Transparenz an die Sache zu gehen. Eine Möglichkeit ist im Wartezimmer eine "Schwarzes - Brett" aufzuhängen auf dem die Gerüchte gesammelt werden und Patienten einzuladen fehlende zu ergänzen. die Collage dann noch hübsch Gestaltet lädt dann auch ein darüber nachzudenken was an Gerüchten den Wahr ist und ob man Ihnen folgen sollte.
#29 am 11.12.2014 von domeboe (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Auch eine...
Ärzte sind, natürlich, auch Menschen, aber... Wenn eine Kollege über andere vor der Patient schlecht spricht... Was erwarten wir dann?
#28 am 01.10.2014 von Auch eine... (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Hallo Frau Engel, man kann! Schauen Sie mal unter dr-orm.de. Wenn Ihnen das Angebot gefällt, melden Sie sich einfach.
#27 am 30.09.2014 von Gast (Gast)
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Und verraten Sie nie ab 58 Ihr Alter und dass Sie z.B. irgendwo auf der Welt helfen. 14 Tage später kommt der erste Patient ganz erstaunt : Ich dachte Sie arbeiten gar nicht mehr. Ander bleiben gleich weg. Eigene Erfahrung!
#26 am 27.09.2014 von Dr. Heinrich Otte (Zahnarzt)
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Vermutlich haben viele Niedergelassene dieses Problem. Da wird auf Jameda oder ähnlichen " Arztbewertungsportalen" geschrieben, man hätte die Behandlung einer Schmerzpatientin abgelehnt. Tatsache ist, daß diese in die Praxis kam und ihr mitgeteilt wurde, daß sie einige Zeit warten müsse( was sie aber ablehnte, weil sie noch einen anderen Termin hatte). Ein anderes Mal erfährt man von Gerüchten, daß mein Mann und ich uns scheiden lassen wollten und die Praxis geschlossen werde oder oder oder.... Ändern kann man es wahrscheinlich nicht, aber man sollte versuchen, es sich nicht zu Herzen zu nehmen.
#25 am 27.09.2014 von Eva Julia Fischer (Zahnärztin)
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Falls jemand Informationen hat, wie man gegen derartiges vorgehen kann, wäre ich daran interessiert. Ich hoffe Betroffenen sind stark genug, das auszuhalten und vllt gelingt es dem ein o anderen ja, jemanden für seine Gerüchte zu stellen. Aber wie so oft, wird es dann mal wieder niemand gewesen sein wollen...traurig ist das alles, sehr traurig...
#24 am 26.09.2014 von Henriette Engel (Studentin der Humanmedizin)
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Also ich werde demnächst mein Examen bestreiten und dieser Artikel hat mir den Rest gegeben! Ich werde mich nun definitiv GEGEN eine eigene Praxis und den Beruf des Landarztes entscheiden! So wie hier beschrieben,möchte ich nicht leben und ganz ehrlich-auch keine Ärztin sein. Merken sich die Menschen überhaupt noch? Sie verbreiten Gerüchte, weil jemand nur krank schreibt, wer krank ist?? Das ist uns doch gelehrt worden, dass Ärzte dazu verpflichtet sind und das man bei Verstößen belangt werden kann! Und sollen wir uns jetzt strafbar machen, nur damit irgendwelche dahergelaufenen, die sich Menschen bezeichnen wollen, keinen Mist erzählen? Ich bin sehr aufgebracht und traurig über die geschilderten Vorgänge. Das hat mit Menschlichkeit wenig zu tun und ich hoffe diejenigen, die soetwas machen, bekommen den gerechten Lohn dafür und hoffentlich wird es in Zukunft dann kein Gejammer geben, dass keine Ärzte da sind! Leute- Ärzte sind auch nur Menschen!
#23 am 26.09.2014 von Henriette Engel (Studentin der Humanmedizin)
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Dr. M. Lorenz
der Anmeldung immer wieder in großer Hochachtung: ich dürfte hier keine fünf Minuten sitzen, dann hätte ich eine Kalaschnikow durchgeladen. So spricht keiner der Patienten mit seiner Kassiererin um die Ecke im Supermarkt, auch wenn sie sich vertippt hat, wie nicht wenige Patienten mit unserer Anmeldung. Ich denke, es würde Zeit, sich wieder ein bißchen rarer zu machen, dem Patienten nicht den Eindruck zu geben, mit einem querliegenden Flatus samstags nacht in die Notdienstzentrale gehen zu können statt wie früher einen Kümmeltee zu trinken. Aber der Zug ist wohl abgefahren. Wir sind 24/7/365, daher u.a. wird auch unsere Arbeit nicht mehr honoriert.
#22 am 26.09.2014 von Dr. M. Lorenz (Arzt)
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Dr. M. Lorenz
für die paar € von der Kasse machen wir alles. Ich kenne Kollegen, die haben es drauf, dem Patienten vorzugaukeln, daß sie so kompetent sind, daß eigentlich das Nobelpreiskommittee nur aufgrund von Senilität noch nicht auf sie gekommen ist. Sie binden die Patienten an sich, die vergöttern sie. Ich kenne auch Kollegen, die schleimen die Patienten derart zu, daß ein jeder sich wie ein VIP fühlt. Ein jeder von uns, der einfach nur sachlich, empathisch und kompetent einen Patienten behandeln will, kann vor solchen Typen nur kapitulieren. Da diese Tatsachen zugenommen haben, kann man nur sagen: die "Auslese" Abiturnote + Testergebnis misst nicht die Fähigkeiten, um die es hier in unserem Beruf geht. Um eines klarzustellen: ich bin kein gemobbter oder frustrierter Hausarzt - zu mir muss man kommen, ob man mich vergöttert oder nicht oder 50 km weit fahren. Aber ich kenne die Thematik. Die größten Egoisten nach Politikern und Bankenchefs sind halbgebildete Patienten. Ich sage unseren Damen an
#21 am 26.09.2014 von Dr. M. Lorenz (Arzt)
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Dr. M. Lorenz
Man sollte sich von der Vorstellung befreien, man würde heute als Arzt noch mit einer besonderen Achtung bedacht. Seien wir doch mal ehrlich: In einer Kleinstadt oder einem Dorf hätte es doch vor wenigen Jahrzehnten noch gehießen: Erwin halt den Mund, so darfst Du nicht über den Herrn Doktor reden! Heute haben Politik und Medien, selbst die eigene Berufspolitik die Atmosphäre so vergiftet, daß wir nur noch als geldgierige, faule Monster erscheinen. Die böse Saat all dieser Schandmäuler ist aufgegangen. Kein Wunder, wenn Lieschen Müller davon soviel nachplappert, was sie versteht. Kein Wunder, wenn Karl Meier sauer ist, weil er keinen gelben Schein bekommen hat. Ich bin in meinen letzten 10 Berufsjahren exakt 5 Tage krank gewesen, da war ich nicht nahe dran, sondern schon nach dem Kollaps. Ein Arzt hat zu funktionieren - und zwar Tag und Nacht. Machen wir uns nichts vor: für ein Gros der Patienten von heute sind wir wie ein Stricher vom Hauptbahnhof:
#20 am 26.09.2014 von Dr. M. Lorenz (Arzt)
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Gast
Wie lange sind Sie eigentlich schon niedergelassen? für Sie eine neue Erfahrung? Bin jetzt 30 Jahre im show-Geschäft, und meine Erfahrung ist: wer als Praxisinhaber und damit in der heutigen Situation "Dienstleister" versucht, ein Rollenspiel aufrechtzuerhalten, wird verlieren ("Telemedizin"); wer sich zu dem emotionalem Engagement des Blickkontaktes mit dem Patienten, also zu einer empathischen Beziehung versteht, wird - bei gebotener therapeutischer Distanz - auch eine dauerhafte Patient-/Arzt-Beziehung aufbauen können. Und dann sind Gerüchte, zumindest mittelfristig, scheißegal!
#19 am 25.09.2014 von Gast
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Lieber Herr Dr. Ross, ein Shitstorm kann durch transparenz meistens sehr leicht im Keim erstickt werden und noch viel wichtiger, meistens gibt es einen Grund für den Shitstorm. Auch ausbleibende oder mangelnde Kommunikation kann einer sein.
#18 am 25.09.2014 von Matthias Grüning (Nichtmedizinische Berufe)
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@Herr Hoffrohn: Danke. Das ist eine richtig gute Idee.
#17 am 25.09.2014 von Bernd Bönig (Arzt)
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Gast
Bin zwar Tierarzt, habe das aber fast regelmäßig erlebt und oft monatelang keine Patienten mehr gesehen. Erst wurde ich geschieden, dann hätte ich ein Verhältnis mit meiner 20 Jahre älteren Vermietern ohne es zu wissen, dann ist auch noch ein Hund bei einer Operation gestorben, obwohl ich gar nicht operiert habe . War enorm geschaeftsschaedigend und fast tödlich für meine Praxis .
#16 am 25.09.2014 von Gast
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Ich sollte wohl noch dazu sagen, dass ich keine Ärztin bin (ein Medizinstudium ist aber noch geplant-bis jetzt Herzenswunsch-wenn ich das so sagen darf) sondern nur Krankenhausmanagement BA studiert habe - hoffe es ist trotzdem in Ordnung hier zu kommentieren - andernfalls werde ich es bei entsprechendem Hinweis löschen
#15 am 24.09.2014 von Jessica steensen (Studentin)
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ich bin ja fast schon froh, dass es nicht nur uns so geht... tot-gesagte leben ja angeblich länger ;) noch relativ frisch aus dem Studium bin ich in eine ländliche Facharztpraxis mit den einen oder anderen Terminschwierigkeiten und brodelnder Gerüchteküche gelandet... Frau Dr sei tot, hört auf, verkauft an usw teilweise von Kollegen über gemeinsame Patienten in die Welt gesetzt - Kollegen, die auf gemeinsam besuchten Kongressen überaus freundlich ja fast herzlich waren. Ich versteh es nicht, muss man sich gegenseitig das Leben wirklich schwer machen, wo doch alle Praxen hier so ausgebucht sind und sich keiner um Patienten streiten müsste. Aber vielleicht fehlt mir da noch der Weitblick und die Erfahrung im "Haifischbecken"
#14 am 24.09.2014 von Jessica steensen (Studentin)
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Lieber Herr Grünwald, wenn Sie empfehlen, die social media zu nutzen, möchte ich aus eigener Erfahrung davor eher warnen. Die Mundpropaganda ist nur Dorfratsch - also schlimm genug, aber räumlich begrenzt. So ein kleiner shitstorm im Netz aber kann auch noch von Ihren fast vergessenen Freunden (oder anderen) am letzten Ende der Republik aufgenommen und weiter gegeben werden. Sowas kann schon mal den Spass an der täglichen kurativen Praxis mindern...
#13 am 24.09.2014 von Dr. med.vet. Andreas Ross (Tierarzt)
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Das Problem hat uns auch mal getroffen: Ich habe um Ostern eine Urlaubsannonce geschaltet. Im September: " Ach, Sie sind schon zurück, wir dachten, Sie seien in Urlaub!" Jetzt annonciere ich nicht mehr oder nur: "Zurück aus Urlaub!"
#12 am 24.09.2014 von Dr. med. Wolfgang Lützenrath (Arzt)
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Ich kenne das Problem sehr gut. Als ich in unseren Ort zog und nach einem Arzt fragte, wurde mir von einen Nachbarn dazu geraten die ortsansässige Ärztin zu meiden. Sie bezeichneten die Ärztin als Frau Dr. Schnelltod. Wie sich herausstellte ist die Ärztin sehr kompetent. Sie macht nur einen Fehler in den Augen meiner Nachbarn. Sie schließt Ihre Praxis an den Kirmeswochenenden und den darauffolgenden Montag und Dienstag. Da ist dann nichts mit gelben Schein. Der Nächste Arzt ist dann schon 10 KM weiter weg.Das war auch der Hauptgrund für die Verunglimpfung . Menschen bekommen bei Ihr nur eine AU wenn Sie krank sind.
#11 am 24.09.2014 von Mario Müller (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Gast
Ja, die Gerüchteküche. Und dann gibt es auch noch Kolleginnen/Kollegen oder "Kollegoide", deren Praxen nicht so ein Ansehen haben, die bewußt derartige Falschaussagen von sich geben. Rufmord?! Oder "Wann gehen Sie in den wohlverdienten Ruhestand - ich warte darauf, dass Ihre Patienten dann zu mir kommen".
#10 am 24.09.2014 von Gast
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Gast
es geht den Menschen wie den Leuten..... wir wurden bereits zweimal für geschieden erklärt, mein Mann für schwer krank und auch bereits für verstorben - jeweils mit entsprechender Schwundwirkung... In jedem Ort gibt es so eine zweibeinige "Lokalzeitung" mit großem Mundwerk. Am besten diese anpeilen und mit entsprechenden Infos spicken - mit dem Zusatz: "Bitte bloß nicht weitersagen!!!"
#9 am 24.09.2014 von Gast
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Gast
Weiter: Mai 2010 dann endlich eine neue Praxis, war sehr erstaunt, was aus unserem großen Klientel geworden war. Ende vorweg: Fast alle Patienten und noch eine große Menge sind wieder da. Aber liebe Kollegen sorgten für Infostoff: Ich würde aus Krankheitsgründen aufhören. Ich hätte Krebs. Da ich auch Geistlicher in einem Orden bin: Ich würde die Praxis schließen und nur noch für das Kloster arbeiten. Ein Gerücht? In einem Jahr gab es eine so große Auswahl, dass ich keine Chance mehr hatte den Hahn zu zu drehen. Nur die beiden "Kollegen" bekamen eine Anzeige und sehr saftige Strafe.
#8 am 24.09.2014 von Gast
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Gast
Bestätigung: Ich praktiziere seit 22 Jahren. Bisher 4 mal umgezogen wegen der Notwendigkeit zur Erweiterung. Wenig Patientenverluste dabei. 2009 Kündigung v. Vermieter wegen Eigenbedarf. Suche: über 150 Praxen - und fragen Sie nicht in welchem Zustand oder zu welchem Preis. Von unseren Patienten viele Vorwürfe, wie lange noch, die Unannehmlichkeiten, man findet unsere Telefonnummer nicht mehr (die hatten wir extra mitgenommen und auf ein Handy Dauerumleit.). Dann hatte ich noch einen Sturz und brach mir drei Brustwirbel. 3 Wochen Pause dazu. Stopp. Zeichen reichen nicht versuche Ergänzung anzufügen.
#7 am 24.09.2014 von Gast
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Wer den wirklich das Internet nutzt steht hier: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=501 Sie werden überrascht sein!
#6 am 24.09.2014 von Matthias Grüning (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Das ist "Leben"
#5 am 24.09.2014 von Gast
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Das erlebe ich seit 30 Jahren. Alle paar Jahre heißt es, ich würde die Praxis schliessen - keine Ahnung, woher diese Gerüchte kommen. Man/Frau kann nur dagegenreden und dann selbst beim Bäcker erzählen, dass z.B. die Praxis gerade frisch renoviert ist, weil sich das ja auf jeden Fall noch lohnt, da frau noch lange nicht in Rente geht. Auch das Gerücht, ich würde in fast allen Ferien Urlaub machen, hält sich hartnäckig, obwohl ich eher selten in dieser Zeit die Praxis schließe und ich meistens die Kollegen vertrete. Homepage ist vorhanden, und sie dient auch als Informationsplattform. Aber Klatsch und Tratsch wird meistens von denen verbreitet, die eben kein Internet nutzen oder - bei den jüngeren - dieses nur zum chatten nutzen, nicht aber, um sich wirklich zu informieren. Also muss man/frau genau mit denen tratschen, die den Tratsch verbreiten. Nach meiner Erfahrung immer noch das wirksamste Mittel.
#4 am 24.09.2014 von Dr. med. Angelica Wegener (Ärztin)
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Matthias Grüning
Ein sehr gutes Beispiel, was passieren kann, wenn man als Arzt nicht teil der Diskussion ist. Die Zeiten, in denen Praxen die Kommunikation anderen überlässt, sollte langsam vorbei sein. So bietet zum Beispiel das Internet gerade auch auf dem Land eine gute Möglichkeit in Kontakt mit seinen Patienten zu treten, sei es mit einer Praxis-Website und/oder mit den bekannten Social Media Protalen wie Facebook. Ein professionelles Online Reputations Management führt dazu, dass kommuniziert wird, was in der Praxis passiert und bekannt ist, was getratscht wird. Ein Angebot dazu gibt es bei www.dr-orm.de
#3 am 24.09.2014 von Matthias Grüning (Gast)
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Das trifft nicht nur auf Landärzte zu, sondern gilt generell. Oft kennen sich Patienten eben untereinander...
#2 am 24.09.2014 von Bernd T. Melde (Zahnarzt)
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Moral von dieser Geschichte: Als Landarzt (Arzt für Allgemeinmedizin) sollte man das Umfeld gut beobachten. Auch eine ausgeschiedene Mitarbeiterin oder Mitarbeiter kann schnell schlechte und negative Gerüchte verbreiten. Ein ortsansässige Werbeagentur kann hier Abhilfe schaffen und bewirt manchmal Wunder.
#1 am 24.09.2014 von Hans Hoffrohn (Weitere medizinische Berufe)
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