PR: 8. Magdeburger Psychoonkologisches Kolloquium am 12. September 2014

02.09.2014
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Junge Krebspatienten und deren Angehörige stehen weiterhin im Fokus der Magdeburger Psychoonkologen.

Die Arbeitsgruppe Psychoonkologie des Tumorzentrums Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V. lädt am Freitag, 12. September 2013, zum 8. Magdeburger Psychoonkologischen Kolloquium ein. Angesprochen sind klinisch als auch wissenschaftlich tätige Psychologen, Ärzte, Sozialarbeiter, Pflegemitarbeiter und Seelsorger auf den Gebieten der Psychoonkologie und Onkologie. Anmeldungen sind möglich.

Ganz im Sinne des in den vergangenen  Jahren erfolgreich aufgebauten Schwerpunktes werden wieder vorrangig aktuelle Fragen zur Versorgung von jungen Erwachsenen mit Krebs und ihren Angehörigen gemeinsam erörtert. In diesem Altersbereich erkranken junge Frauen vor allem am Hodgkin-Lymphom, Melanom, Mammakarzinom, Zervixkarzinom und Leukämien. Junge Männer sind vorrangig von Hodentumoren, Hodgkin-Lymphom, Melanom, Leukämien und Darmkrebs betroffen.

Um die Initiierung und insbesondere die Umsetzung klinischer Versorgungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene (AYA, Adolescents and Young Adults) auf einem vergleichsweise internationalen Niveau durchführen zu können, bedarf es eines wirklich grundsätzlichen Verstehens der besonderen Charakteristik dieser Altersgruppe.

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„Mit der deutschlandweit erstmaligen Realisierung einer Reihe von strukturellen Maßnahmen, wie dem Online-Informationsportal für AYA Krebspatienten, deren Angehörige und behandelnde Ärzte sowie interdisziplinären Spezialsprechstunden für Patienten und Eltern sind uns erste wichtige Schritte für die Verbesserung der Behandlungsqualität und Lebensqualität der Betroffenen in Sachsen-Anhalt gelungen. In den nächsten Jahren werden wir weiterhin Unterstützung brauchen, diese innovativen Ansätze in der Profilbildung auch an die betroffenen Menschen zu bringen“, erklärt Michael Köhler, der in der Magdeburger Uniklinik für Hämatologie und Onkologie seit vielen Jahren Patienten und deren Familien begleitet.

Im Hinblick auf technologische Zukunftsfähigkeit werden bspw. die Projekte der Studiengruppe AYA-Netzwerk konsequent als ePRO-Projekte (Electronic Patient-Reported Outcome) konzipiert, d.h. die Erfassung von Fragebogendaten erfolgt mittels elektronischer Hilfsmittel (eHealth Records). Die Spezialsprechstunde für Eltern junger Erwachsener mit hämatologischen Krebserkrankungen wurde außerdem im vergangenen Jahr mit dem Helmut-Wölte-Preis ausgezeichnet aufgrund ihres innovativen und zukunftsweisenden Modellcharakters für andere Programme psychoonkologischer Versorgung.

Diesjährige Themen sind das elektronische Monitoring der Lebensqualität zur präziseren Erfassung der Symptombelastungen sowie spezifische Rehabilitationsmaßnahmen für Adoleszente und junge Erwachsene. Außerdem stehen erstmals gleich zwei State-of-the-Art-Referate zum aktuellen Stand der klinischen AYA-Versorgung und Forschung auf dem Programm. Das Magdeburger Psychoonkologische Kolloquium wird erneut unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) durchgeführt.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 12. September 2014, von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr im Konferenzraum (Haus 65) des Zentrums für Neurowissenschaftliche Innovation (ZENIT) GmbH auf dem Gelände des Universitätsklinikums Magdeburg, Leipziger Straße 44, statt. Anmeldungen sind möglich bis zum 8. September 2014 unter Tel. 0391/67-15955 bei der Geschäftsstelle des Tumorzentrums Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Hans-Henning Flechtner
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Tel.: 0391 67-17000 / Fax: 0391 67-17001
E-Mail: hans-henning.flechtner@med.ovgu.de

Dipl.-Psych. Michael Köhler
Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie Magdeburg
Arbeitsbereich PsychoonkologieTel. 0391-67-13307 oder -13266 / Fax 0391-290353
E-Mail: michael.koehler@med.ovgu.de

Bildquelle: Universitätsklinikum Magdeburg

Artikel letztmalig aktualisiert am 04.09.2014.

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