Fürsorgediktatur: eine Polemik

26.08.2014
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Glaubt man der Gesundheitspolizei, so ist ist heutzutage fast schon eine soziale Pflicht, möglichst schlank, sportlich fit, jung (geblieben) und gesund zu sein. Tatsächlich oder vermeintlich gefährliches Verhalten wird zunehmend geächtet oder sogar sanktioniert. Aber wo sind die Grenzen?

Rauchen gefährdet die Gesundheit. Punkt! So oder noch gezielter und abschreckender formuliert steht es in nicht übersehbaren Lettern auf jeder Zigarettenschachtel, jedem Tabaksbeutel oder Zigarrenkiste. Diese Aussage ist wissenschaftlich fundiert, und wer etwas anderes behauptet, macht sich zweifellos lächerlich. Dass es hier bezüglich der Risiken Unterschiede zwischem dem suchtmäßigen Konsum von einer oder mehreren Packungen Glimmstengeln und dem gelegentlichen Genussrauchen von Pfeifentabak oder Zigarren gibt, sei dahingestellt. Rauchen kann krank machen, sogar Passivrauchen: pAVK, KHK, Bronchialkarzinome, Urothelkarzinome, erektile Dysfunktion, um nur einige mögliche Folgen zu nennen.

Aus diesem Grund wurden politisch verordnete Rauchverbote, welche man unter moralischen, gesundheitspolitischen und medizinischen Gesichtspunkten sehen kann, in den vergangenen Jahren immer weiter ausgeweitet und haben teilweise sogar zu einer gesellschaftlichen Ächtung von Rauchern geführt, obwohl immer noch etwa 30% der Deutschen die Droge Nikotin nutzen und der Staat aufgrund der nicht unerheblichen Einnahmen aus der Tabaksteuer ein zwiespältiges Interesse daran hat. Denn die durch den Tabakgebrauch entstehenden Folgekosten für das Gesundheitswesen sind enorm und müssen von der Solidargemeinschaft getragen werden.

Im Angesicht steigender Krankenkassenbeiträge ruft dies immer wieder (teilweise selbst ernannte) Gesundheitspolzisten auf den Plan, denen die bisherigen Regelungen noch nicht weit genug gehen: Noch drastischer sollen die Warnungen auf den Schachteln werden, noch weniger ansprechend die Verpackungen, ein Werbeverbot verhängt werden, um das Rauchen unattraktiv zu machen. Am besten wäre für mache ein komplettes Verbot, zumindest in der Öffentlichkeit. Und selbst in den eigenen vier Wänden gab und gibt es schon Bestrebungen, das Rauchen einzuschränken, weil nichtrauchende Nachbarn sich gestört fühlen. Dabei können Sanktionen so manchen erst recht neugierig machen (siehe: illegale Drogen), denn dass eine Prohibition nicht funktioniert, wenn ein entsprechender Markt vorhanden ist, haben die U.S.A. in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts mit einem absoluten Alkoholverbot eindrucksvoll erfolglos bewiesen. Al Capone lässt grüßen.

Daher gibt es auch immer wieder Forderungen, die Solidargemeinschaft dadurch zu entlasten, dass Raucher zum Beispiel durch Risikozuschläge bei den Krankenversicherungen bestraft werden, um so die durch ihr gesundheitsschädliches Verhalten verusachten Kosten abzuwälzen. Klingt auf den ersten Blick vielleicht nur allzu gerecht, aber wo sind hier die Grenzen? Welchen Präzedenzfall würde man hiermit schaffen?

Auch anderes, teils weit verbreitetes Verhalten ist – zumindest potentiell –gesundheitsschädlich: übermäßiger Alkoholkonsum, Fettleibigkeit, illegaler Drogenkonsum, Fahrradfahren ohne Helm oder einseitige (zum Beispiel auch falsche vegane) Ernährung. Sportmuffel sind genauso gefährdet, krank zu werden, wie die Betreiber von Risikosportarten (Fallschirmspringen, Paragliding, Base-Jumping, Klippenspringen, Wingsuit-Fliegen, Bergsteigen, Free Climbing, Tauchen, Wildwasserkajak, Bunjee-Jumping, Skifahren usw.), einen eventuell sogar schweren Unfall zu erleiden, welches ebenfalls hohe Kosten verursachen kann. Motorradfahrer sind bei einem selbst- oder fremdverschuldeten Verkehrsunfall in der Regel dramatischer verletzt als Autofahrer. Auch so mancher Breitensport ist höchst unfallträchtig. Müssen auch diese Menschen demnächst einen Zuschlag zahlen? Was ist mit Eltern, die bewust ein Kind mit Erbkrankheiten oder Behinderungen in die Welt setzen, für dessen Behandlungskosten auch die Allgemeinheit aufkommen muss? Was mit den Angehörigen von unrettbar Kranken, die sich sich weigern, eine kostspielige, augenscheinlich sinnlose Behandlung abzubrechen und den Patienten sterben zu lassen? Heutzutage können bereits Gentests ein familiäres Risiko aufzeigen, an einer Reihe von Erkrankungen wie bestimmten Karzinomen zu erkranken. Muss man einen alten Patienten noch dialysieren oder eher ein sozialverträgliches Frühableben fordern? Prangt demnächst auf jeder Fleischverpackung und jedem Schokoriegel ein Warnaufkleber: "Essen kann krank machen"? Ist auf der Schachtel einer bekannten Schokolade für Kinder dann statt eines freundlich lächelnden Jungen zur Abschreckung ein kleiner Fettwanst mit kariösem Gebiss abgebildet? Sollte Zucker noch frei verkäuflich sein? Machen Kartoffelchips süchtig? Schon jetzt wird in vorauseilendem Gehorsam bei der Werbung für manche Alkoholika zu vernünfigem Genuss aufgerufen. Dabei schließt übermäßiger Gebrauch echten Genuss an einem Produkt fast schon aus.

Von der Aufklärung über gesundheitliche Risiken zur Gesundheitspolizei und Fürsorgediktatur ist es nur ein kleiner Schritt. Wer riskant lebt, schadet der Allgemeinheit, die für die Folgekosten des Sünders aufkommen muss. Diese Logik ist jedoch das Ende jeglicher persönlicher Freiheit, denn alles was ich tue, kann sich auf die Solidargemeinschafft auswirken. Bereits heute kann man sich teilweise nicht des Eindrucks erwehren, dass Gesundheit eine Tugend und fast schon eine soziale Pflicht ist. Wollen wir das?

Schon jetzt gibt es beispielsweise die technische Möglichkeit, das Zahnputzverhalten mittels elektronischer Bluetooth-Zahnbürste und entsprechender Smartphone-App zu messen und an den Krankenversicherer zu übermitteln. Die Generali-Versicherung hat im November 2014 einen neuen Tarif vorgestellt, bei der Kunde mit einer App ständig sein Verhalten dokumentieren und der Versicherung mitteilen soll. Derjenige, der sich nach dem statistischen Algorithmus der Versicherung "gesünder" verhält, bekommt dann einen Bonus. Das Gebaren wird sozusagen in Echtzeit ermittelt, kann ausgewerter und sofort ökonomisch sanktioniert werden. Wo ist hier die Grenze zwischen digitaler Überwachung und legitimen Risikokalkulationen, respektive wirtschaftlichen Abwägungen?

Das ganze Leben birgt nicht kalkulierbare Risiken und endet letztlich immer tödlich. Aber was heute als gesund gilt, kann durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse morgen schon ungesund sein und umgekehrt.

Bleiben wir doch lieber tolerant!

 

Bildquelle (Außenseite): ayako.mani, flickr / CC by-sa

Bildquelle: © Bettina Stolze / PIXELIO.de

Artikel letztmalig aktualisiert am 03.12.2014.

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Gast
Solange wir uns die Vereinigten Staaten von Amerika als Vorbild nehmen verlieren wir unsere Menschlichkeit. Neben bereits verlorenen Lebensräumen wird überlebenswichtige Natur vernichtet und das biologische Gleichgewicht empfindlich gestört. Der selbst ernannte Weltpolizist zerstört im Auftrage des Profits großflächig die Menschheit und macht in schätzungsweisen 50 Jahren Platz für eine neue 6. Spezies auf dem Planeten Erde. Menschen werden das aber nicht mehr sein. Lesen Sie die Analyse von Dr. Paul Craig Roberts: Verbrechen der amerikanischen Präsidenten – damals und heute
#30 am 19.11.2014 von Gast
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Also ich wäre für eine Helmpflicht für Fahrradfahrer.
#29 am 08.09.2014 von Gast (Gast)
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Geben wirs zu, es gibt auch Ärzte die rauchen und Alkoholoker sind. Die sollten das nur solange wie möglich verheimlichen.
#28 am 05.09.2014 von Gast (Gast)
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Verehrter # 25 Gast, Sie verwechseln hier leider Verbraucherschutz gegenüber einer übermächtigen nur profitorientierten Konsumindustrie ( „Handy“-Landegeräte) mit Gängelung und wirklicher Einschränkung der persönlichen Freiheit des Bürgers. Der schlimmste Auswuchs ist hier die sog. "Klimarettung", der größte Wissenschaftsskandal der Neuzeit. In Deutschland wird Mais angepflanzt zur Stromerzeugung, so ein Schwachsinn. Weil das alles nicht klappt und zum Scheitern verurteilt ist, kommt man auf die blöde Idee, den Strom zu rationieren und stärkere Staubsauger zu verbieten.
#27 am 05.09.2014 von Gast (Gast)
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@24: Auch off topic: Die Frage ist aber, ob ein Staubsauger mit reduzierter Leistung dieselbe Saugkraft hat wie einer mit höherem Stromverbrauch. Mein 1.800-Watt-Sauer saugt jedenfalls deutlich besser als das 1.450-Watt-Teil, das ich vorher hatte.
#26 am 03.09.2014 von Gast (Gast)
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Gast
Off-topic, aber: Leistungsbeschränkung für Staubsauger finde ich klasse. Ziel ist doch, Staub zu saugen, nicht Energie zu verbraten. Technisch gut machbar, es will nur keiner investieren. Daher ist „Motivation“ aus Brüssel angebracht (wie z.B. auch die Vereinheitlichung der „Handy“-Landegeräte), das ist m.E. keine Regulierungswut. Wieder ON-topic: Und leider gibt es ja etliche Mitmenschen, denen nicht bewusst ist, oder die in Ihrer Überheblichkeit ignorieren, was anderen schadet, viell. auch nur belästigt. Selbst wenn unmittelbar und offensichtlich. Da fehlt "Einigkeit" (s. #23). Toleranz. Rücksicht. Meine Eltern hätten "einfach gutes Benehmen" gesagt. Dass genau die Leute dann Freiheit des Einzelnen zur Begründung ihres Verhaltens bemühen kann nicht angehen: Sie meinen leider nur ihre Freiheit. Und so muss leider doch irgendwie reguliert werden. Diskussionen wie diese hier sind förderlich, notwendig, gesellschaftlichen Konsens über die notwendigen Grenzziehungen herzustellen. Danke!
#25 am 02.09.2014 von Gast
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Die Freiheit des einen endet eben an der Nasenspitze des anderen. Die eurokratische Regulierungswut (man denke nur an die Leistungsbeschränkung von Staubsaugern) erstickt die persönliche Freiheit schon viel früher.
#24 am 01.09.2014 von Gast (Gast)
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#23: Dass nur das erlaubt ist, was anderen nicht UNMITTELBAR schadet, darüber herrscht Einigkeit und dafür sorgt der Staat bereits umfassend. In dieser Differenzierung ist es daher völlig unstrittig.
#23 am 01.09.2014 von Torsten Horlbeck (Student)
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Gast
Gerne toleriere ich alles mögliche. Jeder sollte nach seiner Fasson glücklich werden. Miener Toleranz hört da auf, wo ich unmittelbar durch das Glücksstreben eines anderen mitbetroffen gemacht werde: Rauchschwaden, die sich nicht nun mal schlecht begrenzen lassen. Autorennen, wenn ich die Strasse überqueren will. Betrunkene am Steuer, wenn ich Verkehrsteilnehmer bin. Vegetarier oder Dauer-BBQer, wenn Sie mir doch "die einzig richtige Ernährungsweise" aufzwingen wollen. Hunde-ohne-Leine-Asuführer wenn ich Joggen gehe. Echte Toleranz geht auch immer einher mit Rücksicht. Des Tolerierten. Sonst wird sie zur Unterwürfigekeit.
#22 am 01.09.2014 von Gast
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#15, Dr. Kratofiel schrieb: "Die Freiheit des Einzelnen wäre nicht eingeschränkt (mit Zusatzabgaben für Raucher T.H.)..." Die Freiheit des Einzelnen wäre sehr wohl eingeschränkt. Unlängst hat der BGH (Helm-Urteil für Fahrradfahrer 2014) klargestellt, dass der Staat nicht das Recht hat, das Individuum umfassend vor sich selbst zu beschützen. Darüber hinaus sehen Verfassungsrichter einhellig ein Recht jedes Einzelnen auf "Unvernunft". Ein Staat, der versucht, seine Bürger von allen Gefahren fernzuhalten, und sei es nur, um (vermeintlichen) monetären Schaden von der Gemeinschaft abzuwenden, ist kein freiheitlicher Staat mehr. Vielmehr hat die Erfahrung in Sachen Bürgerbevormundung gezeigt, dass ein Schutzerlass automatisch immer weitere Beschränkungswut nach sich zieht, bis irgendwann der Bürger noch den Zeitpunkt des Luftholens vorgeschrieben bekommt. Sie haben es ja schon selbst angedeutet, wo fängt man an, und wo hört man auf. Ich bin übrigens Nichtraucher ;-).
#21 am 30.08.2014 von Torsten Horlbeck (Student)
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Gast
Toller Artikel. Ein Appell an die Toleranz (und den gesunden Menschenverstand)
#20 am 30.08.2014 von Gast
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mal was PROVOKANTES : wer sagt denn , daß Nichtraucher keinen Lungenkrebs bekommen ? .Wer hat denn mal durchgerechnet , ob nicht Raucher " billiger" für das Gesundwesen sind als Prophylaxe -Fanatiker . Sie bekommen eher eine totale Prothesen ( eine sehr preiswerte Zahnersatzlösung) , sterben auch eher ...nehmen vielleicht vorübergehend eine hohe KK-Leistung in Anspruch - meist aber nur für eine relativ kurzen Zeitraum ) , geringe Pflegezeiten ... ???
#19 am 30.08.2014 von dr. med.dent. Wolfgang Stute (Zahnarzt)
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zu #17 "bedenklich ist" immer die Beleidigung von Diskussionsteilnehmern, statt sachlicher Argumente!
#18 am 29.08.2014 von Gast (Gast)
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Gast
Ich glaube Belohnungssysteme sind wirksamer als Strafmaßnahmen – also: Freibier für Nichtraucher und nicht Risikozuschläge für Raucher :-). Oder wie wär's mit kleinen Anerkennungen für behelmte Radfahrer, zum Beispiel Müsliriegel oder zuckerfreie Schokoriegel, überreicht durch freundliche Politessen? (Das mit dem Freibier war leicht ironisch). Bedenklich finde ich die engstirnige Einstellung von Dr. Bayerl zu Vegetariern: das mag für Puddingvegetarier zutreffen (Ersatz von Fleisch durch Pudding). Ich habe mich selbst etwa zehn Jahre vegetarisch ernährt – ohne bleibende Schäden davonzutragen. Ich möchte den Weg zu meinem seelischen und leiblichen Wohl selber herausfinden, ohne Einmischung eines Schulmeister-Arztes.
#17 am 29.08.2014 von Gast
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@Dr. med. Ines H?nicke: Wenn man den ersten Absatz liest, so finde ich nicht, dass hier das Rauchen verharmlost wird: "Rauchen kann krank machen, sogar Passivrauchen: pAVK, KHK, Bronchialkarzinome, Urothelkarzinome, erektile Dysfunktion, um nur einige mögliche Folgen zu nennen."
#16 am 29.08.2014 von Gast (Gast)
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Der Grundgedanke der gesetzlichen Versicherungen (=Solidargemeinschaften=Der Staat) ist: Niemanden im Regen stehen zu lassen, wenn einem von uns das Schicksal unverschuldet außergewöhnliche Härten auferlegt. Mindestens ebenbürdig ist die Pflicht eines jeden Einzelnen Selbstverletzungen der Solidargmeinschaft nicht aufzubürden, was gelegentlich bei derartigen Diskussionen geflissentlich übersehen wird. Besser als die Pflicht-Solidargemeinschaften mit jedem Risiko, was der Einzelne im Privatbereich eingeht, zu belasten=bestrafen wäre m.E. die Pflicht des Einzelnen diese überobligatorischen Risiken nicht der Solidargemeinschaft aufzubürden sondern privat abzusichern. Wie, ist seine Sache. Natürlich taucht in diesem Zusammenhang immer die Frage auf wo anfangen und wo aufhören. Wir drehen uns aber ständig im Kreis, wenn wir das Thema nie anfassen. Ein Anfang wäre schon einmal das Rauchen. Was wäre denn Schlechtes daran, wenn neben der Rauchersteuer eine versicherungsmathematisch korrekt ermittelte Gesundheitsabgabe in den Endpreis einkalkuliert und an die Solidargemeinschaft = Kasse weitergeleitet oder durch eine private Versicherung abedeckt würde? Von anderen riskanten Momenten könnte die Solidargemeinschaft nach und nach genauso entlastet werden. Die Freiheit des Einzelnen wäre nicht eingeschränkt und die Solidargemeinschaft von überobligtorichen Leistungen entlastet, was nicht zuletzt dem einzelnen über sinkende Beiträge zugute käme. Auch die sogenannten Leistungserbringenden: Ärzte, Pfleger, und andere könnten wieder verantwortungsgerecht entlohnt werden. Kratofiel Matthias-Georg Dr med dent D- 4 5525 Hattingen Kleine Weilstraße 27 Zahnarzt, Ernährungsmediziner Fon/Fax: +49(0)2324-52872 Kratofiel@web.de www.Altstadtpraxis.de
#15 am 29.08.2014 von Dr Matthias Kratofiel (Zahnarzt)
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Robert Norden
In meinen Augen kein Artikel für das Rauchen, sondern nur gegen die Regulierungswut und den Gesundheitswahn.
#14 am 29.08.2014 von Robert Norden (Gast)
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Wer, wenn nicht Raucher, praktizieren das "sozial verträgliche Frühableben"? Man sollte sie belohnen, nicht bestrafen.
#13 am 29.08.2014 von Gast (Gast)
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@Gerhard Wilhem: Ich glaube, hier wurde die Formulierung des Autors misverstanden. Nicht ja im Allgemeinen als gesund geltende vegane Ernährung an sich ist falsch, sondern bei einer rein veganen Kost besteht die Gefahr einer Mangelernährung, wenn man es falsch macht.
#12 am 29.08.2014 von Gast (Gast)
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Rhetorisch guter Artikel, leider wieder mal einer, der das Rauchen verharmlost, indem es andere wesentlich geringfügigere "Sünden" auf die gleiche Stufe stellt. Natürlich kann sich jeder schädigen, wie er will. Dem typischen Raucher ist es aber auch vollkommen egal, ob Menschen in seiner Umgebung belästigt oder geschädigt werden. Deshalb muss er halt mit Gesetzen in seinem Verhalten eingeschränkt werden, wenns freiwillig nicht geht. Ich als Nichtraucher fühle mich damit endlich mal unterstützt. Und fange jetzt keiner an zu faseln, dass die gesundheitlichen Risiken des Rauchens nicht vielfach bewiesen wären...
#11 am 29.08.2014 von Dr. med. Ines H?nicke (Ärztin)
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Gast
Natürlich soll und muss der Nichtraucher vor dem Qualm geschützt werden,ebenso unbedingt ungeborene Kinder,dass ist sicher richtig.Der dumme Raucher hingegen,der es nicht schafft aufzuhören,wird unser Sozialsystem nicht so schröpfen können denn er benötigt viele viele Jahre weniger Rente in diese Kassen hat er aber einbezahlt. Er bezahlt die Tabaksteuer,bezahlt die Rentenkasse und bezahlt mit frühem Tod.Wie dumm muss man sein?
#10 am 29.08.2014 von Gast
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Martin
Ich finde die Aussagen sehr vernünftig und danke dem Autor für diesen mutigen Artikel. Nein Danke, ich Rauch nicht mehr ..... dafür gibt es halt ab nun Ersatzdrogen wie Zucker oder Alkohol, die die Gesellschaft ebenso stark belasten. In den USA ist das Rauchen und der Alkohol noch mehr geächtet, kommen daher die vielen Fettleibigen in den USA ? Man müsste auch noch die Menschen, die unglücklich sind und daher ein höheres Gesundheitsrisiko haben mit in den Kreis der möglichen Sozialschädiger mit einbeziehen. Und was ist mit Menschen, die so gnadenlos gesund sind, dass Sie 100 Jahre alt und älter werden und die Rentenkasse belasten ? Am Ende werden auch sie krank werden und sterben. Ich plädiere also ebenfalls für die persönliche Freiheit was falsch machen zu dürfen und bitte um Toleranz. Die Regulierungswut der EU ärgert mich immer mehr und noch schlimmer finde ich die Menschen, die anderen auch noch Vorschriften für ihr Leben machen wollen.
#9 am 29.08.2014 von Martin (Gast)
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Tolerant ist schnell gefordert. Jedoch das System wird schnell steigend durch Medizinforschung, die in erster Linie dem Geld verdienen verpflichtet ist und ununterbrochen genau hier in doccheck vorgestellt wird. Neue Medikamente, neue Methoden, noch genauere Fotos vom Zucker auf den Zellen und tausend andere Novitäten. Tolerant kann nicht mehr lange finanziert werden - in allen entwickelten Staaten, dann kommt die Individualversicherung - wetten!
#8 am 29.08.2014 von Karl-Heinz Licht (Medizinjournalist)
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„Falsche vegane Ernährung“ Dank DocCheck lernt man nie aus!
#7 am 29.08.2014 von Gerhard Wilhelm (Diätassistent)
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Lorenz
Es ist ein Desaster. Die paar Unfälle, die im Jahr geschehen durch extreme Sportarten, sollen evtl. extra versichert werden, die zigtausend kaputtgetretenen Knie durch Fußball soll offenbar dann doch die Gemeinschaft tragen? In welchen Hirnen erwächst ein solcher Stumpfsinn? Ich habe nichts gegen einen Risikozuschlag von Rauchern, allerdings muß man sich dann mal dazu durchringen können, ab welchem Konsum ein solcher ein statistisch erwiesenes Risiko birgt. 5 Zigaretten/die, 10 oder mehr? Dann ran an die Front, liebe Statistiker und Versicherungsmathematiker!
#6 am 29.08.2014 von Lorenz (Gast)
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Lorenz
Diese werden ja auch noch staatlich gefördert. Es ist ein Murks von vorne bis hinten. Solange Tabaksteuer und Alkoholsteuern erhoben werden, sollte der Staat ganz brav die Schn.uze halten und keine Welle machen. Wenn nur allein die Steuern, die dafür erhoben werden, auch gezielt zur Prävention und Therapie dadurch entstandener Krankheiten eingesetzt würden, würde ich nichts sagen. Dann aber kommt immer wieder der lapidare Satz, daß Steuern nicht zweckgebunden erhoben werden. Wieso heißen Sie denn dann z.B. Tabaksteuer? Und nicht einfach "Konsumsteuer"? Oder noch besser: Nikotinabusus-Steuer, weil ja bekanntlich immer Abstinenzler definieren, wann etwas ein "Usus" oder ein "Abusus" ist. Verkehrte Welt.
#5 am 29.08.2014 von Lorenz (Gast)
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Lorenz
Exzellenter Artikel! Bleiben wir doch lieber tolerant, so schließt er. Das denke ich auch. In meinen 18 Berufsjahren hatte ich noch keinen abgestürzten Free-Climber, Drachenflieger oder sonst eine recht exotische Sportart, aber tausendfach ruinierte Knie und Sprunggelenke durch den Volkssport Nr. 1: den Fußball, danach Ski-Fahren. Wie groß wäre der Aufschrei, wenn man fordern würde, daß ein Risikozuschlag für diese Massensportarten erhoben würde.
#4 am 29.08.2014 von Lorenz (Gast)
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Gast
1. 100000 Euro und mehr für die eventuell erfolgreiche Therapie einer einzigen lebensbedrohenden, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit präventiv für den Einzelnen vermeidbar gewesenen Krankheit: das uU millionenfach: wer soll das bezahlen ? Wieder einmal die Allgemeinheit, die dann insgesamt bankrott sein wird. Wer bezahlt dann ß 2. Wie viele frivole Optimisten gäben am Ende ihres als zu kurz empfundenen Lebens ein Vermögen (das sie nicht haben), um einige Monate überleben zu können ? Persönliche Verantwortung: Fehlanzeige. Folgende Generationen: Fehlanzeige ?
#3 am 28.08.2014 von Gast
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Gast
Danke, ein toller Beitrag, bin komplett an Ihrer Seite!
#2 am 28.08.2014 von Gast
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Dr.Bayerl
Hier scheint ein Raucher zu sprechen :-) Das Kriterium der "Freiheit" ist allerdings hier das erzwungene "Passivrauchen", also auch der Jugendschutz, das Rauchen von Schwangeren und natürlich die verdammt große Zahl auch der aktiven Rauchertodesfälle selbst. Da gibt es kaum ernsthafte Konkurrenz. Etwas leid tun sie mir schon, denn Sucht ist ja angeblich eine Krankheit, und wenn es um weitere finanzielle "Sanktionen" für die Krankenkasse gehen soll, verweis ich immer wieder auf die zweckgebundene Verwendung der vielen Milliarden Tabacksteuer, die schon existieren. Auch die volle Mehrwertsteuer für Krankheitsheilung ist international einmalig. Ebenso oder noch schädlicher als Passivrauchen für Babies und Kleinkinder ist übrigens der Vegetarismus, je strenger, desto schädlicher. Müsste schlicht verboten werden, Geld reicht hier nicht.
#1 am 28.08.2014 von Dr.Bayerl (Gast)
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