Bei Bedarf

13.08.2014

Das finde ich eine der problematischten Methoden, eine Dosierung anzugeben:

Zunächst einmal muss der Patient wissen, was denn der “Bedarf” ist. Das kann sein (je nach Medikament): Schmerzen, Panikattacken, Übelkeit … also das, was dann dazu führt, dass man etwas dagegen nehmen muss. Man könnte auch sagen: “falls nötig“. Noch besser: “falls nötig bei …

Und dann weiss ich (und oft auch der Patient) mit der Dosierung meist nicht, ob er (oder sie) danach an dem Tag noch mehr nehmen darf.

Im Normalfall heisst aber  “Eine Tablette bei Bedarf”  nicht: “4 oder mehr pro Tag”.

Wieviel man pro Tag maximal nehmen darf sagt einem die Packungsbeilage. Wieviel man maximal nehmen soll – der Arzt.

Artikel letztmalig aktualisiert am 27.08.2014.

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Pharmazie
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Das ist einer der Gründe, warum diese Formulierung bei BTM nicht zulässig ist: Bedarf ist sehr subjektiv, und kann gerade bei verzögertem Wirkeintritt und niedriger maximaldosis schnell zur überdosierung führen. Außerdem sollte es wenig überraschend sein dass nicht jeder Patient sich im Beipackzettel informieren will oder kann, und gerade bei schmerzmitteln erstmal in TV-Manier "eine Handvoll" nimmt wenns weh tut, und vielleicht nochmal eine wenns nicht schnell genug wirkt, bevor er den beipackzettel liest. Auch weil er sich evtl der schwere der möglichen Nebenwirkungen garnicht bewusst ist.
#1 am 27.08.2014 von Albert Bonell (Apotheker)
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